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Journalistenschule: Der härteste Aufnahmetest - wie viel hätten Sie gewusst?
Getty images; Reuters; DPA

Wer an die renommierte Henri-Nannen-Journalistenschule will, muss das schwierigste Auswahlverfahren der Branche bestehen. Hier gibt es Tipps vom Altmeister Wolf Schneider - und den kompletten Wissens- und Bildertest aus dem vergangenen Jahr.

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Emderfriese 27.12.2015, 14:47
1. Hämburger

"...Eine nicht mitgebrachte bürgerliche Allgemeinbildung ist ein Handicap. ..."

Das scheint mir eher ein Handicap des Interviewten zu sein. Aber es macht deutlich, warum so sehr viele Journalisten "bürgerlich "schreiben - im Interesse der "Bürger"... die muss man sich allerdings vorstellen mit Zipfelmütze und Spieß: eben sehr "deutsch"-bürgerlich. Kein Wunder, dass die Medien immer wieder auf die heile Merkel-Welt hereinfallen. Ist ja eben eine Grundvoraussetzung für die Karriere, um anschließend "bürgerlich" gut situiert da zu stehen.

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eagle2014 27.12.2015, 15:31
2. Ausbildung!

Das Aufnahmeverfahren mag streng sein, die Ausbildung ist aber maximal zweitklassig. Nicht vergleichbar mit den Top J-schools in USA und UK.

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hmutt 27.12.2015, 15:40
3. Schneider

Schneider ist einer, der glaubt, zu jedem Thema seinen Senf dazu geben zu müssen. Und noch schlimmer, er glaubt auch noch er könnte! Einen größeren Selbstbeweihräucherer habe ich noch nie erlebt. Dabei war nicht viel mit ihm los, seine Auftritte bei der NDR-Talskshow waren schlecht vorbereitet und seine Texte flach und gestelzt. Wenn das guter Journalismus sein soll, nein danke.

Nein, Herr Schneider, Journalismus besteht nicht nur aus gedrechseltem Geschwätz. Die Leute merken recht schnell, wenn nichts dahinter steckt. Ein Journalist, der keine ordentliche Recherche hinbekommt, ist nichts wert und nur ein Blender.

Wer mal ein besonders schlechtes seiner Machwerke lesen möchte, sollte sich mal seinen Schinken zum Titanic-Desaster aus der örtlichen Stadtbibliothek holen, bloß nicht kaufen, das ist keinen Cent wert. Jede zweite Zeile offenbart seine Überheblichkeit und Ignoranz gegenüber dem Thema. Zum Thema Seefahrt hatte er nicht das geringste Wissen, verkaufte Gerüchte und immer wieder angeführte und längst widerlegte Behauptungen (z.B. blaues Band) als Tatsachen. Aber das ist eben genau, was er immer war, ein überschätzter Klatschreporter. Aber den Boom nach dem Titanic-Film von '97 konnte er sich ja nicht entgehen lassen und wollte mit einem billig und eilig dahin geklatschten Büchlein noch schnell Kasse machen.

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1berliner_ 27.12.2015, 15:42
4. harte Auswahl oft umsonst

In der Berufswelt zählt dann oft weniger die Qualifikation als die Kontakte. Beispiel Zdf Moderator und ehem. Chefredakteur der heute Sendung. Er hat bekanntlich nie das journalistische Handwerk an einer Hochschule gelernt..

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rmny 27.12.2015, 15:52
5. Antiquiert

Es ist geradezu erschrecken, dass der Spiegel im Jahre 2015 immer noch auf so antiquierte Verfahren zur Auswahl seiner Mitarbeiter baut. Wir sind in einem Zeitalter das Eigeninitiative, Intelligenz und grosse Flexibilitaet verlangt, auch im Journalismus. Dieser Strebertest kann diese Qualitaeten hoechstens ansatzweise in einem Bewerber identifizieren. Und leider sieht man an der Qualitaet der Berichterstattung auf SPON, dass die ganze Muehe wohl oft fuer die Katz war, weil sich der Inhalt nur selten mit der NY Times, Pro Publica oder anderen grossen Publikationen alter Schule die neue Werte fuer sich entdeckt haben messen kann.

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tailspin 27.12.2015, 16:48
6. Nannens Qualitaets Masstaebe

Henri Nannen! War das nicht der, dem Kujaus Hitler Tagebuecher durchgeschluepft sind, und der behauptet hat, die deutsche Geschichte muesse neu geschrieben werden?

Wenn sich die Qualitaetsmasstaebe der Aufnahme verschaerft haben sollten, habe ich Zweifel, dass Nannen an seiner eigenen Journalisten-Schule angenommen worden waere.

Wenn nicht, dann kommt noch was auf die deutsche Leserschaft zu.

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kugelsicher 27.12.2015, 17:00
7.

Zitat von 1berliner_
In der Berufswelt zählt dann oft weniger die Qualifikation als die Kontakte. Beispiel Zdf Moderator und ehem. Chefredakteur der heute Sendung. Er hat bekanntlich nie das journalistische Handwerk an einer Hochschule gelernt..
Falls sie Herr Kleber meinen, der ist nicht Ex-Chefredakteur und Moderator der heute Sendung, sondern des "heute-journals",
eine kleiner aber feiner Unterschied wenn man schon versucht einen Journalisten zu kritisieren.
So hätten sie den Test jedenfalls nicht bestanden.

Und überhaupt, Artikel gelesen? Was sollte ein guter lieber nochmal studiert haben?!
Oder wollen sie etwa behaupten, dies hier sei keine gute Ausbildung bzw. reicht nicht zum Journalisten?

https://de.wikipedia.org/wiki/Claus_Kleber#Leben

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TS_Alien 27.12.2015, 17:12
8.

Es gibt viele Bereiche, in denen Halbwissen schlimmer ist als Nichtwissen. Daher ist Halbwissen keine Eigenschaft für einen guten Journalisten. Erst wenn man ein Thema selbst verstanden hat, kann man das Thema anderen vermitteln.

Die besten Berichte oder Reportagen werden immer noch von Fachleuten geschrieben. Die wenigsten davon (keiner?) waren auf einer Journalistenschule.

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wo_ist_all_das_material? 27.12.2015, 17:12
9.

Zitat von tailspin
Henri Nannen! War das nicht der, dem Kujaus Hitler Tagebuecher durchgeschluepft sind, und der behauptet hat, die deutsche Geschichte muesse neu geschrieben werden? Wenn sich die Qualitaetsmasstaebe der Aufnahme verschaerft haben sollten, habe ich Zweifel, dass Nannen an seiner eigenen Journalisten-Schule angenommen worden waere. Wenn nicht, dann kommt noch was auf die deutsche Leserschaft zu.
Das müssen Sie dem Mann schon nachsehen.
Manchmal sieht man ja, was man sehen will. Jemandem, der so klangvolle Sätze verfaßte wie "Und wie der Führer aus unserer innersten Mitte gleichsam als Verdichtung unseres ganzen Volkes wunderhaft heraufgestiegen ist, so hat er unser Volk wieder fest gegründet auf den unerschütterlichen Grund der Herkunft und des Blutes...", gehen beim Anblick vermeintlicher Devotionalien schon einmal die Pferde durch.
Nicht umsonst hat er ja allerlei Kritik auf sich gezogen

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