Forum: Leben und Lernen
Künstliche Intelligenz: "Wenn wir Roboter wie Sklaven behandeln, werden sie rebellier
AFP/Nadia Thalmann

Deutschland soll ein führender Standort für Künstliche Intelligenz werden. Entsprechende Studiengänge gibt es bereits, aber was lernt man da eigentlich? Ein Professor für Humanoide Robotik erklärt.

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ex rostocker 19.07.2018, 07:51
1. Lernen von "Raumschiff Orion" !

Die Theorie von rebellierender künstlicher Intelligenz ist uralt! Schon 1968 wurde das Thema in der Serie "Raumschiff Orion" dramaturgisch verwendet. Inner noch aktuell! Von Dietmar Schönherr lernen, heißt siegen lernen!

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Mario Herger 19.07.2018, 08:00
2. Experte ohne Erfahrung

Au Mann! Ein "Experte" und "Professor für Digitale Systeme" der sich weigert selbst Roboter und virtuelle Assistenten einzusetzen und so auszutesten. Wie sammelt dieser Herr Erfahrung dazu? Reines Buchwissen? Andere "Experten"die ihm davon erzählen? Wie will er solche System in aller Tiefe und Möglichkeit verstehen und dieses Wissen weitergeben? Solche Profs an deutschen Unis erklärt warum Deutschland digitalen Wüste ist.

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MtSchiara 19.07.2018, 08:04
3. Roboter haben keine eigenen Ziele

Zitat von Artikel
Hild: Wir erschaffen intelligente Roboter und erwarten von ihnen, dass sie für uns Handlangerdienste erledigen oder auch Verletzte aus Katastrophengebieten holen. Sie sollen unsere Knechte sein. Aber wenn ein System Intelligenz zeigt, hat es eigene Bedürfnisse. Es hat ein Gedächtnis, merkt sich etwa, wer gut zu ihm war. Unseren Studenten ist das hoffentlich bewusst.
Ein Roboter kann keine eigenen Ziele entwickeln, sondern verfolgt die Ziele, die ein Mensch ihm einprogrammiert hat. Er besitzt lediglich die Fähigkeit, selbständig zu lernen, wie er besonders effizient und effektiv die Ziele erreichen kann, die der Mensch ihm einprogrammiert hat.

Um eigene Ziele zu haben, braucht man ein eigenes Bewußtsein. Ein Bewußtsein wurde den Robotern aber nicht einprogrammiert, da völlig unbekannt ist, wie Bewußtsein entsteht und wie man Bewußtsein in einer Maschine Entscheidungen treffen läßt. Roboter simulieren für den Menschen Bewußtsein, besitzen aber keines - und somit besitzen sie auch keine eigenen Ziele.

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reichsvernunft 19.07.2018, 08:09
4. ..KI ist kein Mensch.

Erstens sind wir weit, weit, weit davon entfernt lernende Netzwerke zu schaffen, die ein Bewusstsein entwickeln können, und selbst dann müssten die Dinger erstmal recht mühseelig lernen kreativ zu agieren. Da fehlt einfach die Rechenleistung. Wer berechenbar ist, ist nicht gefährlich, ähnlich dem Deutschen Wähler.
Zweitens kommt KI ohne die riesige Deponie evolutionär gewachsenen psychologischen Ballasts daher. Ein Mensch beispielsweise, der keine Angst kennt, keinen Selbsterhaltungstrieb hat, kein Gewinnstreben, keine soziale Profilierungssucht und allgemein all das nicht, was uns so ein bisschen irre und menschlich macht, hätte wohl auch kein Problem damit berechenbar genau bei seiner Aufgabe zu bleiben. Der Mann hat recht, dass es wichtig ist, einen moralischen Basiskanon für Entwickler zu etablieren, die diese Aufgaben definieren, aber der große Aufstand setzt auch menschliche Motivationen vorraus. Sehr fraglich, ob KI diese Art von Junk-code in der Form haben wird.
Zu guter Letzt... echte künstliche Intelligenz, mit Bewusstsein, Selbstbestimmung etc. wäre ein Meilenstein der ein neues Zeitalter einläuten könnte, und es wäre fraglich ob man selbst einer einzigen gegenüber Chancen hätte, da sich eine solche, als reine Datenmasse, unbegrenzt ausbreiten und duplizieren könnte. Würde es zu soetwas kommen müsste man dem Ding wohl Menschenrechte einräumen - was jedem halbwegs klardenkenden solchen auch klar sein müsste. Das hat aber nichts - gar nichts - damit zu tun ob dieses Elektronenhirn in einer anheimelnden humanoiden Verpackung steckt oder auf einem großen grauen Kasten in irgend einem Keller läuft. Ich sehe da schon wieder Ansätze eines seltsamen Chauvinismus. Dümmliche Apparate die Aussehen wie Menschen werden dann "nett" behandelt, und der ehemalige Algorithmus vom Pizzadienst der mittels cloud-computing ein reales Bewusstsein erlangt wird weder erkannt noch irgendwie behandelt.

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Cleartarga 19.07.2018, 08:29
5.

Das (fehlende) Echo auf den Beitrag beweist, dass viele Menschen die Entwicklung von KI völlig unterschätzen. Das ist - psychologisch gesehen - normal, ändert allerdings nichts an der Tatsache, dass wir uns mit diesem Thema beschäftigen sollten. Der Mensch lebt geistig in der Gegenwart und beschäftigt sich ungern mit der (ferneren) Zukunft. In der Robotik, sprich KI, denn beides geht Hand in Hand, findet eine schleichende Intelligenzentwicklung statt. Das ist ein Fakt, auch wenn zahlreiche Menschen das nicht wahrhaben wollen. Die Atombombe wurde auch nicht an einem Tag entwickelt und plötzlich war sie da. Es spricht kein rationelles Argument dagegen, dass Roboter ihr eigenes Ich entwickeln werden. Darauf zu vertrauen, dass dies irgendwann passieren wird, ist angesichts der technologischen Entwicklung der letzten 250 Jahre geradezu naiv. Man sollte sich also - als Gesellschaft - mit dem Thema beschäftigen.

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Leser161 19.07.2018, 08:29
6. Unwissenschaftlich

Zumindest die Darstellung im Interview. Es wird postuliert das Intelligenz und Gedächtnis dazu führen das sich etwas wie ein Lebewesen verhält.

Das ist eine Hypothese. Es gibt Gründe die dafür und dagegen sprechen. Das müsste man mal überprüfen, was noch nicht so recht möglich ist.

Auch die Behauptung das Roboter immer interne Rechnleistung haben müssen ist so nicht haltbar. Es käme auf die Definition von Roboter an. Man kann das gewiss so definieren. Aber das müsste dann diskutiert werden und es bliebe die Frage wie man das nennt wenn man Siri/Alexa in ein Roboterchassis setzt. Selbstlaufender virtueller Assistent oder doch einfach Roboter?

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susuki 19.07.2018, 08:34
7.

Der Mann ist ein paar hundert Jahre in der Zukunft...

... AI umfasst auch Bewusstsein und damit Fähigkeit zur Rebellion.

Technisch ist das aber nicht ansatzweise lösbar.

Das erste selbstreinigende WC/Badezimmer wird nicht von einem Roboter geputzt sondern ist passend gebaut.
(Lotusoberflächen, Vollentsalztes Wasser zur Reinigung von Flächen aus Düsen, etc)

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exHotelmanager 19.07.2018, 08:39
8. Welche Bedürfnisse

wird ein Roboter mit KI haben? Energiezufuhr und Schmierstoffe scheinen mir denkbar. Wie aber kann man "gut" zu einer programmierten Maschine sein?

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Igelnatz 19.07.2018, 08:42
9. Besser investiert in Soziales

Das Geld wäre besser in Menschen, eine soziale Einrichtung etc. investiert! Ich möchte nicht von einem Roboter versorgt werden. Wenn der Feuerwehrmann als Roboter seine Rechte geltend macht und nicht ins Feuer geht - dann macht es doch der Mensch? So ein Unsinn! Vielleicht besteht die Ethik dann besser darin, diese Technologie zu zerstören, bevor sie der Menschheit gefährlich wird. Wenn ich ins Altersheim komme, nehme ich meinen Werkzeugkoffer mit!

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