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Internationaler Vergleich: OECD rügt Deutschland für geringe Akademiker-Rate
DPA

Die Hörsäle sind voll, nie gab es so viele Studenten in Deutschland. Trotzdem sind es nicht genug, mahnt die OECD. In anderen Industrieländern schließen weit mehr Menschen ein Studium ab.

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criticalsitizen 19.01.2015, 16:12
10. Ein Obrigkeitsstaat braucht eben möglicht niedrige Bildung der Untertanen

und hat deshalb wenig Interesse an einer gebildeten Bevölkerung.
Das Ganze ist ja auch "gut" umgesetzt dank des seit wohl hundert Jahren gegliederten Schulsystems und der Akzeptanz dessen durch die braven Untertanen. Die suchen sich lieber Minderheiten als Sündenböcke und leben damit bequemer als anstrengenddes selber Denken.

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Solid 19.01.2015, 16:17
11.

Anderswo gilt das, was bei uns eine nichtakademische Berufsausbildung ist als "akademischer" Abschluss.
Insofern sollte man sich von diesen Zahlen nicht so sehr beeindrucken lassen.

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kom.philbier 19.01.2015, 16:17
12.

Die OECD orientiert sich ganz klar am amerikanischen System. Zwei Jahre College und ein Zertifikat als "Assosiate of Arts" oder "Assosiate of Science" läuft dort eben als akademische Ausbildung. Das Niveau entspricht plus/minus unserem Abitur. Diese Ausbildung will Präsident Obama ja jetzt kostenlos verfügbar machen. KrankepflegerIn zum Beispiel ist in den USA eine akademische Ausbildung, bei uns nicht. Hebamme ist dort ein Masterabschluss, bei uns überhaupt nicht akademisch. Ohne die Systeme werten zu wollen: Grund zur Panik besteht nicht - jedenfalls nicht wegen dieser OECD Studie. Dass bei uns die Bildungspolitik noch erheblichen Spielraum für Verbesserungen hätte, steht auf einem anderen Blatt.

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hansmaus 19.01.2015, 16:18
13.

Zitat von kj.az
Zum Taxifahren braucht man keinen Bachelor, Master oder Doktortitel.
haben aber einige ;)
Mal abgesehen davon hat hierzulande ein guter Elektrikergeselle mehr drauf als in den meisten Ländern ein elektroingenieur.
Das ist Jahrelange Erfahrung und kein(!) Hurapatriotismus.
Schauen sie sich an was sich in Rumänien, Ungarn oder Bulgarien Ingenieur nennen darf :D
Die meisten davon würde ich nichtmal meinen Kühlschrank anschließen lassen.
Streicht man die Luschen raus und betrachtet man nur Personen die auch wirklich entsprechend den hiesigen Maßstäben ausgebildet sind dann ist man bei der Quote die wie hier haben.

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skiski-bowski 19.01.2015, 16:18
14. Akademiker?

Ich habe einige dieser sogenannten Akademiker in verschiedenen Ländern Europas erleben dürfen. Theoretisches Basiswissen dünn und mit der praktischen Umsetzung überfordert. Kann es sein, daß hier Äpfel und Birnen verglichen werden?

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assiwichtel 19.01.2015, 16:19
15. ?

Wenn ich sehe, dass es in anderen Ländern Hebammen und Physiotherapeuten mit Bachelor gibt, kann man sich die Frage stellen, ob das auch Akademiker sind, nur weil sie einen Abschluss haben, der daraus schliessen lässt.
Das soll die OECD mal klären!

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andjessi 19.01.2015, 16:20
16. Akademikerdefinition

Wir haben nicht zu wenig Akademiker, sondern eine international untaugliche Definition eines Akademikers. Viele Berufsausbildungen in Deutschland sind sehr qualifiziert. Man hätte sie damals bei der Definition der internationalen Eingruppierung von Bildungsgraden einfach mit einem Bachelorgrad gleich setzen sollen. Hier hat Deutschland sich über den Tisch ziehen lassen und so hat man angeblich niedrige Akademikerraten.
Berufe wie Industriekaufmann, Fachinformatiker, MTA etc. sind international sicherlich mit manch Bachelorabschluss vergleichbar, wenn nicht sogar höherwertiger.

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SanchosPanza 19.01.2015, 16:21
17. Echter Unsinn

Das ist leider ziemlich unreflektierter Unsinn aber nicht unüblich für die OECD. Es wäre besser, die anderen Länder bildeten mehr Facharbeiter und Meister aus. Dann käme ihre Wirtschaft vielleicht auf unser Niveau. Unterbeschaftigte Akademiker haben wir eigentlich schon ausreichend viele.

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androce 19.01.2015, 16:22
18.

Dauert nicht mehr lange, dann braucht man schon im Callcenter einen Bachelor-Abschluss...
Die Ausbildung wird immer mehr abgewertet, ein Studienabschluss ist nichts mehr wert. Mit einer Berufsausbildung kommt man auch nicht mehr weit.
Schöne neue Welt.

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duke_van_hudde 19.01.2015, 16:26
19. Hmm

Die entscheidene Frage ist doch eher bei wieviel Prozent der Arbeitsplätze wird ein Uniabschluss gebraucht und wie entwickeln sich diese Zahlen.
Länder wie GB die vor allen auf die Finanzindustrie setzen brauchen vielleicht eine höhere quote wie ein Land wo es noch Produktion gibt.
Das Beispiel Mexiko zeigt stark das es auch ein Überangebot geben kann.

Spannend ist auch das Beispiel USA wo viele nach den Studium sehr hohe Schulden haben die ein nicht kleiner Teil später nicht durch höhere Gehälter ausgleichen kann.
Bei 70 % in Kora kann ich mir nicht vorstellen das hier viel Geld und Zeit in Bildung gesteckt wird die am Ende nicht benötigt wird.
Es also eine Überqualifizierung gibt die Volkswirtschaftlich eine Verschwendung ist. Den zum Haare schneiden wird man auch in Korea keinen Uniabschluss brauchen oder zum Kochen.

Klar bekommen dann die schlechten BWL immer noch ihren Job aber die verdrängen dann die Kauflaeute mit Ausbildung. Nur ihr Abschluss bringt den Arbeitgeber quasi keinen Vorteil und den Akademiker kaum grössere Gehälter.
Ich bin mir sicher das es eine optimale Quote geben wird aber auch die ist für jedes Land verschieden. Nur das die nicht bei 70 % liegen kann sollte klar sein.

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