Forum: Leben und Lernen
Homohass unter Jugendlichen: Zum Schweigen verdammt

Sie liebte Mädchen und wurde von Mitschülern bloßgestellt, er liebte Jungen und erlebte Homohass im Heimatort: Madeleine und Kevin wissen, unter welchen Druck Schwule und Lesben im Teenageralter von anderen Jugendlichen gesetzt werden - und wie lange diese mit den Folgen kämpfen.

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The Godfather 12.04.2010, 10:26
1.

Zitat von Der Spiegel
Sie streicht mit der Hand über eine der Säulen.]
Na dann muß ja was im argen sein.
Oder anders: Warum dieser Baukastensatz ausm Groschenroman?

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nurmeinsenf 12.04.2010, 10:32
2. Das Top-Schimpfwort von Kindern und Jugendlichen...

...aus den Köpfen zu kriegen. Eine ehrgeizige und eigentlich illusorische Aufgabe. Es ist ja nicht nur die "Schwuchtel", sondern auch schon, daß etwas "irgendwie schwul wirkt" - und das seit Jahrzehnten...

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haasehindenberg 12.04.2010, 10:40
3. Homohass unter Jugendlichen: Zum Schweigen verdammt

Mich würde interessieren, wie die Schulleitung bei Madeleines Zwangsouting vorgegangen ist. Die ausgehängten Kopien des Briefes konnten ja nicht übersehen werden und die Urheberin war als Adressatin des Briefes ja bekannt. Das hätte doch Konsequenzen - ab einem gewissen Alter übrigens auch strafrechtliche haben müssen.

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Geziefer 12.04.2010, 10:50
4. Und wer hat´s "erfunden"?

Zitat von sysop
Sie liebte Mädchen und wurde von Mitschülern bloßgestellt, er liebte Jungen und erlebte Homohass im Heimatort: Madeleine und Kevin wissen, unter welchen Druck Schwule und Lesben im Teenageralter von anderen Jugendlichen gesetzt werden - und wie lange diese mit den Folgen kämpfen.
Eine Studie des Lesben- und Schwulenverbandes (LSVD)aus dem Jahr 2007 zeigte, dass junge Migranten feindseliger gegenüber Homosexuellen eingestellt sind als deutschstämmige Jugendliche. Türkischstämmige und russischsprachige Jugendliche hegen demnach eine deutlich stärkere Ablehnung gegenüber Homosexuellen als ihre deutschstämmigen Altersgenossen. Ob diese Stereotype bei Migrantenkinder Vorurteilsbereitschaften bei "biodeutschen" Jugendlichen aktivieren, wäre zu untersuchen. Der SpON-Bericht scheint dies zu bestätigen.

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unterländer 12.04.2010, 10:54
5. Ja, Titel muss sein.

Zitat von sysop
Sie liebte Mädchen und wurde von Mitschülern bloßgestellt, er liebte Jungen und erlebte Homohass im Heimatort: Madeleine und Kevin wissen, unter welchen Druck Schwule und Lesben im Teenageralter von anderen Jugendlichen gesetzt werden - und wie lange diese mit den Folgen kämpfen.
Es tut mir leid, dass diese Jugendlichen Ausgrenzung und Häme erfahren. Und jetzt kommt das Aber: Alle Jugendlichen, die anders sind, werden es in der Schule schwer haben. Der bekennende Konservative hatte es in den Siebzigern und Achtzigern schwer, der Punk in den Neunzigern und heute sind es wohl die "Opfer", also solche, die nicht zur Machoclique (bei der auch Mädchen aktiv sind) gehören, die sich Terror der Mitschüler ausgesetzt sehen.

Was ich sagen will: Ich finde es falsch, dass die im Artikel genannte Organisation Partikularinteressen vertritt. Wäre besser, wenn sie sich allgemein gegen Ausgrenzung einsetzen würde.

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Moridin 12.04.2010, 10:58
6. Grundlegendes Problem

Das grundlegende Problem ist doch, dass die Sexualität eine solche Bedeutung zu haben scheint, dass sowas wie ein Outing überhaupt nötig ist.
Warum geht es andere Menschen etwas an, ob ich heterosexuell oder homosexuell bin?

Ich bin zwar nicht homosexuell, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass, wenn ich homosexuell wäre, ich es dann als nötig empfinden würde, mich zu "outen".
Ich "oute" doch auch nicht meine sonstigen sexuellen Vorlieben.

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patra 12.04.2010, 10:59
7. Homohass? Ist das ein Wort?

Was für eine merkwürdige Wortbildung..
Es ist kein Wunder, dass Homosexualität immer noch ein Thema mit Distanz für Jugendliche ist. Outet sich ein Bekannter ist das eine Sensation und Jugendliche sind in dem Mitteln andere zu kränken nicht wählerisch - aber dafür muss nicht Homsexualität herhalten. Es würde vermutlich eine zu große Nase oder ein Pickel genügen um zu kränken.

Meine Erfahrung nach sind gerade Mädchen, was Homosexualität angeht, deutlich aufgeschlossener als Jungs - daher würde ich den Artikel nicht für repräsentativ halten. Größere Probleme sind in den Männergruppen zu finden da es einfach als unmännlich eingestuft wird "schwul" zu sein.
Außerdem .. wenn ein Bischof in einer öffentlich-rechtlichen Sendung sagen darf das Schwule widernatürlich sind, sollten wir uns nicht darüber wundern das diese Meinung übernommen wird :)

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patra 12.04.2010, 11:04
8. Willkommen in der Steinzeit

Zitat von Moralinsaurer
begehrt die Gesellschaft gegen die totale Perversion auf...vor allem gegen ihre obszöne Öffentlichmachung. Was die Leute in ihren vier Wänden treiben, soll mich nicht kümmern...aber sie sollen es nicht provozierend vor meinen Augen demonstrieren , um mich dann sofort der Intoleranz zu schelten. Ich finde es gut, diesen Elementen ihre Grenzen aufzuzeigen.
Aber nem gepflegten Lesbenporno steht dann nichts im Wege, hm?

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karaokefreak01 12.04.2010, 11:10
9. Homophob?

Zitat von Moralinsaurer
begehrt die Gesellschaft gegen die totale Perversion auf...vor allem gegen ihre obszöne Öffentlichmachung. Was die Leute in ihren vier Wänden treiben, soll mich nicht kümmern...aber sie sollen es nicht provozierend vor meinen Augen demonstrieren , um mich dann sofort der Intoleranz zu schelten. Ich finde es gut, diesen Elementen ihre Grenzen aufzuzeigen.
Ich bin selbst nicht Homosexuell, habe aber Kontakt im Freundeskreis zu solchen. Und wenn ich ihre aussage lese, wird mir richtig schlecht. Aber ich glaube, es ist effektiver, wenn ich sie auf sie ummünze. Wenn ein Homosexueller seine naqtürlichen Triebe und bedürfnisse nicht äußern darf, sollten sie das auch nicht dürfen. Also, knutschen sie gefälligst nicht in der Öffentlichkeit, es könnte ja jemanden wie sie stören....

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