Forum: Leben und Lernen
Jugend-Studie: Das denken Teenager heute
Corbis

Was treibt junge Menschen in Deutschland gerade um? In der neuen Sinus-Studie geben sie Einblick in Themen wie Asyl, Sex und Handynutzung.

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viceman260 26.04.2016, 20:56
1. was ist denn das

für eine 'studie' ? ganze 72 jugendliche wurden befragt, die hälfte ostdeutschlands wurde nicht abgedeckt. wieso bitte bekommt solch eine stümperei derartige medienaufmerksamkeit? eine große jugendstudie mit 72 teilnehmern, was soll da bei rauskommen?

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Nabob 26.04.2016, 20:59
2. Die Gemütlichkeit des Verpupens

entweder bei den Eltern oder Hauptsache nicht allein.

Zeichen der zunehmenden Infantilisierung der Wohlstandskinder. So lange es geht auf dem Schoß sitzen. "Ich leide, also bin ich" - alles haben wollen und für nichts die Verantwortung übernehmen wollen.

Da waren für mich die jungen Leute der Vergangenheit, die sich mit ihren Eltern anlegten und die Welt erobern wollten, mit 18 Jahren weg waren von zu Hause, doch lieber.

Heute kommt mir das alles sehr verpupt vor.

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montecristo 26.04.2016, 21:06
3. Das können nur Gymnasialschüler gewesen sein...

Oft genug wissen die Schüler doch gar nicht was unter den Begriffen "Freiheit, Aufklärung, Toleranz und sozialen Werten" steht, sondern nur, dass diese positiv unterlegt sind. Also werden diese befürwortet.

Ohne Smartphone können viele gar nicht mehr leben, das stimmt. Bevor man denen dieses abnehmen kann, lassen die sich lieber die Hand abhacken.

Sex und Beziehung war nun schon immer großes Thema. Aber doch nicht nur bei Jugendlichen?

In Sachen Religion stelle ich nur immer wieder fest, dass die Meisten eigentlich gar nichts über ihre eigene Religion wissen. Unabhängig davon, welcher Religion sie angehören. Man "lebt" die vom Gesellschaftlichen Umfeld vorgelebten Konventionen und das war's.

Umweltschutz finden alle gut. Aber wehe man muss sich einschränken. Wie bei den meisten Menschen auf dem Planeten eben...

Das Staatsangehörigkeitsgefühl finde ich immer Interessant. Die Schüler meiner Klasse haben meist einen ausländischen Namen, deutschen Pass und deren Eltern oder Großeltern ausländische Wurzeln. Aber obgleich man in D geboren ist und das Land der Eltern kaum kennt, ist man nie Deutscher, sondern trotzdem Türke/Albaner/Russe etc. Warum das so ist konnte mir kein Schüler erklären. Auch meine Schlussfolgerung, dass sie dies eben von klein auf an eingeprügelt bekommen haben, wird nicht angenommen. Deutsch sein ist "uncool"!

Alles im allem ist es wie seit Jahrtausenden: Die Jugend ist anders. Nicht besser oder schlechter. Ist wohl ganz gut so.
Wenn ich mir was wünschen dürfte von der heutigen Jugend, dann wäre es mehr Ehrgeiz!

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klumpescheel 26.04.2016, 21:13
4. Werbung? Werbung!

Hoffnungsvoll habe ich auf den Link im Beitrag geklickt und wollte die Studie, die in einem anderem Beitrag schon für Diskussion gesorgt hat, mal im Orginal sehen.
Und was sehe ich? Statt bei einer Online-Materialie lande ich bei einem Verlag. Bitte kaufen Sie dieses Buch für 53,90 €...

Liebe Spiegel-Online-Redaktion. So geht das nicht! Es gibt in Zeitschriften seit jeher den guten Brauch, den redaktionellen Teil und den wirtschaftlichen Teil voneinander zu trennen. Das sollte auch im Internet so sein. Bei Spiegel-Online erwarte ich Nachricht und Meinung, die Werbung fein getrennt auf den Plätzen wo sie hingehört.
So wie Sie das gemacht haben müssen Sie sich fragen lassen, wieviel ihnen der Verlag (der ein renomierter ist) für die Plazierung gezahlt hat.

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HansHansGünther 26.04.2016, 22:08
5. Qualitative Studie

Lieber viceman260, wie im Text beschrieben handelt es sich um eine qualitative Studie. Das bedeutet, es stellt einen erheblichen Arbeitsaufwand dar, die Interviews sinnvoll und intersubjektiv nachvollziehbar auszuwerten. Bei solchen Studien sind kleine Fallzahlen also völlig in Ordnung. Es geht nicht darum, die Gesamtbevölkerung zu repräsentieren.

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seikor 26.04.2016, 22:26
6. naja, wollen wir mal froh sein...

... dass auf SPON überhaupt die Anzahl der befragten Jugendlichen genannt wird (auf ntv.de nicht!).

Nach welchem Verfahren diese "representativ" ausgewählt werden, würde mich schon interessieren. Klar ist, dass es bei Tiefeninterviews nicht so viele sein können.
Kurz abgeschätzt: 70 Jugendliche von 14-17, also etwa 17 Siebzehnjährige dabei. Davon sind etwa die Hälfte, also etwa 8 Jugendliche auf Gymnasien o.ä.
Hmmm. wenn ich mir aus der Oberstufe irgendwelcher Gymnasiums 8 Jugendliche herausgreife - klingt das rerpräsentativ? 1 bayerischer Schüler, 1 sächsischer, 1 berlinerischer Schüler usw.? Nicht mal alle Bundesländer?

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mkrein_01 26.04.2016, 22:30
7.

Sind da wirklich nur 70 Personen befragt worden? Ich kann doch wohl nur ein Druckfehler sein. Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass irgendjemand mit aus der Befragung einer egal wie zusammengesetzten Stichprobenauswahl ganzer 70 Personen ernsthaft irgendwelche Schlüsse für die Allgemeinheit ableitet. Genausowenig kann ich mir vorstellen, dass die aufmerksamen und kritischen Redakteure der gesamten Presse einen solch offesichtlichen Unsinn nicht erkennen und diesen Quark auch noch verbreiten. - ..oder sollte ich mich etwa doch täuschen?

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yo12 26.04.2016, 22:41
8. #4

Hallo klumpescheel,

Da haben Sie, glaube ich, etwas früheilig protestiert.

siehe

http://www.springer.com/cda/content/document/cda_downloaddocument/978-3-658-12532-5_Wie+ticken+Jugendliche+2016.pdf?SGWID=0-0-45-1559470-p179447875

Ich hab jedenfalls keine Probleme beim herunterladen gehabt.

lg.

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mkrein_01 26.04.2016, 22:45
9. Lieber HansHansGünther

das mag ja sein mit der qualitativen "Studie" und ja, das ist sicher viel Arbeit. Nur, was soll die Aussage einer solchen Befragung sein? Je nach Stichpronenauswahl kann da absolut jedes Ergebnis herrauskommen. Im Übrigen suggeriert der Titel dieser Meldung ja, dass dies repräsentativ sei. Zumindest haben also die Redakteure aller Zeitungs-onlineportale von taz über Süddeutsche bis Spiegel diese Befragung völlig falsch interpretiert.

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