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Kinderbetreuung: Giffey sagt Ländern 300 Millionen für Ausbildungsoffensive zu
DPA

An Kitas fehlen Tausende Erzieherinnen und Erzieher. Damit der Beruf attraktiver wird, soll die Ausbildung einem Bericht zufolge künftig vergütet werden. Das Familienministerium unterstützt das finanziell.

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pejoachim 17.12.2018, 08:59
1. Betreuer fehlen?

Oh nein! Wie ist das denn möglich bei dieser prächtigen Bezahlung, bei der ein Mensch sich ohne Bedenken ein Fahrrad und ein möbliertes Zimmer leisten kann?
Mal Spaß beiseite: Ich habe meinen Schülern (zwischen 16 und 20 Jahren alt) stets empfohlen, den zukünftigen Beruf nicht NUR nach dem Interesse zu wählen, sondern auch nach dem Einkommen, das sie erwartet. Vor allem habe ich dabei an die jungen Frauen appelliert, dass sie nie vom Einkommen des Mannes abhängig sein dürfen - gerade nach dem neuen Scheidungsrecht kann sich das verhängnisvoll auswirken.
Was mich interessieren würde: Wie viele meiner Schülerinnen wurden dennoch Krankenschwester, Altenpflegerin, Erzieherin?

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Teile1977 17.12.2018, 09:15
2. Erzieher

Ich würde vor allem keinem jungen Mann empfehlen Erzieher zu werden, als Mann mit kontakt zu Kindern steht man immer unter Generalverdacht der übelsten Sorte, und unter scharfer Beobachtung vieler Mütter.
Eine Windel würde ich in einer Kita nur in Anwesenheit mindestens zweier Erzieherinnen und einer Anwältin wechseln.

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Info&Hilfe 17.12.2018, 09:32
3. Totale Schieflage

Mein Stiefsohn befindet sich in der Ausbildung zum Erzieher. 5 lange Jahre an einer guten (kirchlicher Träger) Schule bis zum Examen. Bis dahin nicht nur keine Vergütung, sondern Kosten. Danach kann er sich den Job zwar aussuchen, aber die Verdienstmöglichkeiten sind auch eher bescheiden. Im ÖD könnte er unterkommen, viel mehr als eine Stufe 6 (Hessen) ist da aber nicht drin. Wie man da die 5 Jahre wieder reinholen soll, ist mir schleierhaft. So etwas sehen die Neider des ÖD leider nicht.

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hausfeen 17.12.2018, 09:46
4. Das sollte eher so etwas wie ein Lehrberuf sein.

Dazu müssten doch nur die Berufsschulen etwas passendes anbieten. Vielleicht in Kooperation mit den Studiengängen füär die Grundschullehrerausbildung.
Außerdem fehlen attraktive Aufstiegsmöglichkeiten. Nach Ende der "Lehre" sollte, wer will, in einem Dualen Studium, also neben halbtags, auch akademische Würden erringen können. Neben Sozialpädagogik wären auch Fremdsprachen für die zweisprachige Früherziehung oder gar BWL (ja, auch so etwas wird vor Ort benötigt) denkbar.

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ohjeee 17.12.2018, 09:53
5. Polemik

Zitat von pejoachim
Oh nein! Wie ist das denn möglich bei dieser prächtigen Bezahlung, bei der ein Mensch sich ohne Bedenken ein Fahrrad und ein möbliertes Zimmer leisten kann? Mal Spaß beiseite: Ich habe meinen Schülern .....
Das ist Polemik, was Sie da ablassen.
Hier die durchschnittlichen Einstiegsgehälter bei ein paar ausgewählten Ausbildungsberufen:
https://www.gehalt.de/news/uebersicht-einstiegsgehaelter-nach-abgeschlossener-ausbildung

Zumindest für Baden-Württemberg gilt:
klassisch: 2 Jahre Fachschule SozPäd, 1 Jahr Anerkennungspraktikum.
(idR für) Quereinsteiger: PiA (Praxisintegrierte Ausbildung), komplett vergütet, 3 Jahre, 3 Tage Schule/2 Tage KiTa.
Als Erzieherin, TVöD-SuE, Entgeltgruppe S8a Stufe 2 (1 Jahr Berufserfahrung liegt vor, aufgrund bezahltem Anerkennungspraktikum als Ausbildngsbestandteil) beträgt derzeit 2.917 Euro/Monat.
Welche Ausbildungsberufe können da bitte mithalten?
Das hat die Erzieher-Lobby gut hinbekommen. Ein Bild von unter- und schlechtbezahlten Mitarbeitern in prekären Arbeitsverhältnissen zu zeichnen.
In der Realität schaut das dann doch ein bisschen anders aus.

Welche Argumente haben Sie, um Ihre Behauptungen zu stützen?

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ditor 17.12.2018, 09:57
6. Durchaus erträglich

Zitat von pejoachim
Was mich interessieren würde: Wie viele meiner Schülerinnen wurden dennoch Krankenschwester, Altenpflegerin, Erzieherin?
So schlecht ist die Bezahlung nicht, "einfach" dort arbeiten wo wenig getrickst wird und für Wohnungen nicht Rekordmieten aufgerufen werden.

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ohjeee 17.12.2018, 10:02
7. 1

Zitat von hausfeen
Dazu müssten doch nur die Berufsschulen etwas passendes anbieten. Vielleicht in Kooperation mit den Studiengängen füär die Grundschullehrerausbildung. Außerdem fehlen attraktive Aufstiegsmöglichkeiten. Nach Ende der "Lehre".....
Die Möglichkeit besteht doch schon heute und nehmen viele Erzieherinnen wahr um sich für die Leitung großer Einrichtungen zu qualifizieren. Macht dann in S17 TVöD-SuE ab 3.692 aufwärts (für Einsteiger) bis 5.131 Euro (Endstufe der Erfahrungsstufen).
Man muss sich halt weiter bilden. Von allein fallen einem die Lohnsteigerungen meist auch nicht in anderen Berufszweigen in den Schoß.

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Sleeper_in_Metropolis 17.12.2018, 10:09
8.

Zitat von pejoachim
Vor allem habe ich dabei an die jungen Frauen appelliert, dass sie nie vom Einkommen des Mannes abhängig sein dürfen - gerade nach dem neuen Scheidungsrecht kann sich das verhängnisvoll auswirken.
Genau. Da kann sich die Frau dann leider nicht mehr darauf verlassen, für den Rest ihres Lebens vom Ex-Mann mit durchgefüttert zu werden. Oder wie sonst ist dieser Hinweis auf das neue Scheidungsrecht zu verstehen ?

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Sleeper_in_Metropolis 17.12.2018, 10:11
9.

Zitat : "Das Geld soll dem Bericht zufolge unter anderem dazu verwendet werden, die Erzieherausbildung künftig zu vergüten."

Das wurde auch Zeit. Dieser Schritt ist schon sehr lange mehr als überfällig.

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