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Jura-Student im Rollstuhl: Behindert per Gesetz
Fotografie-Eckmeier.de

Er kann Türen nicht allein öffnen, bewegungsunfähig sitzt er im Rollstuhl. Trotzdem ist Jonas Pioch erfolgreich als Politiker und Jura-Student. Von seinem Gehalt bleibt ihm aber fast nichts, das Gesetz will es so. Jetzt klagt er.

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juleswdd 20.03.2014, 08:27
10.

Zitat von demokrat_de
So ist er... der Staat. Das Geld fließt in die Diäten und Euro- und Bankenrettung. Aber nicht dort hin, wo es gebraucht würde. Ich wünsche dem jungen Herren viel Erfolg, damit er behalten darf, was er geleistet hat... :) Fazit: Staat fressen Menschen auf!
Naja, hier frisst ja eher derr Mensch den Staat auf, wenn ich dieses Wortspiel aufgreifen darf. Wieso sollte der junge Mann rund 8000,00/ Monat von der Allgemeinheit bekommen, sein eigenes Vermögen und Einkomen aber überhaupt nicht angreifen müssen?!

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malaconciencia 20.03.2014, 08:28
11. Genau

Zitat von penie
So leid es mir für Menschen mit einem solchen Schicksal tut: Natürlich kann es keine einkommensunabhängige Förderung geben. Wer finanziell für sich selbst sorgen kann, muß das auch tun. Alles andere wäre Beraubung des Steuerzahlers.
... und wer noch Vermögen hat zahlt bitte auch 3.000 EUR für ein Bundesligaticket und 1.000 EUR pro Monat für GEZ, bis das Vermögen aufgebraucht ist, so das dies kostendeckend ist. "Wer finanziell für sich selbst sorgen kann, muß das auch tun. Alles andere wäre Beraubung des Steuerzahlers." Beraubung des Steuerzahlers wäre es nur, wenn der Steuerzahler in gleicher Situation keine Ansprüche hätte, hat er dann aber! Beraubung des Steuerzahlers sind die Zuschüsse in Rentenkasse und GKV von denen, die aus diesen Systemen aber auch sowas von nichts bekommen, oder - weil sie dort freiwillig versichert sind und nicht zwangsweise - weniger Leistungen erhalten als alle anderen Versicherten!

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franka1969 20.03.2014, 08:30
12. Wie viel zahlt die Gemeinschaft

Zitat von sysop
Er kann Türen nicht allein öffnen, bewegungsunfähig sitzt er im Rollstuhl. Trotzdem ist Jonas Pioch erfolgreich als Politiker und Jura-Student. Von seinem Gehalt bleibt ihm aber fast nichts, das Gesetz will es so. Jetzt klagt er.
Man kann sicherlich über die Limits reden, auch über Altersvorsorge, aber im großen ganzen ist es schon richtig das jeder nach seinen Möglichkeiten für seinen Unterhalt aufkommt.
Ich höre den Aufschrei wenn der erste Millionar sich die Pflegekraft vom Staat bezahlen läßt.

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solder70 20.03.2014, 08:31
13. Ob behindert oder Hartz IV...

Warum muss immer ALLES weggenommen werden? Kann man nicht je nach Zusatzeinkommen der Person einen immer größeren Anteil belassen (linear)? So wird wenigstens Motivation geschaffen, etwas zu leisten und selbst zu verdienen und am Ende auch noch etwas davon zu haben.

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Überfünfzig 20.03.2014, 08:35
14. Auch wenn es...

...sich hart anhört, aber seit wann ist der Staat dafür zuständig, das man für sich in Ruhe was auf die hohe Kante legen kann? Durch seine Behinderung hat Hr. Pioch sicherlich deutlich höhere Ausgaben in seiner persönlichen Lebensführung, aber das haben andere auch wenn sie chronisch krank oder durch eine Unfall bewegungseingeschränkt sind oder durch eine Scheidung ihr Gehalt bis auf das Exsitenzminimum zusammengestrichen wird. Vergessen wird hier wohl das Hr. Pioch auch ein Großteil seiner Krankheitskosten steuerlich geltend machen kann.
Sorry, aber so ist das Leben und es ist mit dem einen gnädiger als mit dem anderen!

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ollimorp 20.03.2014, 08:36
15.

Prinzipiell versteh ich beide Argumentationen.
Auf der einen Seite will ein Mensch mit körperlicher Behinderung selbstverständlich die gleichen Möglichkeiten haben sich beruflich und privat zu entfalten, auf der anderen Seite sieht es schon nach außen verwerflich aus wenn ein Arbeitnehmer (im Extremfall) 6-7 stellig verdient, gleichzeitig die Sozialgemeinschaft ihn mit einem 5-stelligen Betrag im Monat versorgt.
Da eine Grenze zu ziehen gestaltet sich als sehr schwierig

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Kurti23 20.03.2014, 08:37
16.

Das Schicksal des Studenten ist schlimm, trotzdem kann es nicht sein, dass der Staat 96000? pro Jahr für die Pflege allein aufbringt. Es sollte jeder nach seinen Möglichkeiten einen Beitrag an diesen Kosten tragen, dass ist für jemanden der demnächst Anwalt ist natürlich mehr als für jemanden der Hartz 4 bekommt und das ist auch gerecht so. Der Staat kann nun mal auch nichts für die Behinderung der betroffenen Personen.

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mescal1 20.03.2014, 08:37
17. Na ja,

man kann verstehen, dass diese Menschen ihr Gehalt selbst ausgeben wollen.
Wenn man aber hört, dass der Steuerzahler für die Pflege dann 8000.- latzen soll, ohne dass die Gepflegten selbst dafür sorgen wollen, dann ist das gegenüber dem Familienvater mit 3 Kindern nicht vermittelbar.
Was, wenn sie als Anwalt 50.000 verdienen? Soll dann der Steuerzahler auch noch die Pflege übernehmen?
Nein, nein, jeder der kann, der muss auch seine Versorgung selbst übernehmen.
Und deshalb finde ich es nur gerecht, dass diese Menschen auch für die Pflege zahlen. Ist das nicht die Ehre, die sie sonst einfordern?

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mariameiernrw 20.03.2014, 08:38
18. Schafft neue Ungerechtigkeiten

Zitat von sysop
Er kann Türen nicht allein öffnen, bewegungsunfähig sitzt er im Rollstuhl. Trotzdem ist Jonas Pioch erfolgreich als Politiker und Jura-Student. Von seinem Gehalt bleibt ihm aber fast nichts, das Gesetz will es so. Jetzt klagt er.
So leid es mir ja die Krankheit des Mannes tut, schafft die Aufgabe des Subsidaritätsprinzip, d.h. jeder muss im Rahmen seiner Möglichkeit erst einmal selbst für seine Sozialausgaben aufkommen und erst wenn dies zu viel ist, springt die Gemeinschaft ein.
Wie will man den Fließbandarbeiter erklären, dass er die Pflege bezahlen soll, damit ein Anwalt finanziell sehr gut gestellt ist? Etwa, indem man sagt, dass dieser dies tun muss, weil ein Anwalt vermeintlich mehr leistet?

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indigophil 20.03.2014, 08:38
19. unverständlich

Sollte für so was nicht die Krankenversicherung aufkommen?! Natürlich ist es motivationsfrei, wenn man unter solchen Bedingungen alles abgezogen bekommt. Aber einfach den Steuerzahler für alles aufkommen lassen ist auch nicht angemessen. Schließlich müssen auch nicht behinderte Menschen nach den entsprechenden Regeln leben. Schwer festzulegen was fair und gerecht ist. Ein Mindestpauschalbetrag + prozentualer Anteil wäre eine humanere Lösung und würde Motivation für Arbeitstätigkeit liefern.

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