Forum: Leben und Lernen
Internationaler Vergleich: OECD rügt Deutschland für geringe Akademiker-Rate
DPA

Die Hörsäle sind voll, nie gab es so viele Studenten in Deutschland. Trotzdem sind es nicht genug, mahnt die OECD. In anderen Industrieländern schließen weit mehr Menschen ein Studium ab.

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liborum 19.01.2015, 20:56
180.

Zitat von TOST
Sowas kommt heraus, wenn Bürokraten stumpfsinnig Abschlüsse zählen, mutmaßlich ohne Kenntnis, was diese beinhalten. Ich bin selbst Professor an einer kanadischen Universität. Kanada ist ein Land, daß der von der OECD propagierten Akademikerquote nahekommt. Dazu muß man allerdings wissen, daß Berufe, die in Deutschland dem dualen Ausbildungssystem unterliegen, wie zum Beispiel Krankenpfleger, Erzieher, oder Technischer Zeichner, hier in Kanada Universitätsstudiengänge sind. Folglich sind hier alle Krankenpfleger - und schwestern, technische Zeichner usw. Akademiker. Wenn man also in Deutschlandf Handwwerksmeister und vergleichbar qualifizierte Arbeiter in anderen Berufen mitzählte, käme man sicher auf die Quote. Dabei möchte ich nicht unerwähnt lassen, daß aus Sicht des "alten", von Humboldt inspirierten deutschen Universitäts-systems (vor Bologna) vieler dieser hiesigen Bachelor-Studiengänge ziemlich erbärmlich sind. Ein deutscher Handwerksmeister ist sicher wesentlich besser qualifiziert als der Großteil dieser sogenannten "Akademiker". Die OECD vergleicht hier wirklich Äpfel mit Birnen, und merkt es nicht mal.
Dabei möchte ich nicht unerwähnt lassen, daß aus Sicht des "alten", von Humboldt inspirierten deutschen Universitäts-systems (vor Bologna) vieler dieser hiesigen Bachelor-Studiengänge ziemlich erbärmlich sind. Ein deutscher Handwerksmeister ist sicher wesentlich besser qualifiziert als der Großteil dieser sogenannten "Akademiker". Die OECD vergleicht hier wirklich Äpfel mit Birnen, und merkt es nicht mal.


Eher wohl:
Sie will es nicht merken.
Schließlich muß man dieses rentinente Land endlich mal zur Vernunft bringen und immer schön nach unten nivellieren.

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redbayer 19.01.2015, 21:00
181. Mexiko aber auch Deutschland sind eher

die Vorreiter eines neuen Trends. Wer ewig studiert, den braucht man nirgends mehr, weder in der Wirtschaft noch in der Verwaltung.
In Deutschland gibt es auch deshalb weniger Abschlüsse, weil hier die Selbstregulierung einer funktionieren Wirtschaft greift und die bedeutet, dass die meisten Jobs besser mit Ungebildeten besetzt werden, da sie den Arbeitsanforderungen am besten gerecht werden. Deshalb greift die deutsche Wirtschaft auch lieber auf Migranten und Wanderer aus aller Welt zu, als auf solche "von Pädagogen verbildete" Deutsche.

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mali123 19.01.2015, 21:03
182. wenn man die kommentare liest

muss man denken, deutschland wäre der nabel der welt. leider überschätzen sich viele bzw. deutschland. die zeit wird es uns bescheren. hochmut kommt vor dem fall.

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dwg 19.01.2015, 21:04
183. Kranker Akademisierungswahn...

Höchste Zeit für den Bachelor in Brick Laying!

Und danach weiter zum Dr. maur.

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neurobi 19.01.2015, 21:05
184.

Zitat von th.enz
In Deutschland ist die Krankenschwester nämlich im Vergleich zu US-amerikanischen Krankenschwestern eine bestenfalls drittklassig gebildete Putzkraft vom Dienst, die kaum etwas machen darf ohne die Halbgötter in Weiß. Wenn hier im Forum von manchen so getan wird, als würde man im Ausland eine lumpige Berufsausbildung als akademischen Abschluß behandeln, ist das ein gewaltiger Irrtum.
Also erstens scheinen Sie noch nie auf einer Berufsschule für Heilberufe (Krankenschwestern, Artzhelfer/inen) gewesen zu sein, sonst wüssten Sie, dass auch dort viel medizinisches Wissen vermittelt wird.
Also nix Putzkraft.

Zweitens hat hier ein jeder schon mal so seine Erfahrungen mit Akademikern anderer Länder gemacht und hat sich schwer gewundert, wer da welchen Titel tragen darf.

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doergeph 19.01.2015, 21:05
185. Deren Ernst?

In Deutschland gibt es einen Fachkräfte- / Handwerkermangel und einen Überfluss an unbegabten Akademikern - das duale Bildungssystem aus Ausbildung und Beruf macht das deutsche Know How aus!

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purzeltier 19.01.2015, 21:06
186. Da freuen sich unsere Bildungspolitiker....

...und schicken noch mehr Abiturienten an die überfüllten Unis. Die Unis bekommen nur dann Geld wenn die einen Abschluss machen, also runter mit dem Niveau.
Ach so, wir brauchn auch Klempner, Automechaniker, Werkzeugmacher.....

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mali123 19.01.2015, 21:12
187. sind sie pole?

Zitat von mukulele
Interessant wäre doch eine Statistik, wie viele der Studenten nach dem Abschluss auch in ihrem "Beruf" arbeiten. In Polen z.B. gehen mindestens 50 % der Absolventen erst mal ins Ausland um zu putzen oder auf der Baustelle zu arbeiten, um etwas Geld zu verdienen, weil ihnen sonst Jobs für 300-400€ im Monat in Polen angeboten werden.
wenn nicht, dann sollten sie vielleicht leise sein. denn ich bin pole und lebe lange genug in deutschland. und ich kann gewiss eine qualifizierte aussage treffen. sie bestimmt nicht. und ich sage ihnen dazu, dass mittlerweile die akademische ausbildung gleichwertig ist. außerdem verdienen akademiker proportional zu den lebenshaltungskosten in polen mittlerweile -besser- als in deutschlad! tja, da schauen sie. ich war für eine vorstellung in warschau und netto wurden 6000 zloty genannt als lohn. wohnung in warschau(!) beträgt 2000 zloty. damit bleiben ihnen gute 2/3 vom lohn übrig. wie sieht es z.B. in münchen, hamburg, stuttgart aus? na? merken sie was? übrigens strebt polen ziemlich auf im vergleich zu deutschland. diese aussage kann ich definitv treffen, weil ich einen langjährigen vergleich habe. und das traurige ist, dass es mir rein garnix bringt, weil ich hier lebe und arbeitslos bin, trotz studium. glauben sie mir, wenn es geklappt hätte mit der stelle, dann wäre nur noch eine staubwolke von mir in deutschland geblieben. also halten sie sich gefälligst zurück. ich finde es immer sehr lustig mit welcher arroganz deutsche einem erklären wollen, wie es in anderen ländern aussieht ohne jemals dort gewesen zu sein. schließlich ist hier alles so toll, nur wir haben viel zeitarbeit und einen mikerlohn von 8,50/std. arrogant, ignorant, lächerlich, deutsch.

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syssifus 19.01.2015, 21:13
188. Kompensation

Das kompensieren wir doch lässig mit den vielen ausländischen Fachkräften ,die zu uns kommen.

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mali123 19.01.2015, 21:16
189. ha,ha,ha

Zitat von _unwissender
Und nun noch eine Frage: wo ist denn diese Stelle, an der die Mengen an Ingenieuren gesucht werden? Ich komme gern - und bringe eine ganze Reihe weitere Ingenieure mit - wenn Sie verraten, wo...
man spricht von einem "fachkräftemangel" wenn auf eine stelle keine 8 leute kommen. dabei vergisst man, dass trotzdem nur einer einen job bekommt und 7 auf der straße sitzen. das nennt man fachkräftemangel.

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