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Hygiene-Skandal an Uniklinik Mannheim: Totes Insekt im OP-Besteck
DPA

Haare, Keime und Knochensplitter an vermeintlich sterilen Instrumenten: In der Uniklinik Mannheim sind die Zustände internen Unterlagen zufolge noch schlimmer als bislang bekannt.

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lichtm 23.10.2014, 06:38
170.

Zitat von !!!Fovea!!!
Was regen sich denn alle auf. Das wird ein Personaler / Controller auf einen solchen sensiblen Bereich losgelassen, der keine Ahnung von der Materie hat und der streicht dann ein paar Stellen, schreibt eine Dienstanweisung und die evtl. wichtige Stelle wird gestrichen, nicht wieder besetzt. Dann gibt es eine erneute Handlungsanweisung. Die Zeit für das bestehende Personal wird immer knapper, es werden ganz einfach gewisse Aufgaben nicht geschafft, ja, und dann, wenn was passiert, dann bekommt der "Qualitätsmanagementbeauftragte (QM) ins Spiel, der jede Woche eine Dienstanweisung abgezeichnet haben will ... to be continued... Aber Hauptsache sparen und dem Geschäftsführer, weil er 100 neue Stellen nicht besetzt hat, 10.000.-€ mehr Gehalt zahlen. Das ist doch die Realität in deutschen Krankenhäusern. (nicht zu vergessen, die Chefärzte die alles was geht operieren, da sie Leistungszulage bekommen und die angeblich klammen Krankenkassen zahlen alles, nur wenn es um die Nachsorge geht, dann wird geknausert und der Patient wird von einem Gutachter zum nächsten gescheucht, in der Hoffnung die AHB/Reha nicht zahlen zu müssen.)
Krankenhäuser werden wie Unternehmen geführt. Und dort ist dies mittlerweile gängige Praxis. Gut ausgebildetes Personal wird entlassen und wenn überhaupt durch weniger qualifiziertes Personal ersetzt. Senkung der Personalkosten führt zu Jubelschreien bei den Aktionären. Vorstände bekommen mehr Tantiemen, Aktionäre höhere Gewinne bei Verkäufen. Wenn dann aber das Unternehmen aufgrund von Qualitätsmängel ruiniert wird, Verkaufen die Aktionäre alle Anteile, die Vorstände wechseln zu neuen Firmen (falls sie nicht ausgesorgt haben) und auf der Strecke bleiben die Angestellten.

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Traudhild 23.10.2014, 08:37
171.

Wohl dem, der das Glück hat, nach einem Unfall nicht in eine Uni-Klinik eingeliefert zu werden

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tactical 23.10.2014, 23:43
172. Seltsames Personal....

...dort in der ZSVA. Es gib in der Zentralen-Sterilgutversorgungsabteilung nur eine Parole:"sauber und steril muss es sein!". Wenn also Geld und damit Stellen im "Steri" gestrichen wurden bedeutet dies das trotzdem sauber gepackt und sterilisiert wird. Es wird dann nur nicht mehr so viel geschafft. Von z.B. 100 STE je Arbeitstag (STE=Sterilguteinheit=Sieb=Container) werden können dann nur 50 gepackt werden. Es kann mir doch keiner erzählen das das Personal das noch vor 3 Jahren wusste wie man packt und sterilisiert das plötzlich vergessen hat. Da vermute ich eher Vorsatz und der ist strafbar in dem Bereich. Und rechtlich ist das so eine Sache. Erst Ende 2014, also mit Beginn 2015, sind die Krankenhäuser verpflichtet in diesem Bereich fachkundiges Personal einzusetzen. Nicht ausgebildetes personal gibt es zur Zeit, rechtlich gesehen, im Steri nicht, da es keine verpflichtende Ausbildung dafür gibt.

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rosi_uertz 27.10.2014, 11:34
173.

Zitat von kumi-ori
Natürlich ist auf dem Markt qualifiziertes Personal zu haben. Aber es kostet eben etwas. Wir Deutschen erwarten, dass das Gesundheitswesen vor allem billig zu sein hat. Schließlich bereitet es den Pflegekräften und auch dem zuarbeitenden Personal in der Infrastruktur doch Freude und Sinnerfüllung, uns zu helfen, diese Leute sollten nicht immer den schnöden Mammon im Sinne haben. Ich weiß nicht, wie das in Mannheim geregelt wurde. Im Städtischen Klinikum München hatte man einst die Steri outgesourcet. Der Subunternehmer stellte dann ungelernte Hilfskräfte ein, glaubte so den großen Reibach zu machen. Was folgte, waren dann natürlich erhebliche Mehrkosten. Siebe mussten anderweitg ausgeliehen, Patienten abgegeben werden, und der Imageschaden war katastrophal.
Was für qualifiziertes Personal . Dies ist kein anerkannter Beruf. Da scheiterst doch schon. Viele Krankenhäuser lagern einige Bereich die nichts mit Pflege usw. zu tun haben aus. Ergo kein Tarifvertrag. Also werden wenn überhaupt MA in die jeweiligen Qualifizierung Kurse geschickt.
Und dann .................

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karl-heinz.wostbrock 27.10.2014, 19:30
174.

Zu MM 25.10.Hygiene Affäre: Wer zieht die Strippen und Eine erfolgreiche Biografie mit Lücken

Ob es in der Biographie von Prof. Biecker Lücken gibt, ist für seine derzeitige Tätigkeit nicht erheblich.

Auf diese Art zu versuchen, einen Menschen zu verunglimpfen, ist ein einmaliger Vorgang und gehört nicht in eine seriöse Tageszeitung.

Wenn Sie Argumente haben, die Prof. Biecker vorzuwerfen sind, dann bringen Sie sie.

Aber in einer für die Patienten des Klinikums sehr ernsten Angelegenheit mit diesem Artikel Partei einer – wie der MM schreibt- Intrige zu werden ist inkorrekt und hilft auch der Seite nicht, die der MM so offen und kritiklos unterstützt.

Auch der Artikel ‚Wer zieht die Strippen…’ bedarf einiger Klarstellungen:

Das Klinikum besitzt nach Spiegelonline vom 22.11.d.Jahres offenbar ein Complience-Programm, das idealerweise und wie in vielen deutschen Unternehmen üblich, Mitarbeiter anhält, im Notfall auch anonym beobachtete Missstände zu melden. Die Anonymität soll sie dabei vor Nachteilen durch Vorgesetzte schützen.

Und im Rahmen dieses Programms sind nicht erst 2013, sondern bereits 2012 insbesondere Hygienemängel gemeldet worden.

In hier kommen wir zu dem Punkt, der mich bewegt diesen Leserbrief zu schreiben: Der lokalen Tageszeitung hat zuallererst das Wohl der Kranken in einem Klinikum am Herzen zu liegen.
Dass diese Mängel als sehr ernsthaft betrachtet werden, zeigen die Ermittlungen –nicht die Verurteilung- de Staatsanwaltschaft sowie offenbar anhängige oder drohende rechtliche Auseinandersetzungen. Dass –der Fall wurde vom MM berichtet- zwei junge Menschen nach ihrer Operation Infektionen erlitten haben, muss nicht nur Gegenstand menschlicher Anteilnahme, sondern die Basis eines MM-Artikels sein, der Aufklärung über eventuelle Probleme am Klinikum verlangt.

Mein Leserbrief an den MM

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weltenbummler73 01.11.2014, 22:09
175.

Ich wurde im August in Recklinghausen operiert und habe nun ebenfalls multiple Krankenhauskeime, die resistent sind gegen Antibiotika und leide seit 3 Monaten unter Infektionen und extremen Schmerzen. Kein Arzt desinfiziert sich die Hände beim betreten des Zimmers und ebenfalls nicht danach!!! Ein Pflaster fiel auf den Boden und sollte trotzdem auch noch ohne Desinfektion des Armes benutzt werden. Wo kann man solche Fälle melden damit das Krankenhaus ebenfalls geprüft wird und man ggf Schmerzensgeld einklagen kann?

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