Forum: Leben und Lernen
Konflikte in der Öffentlichkeit: "Eltern schreiben ihren Kindern weniger vor"
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Ein Restaurant auf Rügen erklärt sich abends zur kinderfreien Zone. Wird unser Land kinderfeindlicher? Im Gegenteil, sagt eine Psychologin - und verrät, was Kinder für eine gute Erziehung brauchen.

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seid-kritisch 17.08.2018, 18:45
60. Jedes Kind muss/sollte in die Schule,

aber kein Kind muss in ein Restaurant.
Wenn ein Kind nicht die "Restaurantreife" hat, sollten die Eltern es auch nicht dahin schleppen. Im Falle von lauten Belästigungen erlaube ich mir von Fall zu Fall auf das Kind zuzugehen und laut zu rufen :"Was ist denn mit dir los? Du schreist ja wie ein Baby. Du bist wohl noch ein Baby! Ja du bist noch ein Baby!" Meistens ist dann erstmal Ruhe. Merke: Wer nichts macht, hat schon verloren, ohne gekämpft zu haben.

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lokisflatmate 17.08.2018, 18:46
61. Es kommt eben sehr auf die jeweilige Familie an ...

Ich habe eine Familie mit vier Kindern zwischen 3 und 10 in der nahen Verwandtschaft. Mit diesen Kindern kann man überall hingehen, weil sie gelernt haben, dass man auf dem Spielplatz anders agiert als im Restaurant. Die dazugehörigen Eltern haben entsprechend viel Arbeit investiert, um ihren Kindern das beizubringen.
Leider fehlt oft der Wille oder das Durchhaltevermögen auf Seiten der Eltern. Ich möchte auch nicht neben einem Tisch sitzen, an dem ein Kleinkind mit durchdringenden Kreischorgien etwas durchsetzen will - und ich mag Kinder.

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Das Pferd 17.08.2018, 18:46
62.

Zitat von reverend.speaks
Viele kleine Kinder werden überfordert in dem Versuch, ihnen größtmögliche Freiheit zu geben. Wenn die Eltern ein 3-jähriges Kind fragen, ob es bei winterlichen Minusgraden die Jacke anziehen möchte – was dann erstaunlicherweise verneint wird – dann befinden sich beide Parteien in einer Sackgasse. Die Eltern formulieren gestresst weitere Varianten der Frage und das Kind versteht den Stress als Liebesentzug. Am Ende gibt es Geheule und Nervenzusammenbruch. Grenzen setzen, Entscheidungen fällen und diese nachvollziehbar begründen, dann erfahren Kinder Sicherheit und lernen etwas.
stimmt. Oder der Klassiker: willst du heute Nudeln oder Reis? Ein kleines Kind weiß zwar, was das ist, weiß aber nicht, daß die Entscheidung eine halbe Stunde später erst zu einem Ergebnis führt, und dann nicht mehr korrigiert werden kann. Das ist was anderes, wenn beides schon auf dem Tisch steht.

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fisschfreund 17.08.2018, 18:46
63.

Kinder brauchen Grenzen. Wenn niemand diese Grenzen frühzeitig aufzeigt, dann gibt es eben fangen spielen im Restaurant. Zu meiner Kindheit völlig undenkbar, da hätte es was an die löffel gegeben. Aber die meisten Eltern sind sowieso zu faul ihren verzogenen bälgern mal Manieren beizubringen.

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darkbaroon 17.08.2018, 18:49
64. Realitätsfernes Professorengequatsche

„Er sollte von vornherein klare Regeln definieren, anhand derer das Miteinander trainiert werden kann, zum Beispiel kein Fangenspielen zwischen den Tischen.” Notdurften unterm Tisch sind aber OK, steht ja nichts im Regelwerk und trainiert hats der Restaurantbetreiber auch nicht mit den Kindern. Da kann man nur den Kopf schütteln.......

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joergz 17.08.2018, 18:49
65. Kompetenz

"Wir hinterfragen heute schneller die Kompetenz und Autorität, die mit bestimmten Rollen einhergehen, zum Beispiel mit der einer Lehrkraft. "
Natürlich hinterfragen die Eltern die Kompetenz der Lehrkraft und nicht ihre eigene. Das wäre ja zu viel verlangt.

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DDUA 17.08.2018, 18:50
66. Freiheit für die Kackbratzen

Da den Kindern heute weder von den Eltern, der Schule, der Politik irgend welche Verhaltensregeln mitgegeben werden, benehmen sich die meisten wie der Rotz am Ärmel und sind hummeldumm (deshalb finden die auch keinen Job nach der Schule und scheitern an den Unis). Und es ist ja cool, wenn das eigene Kind sich auf keinen Fall an Konventionen hält (also höflich ist). Kinder sind die Zukunft? Na ja, die meisten werden nur sicherstellen, dass viel Hartz 4 ausgezahlt wird. Hotels und Restaurants ohne Kinder sind sicherlich eine Wohltat für den sich wohlbenehmenden und hart arbeitenden Teil der Bürger.

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iffelsine 17.08.2018, 18:50
67. Nun, es wurde ja offensichtlich mit Regeln versucht, was

daneben ging. Für uns wird das Lokal jedenfalls erste Wahl, wenn wir auf Rügen außer Haus essen. Auch wir Älteren haben Rechte gleichwohl wie Kinder, das wird bei dieser Diskussion völlig vergessen. Also die Hälfte der Restaurants in Deutschland sollte abends für Familien mit Kindern vorbehalten sein und die andere Hälfte für die, die eben insbesondere Ruhe beim Restaurant schätzen. Im Flieger geht das leider nicht, daher fliegen wir eben Business in der Langstrecke. Bei Restaurants meiden wir alle, die Einrichtungen wie Spielplätze anbieten. Davon gibt es mehr als genug und wir beschränken uns dabei dann eben auf die wenigen, die teuer und daher unattraktiv für Familien sind.

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oil.domi1 17.08.2018, 18:50
68. Tolerangrenze

Es ist auch eine frage der Toleranz in der Gesellschaft. Kinder sind Kinder, sie verhalten sich Kindlich und testen ihre Grenzen aus etc. andererseits gibt es natürlich auch Regeln an die sich Kinder zu halten haben und manche Eltern lassen zu viel oder fast alles durch gehen.
Allerdings finde ich es untragbar das was dieser Restaurant besitzer hier macht, es Diskriminierung und sonst nichts.
Wenn ich manche Kommentare hier lese muß ich feststellen das auch viele Erwachsene keine manieren haben.

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zylinderkopf 17.08.2018, 18:52
69.

Ich kann den Restaurantbetreiber voll verstehen. Uns incl. meiner erwachsenen (20 u. 24) Kinder haben auch schon Eltern genervt, die Ihren plärrenden Nachwuchs im Kleinkinderalter mit ins Steak House geschleppt haben. Wir haben auch schon Restaurants verlassen, wo der Nervpegel schon beim Betreten erreicht war. Ich verstehe diese Eltern nicht - wir sind mit unseren kleinen Kindern in kein Restaurant. gegangen bis die sich einigermaßen gesittet benehmen konnten. Wenn auswärts Essen, dann gab es McDonalds oder BurgerKing (einmal im MOnat ist ja wohl nicht muss ja schließlich nicht jeden Tag schlimm..). Aber wir sind ja auch gut erzogen worden von unseren Eltern und haben dieses an unsere Kinder weitergegeben. Das Problem sind nämlich nicht die Kinder, die tun mir nur leid. Das Problem sind deren Eltern, die im falsch verstandenen 68er Wahn und mangels Konfliktbereitschaft bei ihren Prinzessinnen und Prinzen alles tolerieren ohne Rücksicht auf die Umwelt.

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