Forum: Leben und Lernen
Jung-Akademiker im Glück: Ich studiere, also bin ich erfolgreich
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Die beste Versicherung gegen Arbeitslosigkeit: ein Studium. Zehn Jahre nach ihrem Abschluss ist nur ein Prozent der Akademiker ohne Job, zeigt eine aktuelle Studie. Zufriedenheit gibt es obendrauf - und viel Geld für jene, die das richtige Fach studiert haben.

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tjivi 24.07.2013, 18:56
30. Als Akademikerin, die das GLÜCK hatte

Zitat von Inuk
Ich hoffe der SPON behält recht. Ich hatte mit 33 Jahren meine Familie gegründet, ohne Studium. Mein Sohn 30, Diplom in Mathematik und Physik, promoviert in zwei Jahren zum Doktor der Physik und verdient netto 1.700 Euro. Hoffentlich kann er die Ernte einfahren. Ich habe mit 14 Jahren mein erstes Geld verdient.
sofort eine Stelle an der Uni zu bekommen, muss ich sagen: Der Beitrag von Hern Inuk kommt der Realität wohl deutlich näher. Schon damals bekam kaum einer meiner Kommilitonen eine Stelle, und heute wird es noch schwerer.

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xehris 24.07.2013, 19:03
31.

Zitat von 5Minute
Als junger Akademiker wird man dadurch behandelt als wäre man reich. Dabei ist man ein armer Schlucker, dem es verwehrt wird, seiner Arbeit Früchte zu ernten.
Wenn man nicht gerade Abkömmling der höheren Kaste ist und Papa die entsprechenden Beziehungen, hat man es eh schwer einen lukrativen Jobs zu ergattern, von dem man gut leben kann. Da sollten sich alle jene, die nicht aus begüterten Verhältnissen stammen, keine Illusionen machen.

Ohne Vitamin B läuft in Deutschland kaum etwas. Die wirklich guten Jobs gehen "unter der Hand" weg.

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Micael54 24.07.2013, 19:06
32. Gefährliche Falle

Hier lauert eine gefährliche Falle. Richtig, 24jährige Studienabsolventen kommen leicht als ungelernte Kräfte in Unternehmen unter. Zum Beispiel in Marketingabteilungen und Werbeagenturen. Da sitzen dann junge Germanisten, Historiker und Soziologen vor dem PC und sind stolz darauf, dass sie cool und kreativ die Preise in einem 200seitigen Baumarktkatalog aktualisieren dürfen. Oder dass sie die Bilder der Sommerstühle des Möbelkatalogs gegen Bilder von Winterheizungen austauschen dürfen. Zwischendurch dürfen sie laienhafte Pressemeldungen formulieren oder nutzlose Flyer layouten. Oder unverständliche Texte für die Website schreiben. Oder eine langweilige Firmenzeitschrift redigieren. Oder ein Sozialpädagoge darf ergebnislose Wirtschaftsstudien durchführen (die Unternehmen, die sich darauf verlassen, ruinieren können). Wehe, sie müssen sich dann mit 30 oder darüber einen neuen Job suchen. Dann sieht’s finster aus. Gegen einen **tüchtigen** Werbekaufmann, der sich spezialisiert und vielleicht noch zum Fachwirt weitergebildet hat, haben sie dann schlechte Karten. Es ist ein großer Unterschied, ob man nur ein Papier hat oder ob man wirklich etwas kann.

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Inuk 24.07.2013, 19:11
33. Abschlüsse

Zitat von istdochallesnichtwahr
Ist doch kein wunder wenn unsere Unis überlaufen sind und keiner mehr die "normalen" Jobs machen will. Für manche Berufe ist es zweifelsohne notwendig ein Studium zu absolvieren, aber die Universität als Allheilmittel für Freude im Job und gute Bezahlung hin zu stellen ist doch reichlich verklärt. Es gibt genauso das Gegenbeispiel, und da rede ich von mir, das man ohne Studium und sogar ohne Ausbildung locker nach 10 Jahren 60.000+ verdienen kann. Ich habe nach dem Abitur mit schlecht bezahlten Praktikas in der so viel gescholtenen Medienbranche begonnen und bin jetzt a) sehr zufrieden und b) ein sog. Besserverdiener. Was soll also all der Studien-Hype? Ich verstehe es nicht...
Ich glaube kaum, dass heute noch Karrieresprünge wie beispielsweise vom Fliesenleger zum Arbeitsminister möglich sind.
Um ganz nach oben zu kommen, müssen schon Abschlüsse von entsprechenden Hochschulen vorgelegt werden. Das sind nämlich die Abschlüsse, die meistens Kinder reicher Eltern, die elitäre Privatschulen besuchen durften, vorlegen können.
Trotzdem wünsche ich Ihnen für Ihre Zukunft alles erdenklich Gute.

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krautrockfreak 24.07.2013, 19:15
34. Ich bin froh,

dass ich mit 27 noch ein Studium an einer FH beginnen konnte (dank eines Stipendiums) und verdiene nun einigermaßen gut und habe einen sicheren Job als Ingenieur.
Ich beobachte aber bei uns in der Firma, wie immer mehr Immigranten eingestellt werden aus aller Welt. Die Wirtschaft schürt das Märchen der knappen Resource "Akademiker" um die Einwanderung bei der Politik durchzudrücken und um die Gehälter tief zu halten. Jeder Immigrant ist aber für mich ein "Konkurrent", denn wenn immer mehr kommen und für realtiv wenig Geld arbeiten, wissen wir, wohin das führt...

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Matthias1988 24.07.2013, 19:17
35. optional

es fällt mir wirklich schwer die Zahlen insb. für Wirtschaftswissenschaftler zu glauben. Den Rest kann ich schwer beurteilen halte ich aber für realistischer.
Vermutlich haben nur diejenigen wahrheitsgemäß geantwortet die erfolgreich sind und der Rest hat die zweite Umfrage entweder nicht ausgefüllt, oder gemogelt.

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rattentier@gmx.de 24.07.2013, 19:21
36. optional

Es ist halt fraglich was für einen Job die jungen Leute mit Studium bekommen. Wie war das it unbezahlten Praktika am laufenden Band? Die zählen auch nicht zu den Arbeitslosen. Das ist Schönfärberei was hier passiert.

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TS_Alien 24.07.2013, 19:25
37. .

Zitat von dr.haus
Man kann es wohl noch so oft wiederholen,Sie (Medienleute) begreifen es nicht.Vergleichen Sie doch nicht immer wieder Äpfel und Birnen: die 88tsd brutto des Humanmediziners machen wg. der Freiberuflichkeit oder im Angestelltenverhältnis ca. 3tsd netto aus, ebensoviel wie beim Gymnasiallehrer-im Staatsdienst bei 49tsd brutto.Da bei der Verantwortung und wöchentlichen Std-Belastung von 60-70 u. mehr -kein Arzt dafür mehr arbeiten mag,ausser die KV hat ihn ins Hamsterrad gepresst, wandern viele aus -dafür kommen dann die Ukrainer u.a.
88000 Euro brutto sind als Angestellter wesentlich mehr als 3000 Euro netto. Während 49000 Euro brutto als Lehrer in etwa 3000 Euro netto sind, wovon aber noch die PKV und alle Ausgaben für den Beruf bestritten werden müssen, also eher 2500 Euro netto übrig bleiben. Wenn man schon vergleicht, dann richtig. Und dann sollte man auch nicht vergessen, dass es bei Lehrern keine Witzpromotionen gibt.

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IT dude 24.07.2013, 19:38
38. Eigenverantwortung

Die Aussage der Studie (unabhängig der Repräsentanz) ist einfach: diejenigen, die geantwortet haben, sind weitestgehend beschaeftigt, zufrieden und verdienen überdurchschnittlich. Was gibt es daran zu kritisieren? Jedem steht, bei entsprechender Befähigung, die Möglichkeit frei, sich zu entscheiden, welchen Weg zu gehen, wo zu studieren, zu leben und zu arbeiten. Wenn Einkommenserwartungen an einem Ort nicht erfüllt werden, und das wichtig ist, dann wird umgezogen. Genauso mit dem Job. Und wer alles dies nicht will, und mit 16 erstes Geld verdienen möchte, trifft auch eine Entscheidung und sollte glücklich damit leben. Was ist nicht verstehe, sind einige der Kommentare, die nichts mit dem Artikel zu tun haben. Jeder ist seines Glücks Schmied.

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lanre 24.07.2013, 19:38
39.

Zitat von makrosoft
Klar kann man langfristig von einem Studium profitieren durch ein höheres Einkommen. Aber nicht vergessen: Studium bedeutet Einkommensverzicht für ca. 3 bis 6 Jahre und ist gleichzeitig mit einigen Kosten verbunden. Dadurch relativiert sich das ganze.
Naja, Sie sind kein Akademiker oder? Wenn doch bitte nochmal den Mathekurs besuchen. Den Einkommensverlust hat man nach ca. 10 Jahren weg, danach "macht man mehr". Ein Studium lohnt sich immer.

Und generell macht es natürlich einen Unterschied was man studiert, auch für das Gehalt und genauso kommt es irgendwann dazu, dass man nicht mehr das macht wofür das Studium einen ausgebildet hat. Kleines Beispiel: 20 Jahre nach ihrem Ingenieursstudium sind sie 3 mal befördert wurden und Chef für den kompletten Entwicklungsbereich. Ihre Arbeit besteht nun aus Budgetplanung und Führungsaufgaben. Darauf sind sie natürlich nicht vorbereitet worden und arbeiten nun fachfremd. Ganz schlimm sowas, wirklich...

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