Forum: Leben und Lernen
Kampf um kluge Köpfe: Wissenschaftler wandern aus Deutschland ab
Corbis

Bye-bye Bundesrepublik: Viele hochqualifizierte Wissenschaftler verlassen Deutschland, wenige kommen her. Ein bislang unveröffentlichtes Gutachten warnt nach Informationen des SPIEGEL vor der Abwanderung der Besten - und zeigt, wo es besser läuft.

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wolla2 23.02.2014, 22:40
390. Mit 53...

..habe ich als prom.Physiker einen Job gesucht und musste mich von einem 30-jährigen Personalchef fragen lassen, ob es mir noch gelänge, mich 12 Stunden am Tag für den Job zu motivieren.
Leute, die erst den neuen Markt mit Karacho vor die Wand gefahren haben, leiten jetzt die Deutschland GmbH.
Sie haben endlich wieder etwas, das sie gegen die Wand fahren können.
Ich lebe jetzt in Südamerika und werde hier bleiben, weil selbst das "normale Leben" deutlich besser ist.

Das deutsche Problem ist hausgemacht.
Deutschland hat es verdient, weil sich niemand mehr wehrt.

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kleiner-moritz 23.02.2014, 22:41
391.

Zitat von fackelimohr
Hat schon jemand von der/dem Erziehungsminister in der GROKO gehört und ob man in GROKO Interesse hat auf die Probleme die hier erwähnt werden einzugehen? Leider kann man damit doch nicht viel Wählerstimmen koedern, und über die Folgen in weiterer Zukunft braucht der Amtsinhaber sich nicht zu sorgen! Bis dahin ist er/sie in Rente, oder auf einem neuen Posten als Botschafter(in) am Vatikan. Unter Angie gilt doch vor allem: ja nicht unangenehm durch Kritik auffallen. Eine Regierung von Nieten für Nieten!
Ihr Gender-Getue bringt's auf den Punkt: Für die Agierenden ist das sexuelle Er und Sie wichtiger als die Sache selbst!

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tsaag 23.02.2014, 22:47
392. Verkrustete Strukturen an Universitäten und Forschungseinrichtungen

dazu noch ein Steuer- und Abgabensystem, das Leistungsträger bestraft und Bequemlichkeit und Mittelmaß belohnt. Das ist die Mischung, die Deutschland Spitzenkräften zu bieten hat.
Da braucht man sich nicht wundern wenn die besten gehen.
Hinzu gesellt sich noch eine unglaubliche Neidgesellschaft, die nicht zwischen hart erarbeitetem Erfolg und Wohlstand und ergaunertem Reichtum unterscheidet.

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Feindbild_Mensch 23.02.2014, 23:00
393.

Zitat von mps58
Die Schweiz und die USA erhalten soviel Zulauf weil sie den Wert dieses Personenkreises erkennen und bereit sind, deren Arbeit ausreichend zu honorieren. In unserem Land hat sich die Politik zu meinem Bedauern auf die kontinuierliche Erhöhung der Gehälter von Gering- und Nicht-Qualifizierten konzentriert. Ziel scheint eine Nivellierung der Gehälter zu sein, die über die Steuerschraube noch weiter verstärkt wird. Die Politik in Deutschland hat vergessen, wem sie den Wohlstand in Deutschland wirklich verdankt.
Das ist leider wahr. Wenn ich in einer Doku sehen kann, dass eine "Bandarbeiter" bei einem großen Autokonzern für 3.600 Euro Tätigkeiten nachgeht, die jeder Dussel in einer Woche perfekt beherrscht. Daneben eine Werksarbeiter, der mit Hartz IV aufstocken muss, damit man dem "Kollege" sein fürstliches Gehalt finanziert werden kann. Deutschland, die Transferunion - in allen Bereichen des täglichen Lebens. Man müsste schon mal genau hinsehen, was wer für was leistet.
Und Grundlagenforschung kann man eben nicht beziffern, das verwirrt unsere Beamten nur und darum wird hier auch keine Wert darauf gelegt. Ich habe mit dem System abgerechnet - der einzige Nachteil des Weltenbummels ist der Verzicht auf Familie und feste Strukturen. Das wird sich auch für mich im Alter rächen. Aber jetzt sind meine produktive Jahren und 5 Jahre habe ich schon auf der Uni mit Forschung verschwendet bei 1000 Euro netto bei einer 50h Woche. Jetzt das bekomme ich das fünfache Netto raus - da muss man schon ziemlich dumm sein und ein blinder Idealist sein, um als Akademiker in Deutschland zu arbeiten.
Letztens zwei Headhunter-Angebote bekommen aus Good-Old-Germany - für das gebotene Gehalt (<70.000 Euro) tue ich mir den deutschen Arbeitswahn mit seinen ganzen Befindlichkeiten und Neidkomplexen nicht mehr an.

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Berg 23.02.2014, 23:02
394.

Zitat von forschung
Mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit werde ich auch abwandern. Es kann nicht sein, dass man als Doktorant ausgebeutet wird, durch Schuften auf 50% Stellen, die letztendlich 100% Einsatz erfordern und nebenher noch die Dissertation selbst. Das natürlich mit TVÖD 13 (knapp 1600 Euro brutto beim 50%-Vertrag). Dafür hat man "überdurchschnittliche" Sudienleistungen erbracht, reisst sich den Allerwertesten auf. Alles nur für den schönen Schein. Es ist kein Wunder, warum die Spitzenkräfte bei uns abwandern.
Sagen Sie uns doch bitte, in welcher Fachrichtung Sie diese "überdurchschnittlichen Leistungen" erbracht haben und welche Institutionen/Firmen es sind, denen Ihre Arbeit nur TVÖD 13 wert ist und warum das für Sie als Einstieg nicht akzeptabel ist. Vier Fragen warten auf Ihre Antwort.

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maths1 23.02.2014, 23:08
395. Trauriges Gesamtbild

Es ist schon ein trauriges Gesamtbild. Bei so vielen Kommentaren fragt man sich wirklich, ob unser Land kurz vor dem Zusammenbruch steht. Wird morgen der Forschungsbetrieb an den Universitäten eingestellt? Das ist ein Schrei nach mehr Anerkennung! Die liebe SPD sollte also aufhören Sozialneid auf dem Rücken der Leistungselite zu schüren und die liebe CDU sollte die Ausgaben hochfahren und die Steuern senken. Die Leistungselite braucht Anerkennung und eine ordentliche Finanzspritze und nicht irgendwelche linken Sprüche von unseren sozialistischen Pausenclowns. Von wegen Arbeitsministerin ohne Arbeitserfahrung. Kein Wunder, dass die Leute gehen.

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Sekronom 23.02.2014, 23:13
396.

Zitat von merberg
Hier geht es doch um Wissenschaftler an Hochschulen, oder? Wer meint auf Kosten des Steuerzahlers sechsstellig verdienen zu müssen und auf Jahrzehnte auf einem unkündbaren Posten hocken will, um seine "Forschungen" zu betreiben - der kann gerne dorthin gehen, wo ihm dieser Lebensstil ermöglicht wird.
Hier geht es um Wissenschaftlicher, die forschen und oder an der Uni lehren. Soweit ich das allerdings mitbekommen habe, ist das in anderen Ländern ähnlich schlecht. Es gibt immer nur Jahresverträge(wenns gut laeuft) und dann muss man sich umschauen(ständig das Land wechseln), um einen neuen zu bekommen. Ganz ehrlich, da muss man wirklich sehr ehrgeizig sein, um sich den Stress zu geben. Ich verstehe da auch nicht, wieso die keinen halbwegs regulären Arbeitsplatz bekommen können. In der Wirtschaft verdienen die Jungs definitiv besser/leichter mehr und haben weniger stress. Echt schade, das wir an der Forschung sparen.

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paris75001 23.02.2014, 23:15
397. Staatliche Planwirtschaft an Unis sorgt dafür

Aber das ist doch so gewollt, dass die Universitäten in Deutschland planwirtschaftlich staatlich organisiert undbewirtschaftet werden. Also, was wundern wir uns denn ????

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micki 23.02.2014, 23:21
398. wen wunderts….

das eigene Volk ist nichts mehr wert, aber den Einwanderern die heile Welt in Deutschland schaffen, sie finanzieren und ummuttern…..Kann da aus der Ferne nur lachen. Und dann die Schweizer wegen ihrer Volksabstimmung kritisieren …Die gesteuerten Medien zeigen dch gar nicht dass Deutschland schn längst am ende ist, die sind derart manipuliert bzw. gelenkt. Bitte mal folgendes lesen: Guido Grandt 2018 Deutschland nach dem Euro Crash oder Oliver Janisch die vereinigten Staaten von Europa.alles wies jetzt ist ist doch so gewollt…..Und es kommt noch dicker. Klar tun die die verstehen was läuft abwandern. Als abgezockter Praktikant versauern in dem Deutschland . ???? selten so gelacht.

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Feindbild_Mensch 23.02.2014, 23:37
399.

Zitat von Gunter
Ja klar, das Geld (was wir zwar auch nicht haben) wird ja auch gerade an die Rentner verteilt. Sind halt mehr Wähler. Jedes Mal im Wahlkampf heißt eine Forderung mehr Geld für Bildung, angeblich steigen auch ständig die Ausgaben für Bildung, trotzdem muss meine Universität ständig Stellen einsparen und kann weniger Geld ausgeben. Seltsam.
Das Geld ist sachgebunden genehmigt worden. Meine Uni hat auch lauter tolle neue Gebäude bekommen - hipp Bioscience. So tolles Gebäude und nicht mal Personal, um morgens den Mief durchs Fenster zu lüften. Und Geräte werden da genehmigt, nur weil neuer vielversprechender Jungprof wie im Sandkasten nach seinem Schäufelchen quengelt. 1 Mio Anschaffung, die nach zwei Jahren im Keller in der Ecke verstaubt.

Tja, oder eine schicke Cafeteria mit allen Schnickschnack - das hat Außenwirkung auf die neuen Studenten.

Und und ... als denkender Mensch kannst du nur die Hände über die Vorkommnisse an der Uni zusammenschlagen. Und außerhalb läuft es auch nicht anders. Ein großes Übel in diesem Staat ist der Beamtenstaat, der nur überleben kann, wenn er Transferleistungen hinter Verwaltungsakten versteckt.

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