Forum: Leben und Lernen
Jugendkultur Emo: Entdeck das Mädchen in dir

Sie tragen lange Haare, schminken sich, zeigen Gefühle. Die düster-kitschigen Emos sind die erste Jugendszene, in der sich Jungs an Mädchen anpassen. Sie stellen das Rollenmodell auf den Kopf, ernten dafür Spott und Unverständnis - und manchmal Schläge.

Seite 1 von 19
benny.lindström 11.03.2010, 10:14
1. ohne den artikel gelesen zu haben...

Zitat von sysop
Sie tragen lange Haare, schminken sich, zeigen Gefühle. Die düster-kitschigen Emos sind die erste Jugendszene, in der sich Jungs an Mädchen anpassen. Sie stellen das Rollenmodell auf den Kopf, ernten dafür Spott und Unverständnis - und manchmal Schläge.
Spiegel: du bist Jahre zu spät!
Emo & Emocore waren vorsätzlich um das Jahr 2004 rum 'Scene'. Mittlerweile ist Emo das geworden was früher als ich noch Teeny war die 12 jährigen Kiddiepunks mit Toten Hosen Shirts waren.
Emo an sich hat mit dem Ursprung aus Punk und Hardcore und der großen Bewegung die Anfang der 2000er aus den Staaten rübergeschappt ist nichts mehr zu tun, der Begriff ist entartet und entfremdet worden.

Beitrag melden
Quagmyre 11.03.2010, 10:47
2. Emo

Zitat von sysop
Sie tragen lange Haare, schminken sich, zeigen Gefühle. Die düster-kitschigen Emos sind die erste Jugendszene, in der sich Jungs an Mädchen anpassen. Sie stellen das Rollenmodell auf den Kopf, ernten dafür Spott und Unverständnis - und manchmal Schläge.
Das sind die abartigen Auswüchse des jahrelangen Gender-Mainstreamings und der allfälligen "Frauen sind besser"-Tiraden von Politik und Medien.

Beitrag melden
DerUngläubigeThomas84 11.03.2010, 10:52
3.

Grundsätzlich: AAAAAAAlt...
Die Jugend wird halt feminisiert und das eigentlich Schlimme ist, dass diese Jungen niemals Frauen bekommen werden, da eben doch etwas anderes gefordert wird als die männliche beste Freundin zu sein.

Aber ansonsten ist es beispielhaft für den feminisierten, pazifierten und wohlstandsverwöhnten "Weissen Mann".
Peinlich...

Beitrag melden
H. Hipper 11.03.2010, 11:07
4. Stimmt nicht .....ätsch

Was ist Marc Calmbach denn für ein "Jugendforscher"? Selbstverständlich ist ist "Emo" keinesfalls die erste Jugendbewegung, welche mit den klassischen Rollenmodellen spielt und diese (in Richtung Androgynität oder Feminität) stellenweise auflöst.

Wie in dem Artikel ganz richtig geschrieben wird, besteht Emo ja im Prinzip aus den Versatzstücken anderer Jugendkulturen. So gab es in den früher 80er Jahren bereits (u.a.) die "New Romantics" (aka "Blitz Kids") bei denen die Jungs ebenfalls durch aufwendiges Styling und die Verwendung von Make Up aufgefallen sind. Ich denke drastischer als "Boy George" hat bis heute kein Mainstream-Popstar äußerlich die Geschlechterrollen ad aburdum geführt - nicht mal Bill Kaulitz.

Beitrag melden
Haio Forler 11.03.2010, 11:40
5. .

Zitat von DerUngläubigeThomas84
Die Jugend wird halt feminisiert und das eigentlich Schlimme ist, dass diese Jungen niemals Frauen bekommen werden, da eben doch etwas anderes gefordert wird als die männliche beste Freundin zu sein.
Hauptsache, er bringt die übelich "social skills" mit. Dann reichts auch für ein Gespräch ;)))

Beitrag melden
Earendil77 11.03.2010, 11:42
6. sympathisch, aber trotzdem beknackt

Emo kratzt an der heteronormativen Matrix, das macht es sympathisch. Androgyner Stil und offene Gefühle - klar, dass das bei den verschiedenen machistischen (Sub-)Kulturen nicht auf Gegenliebe trifft.

Der Hass auf Emos ist schlicht ein Teil der Homophobie. Dabei spielt gar keine Rolle, wie die sexuellen Präferenzen der Gehassten konkret aussehen, entscheidend ist die Abweichung von akzeptierten Normen der Männlichkeit bzw. Weiblichkeit. Der Emo-Hass zeigt auch, wie stark die Geschlechternormen nach wie vor sind. "Alle reden vom neuen Mann" sagt da ein Jugendforscher. Alle? Das war doch immer nur eine kleine Minderheit, die eine Veränderung oder gar Auflösung der Geschlechterrollen auch von der männlichen Seite her anstrebte. (Sieht man ja auch hier im Forum zur Genüge.) Es macht allerdings Mut, dass nun endlich offenbar auch viele Männer bzw. Jungs keinen Bock mehr auf Männlichkeit haben, nachdem es jahrelang fast nur Frauen waren, die sich den ihnen zugedachten weiblichen Normen verweigerten. (Allerdings scheint sich grade bei den Frauen der Trend ja wieder umzukehren.)

Emo ist hauptsächlich ein Mittelschichtsphänomen, Emo-Hass und offene Homophobie allgemein eher bei der proletarischen Jugend zu finden (meinem Eindruck nach), was aber nicht erstaunen muss. "Unten" sind die Verhältnisse viel härter, der soziale Normendruck größer. Wem all das fehlt, worauf in der bürgerlichen Gesellschaft Selbst- und Fremdachtung aufbaut - Geld, Status, Bildung - der_die klammert sich eben an das, was vermeintlich niemand nehmen kann: Männlichkeit bzw. Weiblichkeit, deutsch/weiß (oder auch türkisch etc.) sein. Deshalb treten Homophobie und Rassismus "unten" meist offener zu Tage als "weiter oben", obwohl die jeweiligen Denkmuster auch dort vorhanden sind.

Zur Homophobie kommt beim Emo-Hass oft noch der Anwurf dazu, Emo sei ja nichts "authentisches", sondern zusammengewürfelt, Emos sind halt keine richtigen ... (beliebige Kategorie einsetzen). Gibt also noch einen Sympathiepunkt für's Ankratzen des Authentizitätswahns (der ja nur zur billigen Abgrenzung "wir echten gegen die anderen" dient und zum jahrzehntelangen innovationsfeindlichen Abnudeln der immer gleichen Soße führt, wie Rocker, Metaller und deutsche Cowboys zeigen). Der Sympathiepunkt ist aber wenigstens halb wieder weg, wo sich "echte Emos" von "falschen", von "Emo-Kiddies" und "Möchtegerns" abgrenzen oder gleich wie oben Benny Lindström in bestem altdeutschem Jargon von "entartet und entfremdet" schwadronieren.

Also, Emo ist in manchen Punkten sympathisch. Ansonsten ist es so bescheuert wie alle anderen Jugend- und Subkulturen auch.

Beitrag melden
Haio Forler 11.03.2010, 11:42
7. .

Zitat von DerUngläubigeThomas84
Die Jugend wird halt feminisiert und das eigentlich Schlimme ist, dass diese Jungen niemals Frauen bekommen werden, da eben doch etwas anderes gefordert wird als die männliche beste Freundin zu sein.
Nicht nur die Jugend. Wir sollten erst einmal ein paar Frauen aus den Schlüsselpositionen des Human Ressources in der freien Wirtschaft rauswerfen, dann würde anstatt gelabert auch wieder gearbeitet werden. Und aus netten Mitarbitern würden wieder fähige werden.

Die Sozialpädagoginnen und Psychologinnen mit Marketing-Abschluß dort richten oft mehr Schaden als Nutzen an.

Beitrag melden
o m dirk 11.03.2010, 11:51
8. ah ja

Sicherlich ist Ihnen, werte SPON, nur die eigentlich ja auch vernachlässigbare Jugendkultur der Gothics, einfacher: Grufties, entgangen. Ich meine, nach dem einen oder anderen Besuch einschlägiger Kulturveranstaltungen sagen zu können, dass sich dort auch reichlch geschminkt wird und die Geschlechtergrenzen auch verwischt sind.

Aber das macht weiter nichts, sind ja lediglich mittlerweile etwas über 30 Jahre, die da unterschlagen werden. Gemessen an rund 6 Milliarden Jahren Erdgeschichte ein Klacks.

Beitrag melden
Markus Heid 11.03.2010, 11:56
9. Ein Witz

Wie begrüßen sich Emos?
- Mit offenen Armen!


Selten eine Jugendbewegung gesehen, die innerhalb aller anderen Jugendbewegungen so unbeliebt gewesen ist, wie die Emos.

Beitrag melden
Seite 1 von 19
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!