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Künstliche Intelligenz: Roboter würde Uni-Aufnahmeprüfung schaffen
REUTERS

Um einen Studienplatz muss sich Torobokun keine Sorgen machen. Die Aufnahmeprüfungen an japanischen Universitäten würde der Roboter locker schaffen.

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claus.w.grunow 01.11.2014, 08:59
1. Roboter

Wenn sie die Aufnahmeprüfung tatsächlich schaffen würden, dann stimmt etwas mit der Prüfung nicht. Die Elite Uni interessiert sich nur für Köpfe, die solche mechanische Alleskönner und Wissenshalden verbessern können. Der Rest kann ja in den überfüllten Unis in D. studieren. Diese interessieren sich nur für "mehr Gerechtigkeit", was für die Elite Unis "kalter Kaffee" ist.

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Tom Joad 01.11.2014, 09:53
2. Das möchte ich sehen.

Eine Maschine, die besser Englisch können soll als ein angehender Student? Was mir bisher an MT (Machine Translation) untergekommen ist, war auf Google Übersetzer-Niveau, also auf Deutsch gesagt Mist. Und das von "professionellen" Produkten, die richtig Geld kosten.

Ich schließe mich dem Vorredner an: Da stimmt etwas nicht mit der Aufnahmeprüfung (oder dem Englischunterricht) in Japan.

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Achmuth_I 01.11.2014, 09:59
3. Auch wenn der Quark noch 100.000 mal...

...wiederholt wird.

Es gibt keine künstliche Intelligenz.

Intelligenz und Programmierung sind das genaue Gegenteil. Intelligenz bedeutet "verstehen und entscheiden können". Diese Maschine hat ein Program ablaufen, welches Entscheidungen vorgibt.

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F.Stahl 01.11.2014, 10:16
4.

M.W. bestehen solche Aufnahmeprüfungen in Japan (die es teilweise auch schon für Grund- und Mittelschulen gibt) ausschließlich aus Multiple-Choice-Fragebögen. Damit können KI-Maschinen schon etwas anfangen. Anders dürfte es mit freien Aufsätzen und Interviews aussehen, die zum Aufnahmeritual z.B. in Oxford gehören.

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sheru_tecora 01.11.2014, 10:33
5. @Achmuth_I

Das ist immer eine Frage, wie Intelligenz definiert wird. Nach Ihrer Definition besitzt der Mensch allerdings auch keine, da seine Entscheidungen auf Berechnungen des Nervensystems basieren, deren Abläufe durch die genetische Programmierung vorgegeben sind. Einen "freien Willen" gibt es nicht. Darauf deuten auch schon neurobiologische Untersuchungen hin, die zeigten, dass Befehle an die Muskulatur schon 200-300 ms vor der Weiterleitung ans Bewußtsein abgeschickt werden.

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AusVersehen 01.11.2014, 10:50
6. Ki

Dann setzt den Roboter in einen Raum und legt ihm den Prüfungsbogen und einen Stift doch mal vor ihm auf den Tisch.

Das will ich sehen!

Dass er mathematisch in der Lage ist das mittels vorprogrammierter Software zu verarbeiten, sofern man ihm die Daten des Tests entsprechend aufbereitet, das glaube ich ja, aber das ist keine Intelligenz!

Bis heute gibt es noch keine echte künstliche Intelligenz! Und es wird sie in den nächsten 20 Jahren und das ist schon sehr vorsichtig geschätzt, auch nicht geben!

Wir sind noch nichtmal in der Lage zu sagen wie die menschliche Intelligenz funktioniert! Noch können wir eindeutig sagen, was eine echte Intelligenz definiert.

Letztendlich sind diese Roboter nur teures Spielzeug.
Diese Shows, in denen zum Beispiel Asimo gezeigt wird, in denen er eine Treppe läuft, ist schon merkwürdig.
Diese angeblichen Antworten sind alle Programmiert und von der Moderatorin einstudiert und sie sabbelt jedesmal den gleichen Quatsch. "Oh, Asimo freut sich" jajablabla!
Definierte Treppe, markiert mit schwarzen Quadraten auf dem Boden, damit Asimo sich überhaupt auf der Bühne zurecht findet und definierter Stufenhöhe und Tiefe. Der Ball liegt immer an einem bestimmten Quadrat. Würde er woanders auf der Bühne liegen, würde Asimo den wahrscheinlich gar nicht finden. Und wenn der Ball ein anderes Muster und Farbe hat, auch nicht.
Ein krabbelndes 18 Monate altes Baby hat mehr Intelligenz.

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Achmuth_I 01.11.2014, 10:54
7. Sie übersehen...

Zitat von sheru_tecora
Das ist immer eine Frage, wie Intelligenz definiert wird. Nach Ihrer Definition besitzt der Mensch allerdings auch keine, da seine Entscheidungen auf Berechnungen des Nervensystems basieren, deren Abläufe durch die genetische Programmierung vorgegeben sind. Einen "freien Willen" gibt es nicht. Darauf deuten auch schon neurobiologische Untersuchungen hin, die zeigten, dass Befehle an die Muskulatur schon 200-300 ms vor der Weiterleitung ans Bewußtsein abgeschickt werden.
...dass es dem Menschen möglich ist in reflexartige Aktionen - wie sie diese beschreiben - bewusst einzugreifen und anschließend etwas anderes zu tun als der Automatismus vorgeben würde.

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jayjayjayjay 01.11.2014, 10:59
8.

Zitat von Achmuth_I
...wiederholt wird. Es gibt keine künstliche Intelligenz. Intelligenz und Programmierung sind das genaue Gegenteil. Intelligenz bedeutet "verstehen und entscheiden können". Diese Maschine hat ein Program ablaufen, welches Entscheidungen vorgibt.
daran erkennen sie wie aussagekräftig die Eignungstests an solchen Unis sind, wenn man nichtmal nen touring test bestehen muss, ist vollkommen klar wo sich die neue Industrialisierung abspielt, in den köpfen der wirtschaftsträger von morgen. davon ab gibt es Programme die selbst lernen, klar wurden sie dazu programmiert, dennoch sind sie schon begrenzt lernfähig, und das ist ja schließlich das was wir als Intelligenz bezeichnen, lernen und anwenden. also erste schritte sind schon getan und auch mit der in diesem Feld noch sehr rudimentär vorhandenen Technologie.

da fragt man sich als mensch langsam ob das system was wir derzeit haben nicht en wenig veraltet ist wo der technologische fortschritt langsam an die grenze kommt wo er uns das leben wirklich fundamental erleichtern könnte.

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david-opferkuch 01.11.2014, 11:19
9. Künstliche Intelligenz als philosophisches Problem

Zitat von Achmuth_I
...dass es dem Menschen möglich ist in reflexartige Aktionen - wie sie diese beschreiben - bewusst einzugreifen und anschließend etwas anderes zu tun als der Automatismus vorgeben würde.
Das widerspricht "leider" nicht den Erkenntnissen der Neurobiologie und Kognitionswissenschaften. Dass die Untersuchungen von Libet, die ihr Vorredner erwähnte, nur sehr vereinfachte und isolierte Entscheidungsprozesse beobachten ist klar. Das Gehirn als biologische Steurungszentrale ist in seiner Gesamtheit und Funktionsweise so unglaublich komplex, dass wir auch heute nur sehr oberflächlich verstehen können, wie es funktioniert.
Es stimmt, dass wir, wie sie schreiben, Reflexe auch kontrollieren können. Aber auch dieser Eingriff in einen automatisierten Reflexmechanismus sind (natürlich nur wieder bei einfachen Reflexen) neurobiologisch beschreibar und erklärbar.
Was sie vielmehr ansprechen ist ein philosophisches Problem. Wie hängt das empirisch fassbare Gehirn as Steurungsmodul oder sogar Grundlage unseres Geistes mit unserem erlebaren Bewusstsein zusammen?
Deswegen ist die Frage der künstlichen Intelligenz auch ein philosophisches Problem. Wir können theoretisch annehmen, dass in der Zukunft Programme und Roboter ähnlich komplexe und effektive Abstraktionsfähigkeiten annehmen wie Menschen. Haben diese dann Bewusstsein?

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