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Junge Deutsche mit Migrationshintergrund: "Ich kenne Özils Gefühl"
Joy Kröger

Sie sind hier geboren, aufgewachsen - und haben doch manchmal das Gefühl, nicht dazuzugehören: junge Menschen mit Migrationshintergrund über ihren Blick auf Özils Rassismusvorwürfe.

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mens 24.07.2018, 17:05
10. 2018?

Ich lese den Artikel und frage mich ernsthaft ob man jetzt erst anfängt zu überlegen, was in einer ständig zurückgewiesene Person vorgeht. NATÜRLICH entwickeln sich Trotz, Abwehrreaktionen und Ghettoisierung. Und dann ist es zu spät. Ein Großteil der Kopftücher, Erdogan-Anhängerei und Macho-Subkultur sind Ausdruck dieser Gefühlslage. Und haben nichts mit besonderer Heimatliebe oder Frömmigkeit zu tun. *Ihr habt meinen Vater Kanake genannt? (Und er hat‘s mitgemacht). Mit mir nicht.* Daher scheinen die Folgegenerationen schlechter integriert. Henne oder Ei ist trotzdem nicht die Frage. Beide Seiten bauen da Mist. Dass Herr Özil mit einem Diktator in die Kamera grinst hat mit diesem Thema NICHTS zu tun.

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mol1969 24.07.2018, 17:07
11. Das wird sich wohl nie ganz ändern

Ich kann die im Bericht gezeigten Menschen verstehen, mache ihnen jedoch nicht viel Hoffnung. Niemand unterscheidet nach dem Pass, sondern der erste äußere Eindruck ist entscheidend. Und da sieht man eben auch nach mehreren Generationen sofort einen Unterschied.
Nicht falsch verstehen: Mit einer Wertung hat das nichts zu tun, ein Schwarzer oder Türke ist genauso ein guter oder schlechter Mensch wie ein Deutscher. Aber so leid es mir tut: Zumindest in meiner Generation (bin knapp 50) wird von der großen Mehrheit nur ein Abkömmling von Deutschen als Deutscher angesehen, aber nicht ein Zuwanderer mit erworbenem deutschen Pass.
Vermutlich ändert sich diese Einstellung mit den jüngeren Generationen, aber die Âlteren denken da nicht mehr um.

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ein Deutscher im Ausland 24.07.2018, 17:08
12. Sorry, ich verstehe den Hintergrund nicht,

denn zu glauben das man mit einem Migrationshintergründ nun mal nicht auf seinen Migrationshintergrund qualifiziert wird ist Weltfremd. Wer als Migranten etwas anderes wüscht muss dann auf einen anderen Planeten ziehen, da ist es vielleicht anders, denn

als ich z.B. als Deutscher lange Jahre im Ausland (Afrika und arabische Welt) gelebt habe, war ich eben auch der „Ausländer“. Damit muss man sich abfinden Das ist nun mal so, jemand der in einem Land etwas anderes verkünden will unterliegt einem Irrglauben!

Und ps. Es kommt noch härter, man ist dann zum einen der Ausländer im „neuen“ Land und im Ursprungsland auch der Ausländer. Denn da gehört man auch nicht mehr zur Gesellschaft.

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harwin 24.07.2018, 17:08
13. Wer im Kopf noch Ausländer ist bleibt Ausländer

Wer im Kopf noch Ausländer ist bleibt Ausländer im Kopf. Das Problem von vielen diese Menschen ist sie sind zu sehr mit ihrer Herkunft beschäftigt und fühlen sich als Ausländer. Meine Frau kommt auch aus dem Ausland, sie fühlt sich seit ihrem 10 Lebensjahr hier in Deutschland als Deutsche. Sie hatte nie das Problem als Ausländer gesehen zu werden. Es ist halt einfach ein psychologisches Problem, und wer dann auch mit Deutschen in den Biergarten oder Disco geht wird auch nicht mehr so gesehen. Viele diese Menschen bleiben unter ihresgleichen und wundern sich das es so ist. Einfach nur ein Integrationsproblem.

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supermoser 24.07.2018, 17:08
14. Große Chance

So sehr das alles jetzt erstmal irritiert, manche vielleicht aufwühlt oder andere provoziert,- es liegt eine große Chance in der ganzen Angelegenheit. Die Chance nämlich, selbstkritisch mit eigenen Verhaltensmustern umzugehen und diese auf den Prüfstand zu stellen. Wenn Deutschland da jetzt wirklich weiter kommen möchte,- nicht nur auf den DFB und Fussball bezogen-, muss man ganz offen und ehrlich die ganzen innergesellschaftlichen Ressentiments ansprechen und nach Lösungen suchen. Vorausgesetzt natürlich, dass man das überhaupt möchte. Und dazu sollten wir alle uns fragen, was für eine Gesellschaft wir wollen. Wie viel Integration möchten wir und wie gestalten wir das. Wie deutsch muss jemand sein/werden, um „anerkannt" zu sein. Im Guten wie im Schlechten. Wie viel nicht „typisch Deutsches" sind wir dabei bereit zu tolerieren? Was heisst das eigentlich, deutsch sein?

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muebbing 24.07.2018, 17:08
15. Wäre schön auch mal zu hören. Ich bin Deutscher ...

das ist etwas, was mir schon seit Jahren fehlt, gerade bei vielen Deutschen mit türkischem Hintergrund.
Einfach mal klipp und klar zu sagen... Ich bin Deutscher.
Kein Deutsch-Türke, oder Deutscher mit Migrationshintergrund oder was auch immer.
Nach 3 Generationen in Deutschland wird es an der Zeit, heimatliche Gefühle zu entwickeln und nicht immer zu sagen. Die Deutschen wollen uns nicht.
Was ein Quatsch.
Steht zu Eurer Geschichte aber steht endlich dazu, Deutsche zu sein.
Keine Ausreden mehr!!!
In dieser Hinsicht beneide ich Amerika. Die Menschen die dort einwandern und das erste Mal auf die amerikanische Flagge schwören, sind stolz darauf Amerikaner zu sein und nichts anderes als Amerikaner.
Wann höre ich von unseren eingewanderten Mitbürgern, dass sie stolz sind Deutsche zu sein?
Nicht immer dieses Gejammere, man wäre nur Bürger 2.Klasse.
Jeder der mit dem Herzen hinter diesem Land steht, bekommt seine Chance, oder kann sie sich erarbeiten.

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frater~nemo 24.07.2018, 17:11
16. Sommerloch stopfen?

SPON will unbedingt einen "Gesellschaftsbruch" offenlegen und diesen dann der bösen ("biodeutschen") Mehrheit in die Schuhe schieben. Schuldig des Rassismus, der Ignoranz, der Teilnahmslosigkeit etc. ...und dafür wird das Özil-Theater hochgejazzt, bis es zur Farce verkommt. Schon mal daran gedacht, "an der Basis" nachzuhorchen, was im Miteinander alles gut und selbstverständlich ist? Das "deutsche türkische" (deutsche) Ehepaar, die Arbeitskollegen in den Betrieben, der gemeinsame Kleingartenverein etc.? Mit dieser hysterischen Rassismus-Hexenjagd wird jedenfalls kein integrativer Beitrag geleistet. Das ist Bild-Niveau von links.

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schnabelnase 24.07.2018, 17:17
17. Ich verstehe diese Beiträge nicht mehr.

Was hat das alles mit Özil zu tun? Haben diese innerhalb dieses Beitrages befragten Menschen mit Migrationshintergrund zig Millionen Follower im Internet und haben diese Reichweite gezielt dafür genutzt per Fotoshooting Wahlkampfhilfe für einen Diktator zu leisten, sind dafür - völlig zu recht - kritisiert worden und sind dann beleidigt gewesen? Kennen sie also deshalb Özils Gefühl? Worum geht es hier eigentlich noch? Das zeigt, dass - egal, was man anstellt - die Rassismuskeule immer noch perfekt funktioniert.

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tonalum 24.07.2018, 17:17
18. endlich haben wir ein Sommerthema

Ach ja, wir leben in einem so schrecklichen Land. Voller Hetze und Intoleranz. Keiner ist willkommen.
Das alles ist schlimmer als Trump, Menschenrechtsverletzungen, Kriege, Naturkatastrophen.
Wir müssen endlich auf alle geschundenen der Welt zugehen und sie zu uns einladen.
Nehmt sie in den Arm. Tröstet sie. Nährt sie. Wir sind ja so schuldig.
Zum Verstämdnis: Integration bedeutet nicht, das der Handballclub sich mal eben in einen Fußballclub verwandelt, nur weil ein neues Mitlied das so gerne hätte. Der Neue muß Fußballspielen oder sich eben einen neuen Verein suchen.

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Freidenker10 24.07.2018, 17:18
19.

Aber das Özil Euch alle für seine persönlichen Verfehlungen missbraucht kommt keinem in den Sinn?! Ich persönlich habe Özil rein sportlich genauso kritisiert ( als Mitläufer ) wie jeden anderen Nationalspieler auch der seine Leistung nicht bringt und das ist das normalste der Welt im Fußball! Die Alltagsanfeindungen die im Artikel beschrieben werden kann ich absolut nicht nachvollziehen und sind auch äußerst dumm, vielleicht sollten sie die betroffenen auch als solches abtun. Aber die Opferrolle wird die Menschen mit einem Migrationshintergrund nicht weiterbringen da bin ich mir relativ sicher! Ich selbst habe einen direkten Arbeitskollegen dessen Vorfahren aus der Türkei stammen, der aber "schwäbischer" und auch konservativer ist als ich selbst. Einzig seine immer extremer werdende Hinwendung zu seiner Religion ( Frau soll Kopftuch tragen ) heizt die Diskussion mit ihm an, aber das hat mit seinem Hintergrund nichts zu tun, denn da würde ich auch bei einem in der 200 Generation in Deutschland geborenen meine Meinung sagen weil ich das einfach äußerst Rückständig finde! Ansonsten würde ich allen Empfehlen die in Deutschland oder sonstwo in der Welt aufsteigen wollen in die Bildung ihrer Kinder zu investieren, denn ohne kommt auch kein "Bio"-Deutscher besonders weit...!

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