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Jung-Akademiker im Glück: Ich studiere, also bin ich erfolgreich
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Die beste Versicherung gegen Arbeitslosigkeit: ein Studium. Zehn Jahre nach ihrem Abschluss ist nur ein Prozent der Akademiker ohne Job, zeigt eine aktuelle Studie. Zufriedenheit gibt es obendrauf - und viel Geld für jene, die das richtige Fach studiert haben.

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makrosoft 24.07.2013, 18:27
20. Einkommen

Klar kann man langfristig von einem Studium profitieren durch ein höheres Einkommen. Aber nicht vergessen: Studium bedeutet Einkommensverzicht für ca. 3 bis 6 Jahre und ist gleichzeitig mit einigen Kosten verbunden. Dadurch relativiert sich das ganze.

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xehris 24.07.2013, 18:29
21. Studium lohnt oft nicht

Zitat von E0Neun
erkennt die Widersprüche. Nur vier Fünftel verdient das, was bei dieser Ausbildung normalerweise der Fall sein solle, d.h. nur 80% von denen kriegt einen ihrer Ausbildung gemäßen Job. Das ist miserabel.
Viele akademische Jobs sind zudem schlecht bezahlt. Z. B. verdient ein Assistenzarzt im extrem anstrengenden 3-Schichte-Dienst mit Nachdiensten und Wochenendarbeit und bei einer 60 Stundenwoche im Krankenhaus nicht viel mehr als 2000 Euro netto, Rechtsanwälte liegen oft noch weit darunter.

Auch viele Ingenieure sind keineswegs mit ihrer Bezahlung zufrieden.

Die Bezahlung der Akademiker in Deutschland ist in den meisten Fällen zu gering und unterscheidet sich wenig von den Gehältern, für die man kein Studium benötigt.

Ein Studium lohnt sich nur in wenigen Fällen. Nach einer Studie am ehesten für Mediziner, aber auch diese flüchten zu Tausenden ins Ausland, wo sie bessere Arbeitsbedingungen/Bezahlung vorfinden.

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pattymarcy 24.07.2013, 18:32
22.

Es stellt sich doch die Frage – wie bei jeder Statistik – nach den Hintergründen der Befragung: wer hat die Fragebögen ausgefüllt, was waren die Fragen, und so weiter...
In diesem Artikel steht nichts über die Berufsgruppen oder Fächer, die die Befragten studiert haben.
Darüber hinaus handelt es sich um Absolventen von 2000/2001. Ich fände eine Studie über die Berufseinstiegsmöglichkeiten von Absolventen heute sehr viel interessanter! Ich denke, dass dort andere Ergebnisse zu erwarten wären...

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xehris 24.07.2013, 18:35
23.

Zitat von makrosoft
Klar kann man langfristig von einem Studium profitieren durch ein höheres Einkommen. Aber nicht vergessen: Studium bedeutet Einkommensverzicht für ca. 3 bis 6 Jahre und ist gleichzeitig mit einigen Kosten verbunden. Dadurch relativiert sich das ganze.
Wer eine betriebliche Ausbildung macht, verdient oft schon mit 16 Jahren ein ganz ordentliches Gehalt/Ausbildungsvergütung. Wer studiert, dem fehlen 10 Jahre Verdienst und oft müssen auch noch Bafög-Schulden zurück gezahlt werden bzw. die Eltern haben einen großen Teil ihres Vermögens für das Studium der Kinder ausgeben müssen.

Während Leute mit betrieblicher Ausbildung nicht selten schon mit Ende 20 ihr eigenes Haus bauen, fangen Akademiker in diesem Alter oft gerade an Berufserfahrung zu sammeln.

Die Akademikergehälter müssten deshalb eigentlich viel höher sein, als üblich in Deutschland, als Entschädigung für den hohen Ausbildungsaufwand.

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5Minute 24.07.2013, 18:39
24.

Zitat von dr.haus
Man kann es wohl noch so oft wiederholen,Sie (Medienleute) begreifen es nicht.Vergleichen Sie doch nicht immer wieder Äpfel und Birnen: die 88tsd brutto des Humanmediziners machen wg. der Freiberuflichkeit oder im Angestelltenverhältnis ca. 3tsd netto aus, ebensoviel wie beim Gymnasiallehrer-im Staatsdienst bei 49tsd brutto.Da bei der Verantwortung und wöchentlichen Std-Belastung von 60-70 u. mehr -kein Arzt dafür mehr arbeiten mag,ausser die KV hat ihn ins Hamsterrad gepresst, wandern viele aus -dafür kommen dann die Ukrainer u.a.
Absolut korrekt.

Wie immer keine Aufschlüsselung der regulären wöchentlichen Arbeitszeit.
Und damit die Lehrer / Staatsbedienstete arm gerechnet werden, fällt der Netto Lohn unter den Tisch, sowie deren Pensionsanwartschaften.

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severus1985 24.07.2013, 18:40
25. Ich als Akademiker sehe das nicht so rosig

Zitat von Inuk
Ich hoffe der SPON behält recht. Ich hatte mit 33 Jahren meine Familie gegründet, ohne Studium. Mein Sohn 30, Diplom in Mathematik und Physik, promoviert in zwei Jahren zum Doktor der Physik und verdient netto 1.700 Euro. Hoffentlich kann er die Ernte einfahren. Ich habe mit 14 Jahren mein erstes Geld verdient.
Sehr guter Beitrag.
Ich bin 28, habe meinen Dr. in der Tasche und arbeite in der biologischen Forschung. Ich verdiene nicht annähernd so viel wie im Beitrag erwähnt. Ich mache meinen Job gerne, überlege aber wegen der Arbeitsumständer umzuschulen. Dazu gehört, dass einem als Wissenschaftler die Familiengründung extrem schwer gemacht wird. Mein Vater hat auch mit 14 angefangen zu arbeiten, konnte mit einem alleinigen Verkäufergehalt eine Familie ernähren, hat Haus und Garten und reist durch die Welt. Ich lebe in einem WG-Zimmer. So sieht er aus, der Traum vom Akademikerleben...

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5Minute 24.07.2013, 18:46
26. ..

Zitat von xehris
Die Akademikergehälter müssten deshalb eigentlich viel höher sein, als üblich in Deutschland, als Entschädigung für den hohen Ausbildungsaufwand.
Eine weitere Absurdität in Deutschland, die mir dazu einfällt:
Bei der öffentlichen "Reichendeabatte" zählt nur das Einkommen (durch Arbeit), nicht der Besitz.
Als junger Akademiker wird man dadurch behandelt als wäre man reich. Dabei ist man ein armer Schlucker, dem es verwehrt wird, seiner Arbeit Früchte zu ernten.

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istdochallesnichtwahr 24.07.2013, 18:48
27. langsam nervts

Ist doch kein wunder wenn unsere Unis überlaufen sind und keiner mehr die "normalen" Jobs machen will. Für manche Berufe ist es zweifelsohne notwendig ein Studium zu absolvieren, aber die Universität als Allheilmittel für Freude im Job und gute Bezahlung hin zu stellen ist doch reichlich verklärt. Es gibt genauso das Gegenbeispiel, und da rede ich von mir, das man ohne Studium und sogar ohne Ausbildung locker nach 10 Jahren 60.000+ verdienen kann. Ich habe nach dem Abitur mit schlecht bezahlten Praktikas in der so viel gescholtenen Medienbranche begonnen und bin jetzt a) sehr zufrieden und b) ein sog. Besserverdiener. Was soll also all der Studien-Hype? Ich verstehe es nicht...

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federicodeaston 24.07.2013, 18:54
28. Man sollte nicht Äpfel mit Birnen vergleichen.

Es ist klar das man zu Anfang seines Berufsleben nicht viel verdient. Doch als Akademiker hat man deutlich bessere Aufstiegschancen als jemand mit einer Berufsausbildung und somit kann man mit Ende 30 schon doppelt soviel verdienen, wie jemand mit einer Berufsausbildung. Allgemeins sei auch gesagt, dass es klar ist das in versch. Fachbereichen verschieden gezahlt wird. Und es kommt auch darauf an wo man arbeitet. Außerdem ist man als Akademiker der etwas richtiges studiert, also keine Sozialwissenschaften, besser vor Arbeitslosigkeit geschützt als der Rest.

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xehris 24.07.2013, 18:55
29. Meisterbrief

Zitat von RioTokio
Wer nicht studiert hat es oft schwerer und verdient schlechter. Das sollten junge Leute wissen und sich entsprechend in der Schule anstrengen.
Das stimmt nicht ganz. Handwerk hat immer noch goldenen Boden und Handwerksmeister beste Berufsaussichten. Der Meisterbrief ist neuerdings einem Studiumabschluss gleichgestellt.
Handwerksmeister haben oft bessere Jobchancen als Akademiker, verdienen gut, vor allem ist die Möglichkeit der Selbstständigkeit sehr attraktiv.

Auf jeden Fall ist das Erlernen eines Handwerkes sinnvoller als das Studium eines Faches, dessen Berufsaussichten und Verdienstchancen zweifelhaft sind.

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