Forum: Leben und Lernen
Interview zur Bildungstudie 2011: "Lernen macht glücklich und reich"

Eine große Studie zeigt erstmals, wie es im Detail ums Lernen in Deutschland steht: Der Süden liegt überall vorn. Architekt der Bildungsvolkszählung ist Bertelsmann-Vorstand Jörg Dräger. Im Interview erklärt er, warum für ein glückliches Leben der Einklang von Schule, Arbeit, Kultur und Sozialem unabdingbar ist.

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Sleeper_in_Metropolis 21.11.2011, 14:06
1. Titel

Zitat von sysop
"Lernen macht glücklich und reich"
Klingt ja wie ein Slogan von Scientology. Auch wenn der damit beschrieben Entwicklungsweg sicherlich nicht verkehrt ist, macht lernen nicht jedem und nicht automatisch Spaß, geschweige denn glücklich. Alle Leute, denen Schule damals und heute primär auf die Nerven ging mit Ihrem als Ballast empfundenen Bildungsdauerfeuer werden das nachvollziehen können.

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Chris110 21.11.2011, 14:11
2. Ich möchte widersprechen

Ich habe mein Leben lang Bildung genossen, und zwar im Süden; es gibt auch eine Menge völlig unnützes Wissen.

Meiner Meinung nach ist das Bildungssystem auch in BaWü keineswegs ideal. Es wird zuviel unnützes Wissen gelehrt.
Man muss die Menschen AUSbilden; und zwar sehr früh. Es zählt aktuelles Wissen, das auch angewendet werden kann. Warum z.B. sprechen! vieler unserer Eliten keine Fremdsprachen? Sie haben sie zwar in der Schule irgendwann gelernt, können sie aber nicht sprechen. Das ist für mich symptomatisch. Hier gibt es eine Menge zu tun.

Also mein Beitrag: Bildung viel praxisnaher gestalten.

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Ganz Rom? 21.11.2011, 14:23
3. Himmel A und Z

Ok, wer ist verantwortlich für diese Artikel-Überschrift? Kinder, bitte glaubt dem SPON kein Wort! Wer nur lernt um reich zu werden ist zu einer armseligen Existenz verdammt. Kluge Kinder lernen, weil lernen Spaß macht und Erkenntnis bringt.

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Dr. Sorglos 21.11.2011, 14:40
4. Büffelt härter, damit wir reich bleiben

Zitat von Sleeper_in_Metropolis
Klingt ja wie ein Slogan von Scientology.
Die Bertelsmann-Pest und ihre "Initivative" "Neue Soziale Marktwirtschaft" mit Scientology zu vergleichen, ist in der Sache deutlich zu harmlos.
Die Bertelsmann-Stiftung ist einer der größten Feinde der Menschen in Deutschland. Keine Lobbyvereinigung ist zynischer und menschenverachtender, als diese Bande neoliberaler Schergen einer selbsternannten Elite.

Diese Gruppierung hat bereits große Teile der Politik, Wirtschaft und der Medien mit ihren Ambitionen zur gewinnmaximierenden Umerziehung der Gesellschaft Deutschlands zu einer hochprofitablen und vollständig abhängigen und beliebig steuerbaren Sklavengesellschaft unterlaufen.

Nicht ohne Grund wird im Zusammenhang mit vielen "Fachleuten" und "Experten", die sich mit behaupteter Wissenschaftlichkeit oder Sachlichkeit öffentlich äußern, der eigentliche Auftraggeber Bertelsmann nicht genannt.

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rauchzeichen 21.11.2011, 15:00
5. .

"Es ist frustrierend zu sehen, dass wir mehr über den Export von Gewindeschrauben wissen als über die Lernbedingungen in unserem Land. "

Ich möchte heute auch gerne noch was neues lernen:
Wie sehen Schrauben ohne Gewinde aus?

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oliver71 21.11.2011, 15:05
6. Wenn Bildung nur der Wirtschaft nutzten soll

Alle in den letzten Jahren durch die Politik angestoßenen "Bildungsreformen" hatten zwei Primäre Ziele. Zum einen die Einsparungen von Kosten und zum anderen Bildung nach dem Bedarf und den Vorstellungen der Wirtschaft. Wobei der Wirtschaft nichts am "Lebensglück" der Menschen liegt, sondern am Profit durch den optimalen Mitarbeiter. Man benötigt fleißige, genügsame und hoch qualifizierte Fachidioten um im internationalen Wettbewerb bestehen zu können. Abitur nach zwölf Schuljahren, das Verkürzen des Studiums durch die Einführung der Masterstudiengänge und das Abschaffen des Wehrdienstes währen ohne die Lobbyarbeit der Wirtschaft nie zustande gekommen. Ich durfte mein Abitur noch in dreizehn Jahren machen. Auch während meines Studiums war noch Zeit zum Arbeiten und zum Faulenzen und auch die achtzehn Monate Zivildienst haben mich in meiner Persönlichkeit weitergebracht. Die Wirtschaft glaubt verstanden zu haben, dass man mit der Formung der "Menschmaschine" so früh wie möglich anfangen muss, um diese möglichst produktiv zu machen. Hier ist sie jedoch auf dem Holzweg. In Japan werden die Kinder bereist seit Jahrzehnten auch schon in sehr jungen Jahren gedrillt. Die Leistungen sind jedoch oft vor allem im harten Arbeiten herausragend. Die Kreativität dagegen hat hier sehr gelitten. Innovative Produkte kommen jedoch nicht nur durch harte Arbeit zu Stande. Auch Leidenschaft und Kreativität sind wichtig. Und dafür ist es wichtig auch in der Lage zu sein über den so genannten eigenen Tellerrand hinausschauen zu können.

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heiko1977 21.11.2011, 15:21
7. Titel

Zitat von Chris110
Ich habe mein Leben lang Bildung genossen, und zwar im Süden; es gibt auch eine Menge völlig unnützes Wissen. Meiner Meinung nach ist das.....
Was bitte ist denn "unnützes Wissen"? Wie soll "praxisnahe Bildung" aussehen und wer soll bestimmen was "praxisnah" ist?

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peter hammer 21.11.2011, 15:21
8. Die Bertelsmann-Stiftung...

- die zentrale Marketing-Agentur des deutschen Kapitals. Und ihr junger, gutaussehender Herr Dräger mit einer garantiert nicht erfundenen Müsli-Kinder-Story, in der der putzige Haushund komischerweise keine Rolle spielt. Und der feine Herr von Dohnanyi auf einem Foto, wo zwischen ihn und Dräger kein Blatt Papier paßt, und wo man gut erkennen kann, wie egal es ist, ob in Hamburg die CDU oder die SPD regiert. Und die Bertelsmann-Produkte Spiegel und SPON. Und subtile Propaganda für die heile Bürgerwelt, wie sie in Bayern, BaWü und Sachsen noch gepflegt wird, und wo jeder weiß, wo sein Platz ist. Pressefreiheit ist schon was Wunderbares.

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t.h.wolff 21.11.2011, 15:23
9. .

Zitat von Dr. Sorglos
Die Bertelsmann-Pest und ihre "Initivative" "Neue Soziale Marktwirtschaft" mit Scientology zu vergleichen, ist in der Sache deutlich zu harmlos. Die Bertelsmann-Stiftung ist einer der größten Feinde der Menschen in Deutschland. Keine Lobbyvereinigung.....
So lange der Bertelsmann-Krake und ähnliche Lobbyorganisationen den Rückbau aller sozialprogressiven Elemente unserer Gesellschaft betreiben, wird lernen mehr und mehr zur Übersprunghandlung des um seine wirtschaftliche Existenz fürchtenden Bürgertums werden - wo eigentlich der Widerstand gegen die Kleptokraten erste Bürgerpflicht wäre.

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