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Hochschulzugang ohne Abitur: "Ich habe es immer bereut, damals nicht studiert zu habe
Marcus Heine

"Nach dem Schulabbruch begann Nicole Roth eine Berufsausbildung, der Traum vom Studium ließ sie aber nie los. Jetzt ist die 48-Jährige angehende Wirtschaftsinformatikerin - und steht damit für einen Trend.

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stelzerdd 07.04.2019, 16:57
1. Klasse...

...,Ausdauer und Intelligenz gehen auch manchmal Umwege, ehe sie sich durchsetzen - wie man sieht.
Andrerseits verschwendet das Land Milliarden um auch mit Hilfe von Noten-Dumping zehntausende Abiturienten heranzubilden, die nie die Absicht hatten, zu studieren. Ursache ist das unsinnige Verfahren, bereits nach der 4. Klasse die Weichen für oder gegen das Abitur zu stellen. Folge: jede Menge überforderter Gymnasiasten und gleichzeitig Diskriminierung der Real-Mittel- und Hauptschulen (und wie sie in diesem Bildungs-Flickenteppich noch heißen mögen)
Ich weine der verblichenen DDR keine Träne nach - aber die Entscheidung für das Gymnasium sollte ans Ende der 8.KLasse verlegt werden. Und Abitur machen die, die auch studieren wollen.

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Clara Effing 07.04.2019, 17:44
2.

Zitat von stelzerdd
...,Ausdauer und Intelligenz gehen auch manchmal Umwege, ehe sie sich durchsetzen - wie man sieht. Andrerseits verschwendet das Land Milliarden um auch mit Hilfe von Noten-Dumping zehntausende Abiturienten heranzubilden, die nie die Absicht hatten, zu studieren. Ursache ist das unsinnige Verfahren, bereits nach der 4. Klasse die Weichen für oder gegen das Abitur zu stellen. Folge: jede Menge überforderter Gymnasiasten und gleichzeitig Diskriminierung der Real-Mittel- und Hauptschulen (und wie sie in diesem Bildungs-Flickenteppich noch heißen mögen) Ich weine der verblichenen DDR keine Träne nach - aber die Entscheidung für das Gymnasium sollte ans Ende der 8.KLasse verlegt werden. Und Abitur machen die, die auch studieren wollen.
Ihre Ansicht hat wenig mit der heutigen Realität zu tun.

1) Ohne Abitur bekommt man kaum mehr eine Aussbildungsstelle. Mit der Entscheidung zum Abitur hat man also nicht unbedingt die Absicht, studieren zu gehen.

2) In der vierten Klasse geht es um die Wahl der weiterführenden Schule, da ist die Entscheidung für/gegen das Abitur noch lange nicht in Stein gemeisselt. Man kann auch ohne "Gym" ein Fachabitur machen oder auch nach der mittleren Reife in die gymnasiale Oberstufe wechseln.

3) Erst von "Noten-Dumping" für die Gymnasialzulassung reden, dann von Haupt-/Realschuldiskriminierung. Da schiessen Sie sich argumentativ selbst ins Bein, merken Sie selbst.
Btw, anstatt als Ursache für das bessere Noten-Niveau direkt "Noten-Dumping" zu vermuten, könnte man ja auch mal annehmen, dass dieses auf den arg angestiegenen Wettbewerb um Ausbildungs- und Studienplätze zurückzuführen ist, ganz zu Schweigen vom sehr viel höheren Stellenwert von Bildung heute im Vergleich zu vor 20 Jahren.
Aber hey.

4) Entscheidung für die weiterführende Schulform in der 8. Klasse? Und wann soll der gymnasiale Unter-/Mittelstufenstoff gelernt werden?

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lästerschwester1968 07.04.2019, 17:51
3. Ziele sind gut und wichtig!

...warum man aber bereits nach dem 2. Semester sowohl Studienabschluss als auch die angestrebte Beförderung in der Tasche hat, erschließt sich mir nicht ganz.
Ich selbst habe an der Fernuni-Hagen, als Kind bildungsferner Schichten, ebenfalls ohne Abitur (das braucht man als Mädchen nicht), mit knapp 51 meinen B. sc. Psychologie abgeschlossen.

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xees-ss 07.04.2019, 18:01
4.

Ich bin ohne Abi Fern Student in Hagen. Rechtswissenschaft 4. Semester. Geht auch Fachfremd mit Auflagen. Kann jeder mit abgeschlossener Lehre und Berufserfahrung. Kostet ca 250€/Semester. Ist KEIN gekauftes Studium, eher Schwieriger als an Präsenzuni, da der Ruf eines Ordentlichen Studiums gewahrt sein soll.

Das beste war, neben den Studentenrabatten bei Zeitschriften und Computerkauf (Apple 15%), ein Studenten Menü im Sterne Japaner als über 50 jähriger.

Hagen ist größte Uni in Deutschland!

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Nordstadtbewohner 07.04.2019, 18:13
5. Vorsicht vor der Überbewertung

Ich habe selbst studiert (BA und MA), aber mittlerweile bekomme ich das Gefühl, dass ein Studium überbewertet wird. Inzwischen macht die Hälfte aller Schüler Abitur, es gibt in Deutschland momentan 2,9 Millionen Studenten. Ich frage mich, wo sollen die ganzen Hochschulabsolventen einmal angestellt werden sollen. Berechnungen für den Überschuss an Hochschulabsolventen gab vor einiger Zeit auch hier bei Spon, wo berechnet wurde, dass in den nächsten Jahren auf drei Absolventen eine zu besetzende Stelle kommt. Da sind gewaltige Enttäuschungen vorprogrammiert.

Zum Artikel: Ich wünsche der Frau/ Studentin viel Erfolg. Mit Anfang 40 als "Ersti" den Hörsaal zu betreten, ist sicherlich in den ersten Monaten nicht einfach, da das Berufsleben anders fordernd ist als ein Studium. Von daher großer Respekt und alles Gute!!!

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kanadasirup 07.04.2019, 18:50
6. Entwertung

Das Abitur wurde in den letzten 20 Jahren erfolgreich durch inflationäre Noten entwertet. Was heute Abitur heißt war früher höchstens Realschulabschluss!
Jetzt geht es auch den Akademischen Graden an den Kragen.
Bald kann man erfolgreich seinen Bachelor/Master in Taxifahren absolvieren.
Zulassungsvoraussetzung ist natürlich ein Abitur von mindestens 1,3.

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newliberal 07.04.2019, 18:51
7. Das Abitur ist mittlerweile so inflationiert

dass es gerade in NRW jegliche Aussagekraft verloren hat. Während vor 30 Jahren ein 1er Abi eher selten war, exakt 3 1er Abis in meinem Jahrgang mit ca. 70 Nasen, so liegt die 1er Abiquote auf meiner alten Schule bei ca. 20% und mehr, Jahr für Jahr. Natürlich kann man argumentieren dass die Jugend von heute leistungsbereiter und -fähiger ist (möglich, da die 80er Jahre in der alten Bundesrepublik doch extrem locker waren), aber dass es allein daran liegt.....??? Man sollte an Universitäten generell Aufnahmeprüfungen für ALLE einführen, das Abitur hat doch nur begrenzte Aussagekraft. Wer die Aufnahmprüfung ohne Abi schafft gut, wer trotz Abi durchfällt auch gut - denn diesem KanditatenIN bleibt evtl. viel erspart.

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amarildo 07.04.2019, 19:48
8.

Als ich in D aufwuchs , da hatte ich ich hintermir bevor ich 21 Jahre alt war 8 Jahre Volksschiule, 3 Jahre Lehre und 18 monate Bundeswehrdienst. Zwei Jahre spaeter wanderte ich aus.

In der wahl haimat lernte ich zuerst die Sprache, heiratete , kauft e ein Haus, dann Abendschule um das lokale Abirtur zu machen . Danach vier Jahre Universitaet Studium. Ich war 38 als ich fertig war. Unser erstes Kind kam zwei Monate nach dem ich das Studium abgeschlossen habe.

Ich muss sagen langweilig war die Zeit nicht?

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manicmecanic 07.04.2019, 20:14
9. Ausnahme

Ich finde es gut was die Frau noch geschafft hat,aber der Unterton des Artikels ist sehr realitätsfremd.Es liest sich als wenn das Modell generell ein Erfolgsmodell wäre.Nicht in der BRD,denn hier in dem Alter nochmal einen Job finden ist schon fast aussichtslos.Das gilt sogar besonders wenn man dann auch noch Anfänger ist.

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