Forum: Leben und Lernen
Juniorwahl: "Schüler wählen weniger extrem"
Kumulus e.V. 2017

Zur Bundestagswahl können Schüler ebenfalls ihr Kreuzchen machen - zumindest probeweise. Die Juniorwahl in den Schulen hat trotzdem Auswirkungen, bis hin zum Elternhaus, sagt Initiator Gerald Wolff.

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peterpeterweise 09.05.2017, 15:16
1. Weniger extrem?

Die letze Schülerwahl in Berlin hatte über dem Durchschnitt liegende Prozentzahlen für die Tierschutzpartei, Grüne, NPD, die Partei und die Piraten. Das fand ich schon ziemlich extrem.

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muellerthomas 09.05.2017, 16:19
2.

Zitat von Nobody X
aber es wundert mich nicht, dass Schüler weniger extrem wählen - die haben ja auch noch nicht jahrzehntelang gearbeitet und erlebt, wie ihre Steuergelder verbrannt werden und das Land im Gegenzug immer mehr verkommt.
man sind Sie verbittert. Leben Sie wirklich im gleichen Land wie ich?

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almeo 09.05.2017, 16:49
3.

Zitat von Nobody X
aber es wundert mich nicht, dass Schüler weniger extrem wählen - die haben ja auch noch nicht jahrzehntelang gearbeitet und erlebt, wie ihre Steuergelder verbrannt werden und das Land im Gegenzug immer mehr verkommt.
Oder vielleicht haben sie einfach noch einen optimistischen Blick auf die Welt und nicht jahrzehntelang Frust in sich hineingefressen, der dann an der Wahlurne und im SPON-Forum 'rausgelassen werden muss?

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spiegellesend 09.05.2017, 17:21
4.

Zitat von Nobody X
aber es wundert mich nicht, dass Schüler weniger extrem wählen - die haben ja auch noch nicht jahrzehntelang gearbeitet (...)
Im Artikel wird das Wahlverhalten von Schülern mit ERST- Wählern verglichen. Wo sehen Sie hier das jahrzehntelange Arbeitsleben?

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murksdoc 09.05.2017, 20:13
5. Versuchskaninchen

Ich bezweifle, dass in Bremen die Wählerkinder mit den gleich gewichteten Informationen über Splitterparteien, die AfD, die Linken oder von mir aus die NPD gefüttert werden (die ich alle nicht wähle, die aber Teilnehmer am legitimen demokratischen Entscheidungsbildungsprozess sind), wie über CDU und SPD. Das spätere Wahlergebnis ist dann kein Wunder. Und nicht nur das: im Mikrokosmaos der Schulen kann man studieren, wie man Wahlen in eine bestimmte Richtung manipu....schieben kann. Mein Kind würde ich dafür nicht als Versuchskaninchen hergeben.

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phrasendrescher 09.05.2017, 20:40
6.

Zitat von murksdoc
Ich bezweifle, dass in Bremen die Wählerkinder mit den gleich gewichteten Informationen über Splitterparteien, die AfD, die Linken oder von mir aus die NPD gefüttert werden [...] wie über CDU und SPD.
Wie gewichtet hätten sie denn gerne die Informationen über die Parteien? Jede gleich wichtig? Dann kommen sie vom Hundertsten ins Tausendste... (nur als Beispiel, dann dürfte man ja die Partei bibeltreuer Christen, die Grauen, die Pinken, APPD, MLPD, "die fahrradfreudigen Epikureer" usw... alle nicht besprechen) Oder lieber die "gängigen" Parteien einigermaßen abgebildet, da diese den größten Anteil an der politischen Tagesarbeit haben? Desweiteren werden sich die Leute, die sich selbst nicht in den klassischen Parteien wiederentdecken, nun aber die Werkzeuge zur politischen Information kennen, eventuell ihre Parteienwahl selbst erarbeiten können.
Selbst wenn die Schule nur einen kleinen Teil dessen abbildet, was die Politik hergibt, ist es dennoch besser als nichts. Und selbst wenn die Schüler eher zu den klassischen Parteien "motiviert", ist es besser als eine Generation von politisch desinteressierten Nichtwählern heranzuzüchten.
NobodyX mit seinem "aber es wundert mich nicht, dass Schüler weniger extrem wählen - die haben ja auch noch nicht jahrzehntelang gearbeitet und erlebt, wie ihre Steuergelder verbrannt werden und das Land im Gegenzug immer mehr verkommt" ist in Wahrheit bestimmt ein Personaler, der von den 24jährigen Studienabsolventen 10 Jahre Berufserfahrung fordert - dann haben die Erstwähler schon ihre Steuergelder verbrennen sehen :-)

Das Projekt im Allgemeinen finde ich großartig und wünschte mir, dass es so etwas zu meiner Schulzeit schon gegeben hätte.

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Miere 10.05.2017, 04:56
7. Schüler üben das Wählen ja auch am Klassensprecher.

Dessen Funktion hat mir nie irgendwer erklären können.
Man wählte dann halt immer entweder den Beliebtesten, oder den einzigen, der antrat.
Und genauso wählen doch Erwachsene auch mehrheitlich: nach Aussehen, Körpersprache, Auftreten, Stimme.
Warum man die Leute mit großem Aufwand zur Wahl scheuchen soll wenn sie eigentlich nicht wollen, das entzieht sich mir. Ist es nicht viel besser, wenn diejenigen, denen es wurstegal ist oder die sich mit Inhalten keinesfalls beschäftigen wollen, wenn die zu Hause bleiben?

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storchentante 10.05.2017, 05:15
8. wenn in bestimmte Richtungen

wie verhindern Sie bitte, den Einfluss der Medien auf die Jugendlichen. Die sind ausserhalb der Schule doch auch nicht taub und blind.Politische Bildung gehört auch in die Schule. und klar auch an den Frühstückstisch.

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Flying Rain 10.05.2017, 07:19
9. @storchentante

Eine gute Frage.... wenn man bedenkt dass viele junge Leute versuchen sich politisch so Mainstream wie möglich zu geben.
Wenn ich etwa heutzutage gerade in dem Bereich der Teenager etwa auf FB verlauten lassen würde dass ich für die Grünen bin aber(!) auch etwa diverse Teile der Programme der CSU oder gar der AFD gut finde was denken sie wie das Netz über die Person herreinbrechen würde? Der Schüler würde aufgrund der netten Vernetzung sogleich als Neonazi abgestempelt.
Eine ähnliche Situation habe ich von einem befreundeten Lehrer der an einem Gymnasium Sport unterrichtet geschiltert bekommen. Schüler hatt im Netz gepostet warum eigentlich nicht zwischen Kriegsflüchtlingen und WirtschaftsImmigranten unterschieden wird. Eine Frage die man stellen sollte. Die Reaktion der Schule im vorrauseilenden Gehorsam im Betug auf die Medien war vorhersehbar.
Was ich damit sagen will ist dass man von den Schülern noch weniger Ehrlichkeit erwarten kann als von Erwachsenen weil die heutige Schülerschaft ebenso auf Uniformität getrimmt wird. Zwar nicht von Lehrern oder ähnlichem sondern simpel und einfach vom Netz.

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