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Kita-Erzieher: Mann, mach das doch!
Privat

Pädagogen, Eltern und Politiker sind schon lange einig: Kitas brauchen mehr Erzieher. Doch nach wie vor wollen zu wenige Männer den Job - trotz jahrelanger Kampagnen. Waren die Ziele zu hoch gesteckt?

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Pickle_Rick 19.02.2018, 09:35
30.

Ganz am Ende wird mal nebenbei der wohl wichtigste Faktor erwähnt. Der Generalverdacht der Pädophilie. Man muss sich doch nur mal ansehen wie hoch zum Beispiel der Anteil männlicher Anteil in sonstigen klassischen "Frauenberufen" ist. Bei den Lehrern sind Männer eher auf den weiterführenden Schulen mit entsprechend älteren Kindern zu finden. Auch in der Alten- und Krankenpflege findet man noch vergleichsweise viele Männer. Geringe Entlohnung allein kann also nicht das Problem sein. Ich käme aus diesem Grund jedenfalls nie auf die Idee dauerhaft mit Kindern zu arbeiten.

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herrmann.bar 19.02.2018, 09:38
31.

Zitat von widower+2
sich zum Erzieher oder zur Erzieherin ausbilden zu lassen, da es in den ersten drei Jahren der immer noch vorherrschenden dualen Ausbildung keinen einzigen Cent Vergütung gibt. D ist man dann schon auf staatliche Förderung oder Förderung durch die Eltern angewiesen, wenn die sich das leisten können. Das Einstiegsgehalt nach der Ausbildung ist übrigens entgegen der öffentlichen Wahrnehmung gar nicht so schlecht und liegt mit ca. 2300 Euro zum Beispiel um rund 500 Euro über dem eines Bürokaufmanns.
Das ist aber kein Alleinstellungsmerkmal von Erziehern. Auch in anderen Berufen bekommt man kein Geld während dwer Ausbildung, manchmal muss man die Ausbildung sogar bezahlen.

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kunibertus 19.02.2018, 09:40
32. In den Kitas kann es

Zitat von ReinhardZiegler
Kein Erzieher oder Betreuer kann die Eltern - vor allem die Mutter - ersetzen. Man kannn Erziehung nicht delegieren bzw. "Outsourcing". bis zum dritten Lebensjahr sollten die Kinder bei den Eltern bleiben und dann in eine Kita/Kindergarten gehen. Was vor allem an Waerme und Herzensbildung in den ersten drei Lebensjahren versäumt wird, kann später nicht mehr " repariert" werden. Wenn heutzutage immer mehr Psychotherapeuten an den Schulen benötigt werden, zeigt das doch, dass etwas krank ist im System.
eigentlich keine "Erzieher" geben. Gemäß Grundgesetz sind Pflege und Erziehung der Kinder natürliches Recht der Eltern und die ihnen obliegende Pflicht. Damit bleibt den Mitarbeitern/innen der Kitas lediglich eine Verwahrfunktion und vielleicht noch eine Aufgabe in der frühkindlichen Bildung. Ein krasses Beispiel: Die Eltern sind Atheisten und die Kitakraft ist stockkatholisch eingestellt und will die Kinder zu überzeugten Katholiken erziehen. Eine solche "Erziehung" würde ich mir als Elternteil aber strengstens verbitten.

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herrmann.bar 19.02.2018, 09:46
33.

Zitat von ri.sorge
Ich möchte nicht das eins meiner Kinder von einem Erzieher in der Kita betreut werden. Entweder die Person lebt ein Männerbild was ich zutiefst ablehne oder wir haben es mit jemanden mit einen erheblichen und gefährlichen Sozialdefekt zu tun. Beides halte ich in der Kinderbetreuung für ungeeignet.
Was für ein krankes Menschenbild bzw. Männerbild haben Sie denn?
Da sollten Sie sich aber mal psychologisch untersuchen lassen.
Das gehört garantiert nicht ins 21 Jahrhundert. Es ist sogar eher das Gegenteil der Fall: Männliche Erzieher sind sogar sehr gerne gesehen, insbesondere, weil Sie eine andere Sichtweise und eine andere Art haben junge Menschen zu formen und zu fördern. Die Frauart ist aleein ist nicht gut für die Entwicklung der Kinder. Am besten entwickeln sich Kinder, wenn Sie von Männern und Frauen erzogen werden.
Leider gibt es in solchen Berufen einen exorbitanten Frauenüberschuss.

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herrmann.bar 19.02.2018, 09:49
34.

Zitat von spon-1300107429234
Genau wie bei der Pflege - die typisch weiblich dominierten Jobs müssen wesentlich besser bezahlt werden, da sich Frauen scheinbar lieber ausnutzen lassen, während sie ihre Ideale hochhalten. Im Artikel wird es schon angesprochen und auch viele Studien zeigen: Je höher der Männeranteil, desto mehr Geld. Das gleiche war ja auch in der Computerbranche der Fall. Wir als Gesellschaft sollten daher Berufen wie Erziehern und Pflege wesentlich mehr Geld zukommen lassen, da diese viel zu wichtig sind, als dass sie von überforderten schlechtbezahlten Menschen erledigt werden können. Also eine Art Mindestlohn im sozialen Sektor wäre angemessen und täte uns gut. Und zwar so viel, dass manche interessierte Männer sich denken "wieso sollte ich dann noch KFZ-Mechaniker werden, wenn ich als Erzieher viel mehr verdiene?". Dass den männlichen Erziehern immer noch irgendwelche unsinnigen Vorwürfe der Pädophilie gemacht werden, kann nur durch mehr Normalität (= höherer Männeranteil über mehrere Jahre) verhindert werden.
Das ist schon längst der Fall!!!
Aber hauptsachse den sozialistischen Schwachsinn behaupten, oder sich einmal wirklich zu informieren. Jede Erzieherin ist deutlich höher eingruppiert als jeder Handwerker. Sie sollten nicht auf die Fehlpropaganda der Sozialisten hereinfallen, sondern Einfach sich einmal die Vergütungsgruppen anschauen.

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winterlied 19.02.2018, 09:50
35. Unrealistisch

In der Realität sieht es so aus: einem männlichen Erzieher werden wichtige Tätigkeiten versagt, weil immer unausgesprochen der Vorwurf des Kindesmissbrauchs im Raum steht, vor dem sich die Einrichtungen schützen wollen. Beispiel: der 17 jährige Praktikant spielt mit den kleinen Fussball im Freigelände und schon landet eine anonyme Anzeige im Haus wegen unsittlicher Berührungen. In Folge darf der Praktikant weder den Buben noch den Mädchen körperlich nahe kommen. Anderes Beispiel: Sportlehrer gibt Schwimmunterricht, dabei muss er das Kind am Bauch unterstützen, damit es nicht untergeht. Die Eltern stehen unauffällig hinter der Säule und beobachten, ob alles mit rechten Dingen zugeht. In so einer mißtrauischen Atmosphäre ist sinnvolles Arbeiten nicht möglich. Daher gibt es so gut wie keine männlichen Anwärter auf solche Berufe.

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Melanie K. 19.02.2018, 09:50
36. Ewig die selben Stories

Warum heißt es eigentlich immer Kindergärtner würden so wenig verdienen und hätten so einen Mega-Stress. Das stimmt doch gar nicht. Ich habe früher einige Praktika in Kindergärten gemacht und die Frauen dort waren alle sehr entspannt. Nachmittags konnten die Kinder raus und die Damen haben sich in die Sonne gelegt. In welchem Beruf kann man das schon? Die Frauen waren freundlich und nett, aber wenn ich das mit meinem späteren Studium vergleiche und was ich dort alles leisten musste, das ist schon ein Unterschied. Mit Kindern arbeiten ist schön, manchmal anstrengend, aber nicht so anstrengend, wie 8-10 Stunden am Tag in einem Großraumbüro zu sitzen und nicht raus zu können, schwierige Chefs auszuhalten, in Teams zu arbeiten und Termine einzuhalten.

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herrmann.bar 19.02.2018, 09:54
37.

Zitat von kunibertus
eigentlich keine "Erzieher" geben. Gemäß Grundgesetz sind Pflege und Erziehung der Kinder natürliches Recht der Eltern und die ihnen obliegende Pflicht. Damit bleibt den Mitarbeitern/innen der Kitas lediglich eine Verwahrfunktion und vielleicht noch eine Aufgabe in der frühkindlichen Bildung. Ein krasses Beispiel: Die Eltern sind Atheisten und die Kitakraft ist stockkatholisch eingestellt und will die Kinder zu überzeugten Katholiken erziehen. Eine solche "Erziehung" würde ich mir als Elternteil aber strengstens verbitten.
Dann dürfen Sie Ihr Kind auch nicht einen katholischen Kindergarten abliefern. Dann könnten Sie dies nämlich nicht vermeiden. Außerdem: Was haben Sie denn für eine Phantasie bezüglich einer katholischen Erziehung. Sie glauben anscheinend, dass die Kinder geschlagen werden, wenn Sie nicht fehlerfrei die 10 Gebote aufsagen können. Das ist ja auch keine Sekte wie z.B. bei den Zeugen Jehovas oder ähnlichen Sekten.

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novasun 19.02.2018, 09:55
38. Ihr Beitrag ist so in der Vergangenheit hängen geblieben...

Zitat von ReinhardZiegler
Kein Erzieher oder Betreuer kann die Eltern - vor allem die Mutter - ersetzen. Man kannn Erziehung nicht delegieren bzw. "Outsourcing". bis zum dritten Lebensjahr sollten die Kinder bei den Eltern bleiben und dann in eine Kita/Kindergarten gehen. Was vor allem an Waerme und Herzensbildung in den ersten drei Lebensjahren versäumt wird, kann später nicht mehr " repariert" werden. Wenn heutzutage immer mehr Psychotherapeuten an den Schulen benötigt werden, zeigt das doch, dass etwas krank ist im System.
und ist so was von falsch...
Ja Kinder müssen geliebt werden, dass hat aber gar nichts damit zu tun ob sie zu Hause sind oder nicht...
Der Vorteil einer frühen Beteiligung am Kindergarten sind aber für jeden direkt seh und erlebbar. Kinder lernen von anderen Kindern am besten und schnellsten. Das fängt schon bei der Motorik an und endet nie... Und bei the way - wenn der Papa zu Hause bleibt ist das per se schlechter als die Mama?

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kenny988 19.02.2018, 09:58
39. Hermann.bar

Dass Erzieher höher eingruppiert sind als z.B. ein Handwerker, liegt auch daran, dass sie laut DQR die formal höherwertige Ausbildung mitbringen.

Nur kann der Handwerker noch einen Techniker oder Meister drauf setzen und schon schlägt er den Erzieher finanziell. Beim Erzieher gibt's die Möglichkeit nicht

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