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Kita-Betreuung: "Zwischen den alten und neuen Bundesländern verläuft eine Grenze"
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Das Erbe der DDR wirkt bis heute nach: Erzieher im Osten müssen sich im Schnitt um deutlich mehr Kinder kümmern. Bildungsforscher Kai Maaz erklärt, warum das nicht immer falsch sein muss.

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SusiWombat 01.10.2019, 08:19
1. Überschrift

Und zu welchem Ergebnis kommt ein Nord-Süd Vergleich? Ach, halt, da ist ja keine Mauer zu pflegen

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SasX 01.10.2019, 08:37
2.

Auf der anderen Seite sind die Betreuungszeiten. Die Kita hier in Berlin, in die meine Tochter ging, hat Öffnungszeiten von 6 Uhr bis 19 Uhr und die Grundschule nach der Schulzeit einen Hort bis 18 Uhr. (Diese Zeiten haben wir natürlich bei weitem nicht ausgereizt, auch der Hort war eher eine Seltenheit. Aber die Möglichkeit, wenn es mal notwendig war, war eben gegeben.)

Die Kita hatte pro Jahr zwei Schließtage. Hier hat dann die Kita über entsprechende Absprachen mit anderen Kitas für Betreuungsersatz gesorgt, falls das notwendig war.

Es gibt hier in Berlin auch Kitas, die z.B. bis 21 Uhr geöffnet haben.

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APL2019 01.10.2019, 08:52
3.

Der Vergleich hinkt in so vielen Bereichen das es schon weh tut. Die Konzepte ostdeutscher Kitas sind komplett anders als in westdeutschen Einrichtungen. Insbesondere zu Baden-Württemberg. In Ostdeutschland kann man Kinder ab 1 Jahr von 6 bis 16 teilweise 17 Uhr zur Betreuung geben. Es wird eine gemeinsame Verpflegung angeboten und Vorschulkonzepte integriert. Aus eigener Erfahrung innerhalb der Familie sind ein Großteil westdeutscher Kitas nicht annähernd so leistungsfähig. Dort muss man die Kinder teilweise Mittags abholen da es kein Essen gibt und die Angebote sind eher ein gemeinsames Spielen unter Betreuung. In ostdeutschen Teilen undenkbar da keine Familie ohne 2 Vollerwerbstätige ihren Lebensunterhalt bestreiten könnte

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krumbi 01.10.2019, 08:56
4. Was für

ein sinnfreier Artikel! Nicht eine konkrete Aussage.

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happyrocker 01.10.2019, 09:08
5. Was für zusätzliches Personal

sollte denn vonnöten sein, um 1-3-jährigen (!) Sprache beizubringen? Die sitzen doch - hoffentlich - noch nicht auf der Schulbank sondern lernen sprechen wie alle anderen, durch persönliche Interaktion mit vertrauten Bezugspersonen. Zudem gibt es für Kinder in dem Alter wohl nichts wichtigeres, als vertraute Personen, die greifbar und zugewandt sind. Wenn es zu wenige Erzieher*innen gibt, wird auch ein extra Deutschunterricht die Kita nicht besser machen, das ist eine ganz, ganz fadenscheinige Ausrede.

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Schnellleser 01.10.2019, 09:17
6.

Zitat von SasX
Auf der anderen Seite sind die Betreuungszeiten. Die Kita hier in Berlin, in die meine Tochter ging, hat Öffnungszeiten von 6 Uhr bis 19 Uhr und die Grundschule nach der Schulzeit einen Hort bis 18 Uhr. (...) Die Kita hatte pro Jahr zwei Schließtage. Hier hat dann die Kita über entsprechende Absprachen mit anderen Kitas für Betreuungsersatz gesorgt, falls das notwendig war.
Damit sprechen Sie einen wichtigen Punkt an. Aus dem fämiliären Umfeld sind mir mehrere Fälle (z.B. NRW, Hessen) bekannt, in denen es für mich völlig unverständliche Sachen ging, von denen ich im Osten noch nie gehört habe. z.B.:
- im Sommer oder den Jahreswechsel wochenlang geschlossen und trotzdem dürfen die Eltern weiter die Verpflegung zahlen. Für die Betreuung können die Eltern da gleich mal ihren Jahresurlaub fest einplanen
- Mittags geschlossen, so dass man die Kinder abholen muß
- Kita-Plätze für Geschwisterkinder am anderen Ende der Stadt, so dass bei zwei Kindern beide Eltern morgens unterwegs sind. Viel Spaß bei mehr Kindern
- Kitä-Gebühren (einkommensabhängig), die teilweise so hoch sind, dass man sich fragen muss, ob das Ziel eher die Vermeidung der Kita-Nutzung ist

Im Übrigen kommt es auch einscheidend auf die Erfahrung und Kompetenz des Personals an. Gute und erfahrene Betreuer können auch die Randzeiten mit zehn oder mehr Kindern gut ausfüllen.

Er im Artikel genannte Betreungsschlüssel für Sachsen stimmt längst nicht mehr. Er liegt in der Kinderkrippe liegt bei max. 1:5.

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jogola 01.10.2019, 09:31
7. Nur eine Kita ist eine gute Kita

Zitat von APL2019
Der Vergleich hinkt in so vielen Bereichen das es schon weh tut. Die Konzepte ostdeutscher Kitas sind komplett anders als in westdeutschen Einrichtungen. Insbesondere zu Baden-Württemberg. In Ostdeutschland kann man Kinder ab 1 Jahr von 6 bis 16 teilweise 17 Uhr zur Betreuung geben. Es wird eine gemeinsame Verpflegung angeboten und Vorschulkonzepte integriert. Aus eigener Erfahrung innerhalb der Familie sind ein Großteil westdeutscher Kitas nicht annähernd so leistungsfähig. Dort muss man die Kinder teilweise Mittags abholen da es kein Essen gibt und die Angebote sind eher ein gemeinsames Spielen unter Betreuung. In ostdeutschen Teilen undenkbar da keine Familie ohne 2 Vollerwerbstätige ihren Lebensunterhalt bestreiten könnte
Der "Frühdienst" (ab 7:00) in der Kita einer nord(west)deutschen Landeshauptstadt kann nur angeboten werden, solange 10 Kinder angemeldet sind. Fällt das 10te aus, gucken 9 Familien in den Blitz.

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scxy² 01.10.2019, 09:41
8. Unsere Kita im Norden ist unterirdisch schlecht

Meine drei von vier Kindern sind bisher in Thüringen, Südniedersachsen und aktuell in Hannover in Kindertagesstätten. Die thüringer Einrichtung öffnete schon morgens 06:00 und hatte nachmittags im Einzelfall bis 18:00 geöffnet.
In Südniedersachsen hatten wir (ebenso) engagiertes und freundliches Personal, aber stark eingeschränkte Öffnungszeiten.
Hier in Hannover ist es eine Katastrophe. Eine reine Verwahranstalt, in der die Erzieherinnen am liebsten den ganzen Tag in einem Raum bei Kaffee ihre Urlaubspläne oder -erlebnisse austauschen. Kommen neue Kinder in die Gruppe, bekommen die noch nicht mal den Mund auf für eine Begrüßung. Zähne putzen? Zu anstrengend, gibt's nicht. Rausgehen? Ebenso. Gemeinsames Frühstück. Geht nicht. Beispielsweise kann keine der Erzieherinnen singen, es gibt nur eine Art rhythmische sprechen. So etwas habe ich nicht für möglich gehalten. Unter diesen Bedingungen verwundert es nicht, dass es in "Westdeutschland" verpönt ist, seine Kinder in fremde Obhut zu geben.

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karolaklaro 01.10.2019, 10:21
9. Schlechte Recherchen

Wir haben vier Enkel. Zwei gingen in Sachsen in den Kindergarten und zwei in je Berlin (Ost) und in NRW. Ja, einen Beteuugsschlüssel von 3 Kindern haben wir nicht gesehen. Die Betreuung in den Ost-Kindergärten war überall qualifiziert und sehr gut. Am schlimmsten war es in NRW. Die Kinder wurden nicht entgegen genommen. Die Kindergärtnerinnen saßen in einem Raum und tranken mit ein paar Muttis Kaffee. Alle Türen offen, aber keine Erzieherin war zu sehen. Mittagessen gab es nicht.
Was in ihrem Bericht total fehlt ist der Unterschied der Qualifikation der Kindergärtnerinnen. Das ist ein ganz wichtiger Faktor. Es ist ein riesen Unterschied ob ich die eigenen Kinder nach und nach großziehe oder ob ich eine Gruppe mir anvertrauter Kinder erziehe oder eben nur ?aufbewahre?.
Dafür muss man eben ausgebildet werden.

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