Forum: Leben und Lernen
Kritik an Abi-Zensuren: "Diese Noteninflation ist nicht zufällig"
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Früher war alles besser? Das gilt nicht für die Abiturnoten, denn mit denen geht es aufwärts. Den Gymnasiallehrern gefällt das nicht. Der Vorsitzende des Philologenverbandes Meidinger vermutet: Die Noteninflation hat Methode.

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Immanuel_Goldstein 17.07.2014, 15:43
10.

Zitat von frosch1992
@frankfurter1970 Die Frage die ich mir als Studenten stelle: Wann werden wir denn zum kritischen Denen angeregt? Während in der Schule noch diskutiert wurde und die eigene Meinungsbildung im Vordergrund stand,
Wann soll das gewesen sein? Im G8 ist dafür gar keine Zeit mehr. 20% der Zeit, die ein Schüler in der Schule verbringt, befindet er sich in einer reinen Prüfungssituation und das Lernen an sich, das nachhaltige Üben und das Vertiefen von Stoff nimmt nur noch minimale Zeit ein. Es geht nur noch um Leistungsprüfung, Leistungsprüfung, Leistungsprüfung. Dummerweise hat das aber nichts mit Bildung zu tun, die im Studium gefordert wird. Hier hat die Politik versagt.

Zitat von frosch1992
erhalten wir im Studium eine vorgekaute Meinung. Kritik?
In welchem Studium erhalten Sie vorgekaute Meinungen? Das Problem besteht eher darin, dass dort nicht mal der Grundstoff mehr verstanden wird, geschweige denn die Meinungen im Fortgeschrittenenstudium.
Zitat von frosch1992
Selbststandiges Denken? Fehlanzeige! Lernt man für die Klausuren nicht Wort für Wort die Meinung des Dozenten, sondern möchte differenziert eine eigene Meinung bilden, erhält man die Konsequenz in Form einer schlechten Note. Schlechte Note = Kein Masterplatz = Schlechte Jobchancen!
Im Bachelor-Studium geht es um die Grundbildung und nicht um die Meinung von irgendwelchen Dozenten in Spezialfragen. Mit der Noteninflation in der Schule hat das auch nichts zu tun.

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Realist111 17.07.2014, 15:46
11. ?

Zitat von Tr1ple
Ganz einfach. Ekelhaft aber dein eingachste weg. Weg mit dem BA/MA und zurück zum Humbolt- System... Mit einem Abitur in dem der Schüler sich im 12 und 13 Jahr Spezalisieren kann von mir aus auch In ganz Deutschland einheitlich. Ist Teuer aber lohnt sich in der Zukunft. Ich zahle auch gerne mehr Steuern dafür!
Vllt. wäre dann auch ein Fachbereich "Rechtschreibung" ganz sinnvoll, in dem sich der eine oder andere Schüler spezialisieren könnte ...

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luthersprachler 17.07.2014, 15:48
12. @ sf49ersftw

Anredepronomina werden groß geschrieben!

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prefec2 17.07.2014, 16:07
13. Ach die Philologen

Als wir unser Abi vo 20 Jahren noch machten, war das schon ein Witz zumindest wenn man unseren Aufwand in Relation zum Ertrag ansieht. In Wirklichkeit ließ sich schon damals nicht an der Note erkennen ob jemand irgend etwas kann an der Uni.

Heutige Schüler sind in der Tat schlecht. Sie sind nicht neugierig, sie haben keine Ausdauer und sie können keine Aufsätze schreiben. Es gibt Ausnahmen. Aber in der Masse fehlen ihnen diese Grundfähigkeiten. Dazu kommt, dass sie nicht kritisch denken können. Eigentlich ein Muss für jeden Bürger einer Demokratie. Reflektionsvermögen sollten sie auch haben. All das wird aber inder Schule nicht gelehrt. Offenkundig ist das nicht möglich.

Ergo sollten die Hochschulen lieber zu einen einjährigen Studiumsvorbereitungsjahr laden wo dann diese Fähigkeiten geübt werden oder den Leuten klar gemacht wird, dass ein Studium nicht das Richtig für sie ist.

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ickweeßjanich 17.07.2014, 16:09
14. Ist doch logisch

Die Abiturienten werden halt immer schlauer. Ein direkter Erfolgsnachweis für die vielen guten Bildungsreformen.

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andros0813 17.07.2014, 16:10
15. die intelligenz der zukunft

wird sich komplett anders verhalten (müssen) als es die bildung heute vorsieht..also leute, bleibt zu hause und geht in euch...überleben werden nur wenige.

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Andr.e 17.07.2014, 16:19
16.

Zitat von Immanuel_Goldstein
Wann soll das gewesen sein? Im G8 ist dafür gar keine Zeit mehr. 20% der Zeit, die ein Schüler in der Schule verbringt, befindet er sich in einer reinen Prüfungssituation und das Lernen an sich, das nachhaltige Üben und das Vertiefen von Stoff nimmt nur noch minimale Zeit ein. Es geht nur noch um Leistungsprüfung, Leistungsprüfung, Leistungsprüfung. Dummerweise hat das aber .....
Wenn ich mir den polemischen Einwurf erlauben darf. Einige Professoren sehen Studenten eher als unnötigen Ballast, denn als Investition in eine Zukunft. Ballast, der Ihnen den Aufstieg in höhere Spähren verwehrt. Insofern hat der Forist nicht ganz unrecht, wenn er davon spricht, manch Dozentem nach dem Wort reden zu müssen.

Das andererseits die Vermittlung relevanter Lebensinhalte gerade in der Schule abgenommen hat, glaube ich auch. Wurde vor ein paar Jahren noch versucht, den Schülern abseits des Lernstoffs etwas mtzugeben, ist man heute vor allem darauf bedacht, sich vor paragprahenreitenden Eltern und der Vergabe von 3en, 4en, 5en und 6en zu schützen.

Und bevor sich jetzt jemand ungerechtfertigt behandelt fühlt und/oder kollabiert, möchte ich nochmals auf meinen ersten Satz verweisen.

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Crom 17.07.2014, 16:23
17.

Als ich mein Abi gemacht habe, hatte die Jahrgangsbeste eine 1,2 und ich war mit meiner 1,4 auf den 2.Platz. Heutzutage gibt es gleich mehrere Schüler mit 1,0. Bei uns war das seinerzeit die absolute Ausnahme, es gab glaube ich eine Schülerin in der ganzen Stadt.

Um die Noteninflation zu erkennen, brauch man sich also nur einmal die Häufigkeit der Note 1,0 anschauen.

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gruenbonz 17.07.2014, 16:29
18. der Druck kommt von innen

wer keine guten Noten gibt, wird von meist grünroten Kollegen ganz einfach durch deren Notenvergabe in die Ecke gestellt. Und wer solchermassen weniger beliebt ist, wird auch noch vom Schulleiter mehr oder weniger gezwungen. Beispiel: In einer schwäbischen Schule hat eine Lehrerin schlechten Schülern die persönliche Übergabe der Zeugnisse verweigert, worauf sich der Schulleiter umgehend in der Öffentlichkeit entschuldigte. Druck wird ferner durch ungewisse Schulzukunft aufgebaut, wie eben in BW zu beobachten.

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waldemar 17.07.2014, 16:30
19. Meine Tochter hat vor drei Jahren ...

... ihr Abi gemacht.

Klar versucht man als Vater zu helfen, wo es nur geht. Da ich selbst kein Abi habe, hatte ich Bedenken, ihr wirklich helfen zu können.

Was soll ich sagen: Die Abiprüfungen der Vorjahre, mit denen meine Tochter geübt hatte, waren leichter und auch einfacher als meine mittlere Reife vor 40 Jahren.

Man muss halt nur die Ansprüche herunterschrauben, um jeden "mitnehmen zu können" ...

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