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Hochschulkultur: Wie Unis Genialität verhindern
Corbis

Für Denker sind Unis heute eine feindliche Umgebung. An einer modernen Hochschule ist es heute nahezu unmöglich, sich vertiefendes Wissen anzueignen. Aus Professoren werden Manager und Bürokraten. Gelehrtheit und Genialität sind so zum Aussterben verurteilt.

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hinzkunz001 03.04.2013, 12:43
1. ist doch klar

Zitat von sysop
Für Denker sind Unis heute eine feindliche Umgebung. An einer modernen Hochschule ist es heute nahezu unmöglich, sich vertiefendes Wissen anzueignen. Aus Professoren werden Manager und Bürokraten. Gelehrtheit und Genialität sind so zum Aussterben verurteilt.
es geht auch nicht mehr um forschung, sondern um auf den Job vorbereitet zu werden.

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bazzu 03.04.2013, 12:45
2. Wie wahr, wie wahr...

...und wenn dann noch falsch-richtig-schwarz-weiß Studiuen wie PISA die Fähigkeiten der Kinder in der masakrierten Geistlosigkeit der PISA-Macher einsperren, was soll dann aus dem Abendland werden?
Wer ist PISA-Sieger? VR China. Heil der Partei. Darauf ein Parademarsch.

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wtf?! 03.04.2013, 12:46
3. ...

Ich stimme Prof. Dr. Hansen zu.

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Wolffpack 03.04.2013, 12:48
4. ...

Zitat von sysop
Für Denker sind Unis heute eine feindliche Umgebung. An einer modernen Hochschule ist es heute nahezu unmöglich, sich vertiefendes Wissen anzueignen. Aus Professoren werden Manager und Bürokraten. Gelehrtheit und Genialität sind so zum Aussterben verurteilt.
Finde ich nicht wirklich negativ. Durch auswendig lernen lernt man nix. Auf jeden Fall keine Zusammenhänge oder Prozesse.
> Gelehrte zeichnen sich durch immenses **auswendig lernen** aus.

FTFY.
>wie kann er dann die mitgeschriebenen und zu Hause gelernten Wissensvorräte
Mitschreiben? Sowas muss man nur noch bei den Bekloppten, die sich zu fein sind ihre Folien/Tafelsatz ins Stud.IP (oder ähnliches) zu stellen.
> "European Studies" Veranstaltungen zu Themen wie "Shakespeares Königsdramen", "Die Revolution von 1848" und "Hilfsverben im Spanischen" besucht

Aus dem Kontext heraus schließe ich, das der Author anscheinend daran Anstoß nimmt. Aber das heißt doch höchstens, das der zuständige Prüfungsausschuss beschissen ist.

>Der Rest

Zu faul das jetzt einzeln zu zitieren. Gibt es unsinnige Studien? Ja. Hat der Autor mehrere aufgezählt, die durchaus ihren Wert haben? Ebenfalls ja.
Im Rest danach hat der Autor glaube ich einfach nur Angst, das er schlechter abschneidet als seine Kollegen und deswegen über Wettbewerb herzieht, damit er am Ende nicht ausgetauscht wird. (Nebenbei bemerkt, Wettbewerb ist kaum vorhanden - Es gibt noch mehr als genug Lehrveranstalter, die keinerlei Interesse daran haben oder zu inkompetent sind, ihr Wissen zu vermitteln)

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leo321 03.04.2013, 12:48
5. danke

Es gibt also doch noch "echte" Professoren wie Prof. Hansen, die die Wahrheit sehen und es wagen, sie auszusprechen.

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n+1 03.04.2013, 12:49
6. Ein anderes Problem ist alarmierender

In höheren technischen Lehranstalten tummelt sich auf den Professorenstühlen mehr und mehr die 3. Garnitur.

Das liegt zum einen an der inadäquaten Bezahlung.
Warum um alles in der Welt soll ein Sozial"wissenschaftler" oder
Rechts"wissenschaftler" oder Klima"forscher" ins gleiche Gehaltsgefüge kommen wie Ingenieure.

Zum anderen ist die private Betätigung im Auftrag der Industrie zu unkoordiniert und chaotisch.
Hier müsste es mehr Firmen geben (so wie Fraunhofer..)
die die Fixkosten tragen und den Leuten weitere Betätigungsfelder
bieten.

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Mondhund 03.04.2013, 12:49
7. volle Zustimmung

das fängt schon in den Schulen an und geht an den Unis weiter. Das Ergebnis? Eine Generation von unkreativen, halbbelesenen Forschungsrobotern, deren Horizont bis zur Schreibtischkante geht.

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Thaeve 03.04.2013, 12:51
8. Nur ein weiteres Beispiel..

.. für die verBWLung der Gesellschaft.
Ob man bald auch Kinder verkaufen kann, die die Erwartungen der Investoren (Eltern) nicht erfüllen?

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dirk.morschett@unifr.ch 03.04.2013, 12:52
9. Tatsachen oder Behauptungen?

Obwohl man die Kernfrage des Artikels ja durchaus disktuieren kann, sollte man den Artikel selbst dann doch weniger mit Polemik füllen.

Wenn bspw. geschrieben wird: "Nichts ist trivial genug, um nicht in einer durch Drittmittel geförderten Studie mal schnell erforscht zu werden. Da die Forscher dabei empirisch vorgehen und angeblich in direktem Kontakt zur Wirklichkeit stehen, glauben sie auf jede Art von Wissen, vor allem auf altes, verzichten zu können."
Ersteres ist eine blosse Behauptung, zweiteres sogar i.d.R. falsch, denn selbstverständlich wird in guten Studien (ob empirisch oder nicht) erwartet, dass ein intensiver Bezug zum "alten Wissen" hergestellt wird und dieses natürlich auch für Hypothesen und Begründungen herangezogen wird.

Noch krasser finde ich folgende Sätze: "Wichtig ist die Botschaft - zum Beispiel: Männer mit jüngeren Frauen leben länger als die mit gleichaltrigen. Dass das auch andere Gründe haben kann als das bloße Alter des Partners, beispielsweise ein gesunder Lebenswandel, wird ausgeblendet. Die Nachricht muss möglichst simpel sein. Studien sind daher weitgehend wissensfrei."
Die Studien, die nicht zumindest auf alternative Erklärungsansätze hinweisen, sind äusserst selten.

Der letzte Satz im Zitat oben bezieht sich dann wohl eher darauf, wie "simplifizierend" die Forschungsergebnisse häufig in Zeitschriften dargestellt werden.
Und das belegen Sie selbst ja durch Ihre Argumentationsweise.

Wie gesagt: Die Kernfrage, die Sie ansprechen, könnte man durchaus kritisch diskutieren.

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