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Kampf gegen Lehrlingsmangel: Regierung will mehr Abiturienten arbeiten sehen
DPA

Abiturienten in die Betriebe! Die Bundesregierung fürchtet den Lehrlingsmangel und will in Schulen stärker für Lehrberufe werben. Eine überraschende Kehrtwende, denn bislang wurden mit Milliardensummen immer mehr Studienplätze geschaffen.

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hansiii 12.04.2014, 21:01
100.

Zitat von herr.schaften
Ich darf aus eigener positiver Erfahrung hier beispielhaft als Gegengewicht für die gehäuft negativen Kommentare einhaken: Mein Sohn.... bereits im 1. Lehrjahr vergütet er mit sage und schreibe 620 Euro (steigt allerdings nicht mehr stark an, bis 680 im 4. Jahr - ich vermute, die recht üppige Zahlung von Anfang an soll motivieren) und die Gehälter nach Abschluß sind keineswegs Hungerlöhne.
Ihre Überschwengliches Lob in aller Ehre, aber das können Sie doch nicht ernst meinen was Sie hier schreiben... Im 4. Lehrjahr wären über 1.200,- € normal als Ausbildungsvergütung.

Aber das Ausbildungseinkommen ist eh Wurscht, wichtiger ist was man später verdient. Ich wünsche ihrem Sohn von allem Herzen den größten Efolg, dass er später nicht in einer Zeitarbeitsfirma für 8,50 die Stunde endet. Und falls er das Glück haben wird, dass es nicht so kommt wird er es trotzdem verdammt schwer haben sich einen normalen Lebensstandart mit Famiile und alles was dazu gehört erfüllen zu können.

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Paul-Merlin 12.04.2014, 21:03
101. So ist es ...

Zitat von NightToOblivion
Prinzipiell ist das eine gute Idee. Es ist für junge Menschen heute schwerer einen Beruf auszuwählen. Da ist ein Studium was dieses Problem in die Zukunft verlagert natürlich beliebt. Hinzu kommt der grundsätzliche finanzielle Anreitz, als Akademiker verdient man mehr. Zum Schluss muss auch beleuchtet werden welche Lehrstellen bleiben unbesetzt? Serviceberufe, Handel, Gastronomie uns Pflege sind (oft zu recht) mit dem Vorurteil belegt, schlechte Arbeitsbedingungen zu schlechter Entlohnung. Das ist ein Umstand der gesellschaftlich in weiten Teilen ignoriert wird. Körperlich schwere Arbeit, unregelmäßige Arbeitszeiten, hoher psychischer Druck, sowie schwere Belastungen und immer schematisiertere und standardisierte Abläufe, schlechte Aufstiegschancen, permanente Übertretungen des Arbeitsschutz- und Arbeitszeitgesetzes. Damit bekommt man heute keine Azubis, das aber wohl zurecht. Oder haben sie sich zB. je gefragt was Teildienst ist, die Leute in Handel, Gastronomie und Pflege können ihnen ein Lied davon singen.
und deshalb werden alle wohlmeinenden und großteils heuchlerischen Regierungsappelle nichts bringen. Die jungen Leute sehen halt, wie die angesprochenen Beschäftigten nach Strich und Faden verarscht werden. Nur zu verständlich, dass die Abiturienten deshalb einen Lehre nicht vorrangig anstreben.

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tapier 12.04.2014, 21:05
102. Treffen sich zwei Akademiker bei MC Donalds...

was sagt der eine zu dem anderen?

..Ein BigMac mit Cola bitte...

mehr ist dazu nicht zusagen, ausser vielleicht das es ohne Abi keine vernünftige Ausbildung mehr gibt.
Und selbst eine Realschule mit kaufmännischer Ausbildung reicht später höchstens mal für einen Job im Callcenter für 1500.-Brutto.

Und wer ist schuld: Gas-Gerd und seine Harz-Verbrecher.

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ptaszek74 12.04.2014, 21:07
103. Hausgemachtes Problem

das Problem, dass wir heute zu viele Studenten und zu wenige die nach Abi eine Ausbildung machen wollen haben hat die Wirtschaft ehrlich gesagt selbst verursacht. Während man vor 20 Jahren mit der Mittlerenreife fast jeden Neruf erlernen konnte, wird heute für fast alles ein Abi verlangt. Wenn mann sich aber schon die drei Jahre auf dem Hinterm setzt und lermt, dann überlegt man es sich ob man z.Bsp Krankenschwester, also Handlanger werden will oder lieber Befehlsgeber also Arzt. Heute soll jeder Bäcker, Handwerker oder Taxifahrer am besten Abi haben
Da der Verdienst jedoch deutlich runtergeschraubt wurde ist doch klar, dass Abiturienten lieber studieren als für 8,50 Euro brutto arbeiten zu gehen. Weg mit dem Zwangsabi um einen Ausbildungsplatz zu kriegen, dann bleiben die Stellen auch nicht mehr unbesetzt.

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kielerin78@icqmail.com 12.04.2014, 21:08
104. Kampf mit der Realität!

Zitat von hr_schmeiss
...oh Mann, "Kampf gegen Lehrlingsmangel"...
die Wirtschaft bildet doch immer weniger aus, zeitgleich parken mal so eben 260 000 in Warteschleifen abzgl. jener die noch eine echten Schulabschluss erwerben.

Noch nie hat in DE jemand die Ausbildung über Bedarf kritisiert, Azubis werden oft auf Halde ausgebildet! Auch das Ungleichgewicht, dass z.B. sich die meisten Azubis auf nur ganz wenige Berufe konzentrieren, weshalb man mit KFZ Mechanik mittlerweile total schlechte Berufsaussichten in Nord-DE hat.

lange Zeit, bestimmt seit den 1990ern hat der ÖD über bedarf ausgebildet, weil eben die Wirtschaft zu wenig ausgebildet hat, so traf ich dann viele frisch ausgebildete Arbeitslose ständig, vom Vermessungstechniker bis Bürokauffrau.

gucken Sie mal, wie herrlich immer noch über Bedarf ausgebildet wird, der mittlerweile Mitte 20jährige Azubi-"Jugendlicher":

http://www.hna.de/lokales/kassel/aus...z-2485631.html

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tommit 12.04.2014, 21:14
105. Der Zug ist abgefahren

Zitat von carioca2012
Es ist der pure Wahnsinn, wieviele Leute an die Unis strömen, von denen dann oft ein Großteil wieder - teilweise nach Jahren - abbricht. Alles auf Kosten der Steuerzahler, die eben nicht nur Akademiker sind, sondern ganz normale Arbeiter.
Ganz normale Arbeiter - was ist das und wer will das noch für 'seine' Kinder... Wir wollen doch Eliten... mit ELiten macht man Geld
Bei 100% ELitestudenten sind wir dann alle Millionäre... und zwar ohne was zu tun, denn ELiten arbeiten alle nur noch dispositiv... WIr sind 80 Mio in Konkurrenz mit 7,120 Mia und am Ende der Wachstzumsfähigkeit..
Was wir die letzten Jahre sehen ist kein Wachstum und schon garnicht organisch.. 2050 werden wir nur noch ca 65 Mio Deutsche sein...

Ich kann nur einen Tipp geben: Gewöhnt euch dran und bereitet euch vor.. aus 80 Mio Deutschen kann man keine 90 Mio Genies züchten besonders wenn der FOrtschritt den man betreibt Fortpflanzungsfeinlich ist...

Suchen wir uns schnell jemand auf den wir deshalb draufhauen... es wird nicht an uns vorübergehen wenn WIR uns nicht ändern... versprochen

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Einervondrei 12.04.2014, 21:14
106.

Zitat von Hamstedt
Ich mache gerade Abitur in NRW, hier hat sich an den Gymnasien bereits die Denkweise etabliert, dass man mit Abitur alles erreichen kann und der "Abschaum" aus Haupt- und Realschule mal schön die "Hartzerjobs" übernehmen kann. Aus welchem Grund sollten Abiturienten Jobs wie Bäcker oder Kfz-Mechaniker lernen, wenn sie weitaus mehr erreichen können??? Entweder diese Berufe werden aufgewertet oder das Abitur wird abgewertet - aber mit bloßer Propaganda an Schulen hat man am Ende nichts erreicht, bis auf enttäuschte Ausbildungsabbrecher, die sich mehr von dem beworbenen Job erhofft hatten.
Die Denkweise spricht für Unreife und mangelnde soziale Kompetenz, so wie ich in den letzen Jahren bei unseren Lehrlingen häufiger feststellen konnte, dass das Reifezeugnis mit "Reife" nichts zu tun hat.
Mit dem Wunsch die Anzahl der Abiturienten zu erhöhen hat sich das Niveau verringert. Elementare Fähigkeiten sind nicht mehr vorhanden.
Wenn man davon ausgeht, dass die Verteilung der Intelligenz eine Glockenkurve ist, dann kann das Erhöhen der Abiturabschlusszahlen nur dazu führen, dass auch weniger Intelligente an den Universitäten landen. An der anderen Seite der Kurve werden ungeeignete Menschen in Abschlüsse "gefördert", die Sie nicht erreichen können.
Von erreichen wollen mag ich darüberhinaus gar nicht sprechen.
Rechtschreibung, Interpunktion, Mathematik, alles Fremdsprachen.
Liebe Leute, findet euch damit ab, dass ein Abschluss nichts über die Sicherheit des Erreichens von Lebenszielen aussagt.
Davon ab: Versuchen Sie mal einen guten Elektriker zu bekommen, permanent ausgebucht. Suchen Sie einen qualifizierten, zuverlässigen Handwerker, der fordert zu Recht einen guten Lohn.
Das Leben ist kein MMORPG, wo man sich mal eben hochlevelt.
Es gibt nichts geschenkt. Aus Erfahrung: Geeignete, arbeitswillige Azubis werden erfolgreich, die anderen werden an Ihren eigenen Erwartungen scheitern. So manch einer meiner Ehemaligen hat heute einen verantwortungsvollen Job, nach Studium und Weiterbildung. Es geht also. Und viele "Studierte" haben keinen Job, weil ihre Ausbildung nicht gebraucht wird. Dann lieber eine Ausbildung, die einem die Möglichkeit bietet selbständig zu arbeiten, auch wenn die Jahre der Lehre härter sind als die Semester an der Uni. Interessanter Weise sind die MA, die aus dem Handwerk kommen, in der Regel diejenigen, die organisierter und zielgerichteter arbeiten als die aus kaufmännischen Ausbildungen oder einem Studium.

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ttbbcc 12.04.2014, 21:15
107. halte davon nicht so viel

Wieso sollte man als Abiturient eine Ausbildung machen. solange man nicht eine 4 im Zeugnis hat ist man in einem Lehrberuf unterfordert. Was anderes ist wenn man gerne etwas praktisches oder mit menschen arbeiten will. Ich hab in der ersten Vorlesung mehr gelernt als in meiner ganzen Ausbildung die ich davor gemacht habe. Ich würde keine Ausbildung mehr davor machen. Ich finde es ist der falsche weg leute nicht zu einem Studium zu ermutigen wenn sie das zeug dazu hatten. Wieso nicht das höchste anstreben hort sich ja so an wie in sozial schwachen Familien da werden die kinder ja auch angehalten nicht zu studieren weil sich das nicht gehört. Wenn man die dann noch ermutigt nicht zu studieren kommen die eh nie aus dem Milieu heraus. Aber naja musd ja jeder selber wissen hab da nur andere Erfahrungen gemacht.

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Liberalitärer 12.04.2014, 21:15
108. Einfach mal die Klappe halten

Zitat von sysop
Abiturienten in die Betriebe! Die Bundesregierung fürchtet den Lehrlingsmangel und will in Schulen stärker für Lehrberufe werben. Eine überraschende Kehrtwende, denn bislang wurden mit Milliardensummen immer mehr Studienplätze geschaffen.
Angebot und Nachfrage regelt der Markt.

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ttbbcc 12.04.2014, 21:15
109. halte davon nicht so viel

Wieso sollte man als Abiturient eine Ausbildung machen. solange man nicht eine 4 im Zeugnis hat ist man in einem Lehrberuf unterfordert. Was anderes ist wenn man gerne etwas praktisches oder mit menschen arbeiten will. Ich hab in der ersten Vorlesung mehr gelernt als in meiner ganzen Ausbildung die ich davor gemacht habe. Ich würde keine Ausbildung mehr davor machen. Ich finde es ist der falsche weg leute nicht zu einem Studium zu ermutigen wenn sie das zeug dazu hatten. Wieso nicht das höchste anstreben hort sich ja so an wie in sozial schwachen Familien da werden die kinder ja auch angehalten nicht zu studieren weil sich das nicht gehört. Wenn man die dann noch ermutigt nicht zu studieren kommen die eh nie aus dem Milieu heraus. Aber naja musd ja jeder selber wissen hab da nur andere Erfahrungen gemacht.

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