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Jobstart: Berufswahl überfordert fast jeden zweiten Schüler
DPA

Jungen wollen Ingenieur werden, Mädchen Tierärztin - und die meisten haben keine Ahnung. Obwohl sie kurz vor dem Berufseinstieg stehen, zeigt eine neue Studie.

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peddersen 25.11.2014, 11:42
1.

Tja, so ist es nun mal. War bei mir und uns in den 70ern auch so. Das hat niemanden so wirklich interessiert, bis man sich gezwungenermaßen damit auseinandersetzen musste.

Da war das Moped, die Musik, die Mädels, die Gruppe und alles andere wichtiger.

Alles andere würde ich jetzt als unnormal empfinden.

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tbline67 25.11.2014, 11:47
2. Tja .. Dumm gelaufen!

So ist das, wenn man den Jugendlichen an der Schule Spezialwissen eintrichtert. Es ist mehr als traurig, dass Schulen auch diesem Bildungsauftrag nicht mehr gerecht werden können. Aber in Zeiten wo man sogar für die Ausbildung im Hotelfach lieber Abiturientinnen einstellt.... Na gut das Beispiel hinkt, da es hier ja nur um die Aushebelung des Jugendarbeitsschutzes geht. Dennoch, wenn man sich so in den Betrieben umhört wollen diese doch meist höchstqualifizierte Schulabgänger, die zwar meist nicht praktisch arbeiten können, aber dafür beste Kenntnisse der Experimentalphysik haben. Super !

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imlattig 25.11.2014, 11:56
3. wenn man...

weiss was heute ein studium an unterhalt fuer die eltern kostet, dann weiss man
wer hier nur studieren kann: die kinder der besserverdienenden. daran aendert
auch ein bafoeg nichts. die huerden sind zu hoch und den maximalen bafoeg-
betrag erreichen nur die wenigsten. die kinder aus prekaeren verhaeltnissen muessen dann noch zusaetzlich fuer geringes geld irgendwo schuften

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hesse 25.11.2014, 11:58
4. Empfehlung

Da keiner Altenpfleger werden will, sollte man auf die große ortsnahe Nachfrage und die guten Verdienstmöglichkeiten aufmerksam machen. Modeberufe verlieren mit der Zeit auch ihre Attraktivität.

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static2206 25.11.2014, 11:58
5. Schüler haben in der Regel keine Ahnung

das ist kein Vorwurf, aber ich denke fast alle waren während der Schulzeit zuhause. Mussten sich keine Gedanken um die Zukunft machen, nicht ums Geld usw. Das ändert sich dann schnell wenn wir ins kalte Wasser geworfen werden. Rechnungen bezahlen müssen und öfters mal von der kalten Welt brutal niedergeschlagen werden. Mich würde nämlich mal interessieren wie die befragten Schüler in 5 Jahren antworten werden, wenn sie Arbeitslosigkeit und auch mal finanziell schwere Zeiten durch machen mussten. Ich denke dann wird Sicherheit und Geld auf Platz 1 und 2 stehen.
Und hier muss angesetzt werden. Schule sollte nicht nur Wissen vermitteln sondern auch auf die Welt vorbereiten. Man muss mehr Praktika und Schnuppertage in verschiedene Berufe bringen. Man muss den Unterricht abwechslungsreich gestalten, damit die Schüler während ihrer Entwicklungsphase vielleicht auch ihre Talente entdecken können. Aber unser Schulsystem basiert auf der Grundlage uns zu auswendiglernenden Fachidioten zu erziehen.

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zudummzumzum 25.11.2014, 11:58
6. Berufswahl ist überbewertet

Von meinen Eltern, Onkels und Tanten hat niemand bis zur Rente in seinem gelernten Beruf gearbeitet. Ich bin in meinen 30 Jahren Berufsleben jetzt im dritten. völlig neuen Betätigungsfeld gelandet. Warum setzen wir unsere Kinder einem derartigen Druck aus, indem wir so tun, als sei die erste Entscheidung irreversibel? Machen nicht auch Arbeitgeber allzu leicht den Fehler, zu stark auf die Formalqualifikation und zu wenig auf Interessen und Neigungen zu schauen? Können sich diese Interessen nicht auch noch mit 25, 35 oder 45 ändern?

Wir brauchen keine Praktika, sondern wir brauchen Leute, die den Mut haben, sich auf Unbekanntes einzulassen und die Kraft, auch mal eine Durststrecke durchzustehen und nicht gleich die Ausbildung abzubrechen, wenn sie weniger Spaß als gedacht macht. Zumal, weil sich die Berufe ja auch ändern.

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derigel3000 25.11.2014, 11:59
7.

Na, mal wieder nur die Abiturienten im Blick?

Was ist denn mit den Jungs, die Automechaniker werden wollen, den Mädels, die Fotografin sein möchten?

Aber da die Industrie ja heute am liebsten studierte Maurer hätte, ist klar, dass die Kids mit den einfachen Berufswünschen nicht mehr wissen, was sie machen sollen. "Ich will aber gar nicht studieren, aber jeder meint, ich muss das. Was soll ich denn jetzt tun?"

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Flying Rain 25.11.2014, 12:03
8. Hm

Ich hatte zu meiner Schulzeit (Realschule) schon viele Praktikas gemacht innden Ferien oder gejobt in den verschiedensten Branchen (auf eigene Faust) und mir so schon ein Bild davon gemacht was mir Spaß macht und wo man später auch ein gutes Einstiegsgehalt hatt....viele meiner Freunde auch, ( bei mir ist die Wahl auf Industriemechaniker gefallen -> 3000B sind für den Anfang ( ich hab letzten Winter ausgelernt) an sich schonmal gut) warum andere so planlos sind erschließt sich mir selten....vielen fehlt die Initiative, weswegen die Schulen in der Richtung mehr fördern sollten

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cabeza_cuadrada 25.11.2014, 12:05
9. Bafoeg + kleiner Nebenjob

Zitat von imlattig
weiss was heute ein studium an unterhalt fuer die eltern kostet, dann weiss man wer hier nur studieren kann: die kinder der besserverdienenden. daran aendert auch ein bafoeg nichts. die huerden sind zu hoch und den maximalen bafoeg- betrag erreichen nur die wenigsten. die kinder aus prekaeren verhaeltnissen muessen dann noch zusaetzlich fuer geringes geld irgendwo schuften
reciht natürlich aus wenn man nicht gerade darauf besteht in München zu studieren. Übrigens bekommen gerade Kinder prekaer beschäftigter Eltern den vollen Satz.

Es gibt meines Wissens nach kein Land wo man so "günstig" einen akademischen Abschluss erhalten kann.

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