Forum: Leben und Lernen
Kritik an Ministerpräsidentin: Manuela Schwesig schickt Kind auf Privatschule
AFP

Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Schwesig lässt ihren ältesten Sohn auf eine Privatschule gehen. Kritiker werfen ihr nun mangelndes Vertrauen ins Schulsystem vor.

Seite 19 von 25
vliege 06.09.2017, 06:54
180. Wen wundert's?

Der Staat verabschiedet sich mehr und mehr von seinen gesellschaftlichen Pflichten und Aufgaben. Schulen verrotten, unterbezahlte mitunter demotivierte Lehrer, enorme Stundenausfälle und die Inklusion, die nachweislich niemandem etwas bringt, zwingen Eltern sich vermehrt und auf eigene Kosten nach besseren Alternativen umzusehen. Das sind nicht nur Helikopter Eltern oder Elitensprösslinge. Ich bin klassischer Mittelstand und nehme 350? Schulgeld im Monat und eine Stunde Fahrtweg in Kauf um meinem Kind eine gute Bildung zu ermöglichen. Deutschlands Politiker reden viel von Bildungsoffensiven etc. tut aber so gut wie gar nichts. Wir leben wie auch in anderen Bereichen von der Substanz vergangener Zeiten. Das wird sich bald rächen.

Beitrag melden
hansfrans79 06.09.2017, 07:08
181.

Zitat von coyote38
Die sozialistische Gleichmachungs- und Verblödungsschule ist nur etwas für die Kinder DERER, die die sozialistischen Gleichmacher und Verblöder WÄHLEN sollen, aber doch nicht für die sozialistischen Gleichmacher und Verblöder SELBST. Wo denken die Leute bloß hin ...? Ist mir völlig unverständlich, dass man solche politischen Grundlagen immer wieder aufs Neue erklären muss ...^^
Aha, SPD jetzt also gleich Sozialismus (schön wäre es) und nicht etwa nur Schwesig, sondern alle in der Regierung schicken ihre Kinder auf private Schulen.
Was Sie so alles "wissen".

Beitrag melden
C-Hochwald 06.09.2017, 07:15
182. Schule als ideologisches Experimentierfeld

Was hat unser Schulsystem schon mitmachen müssen in den letzten 20 Jahren, seit es Rot-Grüne Landesregierungen gibt (seuftz)!
Dazu noch die Unkultur der Länderhoheit über die Bildung - ja, es ist natürlich extrem nachvollziehbar, wenn ein Mikrobundesland wie Bremen eine eigene Bildungspolitik braucht - mit diesem Argument müsste auch Köln, Düsseldorf, Dortmund, etc... eine Individualbildungspolitik durchführen.
Inklusion, Gesamtschulen, G8 vs. G9 Abi, Lehrermangel, Ausfall von Schulstunden oder ganzen Fächern, Probleme mit der deutschen Sprache bei hohem Anteil ausländischer Schüler, soziale Probleme, usw... Die Liste ist lang, und da wünscht man sich doch nur das Beste für den Nachwuchs.
Sogesehen handelt die Privatperson Schwesig nicht anders als alle anderen Eltern die sich eine Privatschule leisten können.
Doch nun ist sie halt SDP-Spitzenpolitikerin und als Ministerpräsidentin auch noch die Chefin einer verfassungsmäßigen Institution, die für die Bildung zuständig ist.
Daher wird sie in der Öffentlichkeit aus dieser Nummer nicht rauskommen. Sie konterkariert mit ihrer privaten Entscheidung die "Bildungsoffensive" ihres Bundesspitzenkandidaten Schulz - aber dessen Absichtserklärung für bundeseinheitliche Bildungsstandards ist von vorneherein ein Rohrkrepierer.
Was lernt man aus solchen Vorkommnissen:
Selbst eine Ministerpräsidentin traut der aktuellen Bildungspolitik nicht! Wahrscheinlich weiß sie sehr wohl, wie es mit der Unterrichtsqualität bei dem ein paar Sätze vorher beschriebenen Unterrichtswirrwarr bestellt ist.
Sie liefert eigentlich die bestern Argumente für eine bundesweite Bildungsreform.
Man kann ja ideologisch und menschlich betrachtet für Chancengleichheit von der ersten Klasse an eintreten, das ist menschlich verständlich. Doch man kann bei allen Anstrengungen nicht aus jedem Menschen einen Top-Akademiker oder Ingenieur machen. Es muß auch weiterhin Schulen und Programme geben, die maßgeschneidert sind für die unterschiedlichen Potentiale der Schüler.

Beitrag melden
prions.ku 06.09.2017, 07:18
183. Was soll die Aufregung?

Allen Kritikern und Schmährednern empfehle ich sich mal zu informieren, welche hochrangige Politikerinnen ihre Kinder ebenfalls zu deren Wohl den Zugang zu privaten Bildungseinrichtungen ermöglichten oder die Erziehung einem Kindermädchen überlassen hatten. Siehe z.B. Frau von der Leyen. Sie wurde ja mal mit den Worten zitiert, auch sie bringe den anstrengenden Beruf einer Politikerin und Kindererziehung unter einen Hut (mit Kindermädchen usw., ähnlich der Monarchen früher und heute in europäischen Königshäuser üblich, dies hat sie vergessen zu erwähnen)

Beitrag melden
Crom 06.09.2017, 07:24
184.

Wer ist der Träger der Schule? Privatschule klingt elitärer als es ist.

Beitrag melden
unwichtig_0815 06.09.2017, 07:25
185. Aus heutiger Sicht...

würde ich meinen Sohn auch auf eine Ürivatschule schicken. Die IGS in OHZ ist eine dermaßen schlampig geführte (Schulleitung, Lehrer) Schule das es einem schlecht werden kann. Nur Kinder die eh durchkommen würden schaffen es gerade so.

Beitrag melden
gerhard_fuetterer 06.09.2017, 07:25
186. Nicht nur dass Jeder das Beste für sein Kind will,

Zitat von sabrina74
... jeder will das Beste für sein Kind und nicht immer sind Privatschulen "besser", sondern "anders". Dem einen Kind tut Montessori gut, ein anderes kommt mit Frontalunterricht zurecht. Wer von den Kritikern kennt schon den Sohn von Frau Schwesug und maßt sich an, über dessen Wohl zu entscheiden?
nicht nur dass Jeder zunächst einmal sein eigenes Kind im Auge hat, sondern Frau Schleswig befehlt diese Schule selbst und macht damit mehr Mittel für die öffentlichen Schulen frei. Dazu kommt noch , das sie als Politikerin in Berlin lange genug von ihren Kindern getrennt war und die nun in ihrer Nähe haben will und mehr Zeit und Aufmerksamkeit mit ihnen verbringen. Lassen Sie sich Frau Schleswig nicht beirren.

Beitrag melden
wahrscheinlichwahr3 06.09.2017, 07:27
187. Doppelmoral

Kein Vertrauen in Spd Bildungspolitik von einer Spd Ministerpräsidentin. Ist die Frau eine Sozialdemokratin? Wahrscheinlich nur, um nach außen moralisch ach so toll dazustehen. Gleichheit aller Schüler unabhängig vom familiären Hintergrund predigen, solange es nicht meine Familie betrifft. Da sieht man doch: selbst die Verursacher der schlechten Bildungspolitik haben kein Vertrauen in ihr eigenes Werk.

Beitrag melden
fatherted98 06.09.2017, 07:58
188. War schon immer so....

...oder glaubt einer den Sozen noch ihre Sozialromantik? Alles nur Gesülze...wenn es um die eigenen Kinder geht, ist man schnell dabei nicht so "dicht" neben den Migrationsproblemen die man selbst verursacht hat, zu sitzen. Also ist das nur folgerichtig was Frau Schwesig macht....was sie nicht abhalten wird andere die das Gleiche tun zu kritisieren und zu fordern deren Kinder in die entsprechenden staatlichen Einrichtungen zu stecken...irgendwer muss schließlich die Integration vorantreiben (aber bitte nicht ich...gell Frau Schwesig).

Beitrag melden
danubius 06.09.2017, 08:02
189. Was soll's?

Wasser predigen (Öffentliche Schule) und Wein saufen (Privatschule) - das zeigt sich doch in letzter Zeit immer mehr bei den Sozis: Steinbrück, Schröder, Schulz und jetzt eben auch Schwesig. Aber mal ernsthaft: wenn ich das Geld dafür hätte, dann wären meine Kinder auch auf einer Privatschule ...

Beitrag melden
Seite 19 von 25
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!