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Kabinettsbeschluss: Hebamme soll Studienfach werden
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Wer als Hebamme arbeiten will, durchläuft bisher eine Ausbildung. Das soll sich ändern - und zwar schnell.

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arr68 15.05.2019, 15:09
1. Yeah, nehmt den Hebammen 3-4 Jahre Rente,

das ist eine tolle Idee. Erst hat man den Studierenden die Beitragsjahre geklaut, weil ja jeder Student nen super Job bekommt, dann nimmt man dem Studium die Professionalität mit Bachelor und Master und jetzt macht man mit den Hebammen das Gleiche? Ich bin für die Auszahlung der Diäten genau wie Hartz 4 Aufstockung, vielleicht denken dann mal Politiker nach...

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apfeldroid 15.05.2019, 15:09
2. Hebammen verdienen sehr gut...

… in der Praxis! Deshalb will keine in der Klinik arbeiten. In der Praxis jammern sie aber über hohe Versicherungssummen, wollen aber nicht zurück in die Klinik. Viel genug ist es natürlich nie! Außerdem ist die Frage, was man da bitte schön studieren soll? Vor 2 tausend Jahren hat man auch nicht studiert und Operieren dürfen sie auch nicht - also ist es ein absurder Witz. Fr. Dr. Hebamme oder was? Probleme in der Pflege lassen sich sehr einfach durch bessere Bezahlung beheben. Leider erst in paar Jahren, nachdem der Beruf attraktiver wird. Und albanische Hebammen kann man auch kaum gebrauchen in Gegensatz zu Altenpflege

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juba39 15.05.2019, 15:11
3. Was soll dieser Unfug!

In Deutschland herrscht doch kein Mangel an Hebammen. Warum in den letzten Jahren solch eine Ausdünnung erolgte, ist schlicht eine finazielle Frage. Eine freiberufliche Hebamme kann sich einfach die Versicherungsprämien nicht mehr leisten, die inzwischen von den Haftpflichtversicherern verlangt werden. Damit das auch richtig ankommt.
2016: 6.800€ im Jahr
2018: 8.175€ im Jahr. Wie viel muß da jemand verdienen, um solche Prämien stemmen zu können. Wer also solche Meldungen verzapft, muß vor sehr langer Zeit geboren worden sein.

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whitewisent 15.05.2019, 16:21
4.

Man kann nicht per Studium Empathie und Geschick vermitteln. Vor allem nicht, wenn man den Zugang so beschränkt, daß zuerst einmal ein Abitur geschafft werden muss. Wer wird dann wohl Hebamme als Studienfach wählen? Abgelehnte Bewerberinnen vom Medizinstudium, bei denen es selbst für Zahnarzt nicht reicht?

Das Hauptproblem ist die Überfrachtung des Begriffs "Hebamme", eigentlich als Geburtshelferin gemeint, übernehmen sie heute einen großen Teil der Vor- und Nachsorge von Müttern. Wozu ein medizinisch begleitetes Studium sicher helfen kann. Aber um 5 Gebärende gleichzeitig im Kreißsaal zu betreuen braucht es das nicht, dort ist Einsatz, Erfahrung und Gefühl gefragt.

In vielen Gegenden sind Hebammen schon heute kaum noch zu bekommen, vor allem wenn man bestimmte Vorstellungen als Frau hat. Das Problem löst man sicher nicht damit, dass man die Zugangsbeschränkungen erhöht.

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4711_please 15.05.2019, 16:49
5. Na endlich

Glückwunsch den Hebammen und Verbänden, dass diese Republik nach Jahrzehnten mal OECD-Standard in der Geburtshilfe bekommt. Dürfte ein Schritt sein, um die Krise der Geburtshilfe zu überwinden.

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carlitom 15.05.2019, 17:11
6.

Das Problem beim Thema Hebammen war doch nicht eine mangelhafte Ausbildung. Wozu braucht eine Hebamme ein Studium? Was sie braucht, ist eine finanzierbare Versicherung. Gibt es die, gibt es auch wieder genügend Hebammen.

Was für eine unsinnige Idee, dass Hebammen Abitur und Studium haben sollen. Wozu? Das sind keine Ärzte.
Das wird mit Sicherheit nicht zu MEHR Hebammen führen, sondern im Gegenteil.

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inrebe 15.05.2019, 17:50
7. Ab 18

1. Es werden keine vier Jahre gestohlen! Ausbildung ab 18.
Wer denk ohne Studium ist es besser sollte Mal fragen warum die Versichertenprämien gestiegen sind. Zu viel Humbug den eine studierte Hebamme schnell selber entlarven kann.

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realist12345 15.05.2019, 17:53
8. Ist in vielen anderen Ländern schon Realität

Auch Krankenschwestern und Erzieherinnen werden in anderen Ländern in einem praxisnahem Studium qualifiziert. Den Kindern und Kranken sollte bestmögliche Unterstützung zuteil werden

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quark2@mailinator.com 15.05.2019, 19:38
9.

Naja, ist nur konsequent, wenn man sich ansieht, wieviel Prozent der Schüler Abi machen. Und die Ausbildung nach dem Abi nennen wir dann eben Studium. Die Menschen werden nicht groß intelligenter (damit meine ich nicht IQ-Tests, sondern echte Brilliance wenn man auf neue Aufgabentypen trifft). Wenn man also statt 10% Abiturienten und davon 1% mit 1,0 auf einmal 50% Abiturienten und 10% mit 1,0 hätte ... Da wird irgendwann alles zum Studium, was mal ne Ausbildung war. Dann sind auch diese neuen Bezeichner a la "Professional Bachelor" nur konsequent. Ändert aber nichts dran, daß trotzdem nur 0,0..01% der Leute wirklich genial sind. Die Bezeichnung ist letztlich egal.

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