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Jobkrise in den USA: Vom Bachelor zum Briefträger

Die Studiengebühren in den USA steigen rasant, und damit auch die Schulden der Uni-Absolventen. Auf die meisten warten derzeit aber nur Jobs in Sekretariaten oder*Kneipen, jeder achte US-Briefträger ist inzwischen ein Bachelor. Für sie wird die teure Ausbildung zum Verlustgeschäft.

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juergenpf 26.03.2011, 12:25
1. Ähnliches Problem wie bei uns

Na ja, ein Bildungssystem das überwiegend nur noch Juristen, BWLer, Politologen, Soziologen, ... andere ...logen produziert sollte sich nicht wundern, wenn die Wirtschaft keine Verwendung dafür hat. Die Jobs gehen nach Indien, China etc. Deren Bildungssysteme fokussieren stärker darauf, die MINT Fächer (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) zu pushen. So ist das halt mit Investitionen: mit der Gieskanne und ohne Steuerung fördert man das Unkraut genauso wie die Nutzpflanze.

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burninghands 26.03.2011, 13:14
2. Das ist eine weitere Finanzblase, die die Banken in den USA

zu verantworten haben. Es geht nicht um die Titel oder um Chancen auf dem Arbeitsmarkt, es geht darum, jungen Menschen und ihren Eltern vorzugaukeln, sie würden in ihre Zukunft investieren, während sie sich in Wahrheit nur verschulden.
Nicht umsonst werden die entsprechenden Kredite - im Gegensatz zu Verbraucher- und Immokrediten - bei einer persönlichen Bankrotterklärung nicht annulliert.

Der "burger flipper with ph.d." ist bei unabhängigen Finanzanalysten wie Karl Denninger http://market-ticker.org/ oder Mish Shedlock http://globaleconomicanalysis.blogspot.com schon lange ein geflügeltes Wort.

So wie die Immokredite wurden und werden auch die Studienkredite von den Banken verpackt, in Tranchen geschnitten und weiterverkauft.
Dazu ganz passend gehört die Bildung, zusammen mit Lebensmittel und Energie, zu den Kostenfaktoren, die aus der Kerninflationsrate ausgeklammert sind.
Womit klar ist, welchen Aussagewert diese Statistik hat (anhand derer Renten, Sozialhilfe etc. berechnet werden...) - keine.

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Andreas Rolfes 26.03.2011, 13:27
3. sind unwichtig

Zitat von juergenpf
Na ja, ein Bildungssystem das überwiegend nur noch Juristen, BWLer, Politologen, Soziologen, ... andere ...logen produziert sollte sich nicht wundern, wenn die Wirtschaft keine Verwendung dafür hat. Die Jobs gehen nach Indien, China etc. Deren Bildungssysteme fokussieren stärker darauf, die MINT Fächer (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) zu pushen. So ist das halt mit Investitionen: mit der Gieskanne und ohne Steuerung fördert man das Unkraut genauso wie die Nutzpflanze.
Als angehender Politikwissenschaftler frage ich mich natürlich, woher diese Fixierung auf die MINT-Fächer kommt.
Möchte da einfach nur wer die Einstiegsgehälter auf das Niveau von Historikern drücken? Oder ist tatsächlich der Bedarf da? (An einem Industriestandort, der seine Industrie weder mit Strom aus Kernenergie, Kohle noch Gas versorgen will.)
Aber natürlich sind Juristen, BWL und besonders alle X-logen unwichtig. Weil Techniker so viel Ahnung von Gesetzen, Wirtschaft und sonstigen gesellschaftlichen Zusammenhängen haben.
Ausdifferenzierung und Arbeitsteilung braucht der gebildete MINT-Absolvent natürlich nicht.

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xtraa 26.03.2011, 14:00
4. Selbst schuld...

... wenn wir die Unis zum outgesourceten Trainee-Programm der Wirtschaft verkommen lassen und dafür auch noch Geld bezahlen, anstatt was zu bekommen =) So eine dämliche Bevölkerung muss man sich erst mal heranzüchten, das ist schon eine Leistung.

Und ich rede nicht von den USA, sondern auch und vor allem Deutschland.

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fritzyoski 26.03.2011, 14:26
5. Duennbrettbohrer

Zitat von Andreas Rolfes
Als angehender Politikwissenschaftler frage ich mich natürlich, woher diese Fixierung auf die MINT-Fächer kommt. ... Aber natürlich sind Juristen, BWL und besonders alle X-logen unwichtig. Weil Techniker so viel Ahnung von Gesetzen, Wirtschaft und sonstigen gesellschaftlichen Zusammenhängen haben. .
Natuerlich brauchen wir Duennbrettbohrer die sich Gedanken ueber den Kruemmungswinkel von Bananen machen. Oder mehr Juristen die Verordnungen erlassen um die Wirstschaft auszubremsen.
Ja, Politikwissenschaftler auch gaaanz wichtig! Warum nicht gleich Einkaufen und Schminken studieren?

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madre 26.03.2011, 14:39
6. ...

Zitat von fritzyoski
Natuerlich brauchen wir Duennbrettbohrer die sich Gedanken ueber den Kruemmungswinkel von Bananen machen. Oder mehr Juristen die Verordnungen erlassen um die Wirstschaft auszubremsen. Ja, Politikwissenschaftler auch gaaanz wichtig! Warum nicht gleich Einkaufen und Schminken studieren?
Als Ingenieur finde ich es wirklich peinlich, wie wenig Ahnung Sie vom Leben haben. Sie kennen nicht annährend die Aufgabenbereiche derer, über die Sie hier so vom Leder ziehen.
Von wirtschaftlichen Zusammenhängen wollen wir hier gar nicht sprechen. Würde mich mal interessieren, wie Sie einen Betrieb rentabel halten wollen.

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DanT. 26.03.2011, 14:42
7. Überfluss

Zitat von Andreas Rolfes
Als angehender Politikwissenschaftler frage ich mich natürlich, woher diese Fixierung auf die MINT-Fächer kommt. Möchte da einfach nur wer die Einstiegsgehälter auf das Niveau von Historikern drücken? Oder ist tatsächlich der Bedarf da? (An einem Industriestandort, der seine Industrie weder mit Strom aus Kernenergie, Kohle noch Gas versorgen will.) Aber natürlich sind Juristen, BWL und besonders alle X-logen unwichtig. Weil Techniker so viel Ahnung von Gesetzen, Wirtschaft und sonstigen gesellschaftlichen Zusammenhängen haben. Ausdifferenzierung und Arbeitsteilung braucht der gebildete MINT-Absolvent natürlich nicht.
Juristen, BWLer und besonders alle X-logen sind nicht überflüssig, nur gibt es viel zu viele von denen. An Naturwissenschaftlern und Ingenieuren scheint es eher zu mangeln.

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spdf 26.03.2011, 14:44
8. re

Zitat von fritzyoski
Natuerlich brauchen wir Duennbrettbohrer die sich Gedanken ueber den Kruemmungswinkel von Bananen machen. Oder mehr Juristen die Verordnungen erlassen um die Wirstschaft auszubremsen. Ja, Politikwissenschaftler auch gaaanz wichtig! Warum nicht gleich Einkaufen und Schminken studieren?
Wer stellt den Mathematiker ein? Das höchste was die erreichen können ist bei einer Versicherung Risiken auszurechnen oder bei einem sonstigen Finanzdienstleister Risiken verschleiern. Ist natürlich super wichtig.
Bei Physikern ist das ähnlich. Was wollen sie mit einem Experten für Schwarze Löcher?

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priuskanada 26.03.2011, 14:49
9. Bitte geben Sie einen Titel für den Beitrag an!

Zitat von madre
Als Ingenieur finde ich es wirklich peinlich, wie wenig Ahnung Sie vom Leben haben. Sie kennen nicht annährend die Aufgabenbereiche derer, über die Sie hier so vom Leder ziehen. Von wirtschaftlichen Zusammenhängen wollen wir hier gar nicht sprechen. Würde mich mal interessieren, wie Sie einen Betrieb rentabel halten wollen.

rentabel? mit ings? das ich nicht lache .. ausser sie meinen keine deutschen ingenieure ;-) dann könnte ich zustimmen oder aber alles was vor 2000 die unis verlassen hat ..

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