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Integration durch Bildung und Arbeit: Deutschland mit guten Noten - und Nachholbedarf
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Migrationsforscher stellen Deutschland ein gutes Zeugnis bei der Integration von Zuwanderern aus - und machen gleichzeitig klar: In Schulen und auf dem Arbeitsmarkt bleibt noch viel zu tun.

aggelbagg 17.01.2019, 14:46
1.

Die Zahlen machen meines Erachtens gar keinen Sinn, solange man die Zuwanderer nicht thematisch splittet. So sind Zuwanderer wie viele Polen und Rumänen selbstverständlich sehr in den Arbeitsmarkt eingebunden, weil sie deswegen kommen bzw. angeworben werden. Dasselbe gilt für hochqualifizierte Kräfte. Das in einen Topf mit anderen Zuwanderern zu werfen, finde ich unseriös und ohne hilfreiche Aussage. Auch legen meiner Erfahrung nach z.B.osteuropäische Zuwanderer selbst sehr großen Wert auf ein schnelles Erlernen der Sprache, damit auf Integration, und die Bildung ihrer Kinder. Das gilt nicht für alle Zuwanderungsgruppen. Daraus einen Durchschnitt zu bilden, ist für einen Lösungsansatz nicht hilfreich, sondern nur Rhetorik, bzw. ein Durchschnitt aus Äpfel und Birnen. Grundsätzlich denke ich, dass man sich auch mal sebst integrieren kann, statt immer integriert zu werden.

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mantrid 17.01.2019, 15:00
2. Wann bitte ist man hochqualifiziert?

Leider ergibt sich aus dem Text nicht, wen die Studie als hochqualifiziert ansieht. Üblicherweise sind das bei OECD-Studien ausschließlich Akademiker, also keine Handwerksmeister, Fachwirte, erst recht keine Facharbeiter. Im europäischen Bildungsrahmen sind jedoch Meister, Techniker und Fachwirte dem Bachelor gleichgestellt. Deutsche Facharbeiter sind merhjährig ausgebildete Fachkäfte, wähend es im Ausland oft angelernte Menschen solche Tätigkeiten ausüben. Deswegen sollte man solche Statistiken besser erklären.

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scgtef 17.01.2019, 15:11
3. Viel zu viele gering qualifizierte Zuwanderer

gibt es in D. Im Gegensatz zu Australien, Kanada, Dänemark. Da ist es kein Wunder, dass deren Kinder in einem hochtechnisierten Land wie D nicht so recht mitkommen. Gut ausgebildete Eltern kümmern sich viel besser um die Ausbildung ihrer Kinder. Das kann die Schule niemals alles schaffen. Fazit: D braucht dringend (hoch)qualifizierte Zuwanderung. (...) Wir brauchen angesichts der Überalterung in D Leute, die in die Sozialsysteme einzahlen. Die EU Freizügigkeit muss in diesem Sinne reformiert werden. (...)

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claus7447 17.01.2019, 16:37
4. Hochqualifiziert

Zitat von scgtef
gibt es in D. Im Gegensatz zu Australien, Kanada, Dänemark. Da ist es kein Wunder, dass deren Kinder in einem hochtechnisierten Land wie D nicht so recht mitkommen. Gut ausgebildete Eltern kümmern sich viel besser um die Ausbildung ihrer Kinder. Das kann die Schule niemals alles schaffen. Fazit: D braucht dringend (hoch)qualifizierte Zuwanderung. (...) Wir brauchen angesichts der Überalterung in D Leute, die in die Sozialsysteme einzahlen. Die EU Freizügigkeit muss in diesem Sinne reformiert werden. (...)
Wo fängt das an und stimmt das?

In einem Punkt sind wir sicher einig: ohne Sprachkenntnisse wird es eng. Aber danach? Mir ist ein Palästina Flüchtling mit guten deutschkenntnisse und Wille und Fähigkeit für eine handwerkerlehre genau so gerne gesehen wie der indische Programmierer. Selbst in niedrigen Ebenen, wie stapelfahrer, Lagerist ist es mir wurscht, Hauptsache er/Sie will.

Und es ist verblüffend, wie viele der Asylanten die dürfen, sich rasch anpassen und ihr Geld selbst verdienen, wenn man sie lässt.

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nwz86 17.01.2019, 21:54
5. Äpfel und Birnen oder noch sinnloserer Vergleiche

Vergleiche wie z.B. von Ländern wie Kanada und Deutschland, anhand derer man versucht mit ein paar Kennzahlen irgendeine Entwicklung positiver oder negativer Art abzuleiten, zeigen doch, wie unwissenschaftlich diese "Studien" sind. Wieso vergleicht man ein dünn besiedeltes Einwanderungsland mit einem dicht besiedelten europäischen Kernland? Mit unterschiedlicher Historie, unterschiedlichen Gesellschafts- und Sozialsystemen und unterschiedlicher Einwandererklientel. Und dann erhebt man so Daten wie "Anteil Wähler in der 2. Generation". So ein Vergleich macht doch keinen Sinn. Überhaupt erwecken diese Studien den Eindruck, Migration sei grundsätzlich positiv zu bewerten und je mehr Migration und Integration, desto besser, eine Einschätzung die man doch stark anzweifeln kann.

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max.schmitt 18.01.2019, 02:20
6.

Zitat: "Wir brauchen angesichts der Überalterung in D Leute, die in die Sozialsysteme einzahlen".

ein ewiges Mantra. Wieso eigentlich? Eine Vermögensabgabe könnte auch helfen. Oder Beamte zur Kasse bitten, die sich gänzlich dem Sozialsystem als Zahler entziehen. Die Steuermittel für Leistungen an Pensionen und Beihilfen sind nahezu auf dem selben Niveau wie der Steuerzuschuss zur DRV (Deutsche Rentenversicherung). Wird nur nicht drüber berichtet.

Länder wie Kanada holen qualifiziertes Personal ins Land, Wir BRD lt. Statistik haben etwa 1,8 Mio Zugewanderte seit 2014, davon, hieß es kürzlich, würden "bereits" 300.000 einen "Job" haben.

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fördeanwohner 18.01.2019, 08:37
7. -

Zitat von max.schmitt
Zitat: "Wir brauchen angesichts der Überalterung in D Leute, die in die Sozialsysteme einzahlen". ein ewiges Mantra. Wieso eigentlich? Eine Vermögensabgabe könnte auch helfen. Oder Beamte zur Kasse bitten, die sich gänzlich dem Sozialsystem als Zahler entziehen. Die Steuermittel für Leistungen.....
Wow, erst der sechste Beitrag in diesem Thread kommt immt das Beamten-Bashing auf!
Mal abgesehen davon, dass das nicht wirklich was mit dem Thema zu tun hat, ist der Staat garantiert nicht so blöd, Geld für normale Menschen (wozu Beamte ja auch gehören) zu verpulvern. Warum sollte man das tun? Es muss also irgendwie Geld einsparen, wenn man am Beamtentum festhält, oder nicht? Wenn Sie sich mal damit auseinandersetzen, dann finden Sie es auch ganz bestimmt heraus.
Und nun zurück zur Integration ...

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realist1964 18.01.2019, 09:08
8. Ja, man könnte differenzieren

Zitat von aggelbagg
Die Zahlen machen meines Erachtens gar keinen Sinn, solange man die Zuwanderer nicht thematisch splittet. So sind Zuwanderer wie viele Polen und Rumänen selbstverständlich sehr in den Arbeitsmarkt eingebunden, weil sie deswegen kommen bzw. angeworben werden. Dasselbe gilt für hochqualifizierte Kräfte. Das in einen Topf mit anderen Zuwanderern zu werfen, finde ich unseriös und ohne hilfreiche Aussage. Auch legen meiner Erfahrung nach z.B.osteuropäische Zuwanderer selbst sehr großen Wert auf ein schnelles Erlernen der Sprache, damit auf Integration, und die Bildung ihrer Kinder. Das gilt nicht für alle Zuwanderungsgruppen. Daraus einen Durchschnitt zu bilden, ist für einen Lösungsansatz nicht hilfreich, sondern nur Rhetorik, bzw. ein Durchschnitt aus Äpfel und Birnen. Grundsätzlich denke ich, dass man sich auch mal sebst integrieren kann, statt immer integriert zu werden.
Aber das Ergebnis wäre nicht mehr so schön, vielleicht sogar hässlich, für die feuchten linksgrünen Träume.
Merke: Fakten immer so präsentieren, dass sie zur Ideologie passen.

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