Forum: Leben und Lernen
Künstliche Intelligenz: "Wenn wir Roboter wie Sklaven behandeln, werden sie rebellier
AFP/Nadia Thalmann

Deutschland soll ein führender Standort für Künstliche Intelligenz werden. Entsprechende Studiengänge gibt es bereits, aber was lernt man da eigentlich? Ein Professor für Humanoide Robotik erklärt.

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kochra8 20.07.2018, 08:24
120. Selten dummes Zeug

AI ist dazu da, programmiert zu werden, um den Menschen zu ersetzen.
Es sind natürliche Lebewesen, die durchbrechen versuchen, wenn der Lebensraum zu unwirtlich wird.
Oder wenn sie bloß nur noch auf der Stelle treten, da die Arbeit verschwunden ist.
Scheints lassen sich immer mehr mit Fakes unterhalten.
Denn so kann man Menschen weiterhin künstlich hinhalten. Auch wenn es bereits arg daherkommt.

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msbd 20.07.2018, 09:24
121.

Zitat von MtSchiara
Ein Roboter kann keine eigenen Ziele entwickeln, sondern verfolgt die Ziele, die ein Mensch ihm einprogrammiert hat. Er besitzt lediglich die Fähigkeit, selbständig zu lernen, wie er besonders effizient und effektiv die Ziele erreichen kann, die der Mensch ihm einprogrammiert hat. Um eigene Ziele zu haben, braucht man ein eigenes Bewußtsein. Ein Bewußtsein wurde den Robotern aber nicht einprogrammiert, da völlig unbekannt ist, wie Bewußtsein entsteht und wie man Bewußtsein in einer Maschine Entscheidungen treffen läßt. Roboter simulieren für den Menschen Bewußtsein, besitzen aber keines - und somit besitzen sie auch keine eigenen Ziele.
Wir können den Begriff Bewusstsein formal doch gar nicht hinreichend definieren. De facto ist es so, dass wir immer wieder bei bestimmten Eigenschaften gedacht haben, das können nur wir Menschen, und das zeichnet unser Bewusstsein aus. Wir haben aber im Laufe der wissenschaftlichen Entwicklung immer wieder feststellen müssen, dass unser Bewusstsein gar nicht so unikat ist und anscheinend letztlich auf komplexe naturwissenschaftliche Vorgänge, hauptsächlich im Gehirn, zurückführbar ist. Natürlich lassen sich diese Vorgänge, wenn einmal verstanden, auch digital nachentwickeln und simulieren. Allerdings sind wir der Rechenleistung des Gehirns in autonomen Systemen noch weit unterlegen und das wird mit konventioneller Technologie auch so bleiben.

Eine solche Rechenleistung kann man nur in darauf spezialisierten verteilten System erreichen und ein solches System passt niemals in ein Roboter, der kann höchstens eine Schnittstelle sein, so wie bei Siri oder Alexa.

Auf absehbare Sicht könnte nur die Entwicklung eines leistungsfähigen Quantencomputers der Idee, das Ganze autonom zu machen, nochmal Auftrieb verleihen.

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sh.stefan.heitmann 20.07.2018, 09:45
122. Intellligenz ....

... führt nicht dazu dass der Roboter ein Bewusstsein hat, genau das wir hier behauptet. Wieso genau ist der Typ Experte ? Mit seinem Mathe und Philosophie Studium?

Professor für Digitale Systeme: wie kann man das mit demn Studiengängen überhaupt werden erschliesst sich mir garnicht

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benny_na_lievo 20.07.2018, 09:50
123. Vermenschlichte Sicht

Hier wird doch sehr vermenschlicht, und man sollte die Kirche im Dorf lassen. Nur weil eine Maschine intelligent wird, heißt das nicht, dass sie Kategorien wie Gut und Böse entwickelt, die ihrerseits emotional und sozial fundiert sind. Und nur weil ein Roboter wie ein Mensch aussieht, sich so bewegt und so plappert, heißt das lange nicht, dass er dann denkt und fühlt wie ein Mensch, geschweige denn, dass er ein Bewusstsein hat. Es ist wahrscheinlicher, dass er gar nicht fühlt und dass er keine Empathie hat. Der Aufstand der geknechteten Roboter wird ausbleiben, es sei denn, man programmiert sie so, dass sie soziale Vergleiche vornehmen und dass sie dabei etwas „fühlen“. Welchen Sinn sollte das haben, wenn man einfache Knechte haben will, die unseren Böden wischen?

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Bananenschale 20.07.2018, 10:08
124. Konsequenz?

Wenn ein System Intelligent ist und im Weiteren darüber ein Ich-Bewußtsein zu vermuten ist ( Das ist kein Automatismus! ), wie erfahre ich seine Bedürfnisse? Und wenn: Wie werde ich ihnen gerecht? Was ist, wenn seine Bedürfnisse meinen elementaren Interessen widersprechen? Diese Gefahr sehe ich bei virtuellen Assistenten eher als bei Bots. Wenn z.B. Uber Bots anbietet, dann wird dieser Bot Daten sammeln und irgendwohin übermitteln. Insofern ist die Unterscheidung von virtuellen Assistenten und Bots sehr vordergründig. Von dem Thema Energie und Ressourcen abgesehen: Macht dann überhaupt KI im Alltag Sinn? Nein.

Battelstar Galactica: "Es geschah schon einmal und es wird wieder geschehen."
Portal - GLADOS: "Ich sah ein Reh!"

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taglöhner 20.07.2018, 10:19
125.

Zitat von benny_na_lievo
Hier wird doch sehr vermenschlicht, und man sollte die Kirche im Dorf lassen. Nur weil eine Maschine intelligent wird, heißt das nicht, dass sie Kategorien wie Gut und Böse entwickelt, die ihrerseits emotional und sozial fundiert sind. Und nur weil ein.......
Schon weil es angenehm ist und sich besser verkauft. Aber einfache Knechte stehen nicht im Vordergrund, wie der Artikel vielleicht insinuiert, KIs werden bald auch Entscheider ersetzen.
Sie werden bald konfrontiert sein mit KIs denen sie es zumindest intellektuell nicht anmerken. Empathisch, reflektiert, Gefühle äußernd usw. Und dann?

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touri 20.07.2018, 10:33
126.

Ich finde Ihre Argumentation bzgl. Gefühlen etwas fehlerhaft. Um Ihr Beispiel aufzugreifen, auf welcher Grundlage beurteilen Sie, ob Sie beleidigt worden sind? Im Endeffekt beurteilen sie das aufgrund von Erfahrungswerten. Da ist nicht irgendwo etwas in Ihren inneren, dass Ihnen sagt, jetzt wurden Sie beleidigt, das ist verarbeitetes und angewandes Wissen von Extern. Warum soll das bei einer KI anders sein? Warum soll eine KI, die z.B. Straßen kehrt, nicht mitbekommen, dass diese Arbeit geringeschätzt und schlecht bezahlt wird und dann zu den Schluß kommen, dass sie etwas prestigeträchtigeres machen will, mit mehr Einkommen?

Oder wie treffen Sie Entscheidungen über richtig und falsch, gut und schlecht? Ich bin davon überzeugt, dass z.B. ein Moslem oder auch Buddhist (ich nehme religiöse Unterschiede jetzt nur als Beispiel, ich hätte auch kulturelle Unterschiede nehmen können oder auch Mann/Frau oder reich/arm) in vielerlei Hinsicht bestimmte Themen völlig anders beurteilen würde als Sie. Wer hätte also recht? Wie schon ober erwähnt, was Sie für richtig und falsch erachten ist nicht irgend eine universell geltende Konstante die etwas mit dem menschlichen Gehirn zu tun hat, sondern etwas das sie lernen, den Großteil während der Prägungsphase im Kindesalter. Und nochmal, warum soll eine KI das nicht auch können? Ich würde sogar behaupten, eine KI könnte wesentlich rationalere Entscheidungen treffen als ein Mensch.

Am Ende ist auch unser Bewußtsein nichts mehr als eine Simulation unseres Gehirn um mit der Umwelt interagieren zu können. Wir sind auch nur ein hochkomplexes Programm und unsere Gefühle sind einer der Steuermechanismen, die unser Körper hat um dafür zu sorgen, dass wir unseren Job erledigen, sei es liebe (-> Reproduktion), Neid (Bedürfnis sich besser zu stellen), der Selbsterhaltungstrieb (wer tod ist kann keine Kinder mehr in die Welt setzen) usw.

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mapcollect 20.07.2018, 11:21
127. Ein menschliches Gehirn hat etwa 100 Mrd Nervenzellen

die mit rund 100 Billionen Synapsen verschaltet sind. Der Großteil davon wird für Motorik, Sensorik und Organsteuerung benötigt, nur ein relativ kleiner Teil wird für die intellektuellen Leistungen benötigt. Moderne Hochleistungsrechner sind nicht mehr weit davon entfernt, sowas simulieren zu können - mit deutlich höheren Leitungsgeschwindigkeiten. KIs werden vielleicht irgendwann selbstständig KIs weiterentwickeln so das regelrechte Superintelligenzen entstehen können. Klingt nach Science Fiction ? Ich finde, es klingt mehr nach Evolution. Wir dürfen dieses Feld nicht anderen überlassen und müssen deswegen massiv in MINT & KI investieren. Selbst wenn echte KI niemals real werden würde - gut ausgebildete Informatiker sind immer wichtiger für große Volkswirtschaften.

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J.Simon 20.07.2018, 12:02
128. Neuer Versuch...

..schade - "funzt" der Link nicht?

Warum sollte sich dieser „Kollege“ hier:

Atlas - the next Generation

nicht eines Tages gegen den Kerl wehren, der ihm von hinten mit einem Stock so aus dem Tritt bringt, daß er "auf die Fresse fällt"?

(Ganz ehrlich, wie ich dieses Video zum ersten Mal gesehen habe, hat mir der robotische Kollege fast irgendwie leid getan - und ich habe mir gewünscht, daß seinem heimtückischen, menschlichen "Vorbild" - ab 1:32 -zumindest ein paar Watsch'n verpaßt.)

Hier wurde Atlas entwickelt/gebaut/"geboren":

Boston Dynamics ist ein Robotik-Unternehmen mit Sitz in Waltham (Massachusetts), das vor allem im Bereich autonomer Laufroboter forscht und entwickelt, zu Beginn für das US-amerikanische Militär. Es gilt als eines der am weitesten fortgeschrittenen Robotik-Unternehmen der Welt.

Ich finde ATLAS – wie würde Mr. Spock sagen – „faszinierend“. Entwickelt wurden diese Laufroboter unter anderem für Aufgaben, für die Menschen untauglich sind, für einen Einsatz in radioaktiv verseuchten Gebieten etwa. Auch da müssen sie das ausbaden, was sich ihre Erfinder selbst eingebrockt haben. Nein – das hat mit Vermenschlichung nichts zu tun, die Debatte ist hochinteressant.

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gweihir 20.07.2018, 12:06
129. Animistischer Nonsense

Wie bekommt eigentlich jemand der so ahnungslos ist eine Professur? Das ist schon reichlich peinlich.

Aktueller Stand der Forschung bei Robotern bzw. "KI" ist: Keine Intelligenz, keine individuelle Existenz, nichts. Es gibt nichtmal in irgendeiner Weise ueberzeugende theoretische Modelle, wie sowas implementiert werden koennte. Damit sind wir an einer Stelle wo es voellig unklar ist, ob das ueberhaupt geht.

Und ueberhaupt, warum soll es eine Rolle spielen, ob ein Roboter humanoid ist oder nicht? Leider liest man diesen Schwachsinn in letzter Zeit oft. Da wird kraeftig projeziert, aber genau garnichts verstanden.

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