Forum: Leben und Lernen
Höchstbegabt: Das wunderliche Kind
DPA

Mit acht Jahren hat er sein Abi gemacht, sein IQ liegt über 145: Laurent Simons wird als neues europäisches Wunderkind gefeiert. Wie tickt der Junge? Ein Besuch in Amsterdam.

Seite 7 von 11
TS_Alien 22.07.2018, 17:28
60.

Zitat von lachina
Interessant , woher Sie das wissen. Genauso wie "echte Kerle" , "echte Frauen" gibt es also auch "echte Genies". Ich würde ja sagen, sie sind wie alle Menschen - manche kommen alleine klar, andere nicht. Manche stören im Unterricht , aber besonders bei den hochbegabten Mädels gibt es auch den Typus " höflich und wohlerzogen", die der Lehrerin nur indirekt sagen würden, dass sie den ganzen Kram schon können.
Der Junge wird als Genie hingestellt. Dabei hat er noch nichts erreicht, was dieses Wort rechtfertigt. Echte Genies können einiges vorweisen. Jetzt klar?

Wer sich als intelligenter Mensch nicht selbst beschäftigen kann, der kommt mir merkwürdig vor. Wozu gibt es Bibliotheken? Wozu gibt es Buchhandlungen? Wozu gibt es Museen? Da dürfte der "Input" locker gesättigt werden können.

Und selbst mit Papier, Geodreieck und Bleistift kann man sich selbst beschäftigen. Es gibt genügend kleine Probleme aus dem Bereich der Geometrie, die so manchen Begabten beschäftigen können. Oder wie wäre es mit Programmieraufgaben? Oder mit künstlerischen Aktivitäten?

Wenn natürlich der innere Antrieb fehlt (auch einmal schwierige Probleme anzugehen, die nicht in kurzer Zeit gelöst werden können), dann ist es wahrscheinlich doch nichts mit der Hochbegabung.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
m.s.schneider 22.07.2018, 19:51
61. ...

Huch! Jetzt habe ich beim Lesen des Artikel doch glatt ein kleines Regenbogenbäuerchen auf meine Tastatur gemacht. Ich mag die Eltern. Die sind nett. Alle, die meinen, mindestens Einsteinjesus auf die Welt gebracht zu haben, sind nett. Weiter so. Aber kein Heisenbergbuddha kann mir jemals sagen, wie ich die kleinen lustigen Klümpchen zwischen den Tasten wegkriege.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
peaceonearth 22.07.2018, 20:26
62.

Ich habe kürzlich einen Bericht über diesen Jungen im Fernsehen gesehen. Da sagte er, wenn er etwas liest, dann sei sein Gehirn wie ein Kopierer. Er scheint ein stark ausgeprägtes fotografisches Gedächtnis zu haben. Mich erinnert das Phänomen an gewisse Inselbegabungen von Asperger-Personen. Ich meine auch, wenn man von Intelligenz spricht, dann sollte man die emotionale Intelligenz mit einbeziehen. Die erreicht man durch soziale Interaktion und emotionaler Reifung. Alleine viel Wissen zu speichern und jederzeit abrufen zu können, macht nicht unbedingt intelligenter. Die Frage ist doch, ob und wie man dieses Wissen nutzen kann, um schließlich Neues zu entwickeln und über sich hinaus zu wachsen. Der Junge muss ja erst einmal zum erwachsenen Menschen heranreifen, um das Gelernte dann auch sinnvoll einsetzen zu können. Ich wünsche ihm alles Gute und fürsorgliche Erzieher.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
StonyBrook 22.07.2018, 21:51
63. Physik im Selbststudium

Zitat von Krokodilstreichler
Gibt es hier einen Physiker, der einschätzen kann, ob man sich als studierter Volkswirt Physik auf Uniniveau mit Quantenphysik, Relativitätstheorie etc. selbst beibringen kann?
Komische Frage - das Studium der Volkswirtschaft sollte Sie nicht daran hindern. Grundsätzlich kann in der Regel jeder mit dem intellektuellen Rüstzeug einen Wissenserwerb auf Uniniveau selbst durchführen. Die Bücher sind ja nicht geheim und in den meisten Fächern gibt es fantastische Vorlesungen auch online. Es kostet in der Regel etwas mehr Disziplin als der durchschnittliche Student aufbringt.
Meine Erfahrung sagt mir nur, dass Sie tatsächlich ein besseres Abstraktionsvermögen haben sollten als ein durchschnittlicher VWL-Student, aber bei einem IQ von 145 setze ich das voraus.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
jacktrevor 23.07.2018, 00:40
64. Schoen fuer den Kleinen

Nun kommt es darauf an was er mit seiner Intelligenz anfaengt, oder die Industrie. Einstein,Hawkins, haben etwas fuer die Menschheit getan oder hinterlassen. Ich persoenlich mag Nicola Tessla. Ellen Musk bevorzugt Edison wegen seines Geschaeftssinn Dieser wollte Freie Energie fuer jederman schaffen, sein Counterpart Edison hat Ihn praktisch die Finanzen endzogen und Ihn ruiniert, das wissen auch nur wenige. Ganze Industriezweige leben von Teslas Erfindungen. Wie und wo er sein Wissen herhatte ,keiner kann das Nachvollziehen. Es wird viel von Genies oder Kindergenies geschrieben , aber nur wenige machen es in die Geschichtsbuecher. Ich wuensche dem Jungen alles Gute fuer die Zukunft.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
mrotz 23.07.2018, 09:42
65.

Sehr schön zu sehen, daß er gefördert wird.
Andere an seiner Stelle sind gezwungen 13 Jahre unnötig lange abzuhängen. Da wird noch viel zu viel Potential vergeudet.

mfg

Beitrag melden Antworten / Zitieren
mrotz 23.07.2018, 09:45
66.

Zitat von Affenhirn
Bei einem Mittelwert von 100 und einer Standardabweichung von 15 (so ist der IQ definiert) erreichen den allgemein akzeptierten Wert 130 (entsprechen 2 Standardabweichungen) für die Hochbegabung ca. 2 % der Bevölkerung, also einer von 50. Ein IQ von 145 entspricht 3 Standardabweichungen. Dieser Wert wird statistisch von einem aus 1000 Personen erreicht. Also nichts so besonders Aufregendes. Allerdings gibt es an dieser Stelle ein Problem: die üblichen IQ-Tests, wie auch der Intelligenzstrukturtest von Mensa können nur IQ-Werte bis 145 überhaupt bestimmen. Nach den Schilderungen dürfte dieses Kind den Wert aber deutlich überschreiten.
Vermutlich übersteigt er die 145. Er hat aber das Glück der Förderung.

Bei den anderen (einer von Tausend -- und das sind viele) wird durch unnötig lange Schulzeit deren Talent einfach so vergeudet.

mfg

Beitrag melden Antworten / Zitieren
lachina 23.07.2018, 10:30
67.

Zitat von TS_Alien
Der Junge wird als Genie hingestellt. Dabei hat er noch nichts erreicht, was dieses Wort rechtfertigt. Echte Genies können einiges vorweisen. Jetzt klar? Wer sich als intelligenter Mensch nicht selbst beschäftigen kann, der kommt mir merkwürdig vor. Wozu gibt es Bibliotheken? Wozu gibt es Buchhandlungen? Wozu gibt es Museen? Da dürfte der "Input" locker gesättigt werden können. Und selbst mit Papier, Geodreieck und Bleistift kann man sich selbst beschäftigen. Es gibt genügend kleine Probleme aus dem Bereich der Geometrie, die so manchen Begabten beschäftigen können. Oder wie wäre es mit Programmieraufgaben? Oder mit künstlerischen Aktivitäten? Wenn natürlich der innere Antrieb fehlt (auch einmal schwierige Probleme anzugehen, die nicht in kurzer Zeit gelöst werden können), dann ist es wahrscheinlich doch nichts mit der Hochbegabung.
Ja, es ist mir klar. Sie gehen auch vom Erwachsenen aus, der ziemlich "straight" ist. Gerade bei Kindern ist das aber oft anders, weil ihnen - wie soll ich sagen - der Grad des Eigenbewusstseins noch fehlt . So wie ein Kind manchmal rumheult , weil es eigentlich müde ist, aber gar nicht erkennt, das das was es will Schlafen ist, ist es auch bei kleinen Hochbegabten so, dass sie fühlen, sie wollen etwas und sind unzufrieden - doch sie wissen gar nicht was ihnen fehlt - eben Input, wie Sie es so schön sagen. Da sind durchaus Erwachsene gefordert, dem Kind Museen, Bücher etc. zu zeigen. Auch der innere Antrieb kann vn außen gefördert oder nicht gefpördert werden. Eines der besten Rmane, die ich zu dem Thema kenne , ist übrigens "Schlafes Bruder". Der Protagonist ist hochbegabt, aber keiner in dem Dorf, in dem er aufwächst, erkennt das - und der einzige, der es erkennt, neidet es ihm .....

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Antidarwinist 23.07.2018, 10:46
68. Lerntempo

Daran sieht man mal wieder, dass intelligentere Kinder vor allem schneller lernen und dass deshalb das Hauptproblem unseres Bildungssystems darin besteht, dass den Kindern kaum die Möglichkeit gegeben wird, in ihrem angeborenen Tempo zu lernen: Für die meisten in einer Klasse ist der Unterricht entweder zu langsam oder zu schnell. Das verursacht psychischen Stress.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
globallynaive 23.07.2018, 13:39
69. Viel Erfolg!!!

Ich bin auch hochbegabt. In der Grundschule habe ich mehrere Klassen übersprungen, eine Doppelmatura gemacht und Studienabschlüsse in Informatik, Linguistik mit Französisch/Italienisch/Englisch, Psychologie und Medienpädagogik. Heute mit 44 spreche ich 8 Sprachen und entwickle intelligente Sprachsysteme und bin Mutter eines ebenso schlauen Sohnes... Und die Neugier ist immer noch da! Er soll seiner Genialität folgen und sich nie kleiner machen lassen, als er ist. Ich habe in einem Unternehmen gearbeitet, wo einer des besten Ingenieure 17 Jahre alt war und verdientermassen über 100000 EUR im Jahr verdiente. Gegen seine Arbeit sah mein Programmiercode aus wie Hackfleisch. Heute ist er bei Google.

Noch ein Tip: er soll regelmässig sein Gehirn auf Aneurysmen untersuchen lassen. Ich hatte schon zwei Mini-Schlaganfälle, die aber minimalen Schaden verursacht haben.
NLP hilft wunderbar sein Gehirn aktiv zu strukturieren und Gedankengänge als Batch Jobs oder über Multiprozessorzechnik laufen zu lassen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 7 von 11