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Hilfe von der WG-Therapeutin: Sie trinkt, raucht, brüllt - was tun, Frau Stiehler?
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Immer wenn Tatjanas Mitbewohnerin von der Arbeit kommt, betrinkt sie sich und ist "gegen 20 Uhr schon völlig weg". Dann raucht sie und schreit durch die Wohnung. Wie kann sich Tatjana vor ihr schützen?

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dasfred 12.12.2018, 10:41
1. Heftige Thematik

Ich muss sagen, der heutige Tipp trifft den Kern. Ein Alkoholiker, bzw. eine Alkoholikerin in der WG, die täglich die Kontrolle über sich verliert, ist eine enorme Belastung. Da die Frau ja auch keine Einsicht zeigt und keinen Versuch startet, ihre Abhängigkeit behandeln zu lassen, ist die Kündigung die einzige Möglichkeit.

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bj68 12.12.2018, 10:56
2. Hm....

wer ist der Hauptmieter bzw. wie sind die Mietverhältnisse geregelt...kann durchaus sein, dass eine Kündigung gar nicht möglich ist, weil die "Dame" der Hauptmieter ist.
Ansonsten wenn sie besoffen ist und rumzickt oder gar droht....u.U. die Polizei rufen, eskaliert dann zwar auch, aber warum soll für eine WG nicht das gleiche gelten, was bei Drohungen/Streit bei Paaren in deren Wohnung gilt....wer droht fliegt aus der Wohnung.

Bj68

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Sueme 12.12.2018, 11:21
3.

Vermutlich gibt es keinen Hauptmieter sondern die einzelnen Zimmer werden direkt vom Eigentümer vermietet. Vermieter sind ja auch nicht dumm und haben inzwischen festgestellt das sich so ja eine noch höhere Rendite erwirtschaften lässt.

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Bruno Bug 12.12.2018, 11:43
4. So fällt unser Mietrecht auf die Mieter wie ein Sack Kartoffeln

Ich finde das prima. Auf diese Weise können die jungen Studenten die Realität unseres von allen Mietern so hoch geschätzten und geliebten Mietrechts am eigenen Leibe erfahren. Pech gehabt. Nichts machen kann der Vermieter. Rauchen und Saufen ist ein Lebensrecht und der Vermieter kann da nicht viel machen, wie einige Urteile im Sinne von Rauchern kürzlich bestätigt haben. Hoffentlich kaufen sie sich mal später ein freistehendes Einfamilienhaus mit guter Nachbarschaft. Ansonsten müssen sie damit Leben, dass ein Mieter/Untermieter/Mitbewohner eigentlich so alles, bar eines Tötungsdeliktes, machen kann was er/sie will. In unserem Rechtsstaat heißt es nämlich: Im Zweifel für den Mieter. Also ziehen sie am Besten einfach aus und suchen sie nach was Neuem. Viel Glück damit, in einer Studentenstadt, und schauen sie sich die Mitmieter/Untervermieter besser vorher gut an, ohne Garantie natürlich, denn Menschen ändern sich nun mal. Und bei der nächsten Wahl beachten sie bitte das Programm ihrer favorisierten Partei ob die noch mehr Rechte den Mietern zuschanzen will (sehr wahrscheinlich).

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jannik.b 12.12.2018, 12:50
5. Am besten Hilfe beim örtlichen Mieterverien holen

Dessen Juristen kennen alle Paragraphen wie es im Falle einer Störung des Hausfreidens zur fristlosen Kündigung kommen kann. Dann die Fälle dokumentieren, Zugen benennen und damit perfekt vorbereitet zum Vermieter gehen. Und falls es nicht klappt und die Lage weiter eskaliert, kennen die Juristen dort alle Wege wie man selber schnell aus dem Mietvertrag herauskommt.

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Mescalero2 12.12.2018, 12:53
6. Volle Zustimmung !

Zitat von Bruno Bug
Ich finde das prima. Auf diese Weise können die jungen Studenten die Realität unseres von allen Mietern so hoch geschätzten und geliebten Mietrechts am eigenen Leibe erfahren. Pech gehabt. Nichts machen kann der Vermieter. Rauchen und Saufen ist ein Lebensrecht und der Vermieter kann da nicht viel machen, wie einige Urteile im Sinne von Rauchern kürzlich bestätigt haben. Hoffentlich kaufen sie sich mal später ein freistehendes Einfamilienhaus mit guter Nachbarschaft. Ansonsten müssen sie damit Leben, dass ein Mieter/Untermieter/Mitbewohner eigentlich so alles, bar eines Tötungsdeliktes, machen kann was er/sie will. In unserem Rechtsstaat heißt es nämlich: Im Zweifel für den Mieter. Also ziehen sie am Besten einfach aus und suchen sie nach was Neuem. Viel Glück damit, in einer Studentenstadt, und schauen sie sich die Mitmieter/Untervermieter besser vorher gut an, ohne Garantie natürlich, denn Menschen ändern sich nun mal. Und bei der nächsten Wahl beachten sie bitte das Programm ihrer favorisierten Partei ob die noch mehr Rechte den Mietern zuschanzen will (sehr wahrscheinlich).
Ich hatte da auch Mieter aus CVJM Kreisen. Die haben auch gemeint, sie hätten das Recht, nachts sich zu besaufen und Lärm zu machen. Als ich denen einen lieben Brief geschrieben haben, sind sie dann zum Rechtsanwalt gerannt und wollten mich verklagen, mit der Anmerkung, sie würden einfach alles abstreiten. Wie wollen sie als Mieter beweisen, dass ein Mieter zusammen mit seinen Sportkamerden sich besäuft und rumlärmt. Und im Zweifelsfalle vor Gericht werden die WG-Mitbewohner ihnen in den Rücken fallen. Ich bin inzwischen aus dem CVJM ausgetreten, weil mir die ganze Einstellung zum Alkohol dort mißfällt. Es herrscht eher die Mentalität dass man sauffest sein muss. Hinweise auf die Gefährlichjkeit von Alkohol und Drogen: Fehlanzeige, und das im Jugendbereich. Dafür die Bemerkung: "wir leben nicht auf einer Insel". Dass niemand mehr vermieten will und wenn, dann möglichst so teuer wie möglich, liegt vor allem an den lieben Mietern.

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Horst Scharrn 12.12.2018, 14:49
7.

Sobald die Anfängt rumzuschreien direkt die Polizei rufen weil man sich bedroht fühlt.
Ausserdem den Vermieter darüber informieren dass das aggressive Verhalten sowie die Nichtbeachtung des Rauchverbots für die anderen Mieter nicht hinnehmbar ist (Gesundheitsgefährdung, Brandgefahr) und mit Mietminderung drohen. Dann wird der Vermieter wohl ziemlich schnell der Alkoholikerin kündigen.

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mariomeyer 12.12.2018, 15:06
8. Yo!

Einfachste Lösung: ausziehen. Da hat man das Heft des Handelns selbst in der Hand und kann die eigene Zukunft "pro-aktiv" gestalten (und als Mitbewohnerin in einer 5er-WG ist man eindeutig flexibel genug, um eine räumliche Veränderung auch ohne echte Reue durchziehen zu können, meine ich). An die Vermieter-Lobby, die sich hier so lautstark zu Wort meldet: Es gibt solche und solche - unter den Mietern wie unter den Vermietern. Vielleicht liegt aus auch am eigenen Immobilien-Portfolio, wenn man als Vermieter nur Mieter findet, die den Erwartungen nicht entsprechen. Daran schon mal gedacht?

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ohjeee 12.12.2018, 15:47
9. 1

Zitat von Mescalero2
Ich hatte da auch Mieter aus CVJM Kreisen. Die haben auch gemeint, sie hätten das Recht, nachts sich zu besaufen und Lärm zu machen. Als ich denen einen lieben Brief geschrieben haben, sind sie dann zum Rechtsanwalt gerannt und wollten mich verklagen, mit der Anmerkung, sie würden einfach alles abstreiten. Wie wollen sie als Mieter beweisen, dass ein Mieter zusammen mit seinen Sportkamerden sich besäuft und rumlärmt. Und im Zweifelsfalle vor Gericht werden die WG-Mitbewohner ihnen in den Rücken fallen. Ich bin inzwischen aus dem CVJM ausgetreten, weil mir die ganze Einstellung zum Alkohol dort mißfällt. Es herrscht eher die Mentalität dass man sauffest sein muss. Hinweise auf die Gefährlichjkeit von Alkohol und Drogen: Fehlanzeige, und das im Jugendbereich. Dafür die Bemerkung: "wir leben nicht auf einer Insel". Dass niemand mehr vermieten will und wenn, dann möglichst so teuer wie möglich, liegt vor allem an den lieben Mietern.
hmmm, ja, wie könnte man die allnächtliche Lärmerei der Mitbewohner nur beweisen. Schade, dass es nicht ein kleines, kompaktes Gerät für die Hosentasche gibt, mit dem man Bild- und Tonaufnahmen machen kann.
Im eigenen Zimmer oder den Gemeinschaftsräumen können Sie so viel filmen, wie Sie wollen, solange man die Mitbewohner nicht sieht, dürfte nichts dagegen sprechen.
Ansonsten, unabhängig vom CVJM (wobei ich da von früher nur "Möchtegerns" kannte): Was erwarten Sie denn, wenn junge Menschen endlich von zu Hause raus sind, ohne unter der Fuchtel der Eltern zu stehen? Dass um 9 das Licht ausgeht?

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