Forum: Leben und Lernen
Jungs als Bildungsverlierer: Wenn du denkst, du bist schlecht, dann bist du auch schl
DPA

Jungs haben schlechtere Noten als Mädchen und besuchen seltener ein Gymnasium. Und Jungs, die das wissen, werden in Prüfungen noch schlechter. Bildungsforscher Martin Latsch erklärt im Interview, warum Klischees oft selbsterfüllende Prophezeiungen sind.

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kl1678 19.11.2013, 14:49
130. gleichheit

Zitat von spon
Latsch: Nein, auch wenn viele Kollegen das anders sehen. Es gibt meiner wissenschaftlichen Meinung nach Bereiche, für die Jungen und Mädchen unterschiedlich veranlagt sind. Davon sollte man sich aber nicht zu stark leiten lassen. Die Gemeinsamkeiten zwischen den Geschlechtern überwiegen, aber dort, wo es Unterschiede gibt, muss eine Gleichheit hergestellt werden - das ist Aufgabe der Schule.
Ich denke, dann sollte man zu pränatale Hormonbehandlungen und Gentherapien greifen.

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retmar 19.11.2013, 15:15
131.

Zitat von SasX
Der Schüler schrieb dazu: "Wie kann es sein dass meine Abiturnote davon abhängig ist, dass ich zum Ausdruck bringe, was für "niedere Tiere" wir Männer doch sind und was Frauen für "edle Wesen" sind, die uns doch in so ziemlich jedem Lebensbereich überlegen ......
Ist Ihnen bekannt, wie der junge Mann daraufhin bewertet wurde?

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rle 19.11.2013, 15:37
132. Quote ohne Rücksicht

Zitat von TRicKeY
...Bei der Quote für Grundschullehrer wurde unlängst gefragt ob man Frauen denn jetzt wohl ihre Kompetenz absprechen wolle, oder wie das denn wohl sonst gemeint sein könnte, dass man fordere mehr Männer an die Grundschulen zu holen. Stellen Sie sich mal vor, ein Mann hätte das bei der Diskussion um die Quote in DAX-Unternehmen gesagt. Der wäre gesteinigt worden, vor dem Reichstag...
Ihre Gegenüberstellung zeigt deutlich, wie haarsträubend die ganze Quotendiskussion ist:
Bei der Quote im Aufsichtsrat geht es schließlich um Pöstchen - das steht über Allem.
Bei der Quote für Grundschullehrer geht es hingegen "nur" um Kinder.

PS:
Ich halte JEDE Quotenregelung für Schwachsinn - sie löst keine Probleme.

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hjm 19.11.2013, 15:45
133.

Falls es noch keiner erwähnt hat: Man kann sich die Filme von Harald Eia über Geschlechter- und andere Ideologien gar nicht oft genug ansehen. Die haben immerhin in Norwegen eine kleine Revolution ausgelöst und die gröbsten Gender-Auswüchse in den Orkus gespült. Auf Youtube mit englischen und teilweise auch deutschen Untertiteln zu finden. Erzählt mit genau der Prise Humor, die den auftretenden Genderisten komplett fehlt. Was durchaus ein Hinweis ist, dass sie im Grunde wissen, dass an ihren Kruden Thesen nichts dran ist.

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arimahn 19.11.2013, 15:57
134.

Zitat von marcus tullius cicero
Werden Frauen gewungen schlecht Bezahlte Beruf aufzunehmen? Und kann man nicht in jeden Beruf für höhere Löhne einstehen, man muss es halt tun!
Natürlich wird niemand zu irgendwas gezwungen, aber Frauen neigen eher dazu ihren Beruf aus ideologischen Gründen zu wählen und sind dann auch mit schlechterer Bezahlung zufrieden. Wäre Kindergärtner oder Grundschullehrer besser bezahlt und etwas... prestigeträchtiger... hätte man ruck-zuck auch mehr Männer in diesen Berufen.

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Whitejack 19.11.2013, 16:01
135.

Zitat von TRicKeY
Nur wird die Diskussion nicht aufgerollt, sondern abgewürgt mit ewigem Verweis auf noch bestehende Unrechtmäßigkeiten in der Gleichbehandlung oder schlicht umgekehrten Argumenten: Bei der Quote für Grundschullehrer wurde unlängst gefragt ob man Frauen denn jetzt wohl ihre Kompetenz absprechen wolle, oder wie das denn wohl sonst gemeint sein könnte, dass man fordere mehr Männer an die Grundschulen zu holen. Stellen Sie sich mal vor, ein Mann hätte das bei der Diskussion um die Quote in DAX-Unternehmen gesagt. Der wäre gesteinigt worden, vor dem Reichstag.
So ein Quatsch. Erst vor einem Jahr hat Alexander Dobrindt, Generalsekretär der CSU, im Bild-am-Sonntag-Interview verlauten lassen, Mindestlohn und Frauenquote würden Deutschlands Wirtschaftsstärke ruinieren und auf das Niveau von Frankreich abfallen lassen. Empörte Reaktionen: Fehlanzeige. Und ja, Dobrindt sitzt in besagtem Reichstag.

Alexander Dobrindt und Patrick Döring: Kentert die Koalition - Politik Inland - Bild.de

Zitat von
Und das Programm der SPD wird dann noch ergänzt durch wachstumshemmende Vorschläge wie Mindestlöhne und Frauenquote – was man alles so braucht, damit in Deutschland das Wirtschaftswachstum auf französische Verhältnisse sinkt.

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Adolfrausch 19.11.2013, 16:11
136. Wozu sollen sich Jungen denn anstrengen ?

Im Zuge der Gleichberechtigung ist es doch nicht verwerflich, die traditionelle Haltung der weiblichen Bevölkerung anzunehmen, die in modifizierter Form besagt:
Entweder Du lernst etwas gescheites oder Du heiratest eine reiche Frau.

Und dank Frauenquote, sollte es ja in Zukunft bessere Chancen geben, eine gut bezahlte Frau zu finden.
Also was soll die Kritik -das ist vielmehr Evolution oder zu Deutsch - Anpassung an die Gegebenheiten.

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hjm 19.11.2013, 16:24
137.

Zitat von liliane66
Es tut mir leid, das dies die Männer nun auch ereilt .... Mädchen ... hübsch ... Technik – no way ...
Das Dumme ist die wie immer logisch stringente Vorgehensweise.

Man beobachtet, dass Frauen weniger verdienen als Männer. Da das nur an Diskriminierung liegen kann und keinesfalls an unterschiedlichen Lebensentwürfen, und falls doch, dann sind diese wiederum nur anerzogen, also weil es jedenfalls an irgendeiner Art von Unterdrückung liegt, muss man etwas dagegen tun, indem man Mädchen gezielt fördert. Aber wie?

Na, ganz einfach: indem man in der Schule die MINT-Fächer erst weniger gewichtet gegenüber den Sprachen und Geistenswissenschaften, und sie dann auch noch „verweiblicht“, also harte Fakten, Rechnen, Programmieren und Basteln durch weiches Gelaber, Diskutieren, Abwägen und Kommunizieren ersetzt.

Womit man die eigene Grundthese ad absurdum führt: Man fördert Mädchen dadurch, dass man die Schule auf ihre speziellen Bedürfnisse und Interessen zuschneidet, von denen man doch eingentlich behauptet, dass es sie gar nicht gibt.

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Blaue Fee 19.11.2013, 17:22
138.

Zitat von hjm
Na, ganz einfach: indem man in der Schule die MINT-Fächer erst weniger gewichtet gegenüber den Sprachen und Geistenswissenschaften, und sie dann auch noch „verweiblicht“, also harte Fakten, Rechnen, Programmieren und Basteln durch weiches Gelaber, Diskutieren, Abwägen und Kommunizieren ersetzt. Womit man die eigene Grundthese ad absurdum führt: Man fördert Mädchen dadurch, dass man die Schule auf ihre speziellen Bedürfnisse und Interessen zuschneidet, von denen man doch eingentlich behauptet, dass es sie gar nicht gibt.
Nee, nee, das liegt eher am angloamerikanischen System und nicht an uns Mädels. Sehen Sie sich mal die Science-Highschool-Bücher aus den letzten 10 Jahren an, da wird kaum was vermittelt, sondern nur die Oberfäche angekratzt. Experimente? Fehlanzeige. Beweise? Was ist das?

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Newspeak 19.11.2013, 18:14
139. ...

Die ganze Debatte um die angeblich fehlende Leistungsbereitschaft von Jungs wird von der Ignoranz offensichtlicher biologischer Einflüsse getragen. Dabei meine ich nicht genetische oder sonstwie vorhandene Unterschiede der Geschlechter, sondern den schlichten Umstand, daß die meisten Untersuchungen über die schulischen Leistungen sich vor allem auf die Zeiträume konzentrieren, in denen die Jugendlichen in der Pubertät sind. Ungeachtet eventueller kultureller Prägungen, die aber trotzdem wirksam sind, ist einfach erwiesen, daß sich in diesem Zeitraum massive Veränderungen im Körper und vor allem auch im Gehirn der Jugendlichen ereignen. Vielleicht wäre es besser, man würde mit dem ganzen Leistungsquatsch und dem ewigen gegenseitigen Vergleichen aufhören, weil es zutiefst ungerecht gegenüber dem Individuum ist. Während der eine Junge sich z.B. voll in der Pubertät befindet und naturgemäß andere Interessen und Probleme als Algebra hat, ist ein gleichaltriger Junge derselben Klasse vielleicht schon weiterentwickelt oder hinkt hinterher. Natürlich gehen unsere hevorragenden Bildungsexperten dann davon aus, daß man solche Individuen sinnvoll vergleichen könnte. Und dabei kommt der Quark raus, den man in einer sinnlosen Studie nach der anderen beobachten kann.

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