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Hygiene-Skandal an Uniklinik Mannheim: Totes Insekt im OP-Besteck
DPA

Haare, Keime und Knochensplitter an vermeintlich sterilen Instrumenten: In der Uniklinik Mannheim sind die Zustände internen Unterlagen zufolge noch schlimmer als bislang bekannt.

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svenbe 22.10.2014, 09:46
60. Die Spitze des Eisberges...

...guckte nur zufällig in Mannheim heraus. Die Zielsetzung, dass man nicht mehr Heilanstalt, sondern Wirtschaftsunternehmen spielt, ist bundesweit einheitlich. Alle Krankenhäuser und Klinikträger werden von den gleichen Beratungsfirmen "optimiert"...

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Wieland 22.10.2014, 09:48
61. Schön

das ich zwei lebensgefährliche OPs überlebt habe. Ich danke der Schöpfung von ganzem Herzen, und natürlich auch den Ärzten/innen.

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paulkramer 22.10.2014, 09:48
62. Gewinnmaximierung an erster Stelle

Wenn die Klinikbetreiber sich mehr in die Tasche stecken wollen, muss es an anderer Stelle eingespart werden. Es wird künftig vermutlich aber besser werden, wenn in naher Zukunft afrikanische Asylbewerber schon während des laufenden Asylverfahrens eine Arbeit aufnehmen dürfen. Diese Leute sind dann schon mit Niedriglöhnen zufrieden, sichern aber mit ihren aus der Heimat gewohnten hohen hygienischen Standards, dass solche wie hier geschilderten Zustände der Vergangenheit angehören. Also eine win-win-Situation für alle Beteiligten.

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infrarot 22.10.2014, 09:51
63. Tote Insekten...

sind doch ein Beweis dafür, dass die Desinfektionsapparate tadellos funktionieren. Ich würde mich in Mannheim sofort operieren lassen.

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Tiananmen 22.10.2014, 09:52
64.

Beängstigende Aussichten für den Fall, dass einmal tatsächlich in einem solchen Krankenhaus ein Ebola-Fall versorgt werden müsste. Nicht einmal die alltäglichen Sterilitätsanforderungen werden erfüllt. Das Wort Qualitätskontrolle scheint ein völliges Fremdwort zu sein. Erschreckend, besonders, wenn die Klinkleitung behauptet, kein qualifiziertes Personal zu bekommen. Als Konsequenz lässt sie dann die Qualitätsaufsicht weg. Die Klinkleitung gehört entlassen.

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HansKarnel 22.10.2014, 09:53
65. Wieso...

spielt Geld eigentlich "JETZT keine Rolle" mehr?

Wieso spielt gelt in so einer Institution überhaupt eine Rolle? Wieso muss eine Uni-Klinik solche Gewinne erwirtschaften? Wer sind hier die Investoren? In welchem Land leben wir eigentlich???

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pefete 22.10.2014, 09:55
66. Wenigstens

war es steril... ;-)

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sertim 22.10.2014, 09:56
67. Afrika?

"Solche Zustände" Afrika zuzuschreiben ist einfach unüberlegt und beruht auf Nichtwissen. Peinlich. Diese Zustände existieren in vielen deutschen Kliniken, CIRS führt nicht weiter, es ist ein Punkt der abgehakt wird - konsequenzenlos. Qualifiziertes Personal wird in den idealistischen Lebensjahren für sehr wenig Geld und inexistenter Wertschätzung mit der moralisch-ethischen Keule ausgebeutet. Natürlich fehlen diese Menschen später auf dem Arbeitsmarkt. Der grösste Wachstumsmarkt ist das Gesundheitswesen, davon wollen alle profitieren. Um Patienten geht es dabei nicht. Nie. Wir nehmen es hin, lesen über Missstände und hoffen, sie mögen uns nicht geschehen und dann vergessen wir. Wir haben das Gesundheitswesen und die Politik, die wir verdienen. Wir sehen beständig weg.

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bürger_dieses_landes 22.10.2014, 09:57
68. Und die Konsequenzen?

Zitat von no arzt
Ich bin lange genug in der Medizin tätig um erlebt zu haben, wie der Regimentswechsel vollzogen wurde. Als ich anfing, saßen Mediziner an der Spitze einer medizinischen Einrichtung, z. B. Klinikum. Die BWLer waren das, was sie sein sollten, nämlich Zuarbeiter. Entscheidungen wurden aus medizinischer Notwendigkeit gefällt und nicht aus Kostengründen. Dies mag zwar anfänglich ein wenig mehr gekostet haben, aber der Stolz der "alten" Ärzteschaft ließ keine Schlamperei zu. Es gab wesentlich weniger Reklamationen als heute. Seit etwa 20 Jahren sitzen BWLer an der Spitze, vereingen Kliniken zu gewinnbringenden Konzernen und haben NULL Ahnung, mit welcher "Ware" sie handeln. Eigentlich ist es ihnen auch egal. Heute Waschmittelproduktion, morgen Gebrauchtwagenhändler, übermorgen Manager im Krankenhaus. Gewissen hat diese Sparte nicht. Mannheim zeigt, wohin uns die Politik der letzten 25 Jahre gebracht hat und die Politiker wurden von uns gewählt. Bevor jemand also wieder dumm auf Ärzte einschlägt, sollte er sich mal überlegen, wer wirklich die Schuld an diesen Vorfällen trägt. Aber ein paar Beratungsresistente wird es immer geben.
Da haben Sie sicherlich recht. Aber wen soll man denn heutzutage noch wählen, damit sich da etwas grundlegend ändert? Der Politikapparat stinkt genauso zum Himmel, jeder normale Mensch mit gesundem Menschenverstand macht um diese Mischpoke einen großen Bogen - ich habe selbst mehrfach erlebt, dass wirklich gute Menschen mit Ambitionen und Fähigkeiten nach einigen Wochen die Finger von der politischen Arbeit gelassen haben, weil dort genauso geschachert, taktiert und geschoben wird und die Menschen ganz am Ende der Interessensskala stehen. Dort geht es genauso zu wie heute in der Mehrzahl der Kliniken.

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liberalerfr 22.10.2014, 09:58
69. Beamte sind keine Manager

Es ist fahrlässig, Amateure mit dem Management oder der Aufsicht über ein Klinikum zu betrauen. Sparen ist gut, aber wenn man nicht weiß, wie das geht, kann es tödlich enden. Hier müssen Profis ran und die Verantwortung muss in private Hände gelegt werden. Die privaten Klinikbetreiber haben gerade in Hamburg gezeigt, wie man professionell und profitabel arbeitet.

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