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Internationaler Vergleich: OECD rügt Deutschland für geringe Akademiker-Rate
DPA

Die Hörsäle sind voll, nie gab es so viele Studenten in Deutschland. Trotzdem sind es nicht genug, mahnt die OECD. In anderen Industrieländern schließen weit mehr Menschen ein Studium ab.

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liborum 19.01.2015, 17:20
70. Aber sicher

so ein Unfug. Was bei uns "Ausbildung" ist nennt man in anderen Ländern "Studium". Oder eben gar nichts.
Also bitte demnächst Fliesenleger oder Zahntechniker mit Masters. Oder wie oder was????

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Naphtalin 19.01.2015, 17:21
71. Kann man ja nicht glauben

dass diese OECD "Forscher" immer noch den Anteil der Hochschulabsolventen als Qualitätsmesser nimmt. Ein Studium zeigte sich ja in Griechenland, Spanien, Italien etc. nicht wirklich als Versicherung gegen die Arbeitslosigkeit.

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heikoinuk 19.01.2015, 17:23
72. Ausbildungsberufe muessen zentraler Bestandteil der Bildungslandschaft bleiben

Der vorletzte Absatz des Artikels ist wohl der wichtigste. Deutschland ist wohl das Land mit den meisten Ausbildungsberufen in Europa. Gerade Menschen die solche, praktische Bildungswege einschlagen verknuepfen das theoretische know-how von Akademikern (wie mir) mit dem praktischen Umsetzungsvermoegen welches die Industrie benoetigt.
Als jemand der seit 7 Jahren in England akademischer Mitarbeiter an einer Universitaet ist, bin ich der Meinung, dass die Foerderung von Ausbildungsberufen, wie sie in Deutschland zu finden sind, diesem Land auf die Spruenge helfen wuerden.

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dreizack2010 19.01.2015, 17:26
73. Japanische Studenten (Teil 2)

Es kommt nicht selten vor, dass "Studenten" Kurse zum dritten Mal nicht bestehen, weil sie wissen, dass sie zum Ende des vierten Jahres sowieso "bestehen", da ihnen sonst der Job wieder genommen werden würde, und das will die "Uni" nicht verantworten.

Das Niveau – wenn man das Wort ‘Niveau’ in diesem Zusammenhang überhaupt verwenden will – ist in vielen Kursen ist daher erschreckend niedrig. Was wichtig ist, ist an welcher “Uni” man “studiert” hat, weniger was man “studiert” und mit welchem Resultat. (Das Wort ‘Resultat’ verwende ich anstelle des Wortes ‘Erfolg’, da ‘Erfolg’ hier nicht so gut passt.)

Besonders extrem ist es bei “Studenten”, deren Eltern einflussreich sind, zum Beispiel weil sie Ärzte, Lokalpolitiker, Professoren und dergleichen sind. Auch sogenannte “Freunde der Universität” helfen ihren Kindern oft. Ein “Freund der Universität” kann man werden, wenn man sich bei Spenden an die “Uni” großzügig zeigt.

Den Kindern wird also sehr durch das Geld der Eltern geholfen. Studieren im europäischen Sinne tun fast keine der Kinder, die auch ansonsten fast keine intellektuell anspruchsvolleren Interessen haben.

Eine Ausnahme bilden vielleicht einige der besseren staatlichen Unis, wo es schon einige junge Leute gibt, die vergleichbar mit europäischen Studenten studieren. Aber das ist die Minderheit. Alles in allem machen diese Studenten vielleicht 5-8% der jungen Leute aus.

Das ist die traurige Realität in Japan.

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christiewarwel 19.01.2015, 17:28
74. Wie wäre dieser Titel:

Deutschland rügt OECD für unqualifizierte Äußerungen und Betrachtungsweisen

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pejoachim 19.01.2015, 17:29
75. In anderen Staaten ...

wird für viele Berufe, bei denen in Deutschland eine dreijährige Ausbildung genügt, ein akademisches Studium verlangt. Vielleicht sollte man die OECD vergessen bei so viel Inkompetenz.

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THINK 19.01.2015, 17:29
76.

Man kann die Zahl der Akademiker schnell erhöhen, wenn das Niveau weiter abgesenkt wird. Dies wurde bereits durch den Bologna-Prozess praktiziert, der eine europaweite Harmonisierung auf den kleinsten gemeinsamen Nenner bedeutet.
Die OECD-Zahlenakrobaten sollten begreifen, dass die Quantität nichts aussagt, wenn die, schwierig zu messende Qualität unberücksichtigt bleibt.

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prachinho 19.01.2015, 17:30
77. Das erinnert an den Vergleich von Äpfel und Birnen ...

Die OECD Statistik ist so unvollständig, wenn nicht sogar wertlos. Qualitative Elemente fehlen, wie Studiendauer, Curriculum, Hochschullehrer/Studenten Relation, qualitative Gewichtung der Studienfächer, vermittelte Wissensbreite und -tiefe usf.

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freiemeinungbo 19.01.2015, 17:32
78. bachlor

ist auch kein vollwertiges Studium. ein fundierte Lehre ist da hochqualifizierter als ein Bachelor Studiengang aus aller Welt. der Vergleich hinkt

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wilee19 19.01.2015, 17:33
79. Eine Disskussion über Meinungen oder über Fakten?

Bin als EU Bürger hier selber Mitglied des VDI. (Verein Deutscher Ingenieure). Ärzte und Ingenieure fehlen hier an allen Ecken und Enden! Es ist übel. Die Gründe sind: 1) Wer ins Ausland das doppelte Netto verdienen kann, wäre blöd hier zu bleiben. 2) Ganze Scharen nicht-Deutschen studieren hier, weil es hier nur ein Bruchteil kostet wie im eigenen Land. Nach dem Studium dann, siehe oben, unter 1). Kann man schön arrogant rufen: "sollen die doch gehen.." Das Problem ist aber, die gegen tatsächlich.

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