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Hoffnung für unsportliche Kinder: Mutter startet Petition #bundesjugendspieleweg
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Für die Unsportlichen gibt es nur die Teilnahmeurkunde: Jedes Jahr müssen Schüler zu den Bundesjugendspielen antreten. Ein demütigendes Ritual, findet eine Mutter und fordert das Ende des Pflichtwettkampfs. Tausende stimmen ihr zu.

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humpalumpa 25.06.2015, 15:22
150.

Und der nächste Schritt richtung "wir haben alle gleich zu sein". Es hat nix mit Demütigung zu tun. Es ist halt einfach ein Wettkampf. Und auch Kinder brauchen Ansporn. Wenn ihr Kind unsportlich ist, soll sie mit ihm halt mehr Sport treiben. Ich hatte auch ab und an nur die Teilnehmerurkunde und lebe noch. Mal zu verlieren, bringt keinen um. Wenns dem Kind wichtig ist, zu gewinnen, lernt es mit Hilfe von sowas, dass dazu halt auch Einsatz gehört. Man kann Kinder nicht komplett in Watte packen. Wie sollen die denn lernen, dass Leistung sich lohnt, wenn ihnen gar nicht mehr die Möglichkeit gegeben wird, das rauszufinden? Ich bin Mutter und halte diese Petition für hausgemachten Schwachsinn.

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senjore 25.06.2015, 15:22
151. Der Vergleich mit Mathe...

...hinkt gewaltig, weil es in der Petition nicht um die Abschaffung des Sportunterrichts geht, sondern um die zwangsweise Teilnahme an einem Wettkampf. Das sind doch zwei Paar Schuhe. Es gibt ja auch nicht die verpflichtende Teilnahme an Mathe - Olympiaden, Vorlese-Wettbewerben oder ähnlichem.

Ich hatte als Jugendlicher da auch nie eine Chance auf eine Urkunde, und ich war niemals dick oder bewegungslegasthenisch. Im Gegenteil. ich hatte nur nie Interesse an Leichtathletik.

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Blank 25.06.2015, 15:22
152. Ich hatte meine Demutigung im Musikunterricht

Zitat von BlackWidow
Sagtmal, seit ihr alle schon so steinalt dass ihr euch nichtmehr erinnert wie es bei euch war? Denkt doch erstmal nach. Am Stundenplan stand Sport - S P O R T. Sonst nix. Soll ichs nochmal in Lautschrift schreiben? Das man da diesen Bundesjugendspielmist machen musste kam nur zum Teil im Unterricht vor. Bedeutet also, oh mein Gott haltet euch fest: Nur weil es.......
Ob man nun bei den Bundesjungendspielen ist oder im Klassenverband im Sport versagt wo ist denn bitte der Unterschied?
Volleyball, Handball ... all diese tollen Mannschaftssportarten haben natürlich auch Verlierer.
Ich habe den Musikunterricht gehasst weil wir vor allen Mitschülern singen mussten.
Vielleicht sollte man mehr Wahlfächer einführen aber auch mit dem Versagen umzugehen gehört zur Schule.

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thor1708 25.06.2015, 15:22
153.

Die Mutter sorgt dafür, dass ihr Kind es noch schwieriger haben wird. Viele werden jetzt mit dem Finger auf ihr Kind zeigen... Und das Kind lernt daraus nur, wenn ich etwas nicht will, Mama kümmert sich.

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zimbosmurf 25.06.2015, 15:23
154.

Zitat von ackergold
Wenn die Teilnahme freiwillig wäre und die Nicht-Teilnehmer hätten normalen Unterricht, dann würden alle hingehen, da wette ich Haus und Hof drauf.
ICH wäre nicht dort gewesen. Und ich fahre heute wie damals gerne Fahrrad, schwimme gerne und gehe wandern.

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Depechem70 25.06.2015, 15:23
155. Man muss erst alles kaputt machen

um später festzustellen das es doch eigentlich ganz gut war.

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vincenoir 25.06.2015, 15:24
156. Eine Qual

Ich habe die BJS in den Achtzigern auch immer als überflüssige Qual empfunden. Dass andere Kinder sportlicher waren, wusst ich schon aus dem Sportunterricht genau, warum musste sich da auch noch der Bundespräsident einmischen? Und auch die alljährlich zelebrierte Urkundenverteilung hat mir den "Spaß am Sport" nicht näher gebracht, im Gegenteil.

Allerdings mussten auch die guten Sportler (bei uns damals nicht gerade die Hellsten) leiden, wenn wir Nerds uns später gerecht haben. "Du willst Mathe abschreiben? Wieviel Punkte hattest Du denn bei den BJS? Tut mir leid, das sind zu viele, wird wohl wieder ´ne 5." Muarharahar - Kinder sind halt grausam. Alle.

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stesoell 25.06.2015, 15:24
157.

Frau Finke scheint eine Helikopter Mama zu sein. Sehr anstrengend für das Kind und wenig förderlich.

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steffmuc 25.06.2015, 15:24
158.

Zitat von weiss_es_besser
zu begabten-wettbewerben (jugend forscht etc.) werden begabte geschickt, nicht der (unter-)durchschnitt, bei sport läuft der hase anders. völlig richtig, dass bewegung gut ist und gefördert werden muss, aber aus eigener erfahrung kann ich sagen - so etwas kann demotivieren und vermeidungs-verhalten tritt ein. entweder freie wahl oder auch alle deppen bei jugend forscht anmelden ;-)
Ja, aber in naturwissenschaftlichen Fächern bekommen ja auch die unbegabten eine Note und können sich somit dem gesamten Wettbewerb nicht entziehen. Und es gibt übrigens auch Lehrer, die das Training für die Bundesjugendspiele so gestalten, dass der Spaß an der Bewegung im Vordergrund steht.

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mam71 25.06.2015, 15:24
159.

Zitat von Skalla-Grímr
Schüler, deren körperliche Schwäche im Sportunterricht und einem Quatsch wie BJD immer wieder vorgeführt wird, verlieren komplett die Lust an sportlicher Betätigung. Die sind froh, wenn sie nach der Schule nichts mehr mit diesen Dingen zu tun haben.
Auch an Sie die Frage: Was bedeutet das für alle anderen Fächer? Ich wüsste kein einziges Schulfach, dass zu Ihren Bedingungen durchgeführt werden könnte.

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