Forum: Leben und Lernen
Informatik als Pflichtfach: Mathe, Bio, Programmieren
Hilmar Schmundt

Verpasst Deutschland beim Computerunterricht eine große Chance? Indien, Südkorea, USA - sie alle haben dafür nationale Strategien. Bei uns ist Informatik nur in drei Bundesländern Pflichtfach, gehört aber nach Meinung von Experten längst zur Allgemeinbildung.

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stormking 02.06.2013, 20:37
100.

Zitat von miber
Kommt immer auf die Inhalte eines Fachs "Informatik" an.... Hiwi-Wissen wie word- oder excel-Bedienung veraltet natürlich.
Nicht mal das stimmt wirklich. Wer in den späten 80ern die Grundprinzipien einer Tabellenkalkulation oder eines Textverarbeitungsprogrammes verstanden hat, wird auch mit einer Office-Suite des Jahres 2013 zurechtkommen.

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TS_Alien 02.06.2013, 20:40
101. .

Zitat von mr_supersonic
Nicht falsch verstehen, aber den einleitenden Satz hätten sie sich sparen können. Die Menschheit hat auch ohne Informatik überlebt. Ich finde es traurig, dass einige Foristen wesentliche Kulturgüter gegeneinander ausspielen. Musik und Kunst als Ausdruck von Gefühlen und Kreativität ist genauso wichtig wie die Logikgesteuerte Informatik. Nicht ohne Grund sind viele meiner Bekannten Mathematiker, Physiker, Informatiker, Biologen und Ingenieure nicht nur auf ihr jeweiliges Fach fokussiert, sondern auch musisch begabt und teilweise auch musikalisch "unterwegs". Ein Mensch kann nicht reduziert werden, und auch die vielen Methoden, die es nicht nur in der Informatik braucht, ersetzen nicht die "Idee".
Fantasie und Kreativität sind in der Informatik mindestens so verbreitet wie in der Literatur, Kunst und Musik. Nur mit dem Unterschied, dass in der Informatik die Umsetzung der eigenen Ideen schwieriger ist, weil man exakt und fehlerfrei arbeiten muss.

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stormking 02.06.2013, 20:44
102.

Zitat von DarkEnginseer
Die Kinder und Jugendlichen lernen den Umgang mit dem Rechner in Freizeit und Alltag wahrscheinlich schneller und besser als im Informatikunterricht. Ich denke, auf ein entsprechendes Schulfach kann man verzichten und Programmieren bringt man sich eh am besten selber bei -indem man es einfach tut und mit einem gewissen Maß an Selbstkritik schaut was dabei herauskommt.
Mit demselben Argument könnte man auch den Musikunterricht streichen - Musik hört die Bande doch sowieso und wer ein Instrument lernen will, kann das auch in seiner Freizeit tun.

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brucewillisdoesit 02.06.2013, 20:44
103. Lernen

Zitat von Ynne
Als Lehramtsstudentin (nicht für Informatik) höre ich in der Uni ständig von Medienkompetenz und wie wichtig diese für allgemeingebildete Schüler ist. Uns als angehenden Lehrern wird gesagt, dass wir dies in unseren Unterricht mit einbauen sollten - doch wenn man mal ehrlich ist: die meisten anderen Kompetenzen, die von den Bildungsministerien gefordert werden, sind durch mindestens ein Fach vertreten: lese- und schreibkompetenz, mathematisches Verständnis usw. Wieso also nicht auch Informatik? Ich selbst ärgere mich, dass ich in der Schule nie Informatik gelernt habe - sondern Latein und Musik.
Tschulding, blöde Frage, aber warum ärgern sie sich, und holen es nicht einfach selbst nach ? Sie haben hoffentlich kein grundsätzliches Problem mit der Thematik "selbstständiges lernen". Und sagen sie jetzt bitte nicht "dafür habe ich keine Zeit" ... jeder ist für sich selbst verantwortlich
Sollten sie sich jetzt, wieder erwarten, doch aufmachen wollen, empfehle ich Ihnen von Herold, Grundlagen der Informatik oder auf tieferem Niveau Hansen, Wirtschaftsinformatik 1 und 2

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michaelkaloff 02.06.2013, 20:45
104. #43 @Boris Feinbrandt: Völlig d'accord. ..

Mir fällt es auch schwer, Fächer gegeneinander auszuspielen. So war meine Frage auch gemeint. Ich bin auch ganz und gar nicht gegen Informatikunterricht. Gerade angesichts der Tatsache, dass viele Fächer bereits episodisch unterrichtet werden und sich im Bereich Sprachen (lt. Kollegen ist es ja gerade im Fach Latein völlig unmöglich, auf irgendeinen Text zu verzichten) nichts ändern wird, halte ich meine Frage weiterhin für berechtigt. LG

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mr_supersonic 02.06.2013, 20:46
105. Tja...

Zitat von TS_Alien
Fantasie und Kreativität sind in der Informatik mindestens so verbreitet wie in der Literatur, Kunst und Musik. Nur mit dem Unterschied, dass in der Informatik die Umsetzung der eigenen Ideen schwieriger ist, weil man exakt und fehlerfrei arbeiten muss.
Das ist in der Musik oft nicht anders, fragen Sie mal einen Orchestermusiker ;o)

Wie Exakt die Programmierer sind, merke ich immer wieder bei neuer Software ^^

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TschiTschi 02.06.2013, 20:47
106.

Zitat von wavuu
Ja, Informatik ist in unserem modernen Leben völlig unwichtig. Viel wichtiger sind doch Kunst, Musik und vor allem Religion...
Ich gebe Ihnen voll und ganz recht: Es ist wirklich ein Drama, was unsere Schüler an Pseudowissen lernen müssen, wohingegen die Dinge, die Schüler für den Alltag benötigen nicht unterrichtet werden. Da braucht man sich nicht wundern, wen wir weiterhin zu wenig Studenten in den MINT-Fächern haben.

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curiosus_ 02.06.2013, 20:48
107. Schon in den Neunzigern?

Zitat von Hollowmen
Ich kann mich erinnern, dass an sächsischen Gymnasien schon Anfang der neunziger Jahre Informatik unterrichtet wurde. Damals noch mit Robotron Computern, Bandlaufwerken und in solch exotischen Programmiersprachen wie Basic und TurboPascal. Gebraucht hab ich es später allerdings nie, genauso wenig wie Einführung in die sozialistische Produktion.
In meinem Abi-Zeugnis (allgemeinbildendes Gymnasium, Ba-Wü, 13. Klasse) stehen für das Schuljahr 1979/1980 zwei Kurse "Informatik" (Wahlfach, haben zur Abi-Note beigetragen).

Gelernt haben wir damals Basic an unserem Wang 2000 Schul-PC.

Da waren wir wohl unserer Zeit etwas voraus. Und brauchen konnte ich das im MINT-Studium dann auch.

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ha19 02.06.2013, 20:49
108. Jedes

Bundesland bastelt einzeln am Informatik Unterricht umher?
Unser "toller" Föderalismus entpuppt sich immer mehr als Riesen-Hemmschuh!

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querulant_99 02.06.2013, 20:49
109.

Zitat von cassandros
Und was soll an Programmiersprachen wichtig sein? Den Knopf der Maus drücken können die Schüler irgendwann, dann sollte es auch gut sein.
Das mit dem "Maustaste drücken" ist es eben nicht alles.
Ich kenne einen Bekannten, der irgendwann nicht mehr seine Formulare mit der Hand ausgefüllt hat, sondern einen Laptop bekam, in den er dann dieselben Daten einfach in den Computer eingab. Er bekam eine Schulung, wie er das Anwenderprogramm bedienen musste. Das war's. Wehe aber, wenn das Programm auf Tastendruck nicht so reagierte, wie es sollte, dann war der Mann komplett aufgeschmissen. Er hatte keinerlei Wissen wie die "Kiste" innen aufgebaut ist und was da drin eigentlich abläuft, und es fehlten ihm einfachste Fachbegriffe, so dass eine Hilfe über das Telefon nahezu aussichtslos war, weil er immer nur "Bahnhof" verstand.
Im Informatikunterricht sollte deshalb eher das Funktionsprinzip eines Computers vermittelt werden und nicht das Einüben, wie man Microsoft-Produkte bedient.

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