Forum: Leben und Lernen
Jugendliche pflegen Eltern: Sorge und Scham
Getty Images

230.000 junge Menschen kümmern sich in Deutschland um ihre kranken Eltern. Der Einsatz überfordert viele - und prägt ihre Persönlichkeit.

Seite 1 von 5
rainerwäscher 27.01.2018, 09:52
1. Rentner pflegt

Das ist ein Problem, das nicht nur junge Menschen betrifft.
Kaum war ich in Rente und dachte, ich hätte nun Zeit zu reisen oder meine Kinder und Enkelkinder, die 800km entfernt wohnen, zu besuchen, wurde meine Mutter pflegebedürftig und erforderte meine Anwesenheit. Als sie dann ins Heim kam und mir diesbezüglich Vorwürfe machte, musste ich am Ort bleiben, weil sie dort täglich Probleme machte. Dieser jahrelange Stress wirkte sich auch auf meine Gesundheit aus.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Pfaffenwinkel 27.01.2018, 10:08
2. Als Seniorin

wird mir im Fall einer Gebrechlichkeit nur das Pflegeheim übrig bleiben, da meine Familie weder die Zeit noch den Platz haben, mich zu Hause zu pflegen. Davor graut mir.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
napoleonwilson 27.01.2018, 10:13
3. Verantwortung....

Was möchte der Author uns mitteilen ?

Ich finde es bewunderswert, wenn sich Kinder um Ihre Eltern kümmern.
Das erfordert eine hohe Opferbereitschaft.
Den meisten Kindern sind Ihre Eltern gerade im Alter egal. Da wird schnell entmüdigt um ans Haus Vermögen ect zu kommen.

Sollte man lieber ein Auslandsseminar machen ?
Fur Kinder, die Ihre Eltern lieben stellt sich die Frage nicht. Die anderen haben etwas falsch gemacht.
Und das unser Staat die eigenen Bürger vergisst, ist leider nichts Neues.
Wir haben hier im schönen Deutschland ja keine Sorgen und Probleme.
Diese fähigen und verantwortungsvollen Abgeordneten benötigen 4 Monate zur Regierungsbildung.
Das sind die Probleme, an denen man ansetzen muss.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
stoffi 27.01.2018, 10:22
4. Das Problem ist nicht neu

In jeder Generation haben Kinder Eltern gepflegt. Heute bekommt man durch Dialonie und Karitas Hilfe, die es früher nicht gab. Natürlich muss man eigene Bedürfnisse einige Zeit zurück stellen und das auch das war schon immer so. Leider fehlt es heute vielen an Pflichtgefühl

Beitrag melden Antworten / Zitieren
chrismuc2011 27.01.2018, 10:31
5.

Entschuldigung, aber 20 und 25 Jährige sind keine Jugentlichen, sondern junge Erwachsene. Was aber an der Problematik nichts ändert.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
frank_n_furter 27.01.2018, 10:44
6. Ein Abgrund......

...zwischen Anspruch und Wirklichkeit herrscht in diesem Land bei so manchen Themen, aber ganz besonders beim Thema "Pflege". Unsere Erfahrung bisher: wenn die Alten erstmal im Krankenhaus gelandet sind, geht es senkrecht bergab. Keine Zeit, Vernachlässigung, nicht Mal richtig zu essen bekommen sie. Im Pflegeheim ist es nicht viel anders, individuelle Betreuung findet so gut wie gar nicht statt, auch da geht's nur bergab, auch da ist keine Zeit, das Essen zu verabreichen. Dennoch wagt man es kaum, Kritik zu äußern aus Angst, der bzw die Angehörige müsste es büßen. Nur eines funktioniert garantiert: die Erhöhung der Pflegestufe, so dass mehr Geld reinkommt, oft als Folge einer Vernachlässigung. Man ist allein gelassen, während in den meist kirchlichen Heimen so manche/r mit imaginärem Heiligenschein rumrennt.
Das Geldmachen mit dem Elend der Leute muss ein Ende haben! Pflege darf nicht profitorientiert organisiert werden!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
ludwig49 27.01.2018, 10:48
7. Wer seine Eltern liebt...

...ist zu vielen Opfern bereit, selbst wenn das eigene Leben ausgebremst wird. Und wenn es extrem wird, dann bezahlen die Kinder für die Eltern. Es liegt im Kalkül der Politik, den Sozialhaushalt zu entlasten und die Dinge so zu belassen wie sie sind.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
keinname100 27.01.2018, 10:54
8.

Wenn man pflegebedürftig ist, sind die Gesetze so, dass man viel zu wenig Hilfe bekommt. Natürlich sind die eigenen Kinder und Jugendlichen keine Pflegekräfte. Trotzdem machen sie es aus Liebe und wegen der Bindung. Und selbst ist man unter Umständen mehr oder weniger darauf angewiesen. Da muss man als Betroffener so gut es geht gegen steuern, was vielleicht manchmal unmöglich ist. Es ist schäbig, wie die betroffenen Familien hier im Stich gelassen werden.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
wahrsager26 27.01.2018, 10:57
9. Schlimm...

und wieder auch nicht! Natürlich sind es sehr bedauerliche Geschichten,aber eben Geschichten aus dem Leben.In unserer Hipphopp Gesellschaft kommt ja nicht mal mehr der Tod vor.Im Grunde müsste es umgekehrt sein...das nicht das Fittnesstudio das Maß der Dinge ist ( über das gesprochen wird!) sondern die aufopferungsvolle Nächstenliebe der Kinder zu ihren Eltern.Ausserdem: Was wäre die Alternative ? Die Eltern ihrem Schicksal zu überlassen? Noch etwas: wieviele Dachböden werden 'für meine Tochter' ( die da wohnen bleibt) ausgebaut? Da denken die Eltern über ihre Pflege nach,die Tochter eingeplant.In jungen Jahren hopst man durch die Welt, zählt keine Miete und später' kommt die Rechnung. Andere haben dann ihr Haus abgezählt,wiederum andere beginnen mit der Pflege! Das sind keine Einzelfälle! Danke

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 5