Forum: Leben und Lernen
Jungwähler in Mecklenburg-Vorpommern: "Warum wurden AfD und NPD nicht eingeladen?"
Lisa Meinen

Im September wird in Mecklenburg-Vorpommern gewählt - Parteien wollen nun Schüler für Politik begeistern. Doch die Veranstaltung an einem Gymnasium läuft anders als erwartet.

Seite 1 von 28
betaknight 01.08.2016, 11:22
1. Guter Artikel

Vielen dank für den Artikel. Ich finde es sehr gut wie er im Prinzip alle Probleme mit den Politikern widerspiegelt.
Zudem freut es mich dass die Jugend zu dem Thema doch weitaus kritischer ist als ich es bisher dachte.

Beitrag melden
Olaf 01.08.2016, 11:24
2.

Ja, das ist eine gute Frage.

War es nicht ein Kind, dass gerufen hat "Aber der Kaiser ist ja ganz nackt!"

Man wird niemanden dadurch überzeugen, dass man nicht mit ihm redet oder ihn ausgrenzt.

Beitrag melden
_Mitspieler 01.08.2016, 11:28
3. Hochmut kommt vor dem Fall

Die Schülerinnen und Schüler zeigen ein hohes Maß von Demokratieverständnis im Allgemeinen und von der Meinungsfreiheit im Besonderen. Frei nach dem Zitat: Ich lehne ab, was Sie sagen, aber ich werde bis auf den Tod Ihr Recht verteidigen, es zu sagen. Die Ignoranz der Mainstreamer mündet in Arroganz und von dort unmittelbar zum Ventil AfD. Die müssen selbst überhaupt nicht aktiv werden.

Beitrag melden
canUCme 01.08.2016, 11:31
4. In den Jugendorganisationen ...

... der sog. etablierten Parteien sitzen also Leute, die unseren Jugendlichen vorschreiben wollen, mit welchen politischen Strömungen in Deutschland sie überhaupt Kontakt haben dürfen. Mit dieser Art von Demokratieverständnis kommt man bei der heutigen Jugendgeneration nicht weit. Das ist eine Respektlosigkeit jungen Bürgern gegenüber und natürlich auch gegenüber dem ach so verhassten politischen Gegner. Stand heute sind NPD und AfD keine verbotenen Parteien in Deutschland. Ich würde den Jugendlichen schon zutrauen, dass sie sich selbst anhand der politischen Aussagen ein persönliches Bild machen können. Practice what you preach!

Beitrag melden
istvanfred 01.08.2016, 11:32
5.

Zitat von Olaf
Ja, das ist eine gute Frage. War es nicht ein Kind, dass gerufen hat "Aber der Kaiser ist ja ganz nackt!" Man wird niemanden dadurch überzeugen, dass man nicht mit ihm redet oder ihn ausgrenzt.
Aber dieses "Augegrenzt-Werden" erfährt die LINKE im Bundestag teilweise auch.
Sehr "demokratisch".......

Beitrag melden
HansGnodtke 01.08.2016, 11:35
6. Gut gemachte Reportage

der Autorin, der sehr deutlich macht, wie die etablierten Parteien immer noch versagen. Wer den bösen Populisten pauschal vorhält, sie hätten nur Parolen und einfache Lösungen anzubieten, darf nicht selber in Vereinfachung flüchten. Glaubwürdig ist der Kampf gegen "Rechts" erst dann, wenn die Herausforderung angenommen und der Konflikt offen ausgetragen wird. Aussperren ist Feigheit vor dem Feind und Kinder mit ihrem erfrischend naiven Gespür für Fairness merken das. Gratulation an die Autorin, die dies fein herausgearbeitet hat! Für die "Staatstragenden" gibt es wohl noch viel zu tun, wenn sie die nächste Generation nicht in grossen Teilen abschreiben wollen.

Beitrag melden
helle_birne 01.08.2016, 11:36
7. Bei den letzten Wahlen hat sich gezeigt,

dass die AfD auch unter den Jungwähler*innen erschreckend viele Anhänger*innen hatte; am schwächsten war sie erstaunlicherweise in der Altersgruppe ab 60. Hier wirkt sich offenbar die jahrzehntelange Bindung der älteren Wähler*innen an "ihre" Partei mal positiv aus. Von daher halte ich die Entscheidung der Vertreter*innen von Linksjugend, Grüner Jugend, Jusos und Junger Union, nicht mit AfD-Vertreter*innen zu diskutieren, für richtig: Man muss dieser Partei kein Podium auf dem Silbertablett servieren, erst recht nicht in öffentlichen Schulen vor einem Publikum, dass wegen seiner Jugend leider besonders anfällig für rechtspopulistische Parolen ist. Von daher war die klare Kante und die Ausgrenzung der AfD richtig!

Beitrag melden
dialogischen 01.08.2016, 11:36
8.

Berechtigte Frage, wieso die Beamtenparteien, die systematisch die Gewaltenteilung unterlaufen und die Führungspositionen unseres Gemeinwesens mit Gefolgsleuten besetzen (Gleichschaltung) die offene Diskussion mit anderen Parteien verweigern - zumal mit einer, die nicht verboten werden konnte, weil sie von der Regierung "geführt" wurde.

Demokratie erfordert die Anwendung von Artikel 137 GG - und die Wahl von Bürgern ohne Alimentationshintergrund.

Beitrag melden
rdexter 01.08.2016, 11:37
9.

Diese Schüler haben die Demokratie besser verstanden als die eingeladenen Politiker. Ich behaupte mal, es geht den Parteien einfach darum, keine Macht/Wähler zu verlieren, darum wollen sie möglichst wenig Konkurrenz.

Zitat: "In der AFD sitzen rechte A***". Ehm, hallo? sind rechte Parteien jetzt generell auszuschließen, linke aber nicht? *Kopfschüttel*

Beitrag melden
Seite 1 von 28
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!