Forum: Leben und Lernen
Kompetenzen von Viertklässlern: "Nicht die Kinder sind das Problem, sondern das Bildu
DPA

Das Leistungsniveau von Viertklässlern hat sich verschlechtert, gleichzeitig ist der Anteil der Förder- und Zuwanderkinder gestiegen. Gibt es einen Zusammenhang? Antworten von der Leiterin des Vergleichstests.

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Ralf1234 13.10.2017, 19:24
10.

In BW liegt der Anteil von Kindern in der Grundschule mit Zuwanderungshintergrund bei 44%. Frau Merkel hatte Recht: Deutschland wird sich verändern. Aber wir schaffen das! Bei der Bildung klappt es ja schon super!

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lit 13.10.2017, 19:27
11. Ich bin Lehrer und...

kann nur sagen: ja. Es ist das System. Aber es ist auch die Halbherzigkeit mit denen die Gemeinschaftsschule umgesetzt wird. In den meisten Standorten besteht sie aus Haupt- und Realschule (in BaWü). Der gymnasiale Aufsetzer fehlt. Ja, die Lehrer sind da, ich weiss. Dann ist natürlich der Bildungsplan nur die eine Wahrheit. die andere Wahrheit ist die Führung in der Schule und die Administration, natürlich auch die Ausbildung der Lehrer nicht zu vergessen. Die meisten Rektoren verstehe sich als Schulrechtler. Ein vermeintlicher Rechtsanwalt kann eine Schule nicht führen! Geraten Lehrer in die Schusslinie von Eltern sind Rektoren auch die Schulaufsicht oft schnell auf Seiten der Eltern um des lieben Friedens willen. So gerät sogar die Schulaufsicht letztlich in elterliche Hand. Eine sehr unglückliche Situation, da hier "jeder Schule kann". Dies führt zu einer völligen Stagnation von Schulentwicklung. Die "reguläre" Schulentwicklung via Evaluation von Schulen ist in hochprofessioneller Hand seitens des Ministeriums. Schulen werden ausgezeichnet, Entwicklungsmöglichkeiten offenbart. Ein extrem hoher schriftlicher Aufwand, an Leitung und Lehrer deren Mehrwert sicher auf infrage gestellt werden kann. Ich mache noch ein Beispiel aus der Kita. Sicher ist er schön. wenn Erzieher Portfolios anlegen, die Eltern einsehen können. Aber (!) die Pflege des Portfolios geht von der echten Erziehungszeit, der Zeit am Kind weg und letztlich ist immer die Frage zu stellen; Arbeitet der Erzieher/Lehrer um den Eltern zu gefallen (ein schönes Portfolio) oder ist nicht seine Kernaufgabe die Bildung und Erziehung von Kindern, mit der kompletten dazugehörigen erzieherischen Verantwortung. Besinnen wir uns auf unsere Kernaufgaben. Einzig de Administration weiß, immer im Nachhinein, wie der verantwortungsvolle Pädagoge gehandelt haben müsste.

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peterregen 13.10.2017, 19:27
12.

"Nicht die Kinder sind das Problem, sondern das Bildungssystem"

Fast! Richtig wäre:

"Nicht das Bildungssystem ist das Problem, sondern die Politiker"

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elCaputo 13.10.2017, 19:34
13. Wes Brot ich ess...

Wes Brot ich ess, des Lied ich sing. Nur so lässt sich Stanats reflexartige Ablehnung einer besseren finanziellen und personellen Ausstattung des deutschen Schulsystems erklären. Man stelle sich vor, sie würde sich FÜR diese kostspieligen Maßnahmen aussprechen. Wie viele Studien dürften sie und ihr Institut wohl in Zukunft noch für die Kultusministerkonferenz erstellen? Es fehlte eigentlich nur noch der ebenso automatische Verweis auf die Hattie-Studie. Nur mal zum Vergleich. Laut der Zahlen der OECD - einem Verein, dem ich mehr vertraue als dem IQB - rangiert Deutschland bezüglich des Anteils der Bildungsausgaben am BIP irgendwo zwischen Ruanda und Nordkorea.

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mali123 13.10.2017, 19:36
14. Man erwartet

immer die Kompetenz im Lesen, Rechnen, Schreiben von den Kindern. Als ob das Ganze ein perpetum mobile wäre. Warum testet man nicht mal die (verbeamteten) Lehrer, ob diese den hohen Lohn wirklich verdienen. Schon zu meiner Zeit hatten wir Rechner. Wir hatten nur keine Lehrer, die damit wirklich umgehen konnten, geschweige denn programmieren.

Ich denke viele Lehrer sind sehr schlecht qualifiziert. In der freien Wirtschaft sind die wirklichen Könner. Schade nur, dass diese auch nicht mehr so geschätzt werden dank H4, denn dieses schwächt die Position bei Lohnagschlüssen Aller, auch wenn es manche nicht wahrhaben wollen, weil sie einen Job haben.

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jula75 13.10.2017, 19:44
15. Reflex?

Gott, wie dumm ich bisher immer war!
Natürlich braucht man nicht mehr Geld, wenn es in Klassenzimmern bei Starkregen durch die geschlossenen Fenster regnet. Selbst schuld! Was regnet es auch?
Natürlich braucht man nicht mehr Personal oder kleinere Klassen. Eine Lehrkraft kann selbstverständlich mit 25-30 Kindern im Klassenraum optimale Ergebnisse erzielen, wenn zehn davon kein Deutsch können, fünf weitere Inklusionkinder sind, von denen drei den Schwerpunkt Soziale-emotionale Entwicklung haben und permanent herumlaufen und laute Geräusche machen oder auch mal mit einem Stuhl um sich schlagen, und weitere zwei mit Förderschwerpunkt Lernen zieldifferent unterrichtet werden, so dass sie an anderen Dingen arbeiten als die anderen Schüler und dafür auch mehr Anleitung brauchen. Wer es unter diesen Bedingungen nicht schafft, gleichzeitig noch Begabtenförderung zu betreiben, hat seinen Beruf verfehlt.

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lupo44 13.10.2017, 19:59
16. Selbst erlebt weil es passt.....

bin in einer großen Kaufhalle um Waren des täglichen Bedarf szu kaufen.Viele Menschen Donnerstag Nachmittag so gegen 16:00 Uhr. An den Selbstbedienungsstand für frische Brötchen steht eine junge Mutter mit ihren sagen wir mal 5-6 Jahren alten Sohn.Offentsichtlich mit Minigartionshintergrund.Eine heftige Diskussion zwischen Mutter und Sohn entbrannte wegen eines gebackendes Hörnchen.Alle sfindet in deren Landessprache statt.Nur deshalb habe ich höflich die iniative ergriffen und mich zu Wort gemeldet.Ich fragte "Sagen Sie mir bitte warum streiten Sie sich nicht in Deutsch? Schließlich wird ihr Sohn mal unsere Zukunft in Deutschland darstellen.Sofort mischten sich viel Andere Menschen mit ein und rechtfertigten meine Meinung.
Die mutter die wohl Deutsch verstand stutzde und verließ leider schnellen Schrittes die Kaufhalle.War nie von mir beabsichtigt diese Reaktion.Aber das ist ein Beispiel wie es zugeht in den Familien.Anstatt die Sprache zu pflegen für das Kind wird weiter gesprochen in derern Sprache. Sowird es sicher in vielen Familien aussehen die zu kommen.Leider findet so keine Intregation statt.Die armen Lehrer und die Kinder die unsere Muttersprache beherrschen.Sie müssen bestimmt daunter sehr leiden wenn sie in Klassen gehen mit sehr viel Kindern aus anderen Ländern.Hier muß schnellstens gehandelt werden von Seiten der Politik.
Das ist noch wichtiger als irgend welche Feiertage ein zu führen.

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hausfeen 13.10.2017, 20:10
17. Das ist schnell gesagt: "Das Bildungssystem ist schuld"

Danach kommt dann gleich eine parteipolitische Schuldzuweisung.

Dabei kommt das Bildungssystem einfach den soziagrafischen Entwicklungen nicht hinterher. Und das wird immer ein Hase und Igel-Spiel bleiben.

Aber dennoch muss festgehalten werden, dass neben dem Handy-Wahnsinn bei Kindern, den Turbo-Video-Handy-Eltern, die Eltern gleich nochmal als Grund auftauchen. Sie bremsen nämlich den Fortschritt im Bildungssystem. Dissen Lehrer, die ihre Kinder schlecht benoten, protestieren gegen alles und jedes Neue und verweigern den Modernisierung ihre Wählerstimme.

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Berg 13.10.2017, 20:10
18.

Zitat von max-mustermann
"Das ist ja häufig der Reflex: Kleinere Klassen, mehr Ressourcen, mehr Geld. " Und das völlig zurecht, viele Schulgebäude sind in einem erbärmlichen Zustand. Der Lehrermangel ist dank des Sparzwangs der Regierung enorm, es fallen regelmäßig unmengen an Stunden aus usw. Ich rede hier übrigens von Bayern, wie es in den Bundesländern am unteren Ende der Liste zugeht möchte ich mir gar nicht vorstellen.
Es ist noch lange nicht erwiesen, dass bei mehr Geld für Schulen auch die Lernergebnisse der Schülerschaft besser werden, In was für Schulen haben wir nach dem Kriege gesessen: ungeheizt im Winter, überfüllt, Neulehrer - und trotzdem wurden aus den Schulabgängern Ings, Ärzte und Lehrer. Warum? Weil die Schüller immer selber lernen müssen - Lehrer können nur lehren.

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genugistgenug 13.10.2017, 20:38
19. Wann unterrichten die Lehrer eigentlich und was?

Wenn man Lehrer sieht (Dokus), dann sind die alle lang und breit am erklären und das immer wieder und für jeden Schüler dasselbe nochmal. Man muss ja auf die eingehen. Doch wenn man mal rechnet: Schulstunde 45 Minuten, minus 5 Minuten zum runterbringen, 10 für Störungen, dann sind noch 30 Minuten oder 1 Minute pro Kind übrig.

Es ist zwar schon lange her, doch wir (2. Bildungsweg FH Reife in 1 Jahr - BEdinung abgeschlossene Berufsausbildung) hatten auch so einen Mitschüler der mit "Fragen" das Lernen verzögern wollte. Der wurde sehr rasch in Senkel gestellt, von uns 'Schülern'.
Auch in der Schulzeit war Frontalunterricht angesagt. Ohne Beamer, usw. und die Zeit wurde genutzt. Doch da war es auf das Wesentliche reduziert (inkl. kleines/großes Einmaleins) und der Lehrer war kein Selbstdarsteller oder tobte sich als 'Freund/Kumpel' aus.
Wir machen dies heute immer noch in 'teach the teacher' IT Kursen - funktioniert sehr gut, alle sind zufrieden - da kosten die Tage aber auch schnell mal 500,- €/Teilnehmer.

Wobei die Lehrer unserer Meinung nach dem Motto 'Hauptsache drüber geredet' und 'das diskutieren wir aus, auch wenn es 1 + 1 ist, bring mal deinen Vorschlag oder 'wenn du jemanden kennst der seinen Namen tanzen kann, dann hast du bestanden'.

Wir fragen uns wieder, was die 'Kultus'Minister in der Presse zu suchen haben - die sollen endlich ihre Arbeit machen. Doch leider ändern sich die Vorgaben je nach ReGIERung. Politiker First, Lherer Last und die Kinder sind nur Spielzeug.

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