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Klimaaktivistin ignoriert Kritik: Greta Thunbergs souveränes Schweigen
DPA

Ihre Reise in die USA sei klimaschädlich, so ein Vorwurf. Und in den sozialen Medien wird sie offen angefeindet. Greta Thunberg sagt dazu: nichts. Indem sie sich auf die Provokationen nicht einlässt, zeigt sie wahre Größe.

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j.c.nolte 25.08.2019, 19:55
270. Viel zu kurz gesprungen

Zitat von Ole_Bienkopp
Nette Idee! Aber schon die Verwendung des Attributes "klimaschädlich" für CO2 zeigt, daß da wieder nur - tschuldigung - PIIIIEEEP dahinterstehen, die in der aktuellen Hysterie eine Geschäftsidee witttern, um hauptsächlich staatliche Fördermittel abzugreifen für Technik, die keiner braucht. Zumal am Ende dieser "Umwandlung von CO2 in Kohlenwasserstoffe" wieder ein Verbrennungsprozeß steht. Wir also wieder bei Null sind. Und da ist die zur Umwandlung benötigte Irrsinnsmenge an Energie noch gar nicht berücksichtigt, die - und das ist der Brüller - in der Versuchsanlage durch die Verbrennung von Erdgas gewonnen wird... Aua! Warum immer so technokratisch und kompliziert? Die Natur hat den besten CO2-Absorber bereits fertig entwickelt! Es nennt sich "Vegetation" und den Begriff kann jetzt jeder mal googlen. Und natürlich ist CO2 auch nicht "klimaschädlich". Eher im Gegenteil. Denn mit deutlich weniger CO2 wäre dieser Planet für Mensch. Tier und Pflanzen unbewohnbar. Es kommt auf das Gleichgewicht an! Einen Kreislauf wieder in Gang zu bringen, der gestört ist - durch mehr Bäume zB., die das CO2 dann auch nicht in Brennstoff umwandeln, sondern in Holz, wo der Kohlenstoff so lange gebunden bleibt, wie der Baum rumsteht oder das Holz zB. als Baumaterial genutzt wird. Genial, was? Warum ist DARAUF noch keiner gekommen? Bio-CO2-Filter!!
Das Komische ist nur, dass die Bäume, in sagen wir, hundert Jahren auch tot sind und damit das gespeicherte CO2 wieder freisetzen.

Und dann?

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Knacker54 25.08.2019, 20:47
271. Machen Sie sich bitte mal

Zitat von j.c.nolte
Das Komische ist nur, dass die Bäume, in sagen wir, hundert Jahren auch tot sind und damit das gespeicherte CO2 wieder freisetzen. Und dann?
den Unterschied zwischen"fossilem CO2" und dem CO2 klar, was aus der neuzeitlichen Atmosphäre durch Photosynthese entfernt wird. Möglicherweise schauen Sie auch mal den Begriff "CO2-neutral" nach.
Dann können Sie sich auch noch überlegen, warum aus Biogasanlagen gewonnener Strom CO2-neutral ist und warum er zu den Erneuerbaren Energien zählt. Ja, es ist alles nicht so einfach...

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Ole_Bienkopp 25.08.2019, 20:53
272.

Zitat von j.c.nolte
Das Komische ist nur, dass die Bäume, in sagen wir, hundert Jahren auch tot sind und damit das gespeicherte CO2 wieder freisetzen. Und dann?
Wenn Sie das fragen müssen, dann haben Sie das Prinzip nicht verstanden. Es geht darum, wieder MEHR Wälder zu haben! Und diese Wälder hören dann in 100 Jahren auch nicht auf, zu existieren, nur weil die Bäume ein begrenztes Leben haben. Und Das Holz, welches weiter genutzt wird, gibt den Kohlenstoff auch erst mal nicht frei.

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Loewe101 25.08.2019, 20:58
273. Informieren

Für mich ist es immer wieder aufs neue erschreckend, wie aggressiv und genervt hier viele Kommentatoren reagieren und schreiben wenn es um Umweltthemen geht. Vielen ist anscheinend nicht bewusst, dass wir von der Natur leben und sonst von nichts. Und wir sind dabei diese seit der Industrialisierung systematisch zu zerstören. Das kann nur Ignoranz bedeuten oder die Angst vor Veränderung. Möglich ist natürlich auch, dass sich viele meist bei Facebook oder der Bildzeitung informieren.
Was wirklich daneben ist, ist eine 16-jährige zu beschimpfen die sich - berechtigterweise - Sorgen um Ihre Zukunft macht und sich deswegen für ihre Ziele einsetzt. Und etwas anderes macht sie nicht.
Wohl kaum einer ihrer Kritiker hat soviel im Leben erreicht wie Greta Thunberg!

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j.c.nolte 25.08.2019, 21:13
274. Sie spielen auf die geschätzten drei Prozent an?

Zitat von Ole_Bienkopp
Wenn Sie das fragen müssen, dann haben Sie das Prinzip nicht verstanden. Es geht darum, wieder MEHR Wälder zu haben! Und diese Wälder hören dann in 100 Jahren auch nicht auf, zu existieren, nur weil die Bäume ein begrenztes Leben haben. Und Das Holz, welches weiter genutzt wird, gibt den Kohlenstoff auch erst mal nicht frei.
Sie meinen das Prinzip, dass Bäume eher selten bis in die Höhen wachsen, also dorthin, wo sich das meiste CO2 besonders aus dem Flugverkehr sammelt? Nicht zu vergessen das bisschen NOX und Wasserdampf?

Doch, doch, kein Ding, das habe ich soweit verstanden:

Was richten Flugzeugemissionen an?

Flugzeuge setzen neben CO2 vor allem Wasserdampf und Stickoxide frei. Sie tragen so mit etwa drei Prozent zur menschengemachten Erderwärmung bei, schätzen Forscher - abhängig von der Flughöhe: https://www.dw.com/de/was-richten-flugzeugemissionen-an/a-15748640

Was das weitergenutzte Holz betrifft, es scheint, dass ich in etwas längeren Dimensionen denke als Sie; konkret: 60 Millionen Jahre.

https://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/upload/CO2_60Mio.jpg

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Ole_Bienkopp 25.08.2019, 22:13
275.

Zitat von j.c.nolte
Sie meinen das Prinzip, dass Bäume eher selten bis in die Höhen wachsen, also dorthin, wo sich das meiste CO2 besonders aus dem Flugverkehr sammelt? Nicht zu vergessen das bisschen NOX und Wasserdampf? Doch, doch, kein Ding, das habe ich soweit verstanden: Was richten Flugzeugemissionen an? Flugzeuge setzen neben CO2 vor allem Wasserdampf und Stickoxide frei. Sie tragen so mit etwa drei Prozent zur menschengemachten Erderwärmung bei, schätzen Forscher - abhängig von der Flughöhe: https://www.dw.com/de/was-richten-flugzeugemissionen-an/a-15748640 Was das weitergenutzte Holz betrifft, es scheint, dass ich in etwas längeren Dimensionen denke als Sie; konkret: 60 Millionen Jahre. https://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/upload/CO2_60Mio.jpg
Also daß das meiste CO2 oben in der Atmosphäre freigesetzt würde, verweise ich in das Reich der Phantasie, reinweg um Flugverkehr zu verdammen. Und das sage ich als jemand, der seit 30 Jahren nicht mehr geflogen ist. Nur, falls Sie als nächstes nur noch ein "ad hominem"-Argument haben.

Das allermeiste CO2 wird bodennah emittiert - im Grunde ALLE Emittenten mit Ausnahme von Langstreckenflugzeugen befinden sich in Bodennähe.. Zudem ist CO2 wesentlich schwerer als Stickstoff und Sauerstoff. Von üblichen thermalen und wetterbedingten Durchmischungen der Atmosphäre also mal abgesehen, kommt es tendenziell eher unten an als der Rest der Luft und kann somit von der Vegetation absorbiert werden. So läuft das ja auch schon seit Jahrmillionen.

Und, nur falls Sie es nicht wissen sollten: Die Kondensstreifen, die die Flugzeuge freisetzen (Wasserdampf) wirken sogar ABKÜHLEND! Da haben sich vor ein paar Wochen Kölner "Wissenschaftler" bis auf die Knochen blamiert mit der Behauptung, sie würden die Erderwärmung befördern. Das Gegenteil ist richtig, wie der unfreiwillige "Großversuch" in den USA in den Tagen nach dem 11.9.2001 zeigte. Da flog tagelang kein Flugzeug - und die Temperatur stieg leicht aber signifikant AN!

Warum? Weil die Kondensstreifen nicht nur die Wärmeabstrahluing ins All mindern (und nur das hatten die Kölner in ihrem Modell berücksichtigt) , sondern auch Sonnenlicht reflektieren. Unter dem Strich verringern sich die Unterschiede zwischen Tag und Nacht - und gleichzeitig wird es kühler.

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Hamberliner 25.08.2019, 22:30
276.

Zitat von j.c.nolte
Ich nutze selber Flieger und mache bald meinen Pilotenschein. Bezugnehmend auf mein Post #261: Was glauben Sie, warum Carsten Spohr, selbst Verkehrspilot, Eurowings einführen musste? Glauben Sie, es hat ihm Spaß gemacht, die Leute so zu knechten? Und nein, ich kenne Herrn Spahn nicht. Wie er sich mit den Piloten der Lufthansa angelegt hat, fand ich persönlich mehr als unangemessen. Aber vor dem Hintergrund von #261 vermute ich, er hatte zu dem Zeitpunkt einfach keine andere Wahl. Piloten der Lufthansa ('bessere Busfahrer') sind ja auch ein beliebtes Angriffsziel. Dass diese Leute EXTREM gut ausgebildet sind, dass es das auch nicht auf lau gibt (soweit ich weiß, müssen die Piloten von Ryanair z.B. ihr Typerating, wenn sie es nicht haben, für die 737 aus eigener Tasche zahlen), dass Verkehrspiloten eine extrem hohe Verantwortung tragen, für viele Menschenleben und sehr teures Fluggerät, wird bei diesen Diskussionen immer sehr gern unter den Teppich gekehrt. Wenn Fliegen doch so einfach ist, eine Bitte an die ganzen Piloten-Hater:
Man muss kein Piloten-Hater sein um zu erkennen: Auch Piloten sind keine Entwickler, sondern Benutzer. Richtig Respekt und Bewunderung hätte ich für jemanden übrig, der nach ausreichend vielen Jahren im Cockpit anfängt Luft- und Raumfahrttechnik zu studieren oder ein verwandtes Fach, der promoviert, um an noch besseren Flugzeugen oder noch klimaschonenderen Kraftstoffen oder Antriebstechnologien zu forschen und zu entwickeln, um der Nachwelt einen bleibenden Nutzen zu hinterlassen - statt einfach nur Kondensstreifen am Himmel. Man erkennt es auch an Äußerlichkeiten - pünktlich zu feindlichen Uhrzeiten auf der Arbeit erscheinen, penibel Vorschriften einhalten über die man gar nicht mitentschieden hat statt seine Arbeit frei zu gestalten, eine Uniform tragen, das muss ein Pilot wie jeder Busfahrer und Lokführer. Als Forscher und Entwickler muss man es nicht, da hat man seine Freiheit.

Ich wünsche den Piloten, dass dieser Beruf die klimabedingte Reputationskrise heil übersteht, aber dafür, dass das mit klimaneutralen Kraftstoffen oder auf Kurzstrecke mit Elektroantrieben gelingt werden andere sorgen, sie als Benutzer können es nicht. Ich bin zufrieden, dass ich kein Pilot geworden bin.

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zinoeg4 26.08.2019, 06:31
277. Ausweichdiskussionen

Jeder sucht nach kleinsten Fehlern im Verhalten einer 16-jährigen. Das ist schon peinlich. Wer sagt denn, dass jemand der uns den Spiegel vor s Gesicht hält, selbst keine Fehler machen darf? Wenn Sie geflogen wäre, hätte es genau so viel Kritik gegeben. Selbst wenn es die Concorde noch gäbe und sie damit geflogen wäre, würde es nichts an der Tatsache ändern, dass sie recht hat. Ich bin auch ein Fan von schnellen Autos, esse gerne Fleisch und reise gerne mit dem Flugzeug, aber die viele Menschen die vor 1990 geboren wurden, versuchen der Wahrheit auszuweichen: Wenn wir Kinder in die Welt setzen, oder gesetzt haben, so müssen wir den Schalter umlegen und zwar sofort. Die Mächtigen der Welt beschäftigen sich lieber mit atomarer Wiederaufrüstung, statt gemeinsam die Probleme zu lösen, die für alle die gleichen sind. Ich gebe dem Planeten und der Menschheit noch maximal 100 Jahre.

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trulala 26.08.2019, 07:24
278. Kritik?

Diffamierungen, Hetze und Hass sind keine sachlichen Argumente für die Klima-Debatte und darum muss niemand darauf eingehen, ausser die Strafverfolgung, wenn nötig.

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phrasenmaeher 26.08.2019, 07:49
279. War doch klar

Greta Thunberg hat mit etwas ganz Kleinem - dem freitäglichen Sitzen vor der Schule - etwas ganz Großes, nicht weniger als ein weltweites Phänomen, geschaffen. Aber eben keine sinnfreie Challenge, wie sie von YouTube und Instagram im monatlichen Rhythmus ausgespuckt werden, sondern etwas, das den Finger auf eine Wunde hält, bei dem die aktuelle Politik eben nur mit einem Pflaster reagiert - und das wäre schon viel. Sie hat es geschafft, dass Hunderttausende andere Jugendliche weltweit auf die Straße gehen, obwohl diese von meiner Generation grundsätzlich als unpolitisch und viel zu bequem für so etwas wie eine Demo klassifiziert wurde. Und sie hat es geschafft, die politische Kaste weltweit aufzuscheuchen und mit einem existenzielle wichtigen Thema zu konfrontieren, dass nur zu gerne totgeschwiegen, geleugnet oder meist ganz simpel dem Profit untergeordnet wird. Dafür gebührt ihr mein voller Respekt. Und es war absolut klar, dass dies Anfeindungen hervorrufen würde. Vom üblichen Internet-Troll, der eh den ganzen Tag nichts Besseres mit seiner Zeit anzufangen weiß, über die ewig nervenden Verschwörungstgeoretiker bis hin zu Politikern und eben Journalisten, die sich bemüßigt sehen, sich am peinlichen neuen Feindbild einer 16-jahrigen Umweltaktivisten abzuarbeiten. Und natürlich wird jeder vermeintliche Fehler wie eben die nun schlechtere Ökobilanz des Segeltörns seziert und als Bumerang gegen Greta verwendet. So etwas nennt man Beißreflex, weil dieses Mädchen mehr polarisiert, als es die vermutlich meisten ihrer Kritiker Zeit ihres Lebens auch nur im engsten Familienkreis vermögen. Vor allem generiert dieser Segeltörn jedoch wieder Aufmerksamkeit für die Sache, für das Ganze, und die Erbsenzähler, die dies jetzt als Aufhänger für ihre Aversionen nutzen, entlarven sich mit ihrem Ereifern maximal selbst. Was soll sie auf so etwas also groß antworten? Großartig übrigens, ein Treffen mit Donald kurz und knapp als Zeitverschwendung zu titulieren, da dieser ja nicht einmal auf Wissenschaftler höre. Was solle sie ihm also erzählen? Hier zeigt sich vor allem, dass sich Greta Thunberg selbst keinesfalls so wichtig nimmt, wie ihre zahlreicher werdenden Kritiker ihr es stets unterstellen wollen. Sie spricht lediglich nüchtern eine Wahrheit aus. In der Miniserie "Chernobyl" findet sich das hervorragend wieder, als eine Wissrenschaftlerin den örtlichen Parteibonzen zu einer umgehenden Evakuierung auffordert, der dies natürlich blockt, weil nicht sein kann, was nicht sein darf. Sie weist ihn kurz darauf hin, dass sie selbst Kernphysikerin sei, er hingegen vor seiner Parteikarriere Schuhe verkauft habe. Darauf er: 'Ja, aber ich habe jetzt das Sagen." Greta wird, so sie als Galleonsfigur der Friday For Future-Bewegung nicht writer in den Hintergrund rücken sollte, was bei einer stetig wachsenden Sache normal wäre, gut daran tun, auch weiterhin nicht ihre Zeit mit solchen Menschen zu verschwenden. Ob in der Politik oder bei Instagram.

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