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Jugendliche und Mindestlohn: Das haben wir uns verdient
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Der gesetzliche Mindestlohn soll kommen - allerdings nicht für Praktikanten, Auszubildende und unter 18-Jährige. Ist das gerecht? Jugendliche und junge Erwachsene erzählen von ihren Jobs, ihrem Verdienst und worauf sie sparen, wenn sie können.

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daktaris 04.04.2014, 10:05
1. Lol

Äh... Nicht alles, was hinkt, ist ein Vergleich.
Der Mindestlohn soll dazu dienen, dass Menschen, die in Lohn und Brot stehen, mit ihrem Einkommen ein einigermaßen erträglich Auskommen haben.
Hier geht es nicht darum, dass sich von Hause aus gut situierte Teenager ein paar Euro nebenher verdienen, um sich ein neues IPhone zu kaufen.

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thomas.b 04.04.2014, 10:06
2. optional

Es ist ja wirklich zu hoffen, dass das Ausbeuten damit endlich wirksam eingeschränkt wird. Es kann nicht sein, dass Geschäftsmodelle nur deshalb funktionieren, weil Menschen sittenwidrig behandelt werden.

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imZweifel-richtig 04.04.2014, 10:08
3. ist den meisten egal, woher die Kohle kommt

"Lehrjahre sind keine Herrenjahre" - klingt furchtbar altmodisch, ist aber eine wichtige Erfahrung, die der Sozialisation dient.
Wichtig dürfte den meisten ohnehin weniger der Lohn, sondern die Konsumfähigkeit sein. Also Hauptsache Smartphone, Klamotten und Urlaub, egal wer's bezahlt.

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volker_morales 04.04.2014, 10:09
4. Nicht gerecht, aber sinnvoll!

Für Jugendliche sollte die Schule und die Ausbildung absolut im Vordergrund stehen. Ein zu hoher Lohn wäre ein falscher Anreiz, diese zu vernachlässigen. Allerdings sollte auch sichergestellt werden, dass Azubis nicht als billige Hilfskräfte ausgebeutet werden und für ihre Ausbildung nichts getan wird. In diesem Punkt müssen die Arbeitgeber strenger überwacht werden, da es leider viele schwarze Schafe gibt.

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ärgerhochzwei 04.04.2014, 10:10
5. Schön Sie arbeiten für sich

Bei Kindern aus Hartz IV Familien sieht das anders aus, die arbeiten für die Allgemeinheit, alles was Sie verdienen wird auf den Hartz IV Satz der Familie angerechnet. Dies ist führt zu einem Steuersatz von mindestens 80%, von dem was die Kinder verdienen. Damit wird Kinderarbeit in Deutschland staatlich unterstüzt und sogar gefordert. Es ist im Prinzip ein ganz einfacher Sachverhalt, das Einkommen der Kinder wird vom Staat eingezogen und somit ist es für das Kind eine Steuerlast, schließlich ist das Geld weg. Es gibt bestimmt schlaue Leute die mal ausgerechnet haben wieviel Geld hier von den Kindern für den Staat erarbeitet wird. Ich vermute mal es ist weniger als ein Steuerfahnder im Jahr an Gewinn für den Staat generieren würde.

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Erweller 04.04.2014, 10:11
6.

Die Probleme der Friseur-Azubine kann ich durchaus verstehen. Allerdings haben wir da halt das Problem, dass die Leute wenig zahlen wollen und der Friseur aus diesen Einnahmen die Azubine entlohnen soll.
Die Bürokauffrauazubinen allerdings verstehe ich gar nicht. Die 750 € sind in der Branche (btw.: quch bei den Banken) völlig normal und - wenn man die Fehlzeiten wegen Berufsschule und die Einarbeitungszeiten - die ja auh den Einarbeiter Zeit kosten - mehr als angemessen.

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kein_gut_mensch 04.04.2014, 10:14
7. Genau

Zitat von daktaris
Äh... Nicht alles, was hinkt, ist ein Vergleich. Der Mindestlohn soll dazu dienen, dass Menschen, die in Lohn und Brot stehen, mit ihrem Einkommen ein einigermaßen erträglich Auskommen haben. Hier geht es nicht darum, dass sich von Hause aus gut situierte Teenager ein paar Euro nebenher verdienen, um sich ein neues IPhone zu kaufen.
Da schließ ich mich an. Das hier hat nichts mit der Diskussion um den Mindestlohn zu tun. Als Auszubildender 5Euro die Stunde zu bekommen find ich vollkommen OK. Und auch die anderen Teens die hier aufgeführt sind wurden wohl zu lange verwöhnt. Ich denke das jeder einen Anspruch auf einen Mindestlohn hat aber diese Fälle dienen wohl kaum dafür um eine ernsthafte Diskussion darüber zu führen.

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Jikja 04.04.2014, 10:15
8. Wie war es 1983?

Vor 31 Jahren haben wir als Schüler mindestens 10,-DM (ca. 5,-€) und als Studenten 15,- DM die Stunde verdient. Gratuliere unserer Gesellschaft, vor allem den Politikern und Arbeitgebern wo wir heute angelangt sind!
1,-DM von 1983 entspricht von der Kaufkraft heute ca. 1,-€.

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gysc 04.04.2014, 10:16
9. Find ich okay

Meiner Meinung ist es völlig ok, dass diese Gruppen ausgenommen sind. Schließlich sind vor allem Schüler ungelernte Arbeitskräfte und sollten nicht gleich bezahlt werden, wie gelernte Arbeitskräfte. Azubis ebenfalls. Ich kann mir aber durchaus vorstellen, dass bei Langzeitarbeitslosen die Motivation fehlen wird, 6 Monate lang günstiger zu arbeiten, wobei dies eventuell auch gerechtfertigt ist, da sie länger aus dem Beruf raus sind. Persönlich würde ich für 8,50€ nicht einmal das Bein aus dem Bett strecken. Ist immer noch viel zu wenig. Aber jeder kann ja durch Weiterbildung mehr Gehalt erreichen, anstatt bei der Mindestgrenze festzuhängen :)

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