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Jeden Tag "Girl's Day": Mütter, wechselt öfter mal den Reifen
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Bisher ist der "Girl's Day" vor allem eines: gut gemeint. Jetzt gilt es, starre Rollenbilder bei der Berufswahl noch mal ganz neu zu überwinden.

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JackGerald 29.03.2019, 11:34
1. Den Reifenwechsel beherrscht unsere Tochter ...

... schon seit ihrer Schulzeit - wenn die Blagen so erwachsen sein wollen, Auto zu fahren, dann sollen sie gefälligst notfalls auch mal einen Reifen wechseln können. Ob das allerdings dazu beiträgt, Mädchen für MINT-Fächer zu motivieren, ist eher zweifelhaft - entweder, man bzw. Frau will das, oder will das eben nicht. Daraus eine Quoten-Motivation zu stricken, ist jedenfalls reichlich albern.

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norgejenta 29.03.2019, 11:37
2. wieder so

ein Tag den keiner braucht. Die Tochter pflegt also einen Tag lang ihr Pferd.. der verfasser widerspricht sich schon im ersten Satz. Das Mädchen hätt ja auch einen Tag lang das Auto putzen können, oder die Sommerreifen aufziehen können. Wenn man schon vom Gendergedöns weg will..

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smsderfflinger 29.03.2019, 11:54
3. Tolle Motivation

Zitat aus dem Artikel:
" Alle diese Berufe stehen auf einer Liste auf der "Girls' Day"-Website. Als Vorschläge, was Mädchen alles werden könnten, um starre Rollenbilder aufzubrechen."
Das ist doch mal eine kernige Idee: Meine Tochter wird Kamfmittelbeseitigerin ( s. Artikel über den neuen Tatort) um starre Rollenbilder aufzubrechen...
Oder Müllbeseitigerin, oder Zerspaningstechnikerin, oder Bauarbeiterin, oder...
Dafür wird meon Sohn dann Hebammer...
D

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smsderfflinger 29.03.2019, 11:58
4. Vorurteile

Zitat aus dem Artikel:
" Auch das sei ein Argument für den "Girls' Day", heißt es auf der Website. Er trage dazu bei, "Potenziale sichtbar zu machen" und "Vorurteile abzubauen"."
Vielleicht wäre mehr geholfen, wenn die Girls erst mal ihre eigenen Vorurteile abbauen würden, die ihr Interesse für "Männerberufe" behindern...
D

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SusiWombat 29.03.2019, 12:03
5.

Die allgemeine Wahrnehmung ändert sich nicht durch einen Sonstwie-Day und auch nicht dadurch, dass Frauen ihre Reifen welbst wechseln. In den Köpfen sind die Rollenbilder noch so hart wie Beton. Beispiel? Klar: Der "Assistent der Geschäftsführung" hat einen Uniabschluss und ist für Strategieentwicklung verantwortlich, die "Assistentin der Geschäftsführung" kocht Kaffee und plant Termine. Daran ändert weder ein "Girls Day" etwas noch ein "Boys Day" irgend etwas.

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Peer Pfeffer 29.03.2019, 12:06
6. Einsen in Mathe - Einstellungssache?

Hallo, ich finde, man sollte die Dinge auch mal positiv sehen. Ihr Statement "Aber dass im Jahr 2019 überhaupt noch gefeiert werden muss, wenn Kinder Jobs kennenlernen, die für ihr Geschlecht als untypisch gelten, ist auch irgendwie traurig [...]." - Kann man so sehen. Man könnte aber auch anerkennen, dass Veränderungen und Entwicklungen schrittweise ablaufen, und diese bisherigen Schritte mögen vielen bei weitem nicht genügen, es ist aber von da, woher wir kommen, die richtige Richtung, und wir sollten hier nicht haltmachen, sondern weiterhin Mädchen erklären, dass sie MINT können und Jungs, dass sie auch alles dürfen. --- Ich habe übrigens 2 Töchter, die in der Grundschule erst gut in Mathe waren. Dann kamen sie irgendwann an und meinten, sie könnten kein Mathe und das sei eh doof. Gut, soziale Beeinflussung. Wir haben dann pädagogisch - sanft, so dass sie es nicht als belehrend wahrnahmen - nahegebracht, dass sie toll sind und natürlich Mathe können, dass das erfolgreiche Lösen ja auch Spaß macht blabla. Jetzt ist die Große in der 8. und schreibt Einsen in Mathe.

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JungUndFrei 29.03.2019, 12:07
7.

Beim Lesen des Artikels stellt sich mir eine Frage, es ist bekannt das Hormone sich auf unsere Handlungen auswirken. Es ist außerdem bekannt, dass Männer und Frauen unterschiedliche Hormonhaushalte haben. Ist es nicht möglich das bestimmte Eigenschaften / Vorlieben dadurch beeinflusst werden? Das heißt natürlich nicht, dass das für alle gilt, aber im statischen Mittel eben keine Gleichheit besteht.

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Mesi0013 29.03.2019, 12:09
8. Und schon wieder Gender....

Wie wäre es wenn bestimmte (Marginal)-Bevölkerungsanteile dies restliche Mehrheitsbevölkerung einfach so leben und walten lassen würde, wie es ein freiheitlicher Staat eigentlich will. Jedes Kind und jeder Erwachsene hat eine freie Berufs-Auswahl. Was bringt es jemanden in Bereiche zu drängen und ein Gefühl zu vermitteln man wäre bei einer bestimmten Berufsauswahl nicht mehr zeitgemäß. Ich kenne nicht wenige Frauen mit technischem Hintergrund, sei es Ausbildung oder Studium. Es ist eine geringe, zweistellige Anzahl aber nur noch eine Einzige ist in ihrem gelernten technischem Beruf in Teilzeit tätig. Viel Aufwand, viel Medienspektakel aber nachhaltiger Erfolg gering.

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spiegel6 29.03.2019, 12:14
9. Was wäre wenn ...

... die Vorlieben für bestimmte Berufe schlicht einfach biologisch bzw. evolutionär geprägt sind? Auch wenn das in den Augen so mancher jetzt schon rechtsradikal sein mag: Biologie und Evolution haben einen größeren Einfluss als soziale Prägung - da hilft weder ein Girls Day noch das beharrliche Leugnen dieser Tatsache.
Gleiche Chancen für alle: ja, selbstverständlich. Gleichmacherei nein danke.

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