Forum: Leben und Lernen
Höchstbegabt: Das wunderliche Kind
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Mit acht Jahren hat er sein Abi gemacht, sein IQ liegt über 145: Laurent Simons wird als neues europäisches Wunderkind gefeiert. Wie tickt der Junge? Ein Besuch in Amsterdam.

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io_gbg 22.07.2018, 08:56
40.

Zitat von keksguru
... Mir war ein Buch über Astronomie mit 11 wichtiger wie Fußballspielen, das Griechische Alphabat wichtiger wie Zeichentrickfilme im Fernsehen schauen... Physik, Chemie, Mathematik, Sprachen waren das wo ich mich für interessiert hab, und man wollte von mir daß ich mit anderen Kindern triviale Spiele spiele, dabei liebte ich Schach, 100 mal komplizierter wie Würfeln oder Kaninchenstreicheln bei den Nachbarn. Man kommt sich wie ein Alien auf Erden vor, aber ist man erstmal erwachsen und hat zwei, drei Doktortitel in der Tasche dann heißt es plötzlich "ogottogot was würden wir ohne Sie tun". Weil die Wellt nun mal Vollchecker braucht. Wer würde sonst KI entwickeln, Multimilliardenkonzerne managen, die Wirtschaft oder Regierungen in Strategien beraten? Achtet die Genies wenn sie klein sind und nicht erst nach dem Studium, dann schaffen es auch ein paar mehr davon, in die richtigen Positionen zu kommen.
Ich bin natürlich beeindruckt von ihrer Selbstbeschreibung.
Eine Frage hätte ich doch noch -- sie drängt sich sozusagen auf beim Lesen, gerade auch weil Sie Linguistik studiert haben: Haben Sie Interesse an deutscher Sprache und deren Grammatik?

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io_gbg 22.07.2018, 09:01
41.

Zitat von Krokodilstreichler
Aber seit wann bereitet denn einen die Schule auf das Leben vor? Es gab doch vor einiger Zeit eine Abiturientin, die richtigerweise beklagte, dass die Schule ihr keine lebensrelevanten Sachen wie Versicherungen oder Steuererklärung beigebracht habe. Und so Dinge wie Tischmanieren bringen einem die Lehrer auch nicht bei, die meisten beherrschen sie ja nicht einmal.
Gymnasialausbildung dient zum Erwerb der Befähigung, an einer Hochschule zu studieren. Kenntnis über Versicherungen, Steuererklärung oder Tischmanieren gehören nicht dazu.
Eltern haben die Verantwortung, eine zum gewöhnlichen Leben fit zu machen. Meine Eltern haben mir z. B. solche praktischen Dinge beigebracht (Tischmanieren braucht man ja z. B. auch zuhause).

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io_gbg 22.07.2018, 09:14
42.

Zitat von Trollflüsterer
Inhaltlich möchte ich Ihnen zustimmen aber ich hoffe, das mit den 2-3 Doktortiteln bezieht sich nicht konkret auf Sie. Weil von einem Doktortitel, allerdings auch von einem angeblich Hochbegabten, [b]erwarte ich eigentlich, dass man "als bzw. wie" richtig schreibt.[b]
Das stimmt, und man darf das von uns allen erwarten, die hier im Forum schreiben!

Vor "aber" sollte ein Komma stehen.

Vielleicht schauen Sie auch einmal in die Hinweise auf der Duden-Webseite zum Thema Satzbau nach ["]weil["], insbesondere den Hinweis "Standardsprachlich gelten diese Satzkonstruktionen allerdings als nicht korrekt, also nicht: Sie hat das Buch umgetauscht, weil sie hatte es schon, sondern: Sie hat das Buch umgetauscht, weil sie es schon hatte."
https://www.duden.de/sprachwissen/sprachratgeber/Satzbau-nach-weil

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syracusa 22.07.2018, 10:27
43. Iq 145?

Wie wurde dieser Wert des IQ von 145 gemessen? In Deutschland leben um die 100.000 Bürger mit einem IQ von 145 und höher, und kaum einer davon hat das Abitur im Alter von 8 Jahren geschafft.

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onelastremarktoall 22.07.2018, 12:05
44. Die Videos zeigen eindeutig, dass das Kind...

Zitat von noerglerfritz
Danke, dass das im Artikel durchkommt: Dieser Junge ist kein Kind. Zwar versuchen die Eltern ihn so darzustellen, aber er ist es nicht. Sie scheinen ihn auch ordentlich zu pushen und in der Presse zu inszenieren, was mir persönlich sehr suspekt ist. Lasst den Jungen lernen, ja, aber ermöglicht ihm auch soziale Kontakte außerhalb des Lernlebens, damit sich seine soziale Intelligenz entwickeln kann. BTW: Mit 8 Jahren Abitur ist einfach Unfug. Zumindest das deutsche Abitur soll auch auf das Leben vorbereiten. Man spricht ja auch von Hochschul*reife*. Davon kann bei dem Jungen wohl keine Rede sein.
...von sich aus Probleme im Umgang mit Altersgenossen hat. Er verstand nämlich nie, warum die alle so langsam sind und antwortete ohne sich zu melden, um nicht aufgrund langer Weile jede Lust an dem Betrieb zu verlieren. Auch die Eltern haben das am eigenen Leib sehr früh erfahren.

Das Kind bei seinem offensichtlich nicht bremsbaren Wissensbedürfnis zu stoppen, wäre unmenschlich.

Da er sich nach eigener Aussage noch nicht zwischen Mathematik und Ingenieurwissenschaften entschieden hat, würde ich bei den Einzelheiten seiner Art Sachen auf den Grund zu gehen hoffen, dass er die Mathematik wählt. In diesem Umfeld sind extrem junge Wissenschaftler auch nicht so selten und Lebensfreude austoben kann man da auch.

In den 1990er Jahren kannte ich einige Mathematiker, die ihr Studium gerade erst abgeschlossen hatten. Sie erzählten mir, dass sie wegen einer Sache etwas frustriert sind, weil ein Kommilitone, mit dem Sie zusammen angefangen haben und auch gemeinsam in einem Orchester spielen, zu Ende des Studiums einer ihrer Professoren war. Zu dem Zeitpunkt hatte er schon zusammen mit Prof. Deuflhard ein Buch über numerische Mathematik veröffentlicht, war aber menschlich völlig normal und umgänglich. Durch ehemalige Kollegen am ZIB-Berlin erfuhr ich dass er einige Zeit später dort tätig war und erkennbar mathematische Genialität besass.

So etwas gibt es halt.

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onelastremarktoall 22.07.2018, 12:15
45. Das wird wohl von sich aus oder auf Anraten...

Zitat von TS_Alien
Es sagt viel über Eltern aus, wenn sie den IQ ihres Kindes testen lassen. Welche normalen Eltern machen das?
...von medizinischer Seite aus jeder machen, der beim Verhalten seines Kindes Andersartigkeit feststellt.

Zumindest aus dem Video geht ganz klar hervor, dass er mit Spielzeug nicht einfach spielte, sondern es immer komplett demontierte, um dessen Funktionalität zu begreifen. Zusätzlich fiel auf, dass er sich nie mit Antworten zufrieden gab, und zwar über das übliche Mass von Kindern hinaus.

Wer in solch einem Fall nicht auch IQ-Tests machen lässt, der verhält sich meines Erachtens seltsam.

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brux 22.07.2018, 12:17
46. Fluch

Das ist doch eher ein Fluch.
Die Kindheit im eigentlichen Sinn ist schon futsch. Beliebt macht man sich auch nicht, wenn man alles weiss. Eliten darf man heute beliebig hassen.
Und was kommt nach dem Studium mit dem Diplom vor der Pubertät? Privatgenie?
Ich war auch immer geistig schneller als alle anderen. Nutzt nicht viel, wenn man in Yeams arbeitet.

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Roter_Radler 22.07.2018, 12:47
47. Ohne Zweifel verblüffend und beachtlich,

was der Bub mit seinen acht Jahren geschafft hat. Und man kann neugierig sein, wie er sich in den kommenden Jahren entwickeln wird.

Man fühlt sich an den Fall von Ruth Lawrence erinnert, die mit neun Jahren ein Studium der Mathematik an der Universität Oxford aufgenommen hat.


Ich habe allerdings meine Zweifel, ob man dem Kind mit dem ausufernden Medienhype um seine Person einen Gefallen tut. Hochbegabt oder nicht, ein Achtjähriger wird kaum in der Lage sein, das Medieninteresse zu kanalisieren und sich von dem Rummel emotional abzugrenzen. Wie wird sich das permanenten Angestaunt- und Begafftwerden langfristig auf seine Psyche auswirken? Ich sehe das Verhalten der Eltern sehr kritisch.

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onelastremarktoall 22.07.2018, 12:54
48. Da er einen Studienabschluss...

Zitat von brux
Und was kommt nach dem Studium
...samt PhD in wenigen Jahren anstrebt, steht eine wissenschaftliche Karriere an. Parallel dazu dürften die Googles und Facebooks dieser Welt bereit sein, fast jede beliebige Summe für ihn bezahlen.

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solitaryway 22.07.2018, 12:59
49.

Zitat von jkleinmann
wird in diesem Zusammenhang immer vergessen, dass Kinder eine Kindheit brauchen und für ihre soziale und psychische Entwicklung (Reifung!) andere Dinge als Prüfungen und Universitäten benötigen. Ich bin gespannt, über diesen Jungen in 20 Jahren zu lesen...
Kindheit muss nichts Schönes sein. Es wird nur häufig naiv angenommen, es wäre notwendig, dass Kinder sich auf "normalen" Wege sozial und psychisch entwickeln müssten. Dabei kann aber auch viel kaputtgehen und der gewöhnliche Weg der Sozialisation kann auch sehr limitierend sein. So ergibt sich vielleicht die Chance, dass er eher mit Gleichgesinnten zusammenkommt und nicht ausgegrenzt wird.
Zumindest im deutschen Schulsystem ist ja Ausgrenzung an der Tagesordnung, sobald man etwas aus der Art schlägt.

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