Forum: Leben und Lernen
Jungwähler: Diese Grafiken zeigen, warum ihr wählen müsst!
SPIEGEL ONLINE

Der Brexit, Donald Trump: Bei wichtigen Wahlen haben zuletzt immer die Alten bestimmt, wo es lang geht. Auch bei der Bundestagswahl könnte das passieren. Hier der Überblick, warum es auf jede einzelne U-30-Stimme ankommt.

Seite 1 von 10
newage85 16.09.2017, 17:13
1. Politikverdrossenheit

Ich bin jetzt 31 Jahre alt. Bei zwei Bundeswahlen habe ich abgestimmt. Bei Merkels erster Amtszeit CDU, vorher mal Die Linke, danach nicht mehr.

Ich werde auch bei dieser Wahl nicht wählen gehen.

Das hat veschiedene Gründe.

Mit den meisten Parteien habe ich lt. Wahl-O-Mat gerade so 40 bis 50 % maximale Übereinstimmung. Aber auch die aktuellen Themen treffen oft nicht meinen Nerv oder stellen sich mir ganz anders dar. Mir persönlich sind manch andere Themen viel wichtiger.

Parteien die mir sympatischer sind, sind leider oft auch unglaubwürdig. (z.B. SPD mit Hartz-IV, Pipeline-Lobbyismus, Rosneftkanzler, oder Die Linke, deren Stadtratsmitglied in Dreden auf Facebook äußerte Homosexualität sei keine Förderungsfähige Lebensweise in Bezug auf Zuschüsse zum CSD).

Des Weiteren bin ich für legale Sterbehilfe und die kontrollierte Abgabe von Cannabis an Erwachsene, weil ich viele Leute kenne die sterben wollen oder dank schädlichen Streckmitteln in ihren 30ern an Nierenkrebs sterben. Ich möchte einen wesentlich höheren und differenzierteren Mindestlohn und ein staatl. betriebenes Gesundheitssystem mit ausschließlich gesetzl. Versicherung. Ich will den Schuldenschnitt für Griechenland... Ein Studium muss kostenlos für alle qualifizierten Jugendlichen möglich sein... Die Liste geht ewig so weiter.

Parteien unzer der 5%-Hürde erhalten keine Sitze, sonst würde ich auch mal die Tierschutzpartei wählen.

Nun, was bleibt mir übrig als mich zu enthalten? Eigentlich nichts.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
mwroer 17.09.2017, 12:04
2.

Zitat von newage85
Ich bin jetzt 31 Jahre alt. Bei zwei Bundeswahlen habe ich abgestimmt. Bei Merkels erster Amtszeit CDU, vorher mal Die Linke, danach nicht mehr. Ich werde auch bei dieser Wahl nicht wählen gehen. Das hat veschiedene Gründe. Mit den meisten Parteien habe ich lt. Wahl-O-Mat gerade so 40 bis 50 % maximale Übereinstimmung. Aber auch die aktuellen Themen treffen oft nicht meinen Nerv oder stellen sich mir ganz anders dar. Mir persönlich sind manch andere Themen viel wichtiger. Parteien die mir sympatischer sind, sind leider oft auch unglaubwürdig. (z.B. SPD mit Hartz-IV, Pipeline-Lobbyismus, Rosneftkanzler, oder Die Linke, deren Stadtratsmitglied in Dreden auf Facebook äußerte Homosexualität sei keine Förderungsfähige Lebensweise in Bezug auf Zuschüsse zum CSD). Des Weiteren bin ich für legale Sterbehilfe und die kontrollierte Abgabe von Cannabis an Erwachsene, weil ich viele Leute kenne die sterben wollen oder dank schädlichen Streckmitteln in ihren 30ern an Nierenkrebs sterben. Ich möchte einen wesentlich höheren und differenzierteren Mindestlohn und ein staatl. betriebenes Gesundheitssystem mit ausschließlich gesetzl. Versicherung. Ich will den Schuldenschnitt für Griechenland... Ein Studium muss kostenlos für alle qualifizierten Jugendlichen möglich sein... Die Liste geht ewig so weiter. Parteien unzer der 5%-Hürde erhalten keine Sitze, sonst würde ich auch mal die Tierschutzpartei wählen. Nun, was bleibt mir übrig als mich zu enthalten? Eigentlich nichts.
Müssen Sie wissen, zumindest sind Ihre Gründe schlüssig. Sie vergessen allerdings Plan B: Zur Wahl gehen und den Stimmzettel ungültig machen.

Nur so wird Ihre Stimme erfasst und - wenn alle die so denken wie Sie das tun - auch bemerkt. Denn 15% ungültige Stimmen sind ein Signal an die Politik. 15% die zuhause bleiben nicht.

Von daher: Gehen Sie wählen und schreiben Sie einfach auf den Zettel 'Ihr seid alle dämlich', 'Kilroy was here' oder einfach ein großes X über den gesamten Zettel.

Unabhängig vom Alter - ich bin für eine Wahlpflicht.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
oldeisi 17.09.2017, 12:08
3. @newage85 - Doch!

Das kleinere Übel! Wählen ist wie Zähneputzen: macht mans nicht, wirds braun!!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
labuday 17.09.2017, 12:14
4. eine Jugend, die im Leben so gut wie nichts geleistet hat,

sich nicht mehr anstrengen will, auf ein leistungsloses BGE setzt, um nur ja ohne Aufwand die Träume vom Leben kostenlos umsetzen zu können soll unsere Zukunft bestimmen können ?
Sorry, ein Deutschland, das die jetzt Alten geschaffen haben in die Hände von nur wenigen Vernünftigen zu legen ?
Nur mit Waffengewalt.
Die sollen sich ihre eigene Welt schaffen - von mir aus in der Wüste Gobi - aber nicht hier.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
jeze 17.09.2017, 12:16
5.

junge Nichtwähler werden immer so interpretiert, als ob sie gerne das Gegenteil von dem hätten, was gewählt wurde. Diese Interpretation ist nicht schlüssig: es ist davon auszugehen, dass Nichtwähler mit dem einverstanden sind, was gewählt wird, andernfalls würden sie wählen gehen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Jolande9 17.09.2017, 12:31
6.

Kommentar 1 ist ein schönes Beispiel dafür, dass demokratische Wahlen ein Kompromiss sein müssen, für jeden Wähler. Und je ausdifferenzierter gesellschaftliche Milieus sind, je individueller die Lebensstile, desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit, dass alle eigenen Ansichten und Interessen durch eine Partei repräsentiert werden können, - das wäre ja ein Widerspruch. Und zB. eine Partei nicht zu wählen, weil irgendwo ein Abgeordneter sitzt der in einem Punkt eine andere Meinung vertritt als man selbst zeigt, dass man das Wesen demokratischer Wahlen nicht verstanden hat.
Wahlzettel ungültig machen oder eine Partei wählen die man vertreten könnte, die aber die 5% Hürde nicht schafft... oder eben einen Kompromiss anhand der eigenen Prioritäten schließen, das wäre eine prinzipielle Entscheidung FÜR die Demokratie.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
pascht 17.09.2017, 12:34
7. Nicht alles was hinkt ist ein Vergleich

Da, die Ausgaben für "Jung" und "Alt" gegenüber zu stellen ist eine Vorurteil behaftete Sicht welche die Kapitalisierung der Einkommen nicht berücksichtigt. Die "Alten" haben kein eigenes Einkommen mehr, sondern sich eine Anwartschaft auf Rente ein ganzes Leben lang erarbeitet mehr oder weniger. Rente ist also bereits "erdiente Leistung", wohingegen die Ausgaben für die "Jugend" ein "Vorschuss" des Staates auf erst noch zu "erdienende Leistung" ist. Das war in der Geschichte der Menschheit noch nie anders, rein aus biologischen Gründen des Alterns. Da muss man also so einiges Gegenrechnen um den Vergleich korrekt zu machen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Patrizier 17.09.2017, 12:34
8.

Zitat von newage85
Ich bin jetzt 31 Jahre alt. Bei zwei Bundeswahlen habe ich abgestimmt. Bei Merkels erster Amtszeit CDU, vorher mal Die Linke, danach nicht mehr. Ich werde auch bei dieser Wahl nicht wählen gehen. Das hat veschiedene Gründe. Mit den meisten Parteien habe ich lt. Wahl-O-Mat gerade so 40 bis 50 % maximale Übereinstimmung. Aber auch die aktuellen Themen treffen oft nicht meinen Nerv oder stellen sich mir ganz anders dar. Mir persönlich sind manch andere Themen viel wichtiger. Parteien die mir sympatischer sind, sind leider oft auch unglaubwürdig. (z.B. SPD mit Hartz-IV, Pipeline-Lobbyismus, Rosneftkanzler, oder Die Linke, deren Stadtratsmitglied in Dreden auf Facebook äußerte Homosexualität sei keine Förderungsfähige Lebensweise in Bezug auf Zuschüsse zum CSD). Des Weiteren bin ich für legale Sterbehilfe und die kontrollierte Abgabe von Cannabis an Erwachsene, weil ich viele Leute kenne die sterben wollen oder dank schädlichen Streckmitteln in ihren 30ern an Nierenkrebs sterben. Ich möchte einen wesentlich höheren und differenzierteren Mindestlohn und ein staatl. betriebenes Gesundheitssystem mit ausschließlich gesetzl. Versicherung. Ich will den Schuldenschnitt für Griechenland... Ein Studium muss kostenlos für alle qualifizierten Jugendlichen möglich sein... Die Liste geht ewig so weiter. Parteien unzer der 5%-Hürde erhalten keine Sitze, sonst würde ich auch mal die Tierschutzpartei wählen. Nun, was bleibt mir übrig als mich zu enthalten? Eigentlich nichts.
Sie schreiben, Sie hätten "mit den meisten Parteien" nur 40-50% Übereinstimmung im Wahl-O-Mat. Also gibt es doch auch welche, mit denen Sie eine höhere Übereinstimmung haben. Warum wählen Sie diese nicht?
Wenn ich Ihren Absatz lese, in dem Sie darlegen, was Sie wollen, dann sollten Sie eigentlich bei der Linken eine hohe Übereinstimmung finden. Ist die Äußerung eines Dresdner Stadtratsmitglieds über eine CSD-Förderung wirklich so wichtig, dass Sie dies davon abhält, eine Partei zu wählen, die den Großteil Ihrer Vorstellungen umsetzen möchte? Dann denke ich, Sie messen diesem Kommunalpolitiker (Hobbypolitiker) zu viel Bedeutung bei.
Wenn Sie jedoch bei Ihrem Standpunkt bleiben, keine Partei wählen zu wollen, dann sollten Sie zumindest vorgehen, wie mwroer vorschlägt. Das sage ich auch jedem unzufriedenen Nichtwähler. Eine hohe Zahl von ungültigen Stimmen ist auch ein Signal.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
schamot 17.09.2017, 12:36
9. Wir MÜSSEN Wählen

weil für jede Stimme 1€ aus Steuergeldern in der Parteikasse klingelt. Letztes Mal waren es noch 0,7€. Aber wenn man sich selbst bedienen kann dann doch bitte gleich eine Gehaltserhöhung um 30%.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 10