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Klimaaktivistin ignoriert Kritik: Greta Thunbergs souveränes Schweigen
DPA

Ihre Reise in die USA sei klimaschädlich, so ein Vorwurf. Und in den sozialen Medien wird sie offen angefeindet. Greta Thunberg sagt dazu: nichts. Indem sie sich auf die Provokationen nicht einlässt, zeigt sie wahre Größe.

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box-horn 26.08.2019, 08:13
280. Nicht ernst zu nehmen

Zitat von zinoeg4
Jeder sucht nach kleinsten Fehlern im Verhalten einer 16-jährigen. Das ist schon peinlich. Wer sagt denn, dass jemand der uns den Spiegel vor s Gesicht hält, selbst keine Fehler machen darf? Wenn Sie geflogen wäre, hätte es genau so viel Kritik gegeben.
Natürlich darf eine 16-Jährige Fehler machen. Es stellt sich doch aber sehr die Frage, was von dem Aktionismus auf ihrem Mist gewachsen und was davon auf dem von ihren Eltern und Beratern. Im Ergebnis ist ihr Segelturn mit allem drum und dran wesentlich klimaschädlicher, als wenn sie sich einfach in einen Flieger gesetzt hätte.

Ernst(er) nehmen würde ich sie, wenn sie beispielsweise Arved Fuchs oder so jemanden gebeten hätte, sie mit seinem alten bewährten Holz-Segler über den Atlantik zu schippern (nicht, das ich glaube, dass er das getan hätte, denn der kann Aktionismus von echtem persönlichen Einsatz unterscheiden). Sie wäre ebenso sicher angekommen, wie mit der High-Tec-Yacht und einem Super-Skipper, die Überfahrt überwacht mit einem Mordsaufwand von Begleitfahrzeugen etc. - das die Crew für die Rückreise in die USA fliegen musste, ist da nur der krönende Höhepunkt.

Der vollkommen übertriebene Aufwand beweist doch nur, dass möglichst wenig persönliches Risiko eingegangen werden soll und möglichst bequem gereist, wogegen es auf den größtmöglichen Effekt ankommt - und den hat sie nun, wenn auch anders als geplant...

Greta hat einen abgesicherten Luxus-Turn über den Atlantik und die Welt den Beweis der Scheinheiligkeit. Nur: Greta kann und ihre Eltern wollen das nicht einsehen - was kommt wohl als nächstes?
Übrigens frage ich mich, warum dieser Supersegler sie anscheinend nicht auch wieder zurückbringt - oder will sie da den Flieger nehmen?

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box-horn 26.08.2019, 08:24
281. Knapp vorbei ist auch daneben

Zitat von Loewe101
Für mich ist es immer wieder aufs neue erschreckend, wie aggressiv und genervt hier viele Kommentatoren reagieren und schreiben wenn es um Umweltthemen geht. Vielen ist anscheinend nicht bewusst, dass wir von der Natur leben und sonst von nichts. Und wir sind dabei diese seit der Industrialisierung systematisch zu zerstören. Das kann nur Ignoranz bedeuten oder die Angst vor Veränderung. Möglich ist natürlich auch, dass sich viele meist bei Facebook oder der Bildzeitung informieren. Was wirklich daneben ist, ist eine 16-jährige zu beschimpfen die sich - berechtigterweise - Sorgen um Ihre Zukunft macht und sich deswegen für ihre Ziele einsetzt. Und etwas anderes macht sie nicht. Wohl kaum einer ihrer Kritiker hat soviel im Leben erreicht wie Greta Thunberg!
Was Foristen wie Sie nicht sehen wollen ist, dass es den "Greta-Kritikern" nicht um Umweltfragen geht resp. deren Ablehnung, sondern um den "Greta-Kult".

Längst ist doch nicht mehr zu unterscheiden, was an den Aktionen "Greta" ist und was davon ihre Eltern und sonstige Profiteure des derzeitigen Hypes. "Greta" ist inzwischen eine Marke geworden, vermarktet von diversen Interessengruppen. Profitieren tun vermutlich vorrangig ihre Eltern auf dem Aufmerksamkeitserheischungstrip, zumal ihre anscheinend reichlich gestörte Mutter.

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ich2010 26.08.2019, 08:48
282.

Zitat von nordlicht123321
Ein 16 jähriges Mädchen wird medial heilig gesprochen. Kritik gilt beinahe als Blasphemie. Und eine fachliche, wissenschaftliche Analyse mit konsensfähigen Lösungsansätzen sind so unmöglich. Es gibt nur maximale Forderungen und schwanz und weiß. Und vielen Medien unterstützen dass und verbreiten Panik. Den denkbar schlechtesten Ratgeber. Traurig.
Private Medien unterstützen das, was Leser bringt. Polarisierende Themen sind höchst willkommen. Und nachdem die Klimahysterie nur noch Sünder und Gläubige kennt bringt das Leserzahlen ohne Ende. Nichts gegen Klimaschutz, aber die Diskussion nimmt aktuell eine völlig falsche Richtung. Anstatt sich um bezahlbare Alternativen zu kümmern, die es ja schon gibt (AKW's, Wasserstofftechnologie, Ausbau ÖPNV, Umrüsten der Benziner auf Gas, flächendeckender Ausbau der Windkraft und Photovoltaik Anlagen etc.pp.), beißt man sich an irgendwelchen Themen fest, die lediglich dazu taugen, den Graben noch tiefer auszuheben.

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Trellick 26.08.2019, 09:39
283. Treffen mit Trump?!?

"Bei der Auswahl ihrer direkten Gesprächspartner hat Thunberg denn auch klare Anforderungen. Ein Treffen mit US-Präsident Donald Trump bezeichnete sie als Zeitverschwendung". Möchte Trump Greta Thunberg überhaupt treffen, das stand doch gar nicht im Raum von seiner Seite. Das war meines Erachtens nur hypothetisch von ihr, aber wird ihr nun aber als positiver Charakterzug ausgelegt. Zeigt schon die lächerliche Berichterstattung: Greta = gut, Trump ist böse, wenn es doch tatsächlich nur so einfach wäre!

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Hamberliner 26.08.2019, 09:46
284. Gesamtbetrachtung

Dieser Hype, dieser Aufstand der Laien, die sich ohne Sachverstand bedienen lassen statt an Problemlösungen mitzuentwickeln, ist längst zu mächtig geworden, als dass man ihn mit Kritik wieder wegbekommen könnte. In anderen Worten: Wer sich immer noch darüber öffentlich aufregt macht sich mit der Illusion lächerlich, man könne den Hype wie auf Knopfdruck wieder abstellen.

Sich drüber lustig zu machen ist etwas anderes. Wenn man wirklich eine weiße Weste hat finde ich das legitim.

Wer die Fachkompetenz hat, klimaschonende Problemlösungen zu entwickeln, aber Gelegenheit dazu braucht, sei es in Form von Nachfrage, sei es in Form von Forschungsförderung, kann sich anstatt sich aufzuregen schon mal überlegen, in welche Richtung der Greta-Hype Nachfrage und Forschungsförderung verschieben wird und sich entsprechend drauf vorbereiten. Auf Ingenieure warten viele spannende interessante Aufgaben, für die es noch kein Geld gibt aber vielleicht bald geben könnte.

Was aus falsch verstandener Rücksichtnahme, um nicht taktlos zu werden, dauernd untern Teppich gekehrt wird ist Gretas besonderes Persönlichkeitsmerkmal. Sie ist anders als durchschnittliche Menschen. Sie selbst hat doch klar und deutlich darüber informiert, dass sie aufgrunddessen Probleme dramatisiert und überbewertet. Diesen Hinweis verstehe ich als freundliche Einladung von ihr, sie nicht misszuverstehen, nicht in Panik die Zivilisation auszuschalten, sondern Problemlösungen zu entwickeln um Zivilisation und Klimaschutz unter einen Hut zu bringen.

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harry_buscafusco 26.08.2019, 10:04
285. Greta Thunbergs souveränes Schweigen

Hallo Frau Duhm, viele Umwelt und Klima-Aktivisten reisen um die Welt, verursachen CO2, aber bringen uns die Problematik näher. Hier spielt wohl eher der Neid über den Erfolg einer 16 Jährigen eine Rolle. Dass ein Herr Hofreiter von den Grünen nach Grönland geflogen ist, um den Eisbergen beim schmelzen zuzusehen, hat dem Klimaschutz wohl weniger gebracht, als die öffentlichkeitswirksame Aktionen von Frau Thunberg. Gruß aus München...

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tarelsun 26.08.2019, 11:03
286. traurig

Wie wenige das hier verstehen. Wie soll sie denn andere fürs Fliegen kritisieren und gleichzeitig selbst fliegen? Kommt schon denkt doch mal selbst nach..

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Knacker54 26.08.2019, 11:10
287. Unübertroffen!

Klasse Beitrag! Vielen Dank dafür! Ich hätte es nicht besser ausdrücken können! Der einzige Wermutstropfen: Es wird die Hater bzw. harten Kritiker nicht beeindrucken. Das liegt auch daran, dass die m.E. eine ganz festgefahrene Ideologie haben. "Erneuerbare Energien? Das ist doch dieses Teufelszeug, was ohne Ende auf meine Kosten subventioniert wird."
Dass die Kohle- und die Atomenergie immer noch mit zig Milliarden subventioniert werden, interessiert diese Leute nicht, obwohl diese Information aus dem selben Medium stammt, was Sie gerade lesen:
" Kohlesubvention Der schwarze Irrsinn
Jeder Arbeitsplatz im Bergbau an Ruhr und Saar kostet den Steuerzahler pro Jahr rund 80.000 Euro. Kein anderer Wirtschaftszweig wird so stark subventioniert wie die Steinkohle-Förderung. Allein 2002 flossen fast drei Milliarden Euro Beihilfe in den Bergbau. Und das wird auch erst einmal so bleiben." (Gut, nicht mehr ganz aktuell, aber so war das bei der Steinkohle) - und jetzt, bei der Braunkohle? Da gibt das UBA Auskunft: "Umweltschädliche Subventionen belasten den Staatshaushalt doppelt: Zunächst durch Mehrausgaben und Mindereinnahmen des Staates. Später durch erhöhte Kosten für die Beseitigung von Schäden an Umwelt und Gesundheit. Im Jahr 2012 beliefen sich die umweltschädlichen Subventionen auf über 57 Milliarden Euro." https://www.umweltbundesamt.de/themen/wirtschaft-konsum/wirtschaft-umwelt/umweltschaedliche-subventionen#textpart-1
Diese Dinge sind ganz leicht zu finden: Einfach mal "Kohlesubvention" in x-beliebige Suchmaschinen eingeben.
Nochmal: Bevor man hier rumgeifert, liebe Leute, sollte man sich erstmal gründdlich informieren - die Materie ist nämlich nicht einfach.
Und dann gibt es immer noch keinen Grund auf einer 16-jährigen rumzuhacken, die sich Sorgen auch um ihr Leben macht, welches sie ja (hoffentlich) noch größenteils vor sich hat!

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kuschl 26.08.2019, 11:13
288. Schlussbetrachtung

Zitat von Hamberliner
Dieser Hype, dieser Aufstand der Laien, die sich ohne Sachverstand bedienen lassen statt an Problemlösungen mitzuentwickeln, ist längst zu mächtig geworden, als dass man ihn mit Kritik wieder wegbekommen könnte. In anderen Worten: Wer sich immer noch darüber öffentlich aufregt macht sich mit der Illusion lächerlich, man könne den Hype wie auf Knopfdruck wieder abstellen. Sich drüber lustig zu machen ist etwas anderes. Wenn man wirklich eine weiße Weste hat finde ich das legitim. Wer die Fachkompetenz hat, klimaschonende Problemlösungen zu entwickeln, aber Gelegenheit dazu braucht, sei es in Form von Nachfrage, sei es in Form von Forschungsförderung, kann sich anstatt sich aufzuregen schon mal überlegen, in welche Richtung der Greta-Hype Nachfrage und Forschungsförderung verschieben wird und sich entsprechend drauf vorbereiten. Auf Ingenieure warten viele spannende interessante Aufgaben, für die es noch kein Geld gibt aber vielleicht bald geben könnte. Was aus falsch verstandener Rücksichtnahme, um nicht taktlos zu werden, dauernd untern Teppich gekehrt wird ist Gretas besonderes Persönlichkeitsmerkmal. Sie ist anders als durchschnittliche Menschen. Sie selbst hat doch klar und deutlich darüber informiert, dass sie aufgrunddessen Probleme dramatisiert und überbewertet. Diesen Hinweis verstehe ich als freundliche Einladung von ihr, sie nicht misszuverstehen, nicht in Panik die Zivilisation auszuschalten, sondern Problemlösungen zu entwickeln um Zivilisation und Klimaschutz unter einen Hut zu bringen.
Ich danke Ihnen für diesen sachlichen, unaufgeregten Beitrag, der eine schöne Schlussbetrachtung dieser zum Teil hysterischen Diskussion sein könnte.

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