Forum: Leben und Lernen
Jura-Examen-Skandal: Geständnisse eines Richters
DPA

Richter Jörg L. gesteht, Examensklausuren an angehende Juristen verkauft zu haben. Detailliert beschreibt er vor Gericht, wie er sich die Referendare aussuchte, wie er "half" und was ihn antrieb.

Seite 3 von 4
Vanagas 07.01.2015, 14:22
20. . . . ja und weiter?

Was passiert mit denjenigen die den Richter bezahlten+ heute möglicherweise heute in verantwortlichen Positionen sitzen.
Ich erwarte einige Urteile in Zukunft gegen diese kriminellen Personen mit Haftstrafen bis zu 10 Jahren.
Hier muß hart+ streng aufgeräumt werden!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
micromiller 07.01.2015, 15:30
21. Die deutsche Juristerei hat eine schreckliche

nie gesühnte Geschichte und hat auch in der DDR ihre beugsame Qualität nachgewiesen. Das ganze System mit seinen 300+€ Stundengehältern und 2000 € Abmahnbriefen wird zusehend zur Gefahr unserer Demokratie. Wir gebrauchen eine Justizreform, die unter anderem vorsieht, dass Richter & Staatsanwälte und Anwälte sich im realen Leben bewehrt haben und auskennen, bevor sie auf die Bürger losgelassen werden.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
moistvonlipwik 07.01.2015, 15:46
22.

Zitat von eigene_meinung
sind die Regel, nicht die Ausnahme.
Sie können das sicher auch mit Substanz füllen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
chris74dd 07.01.2015, 16:26
23. @Nr. 16, PARANRW, belegen Sie bitte

vielleicht mit einem link oder so. Die seriöse Untersuchung würde mich interessieren, demnäch wären wohl alle Menschen Betrüger

Beitrag melden Antworten / Zitieren
moistvonlipwik 07.01.2015, 16:37
24.

Zitat von PARANRW
Was passiert eigentlich mit all den Urteilen, welche von Richtern gefällt worden sind, die ihre Examen gekauft haben? Werden die kassiert oder zumindest überprüft?
Strafurteile vielleicht, Zivilrteile (wenn überhaupt) nur im Rahmen von Rechtsmitteln bzw. u.U. Wiederaufnahmen nach §§ 578 ff ZPO (hohe Voraussetzungen).

Beitrag melden Antworten / Zitieren
TS_Alien 07.01.2015, 18:58
25.

Jeder Prüfling hat es selbst in der Hand, wie die Prüfung ausgeht. Ein guter Prüfer kann eine Prüfung ausreichend fair gestalten, so dass eine gerechte Note zustandekommt.

Wer Prüfungsaufgaben vorab weitergibt, ist kriminell. Wer Prüfungsaufgaben vorab annimmt, ebenfalls. Hohe Strafen für alle sind unumgänglich. Müssen Verfahren erneut angesetzt werden, weil z.B. ein Richter niemals hätte Richter werden dürfen, sind diese Kosten von den Betrügern zu tragen.

In solchen Fällen ist nur die harte Gangart gerecht.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
kagu 08.01.2015, 00:08
26.

Zitat von micromiller
nie gesühnte Geschichte und hat auch in der DDR ihre beugsame Qualität nachgewiesen. Das ganze System mit seinen 300+€ Stundengehältern und 2000 € Abmahnbriefen wird zusehend zur Gefahr unserer Demokratie. Wir gebrauchen eine Justizreform, die unter anderem vorsieht, dass Richter & Staatsanwälte und Anwälte sich im realen Leben bewehrt haben und auskennen, bevor sie auf die Bürger losgelassen werden.
Na ja. im Gegensatz zu den Juristen in der DDR brauchten die aus der BRD sich natürlich nicht zu beugen. die haben in der BRD noch lange so weitermachen können, wie sie es schon aus der Zeit davor gewöhnt waren (Siehe den Film "Rosen für den Staatsanwalt").

Interessant wäre es zu wissen, welche Justizreform sie "gebrauchen", wurde eine durchgeführt, die nicht allgemein bekannt geworden ist? Ihren Hinweis, dass Richter, Staatsanwälte und Richter sich "bewehren" sollen, sollten Sie konkretisieren: welche Waffen schlagen Sie vor? Pistolen, Maschinengewehre, Handgranaten o. ä.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
kagu 08.01.2015, 00:16
27.

Zitat von herbert
in strittigen Faellen urteilen sie ueber den Vater oder Erzeuger und das Kind. Da ist Psychologie gefragt und jede Menge Menschenkenntnis. Doch wie sehen die Massenurteile alla Copy Copy in Deutschland aus? Kind zur Mutter und Vater zahlt. Umgangsaussetzungen Vater - Kind am Fliesband! Es schreit nach Reformen und Weiterbildung !
Woher nehmnen Sie eigentlich Ihre Kenntniss von den "Massenurteilen a la Copy" ? Machen Sie entsprechende Untersuchungen oder lesen Sie die Fachzeitschriften der einzelnen Rechtszweige oder urteilen Sie selbst nach Bauchgefühl?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
kagu 08.01.2015, 00:29
28.

Zitat von PARANRW
Was passiert eigentlich mit all den Urteilen, welche von Richtern gefällt worden sind, die ihre Examen gekauft haben? Werden die kassiert oder zumindest überprüft? Und zur Einlassung von "Freewolfgang" ist zu bemerken, glaubt er ernsthaft an einen Einzelfall? Seriöse Untersuchungen belegen, dass auf einen erwischten Betrüger zwischen 60 und 100 nicht erwischte Betrüger unter uns weilen!
Warum sollen die Urteile kassiert oder überprüft werden?
Wer sagt Ihnen denn, das an den Urteilen irgend etwas falsch sein muss? Es ist doch eine alte Weisheit, dass Zeugnissse und Prüfungen oft nichts darüber aussagen, wie jemand später seinen Beruf ausüben wird, und in der Juristerei gibt es als Grundlage für Entscheidungen die entsprechenden Gesetze sowie zu jedem Rechtszweig ausführliche Kommentare mit den aktuellen Rechtsauffassungen und aktuellen Urteilen. Da wir nicht die ersten Menschen sind und die menschliche Natur sich wohl ständig gleich geblieben ist, können Sie davon ausgehen, dass das Meiste, was an rechtlichen Problemen auftritt, schon häufig genau so passiert ist und daher in den Ausführungen der Kommentare Berücksichtiguzng findet.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
p-r 08.01.2015, 11:40
29. p-r

Zitat von micromiller
nie gesühnte Geschichte und hat auch in der DDR ihre beugsame Qualität nachgewiesen. Das ganze System mit seinen 300+€ Stundengehältern und 2000 € Abmahnbriefen wird zusehend zur Gefahr unserer Demokratie. Wir gebrauchen eine Justizreform, die unter anderem vorsieht, dass Richter & Staatsanwälte und Anwälte sich im realen Leben bewehrt haben und auskennen, bevor sie auf die Bürger losgelassen werden.
Ich verstehe zwar nicht, was die anstehende Frage mit der NS-Zeit und den DDR-Verhältnissen zu tun haben soll. Und den Hinweis auf Stundengehälter und Abmahnbriefe auch nicht.
Ich gebe Ihnen aber recht, wenn Sie mehr Lebenserfahrung für Richter und Staatsanwälte fordern:
Eine Karriere als Schüler, Student und Richter/Staatsanwalt ohne Unterbrechung ist nicht sinnvoll.
Da lobe ich mir das englische Modell, das jedenfalls für Richter höherer Gerichte eine ca. 20-jährige Berufserfahrung als Anwalt voraussetzt.
Bei Anwälten sehe ich das anders. Sie sind nicht in ein staatliches System eingebunden, das sie auffängt, was immer sie tun. Sie arbeiten auf eigene Gefahr und haben immerhin das Korrektiv der Gegenseite und schließlich des Gerichts.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 3 von 4