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Jungs als Bildungsverlierer: Wenn du denkst, du bist schlecht, dann bist du auch schl
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Jungs haben schlechtere Noten als Mädchen und besuchen seltener ein Gymnasium. Und Jungs, die das wissen, werden in Prüfungen noch schlechter. Bildungsforscher Martin Latsch erklärt im Interview, warum Klischees oft selbsterfüllende Prophezeiungen sind.

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muunoy 19.11.2013, 11:56
110. Das war früher noch anders

Zitat von avronaut
Obwohl ich Ihre These an sich in Frage stelle, haben Sie nicht berücksichtigt, dass Schulnoten über Hochschulreife oder nicht entscheiden und selbts wenn man das Abitur hinbekommt, entscheiden die Noten, was man studieren kann oder nicht.
Sorry, Sie haben Recht. Früher war das noch etwas anders. Da konnten zumindest die Jungs ihren Notendurchschnitt durch die Ableistung von Wehr- oder Zivildienst drastisch absenken. Diese Dienstzeit wurde als doppelte Wartezeit anerkannt. Auch ich hätte nach der BW jedes Fach an jeder Uni studieren können, habe mich aber für ein Fach ohne Beschränkung (Chemie) entschieden.
Und klar, ich bin ein Einzelfall. Früher spielten bei vielen Kollegen von mir Noten bei der Einstellung von Berufsanfängern tatsächlich noch eine Rolle. Aber aufgrund des Schmus der an Schulen und Unis betrieben wird, ändert sich die Denkweise da erheblich.

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dimetrodon190 19.11.2013, 12:01
111. Oh weh

Zitat von sysop
Jungs haben schlechtere Noten als Mädchen und besuchen seltener ein Gymnasium. Und Jungs, die das wissen, werden in Prüfungen noch schlechter. Bildungsforscher Martin Latsch erklärt im Interview, warum Klischees oft selbsterfüllende Prophezeiungen sind.
wenn man dieses Artikel liest denkt man nur, mehr Geld in die Bildung, kein Geld mehr in Bildungsforscher.

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muunoy 19.11.2013, 12:03
112. Kann nicht mit reden

Zitat von Dr.Fuzzi
In Ihrer Aussage ist durchaus viel Wahres enthalten. Leider ignorieren Sie die heutigen Bestrebungen der politischen Kaste der "natürlichen Leistungsträger", eine leistungsirrelevante Beschäftigungsquote zugunsten des weiblichen Geschlechts einzuführen. Sie heisst ja auch "Frauenqoute" und wird vermutlich mittelfristig zusätzliche zur Behindertenquote in die Personalplanung jedes Unternehmens ab 10 Mitarbeiter Einzug halten. Es steht ja mittlerweile schon in nahezu jeder Stellenausschreibung sinngemäß der Satz "Frauen oder Menschen mit Behinderung werden bei gleicher Qualifikation bevorzugt".
Sorry, ich kann da jetzt nicht mehr mit reden, weil ich inzwischen selbständig bin. Die Sprüche, die Sie hier aus Stellenausschreibungen zitieren, kenne ich so eigentlich nur aus dem öffentlichen Sektor. Und da geht doch sowieso alles nicht mit rechten Dingen zu.
"Frauen werden bei gleicher Qualifikation bevorzugt" wäre doch eindeutig ein Verstoß gegen das AGG. Ansonsten beachten Sie bitte, dass es bei der aktuellen Quote um Aufsichtsratsposten geht. Die schwachsinnige Quote kommt da doch nur, damit ein paar Politikerinnen später Warmhalteposten bei staatsnahen Konzernen bekommen können. Ich denke, solche Kindereien sollte man bei dieser Diskussion gar nicht berücksichtigen.
Ansonsten ist es vollkommen normal, dass Menschen auch wegen ihres Geschlechts im Job bevorzugt werden. Witzig ist nur, dass diese Chancen nicht genutzt werden. Ich bin im IT-Bereich tätig. Und jede Informatikerin würde einem Informatiker auch bei schlechterer Qualifikation bevorzugt werden, weil die Unternehmen halt gerne auch ein paar Frauen in der Belegschaft haben. Aber aus Mangel an Bewerberinnen bekommt dann schließlich doch wieder ein Typ den Job.

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magetasalex 19.11.2013, 12:11
113. Im Prinzip gibt es nur einen idealen Weg.

Zitat von Zitrone!
Was schlagen Sie vor? Stärker differenzierte Zeugnisse, aufgedröselt nach kognitiver Leistung im sprachlichen / künstlerischen / wissenschaftlich-technischen / mathematischen Bereich, körperlicher Leistungsfähigkeit und Gesundheit sowie Kopfnoten zu Sozial- und Lernverhalten sowie Fleiß / Ordnung / Pünktlichkeit? (Geschlecht und möglicher Migrationshintergrund sollten dabei natürlich unsichtbar bleiben!) Oder Abschaffung des Abiturs und Eingangsprüfungen zu allen Ausbildungs- und Studienzweigen, deren Kriterien vom Lehrpersonal festgelegt wird, nicht von irgendwelchen Bildungs"experten"?
Im Prinzip gibt es nur einen idealen Weg. 18 Jahre Einheitsschule für alle Erdenkinder ohne Abschluss und Schulzwang und Schulnoten. In dieser Zeit des Lernens entwickelt jeder Mensch Neigungen, die er dann fürderhin in einen Beruf umsetzen kann. - Das ist natürlich in unserer Welt nicht möglich.....sie muß selektieren, weil es nicht für 7,3 Milliarden Menschen Arbeit gibt.

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tdmdft 19.11.2013, 12:18
114. mehr Geld in die Bildung

kein Geld mehr in Bildungsforscher, wie hier gefordert, kann man nur unterstreichen. Jede Woche wird eine neue Sau durchs Dorf getrieben, Studien, die tivialitäten enthalten in die Welt posaunt mit nur einem Ziel, wieder eine bildungsreform zu beschliesen, die viele Leute beschäftigt, und dann natürlich wieder durch neue Studien untersuchen zu lassen.

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gatoalforno 19.11.2013, 12:44
115. Das ist genau die Logik ...

Zitat von marcus tullius cicero
Werden Frauen gewungen schlecht Bezahlte Beruf aufzunehmen? Und kann man nicht in jeden Beruf für höhere Löhne einstehen, man muss es halt tun!
nach der Mindestlöhne für Friseurinnen gefordert werden. Der Markt bedient sich nur der Resourcen. Und Friseurin oder Kindergärtnerin werden Traumberufe für Frauen bleiben, genauso wie Autoschlosser oder Manager oder Chefarzt mit einem 14 Stunden-Tag nie Traumberufe für die meisten Frauen sein werden.

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avronaut 19.11.2013, 12:52
116. Ja, klar, das musste kommen.

Zitat von arimahn
Vor allem wählen Männer keine derartig schlecht bezahlten Berufe wie Kindergärtner, wenn es sich vermeiden lässt.
Machen 'se mal die Augen auf. Wer leert bei Ihnen die Mülltonnen, kehrt die Straße?
Wer stirbt in Afgahnistan als Soldat?

- knapp 75 Prozent aller meldepflichtigen Arbeitsunfälle
- fast 90 Prozent aller Fälle von anerkannten Berufskrankheiten
- 82 Prozent bei den Arbeitsunfallrenten
- 97 Prozent bei den Todesfällen von Berufserkrankten

das alles betrifft Männer. Hört man nur nichts von in unser achso gleichberechtigten Gesellschaft.

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Ratzbär 19.11.2013, 12:57
117. Biss

Zitat von sysop
Jungs haben schlechtere Noten als Mädchen und besuchen seltener ein Gymnasium. Und Jungs, die das wissen, werden in Prüfungen noch schlechter. Bildungsforscher Martin Latsch erklärt im Interview, warum Klischees oft selbsterfüllende Prophezeiungen sind.
Im Unterricht (Mathematik) merke ich sehr oft, dass die Mädchen einfach "mehr Biss" und Ehrgeiz haben, sich besser konzentrieren können und über deutlich mehr Ausdauer verfügen.

Aber hier in Dtld. darf man ja von einem getrennten Unterricht für Jungs und Mädchen nur hinter vorgehaltener reden.

Alles stumpf gleichmachen - mit der Empathie einer Mörsergranate.

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magetasalex 19.11.2013, 12:59
118. Genau so ist es!

Zitat von tdmdft
kein Geld mehr in Bildungsforscher, wie hier gefordert, kann man nur unterstreichen. Jede Woche wird eine neue Sau durchs Dorf getrieben, Studien, die tivialitäten enthalten in die Welt posaunt mit nur einem Ziel, wieder eine bildungsreform zu beschliesen, die viele Leute beschäftigt, und dann natürlich wieder durch neue Studien untersuchen zu lassen.
Genau so ist es! Sinn und Zweck dieser Herrschafts-Taktik ist einzig und allein die Vorspiegelung, es könne für alle Menschen Vollzeitbeschäftigung und ein Auskommen geben, von dem alle gut leben können. Schuld an allem wirtschaftlichen Elend sei also letztlich das Bildungssystem, die Lehrer usw. Gäbe es ein perfektes Bildungssystem, hätten alle Arbeit und ein lebenswertes Auskommen.

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tvinnefossen 19.11.2013, 13:08
119. Ja, aber...

Zitat von magetasalex
Jeder kann natürlich zu diesen 450 Millionen aufsteigen, wenn er sich strebend bemüht, so wie ja jeder auch das Glück haben kann, einen Jackpot zu knacken. Und dem allumfassend herrschenden Weltwirtschaftssystem ist es völlig gleichgültig, ob das Frauen oder Männer sind. That's all.
Gut wenn ich Menschen nur als Humankapital einer globalisiert wirtschaften Welt betrachte, dann klingt das sehr nachvollziehbar.

Wenn ich aber annehmen möchte, daß Menschen Individuen sind, die ganz genau spüren wann Sie benachteiligt oder bevorteilt werden und die erkennen, was das für ihre Chancen und Träume bedeutet, so kann man diesen Einwand zwar leicht als Gefühlsduselei wegwischen, für viele bleibt er aber bestehen und ist der eigentliche Antrieb sich für oder gegen etwas zu engagieren.

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