Forum: Leben und Lernen
Kultusminister: Der Unsinn der Elitenförderung
DPA

Jetzt sollen mal die Besten dran sein: Schulpolitiker wollen die Begabtenförderung ausbauen - und damit die unterstützen, die es am wenigsten brauchen. Ein falscher Entschluss.

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dreckswerbung73 12.06.2015, 05:29
1. in welchen Land....

lebt der Schreiberling dieses Artikel eigentlich? Ohne Begabte gibt es keine Innovation, die Deutschland dringend braucht. Das die Förderung nur an Hand der Begabung und nur bei Bedürftigkeit erfolgen sollte, sollte unstrittig sein.

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alexanderschleissinger 12.06.2015, 05:40
2. Gute Analyse

Wir scheinen uns mittlerweile (wieder?) einer Gesellschaft zu nähern, die den "Wert" eines Menschen im Vergleich zu anderen festlegt. Und dann ist die Würde des Menschen scheinbar doch nicht mehr unantastbar...

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s.g. 12.06.2015, 05:45
3. JEDER hat ein Recht auf individuelle Förderung!

Normalerweise halte ich mich ja sehr zurück. Aber hier rutscht mir dann doch ein: "Selten so einen verblödeten Schwachsinn gelesen!" raus.

Natürlich MUSS jedes Kind entsprechend seiner Fähigkeiten gefördert werden. Ansonsten wird aus einem hochbegabten Kind ganz schnell ein Bildungsverlierer. Und warum bitte sollen Kinder für die Bildung ihrer Eltern bestraft werden? Nur weil auch die Eltern schon auf dem Gymnasium waren dürfen die Kinder nicht gefördert werden? Diskrimierung in Reinform!

Und dann im Artikel noch alles durcheinander schmeißen. Vielleicht sollte der Autor selbst nochmal die Schulbank drücken und sich erstmal über das Thema und die Probleme von Hochbegabten in unserem Schulsystem informieren bevor er hier so einen "Kommentar" schreibt.

Alles was "normal" ist funktioniert in den Schulen ganz prima, aber sobald nach oben oder unten von der Norm abgewichen wird gibt es Probleme. Natürlich ist es daher richtig sich um diese "Problemfälle" zu kümmern. Und zwar um BEIDE. Ob man dazu mit Begabtenklassen separieren muss oder dies auf anderem Wege erfolgen kann wäre zum Beispiel ein interessantes Thema gewesen. Aber bitte erstmal die Vorurteile über Bord werfen und sich mit dem Thema beschäftigen!

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1besserwisser1 12.06.2015, 05:49
4.

Anstatt gegen die Begabten zu propagandieren, sollte SPON fragen warum die minister das tun. Der Grund dafür ist: Die Förderung schwacher brinht seit Jahren nichts, da sollte mam dann lieber die guten finanzieren damit diese den karren aus dem dreck ziehen.

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brainforceone 12.06.2015, 05:49
5. Kann man so machen....

...nur dann wird es eben schlecht. Warum werden bei uns ausschließlich die "Ränder" der Leistungskurve gefördert? Ausschließlich Inklusion/Begabtenförderung? Was ist mit der "großen Mitte"? Die sehe ich tatsächlich abgehängt... Der Artikel lässt mich fragend zurück, trifft jedoch meine Seele... Vielen Dank dafür an den Autor!

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hansejung 12.06.2015, 05:52
6. Wieso nicht

Ich kann die Argumentation des Autoren nicht teilen. Ich sehe ein das alle Lehrer gleich bezahlt werden sollten, weil sie meiner Meinung nach alle ihre Arbeit verrichten, unabhängig in welcher Schulform. In unserem Land wird jeder gefördert und es gibt auch einen Bildungsweg für jeden der es möchte. Aber wieso nicht die fördern bei denen früh diverse Talente erkannt werden. Es ist meiner Meinung nach Unsinn das es hier Akademikerkindern besser ergeht als anderen. Ausserdem bekommt heut zu Tage fast jeder Abitur nur um die Zahlen zu schönen.

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tatzelbrumm 12.06.2015, 05:54
7. Von Begabten lernen heißt sich zu Tode langweilen lernen

Es spricht zwar einiges dafür, Hochbegabte nicht völlig von anderen zu trennen, aber der Grund dafür ist gerade der, dass die Denkstrukturen so anders sind, dass schon einfache Kommunikation schwierig ist, geschweige denn gemeinsames Lernen im üblichen Schulunterricht, in dem eine Präsentation für alle gut sein soll. Wer in so einer Umgebung mit Hochbegabung geschlagen ist, langweilt sich vor allem zu Tode.
Begabtenförderung kann da zum Beispiel darin bestehen, Interessierte auf Wunsch vom allgemeinen Curriculum zu dispensieren, sofern sie nachweisen können, den Stoff (und eben auch noch einiges mehr) selbst sich aneignen zu können. Das kommt allen zugute und ist im Zeitalter des Internets nur dann ein Problem, wenn manchen Eltern bei dem besten Beispielmaterial, data mining im Selbststudium zu lernen [https://youtu.be/kV7ou6pl5wU] völlig grundlos unwohl ist.

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Phil2302 12.06.2015, 06:05
8.

Warum sollte man ausgerechnet diejenigen besonders fördern, die ohnehin schon die besten Voraussetzungen haben?
Ganz einfach: Weil es nicht die mittelmäßigen Schüler sind, die am Ende neue fortschrittliche Technologie entwickeln. Wenn wir in 30 Jahren noch die gleichen Autos bauen wie heute, dann haben wir ein Problem. Ich - als Lehrer - bin absolut FÜR die Förderung der guten Schüler. Es geht verdammt viel Potential verloren. Man bedenke: Vor 20 Jahren haben zwar deutlich weniger Schüler Abitur gemacht, dafür jedoch ein deutlich schwierigeres. Die guten Schüler heutzutage machen ein sehr einfaches Abitur und verlernen damit, sich für den Erfolg anstrengen zu müssen. Im Studium könnten viele sich 1-2 Semester sparen, wenn sie schon in der Schule ihr Potential ausschöpfen würden.

Und am Rande: Was zur Hölle hat schon wieder das Argument hier verloren, dass gute Schüler aus bildungsnahen Familien kommen? Dürfen die deswegen nicht gefordert werden? Sind solche Kinder per se schlechter? Das Zeichen einer durchlässigen Gesellschaft: Jeder kann es nach oben schaffen - aber die, die unten sind, sind das nicht ohne Grund. Es ist nicht die Schuld der Bildungspolitik, dass Kinder aus Arbeiterfamilien weniger studieren. So etwas nennt man glaube ich Freiheit der Erziehung, und da kann niemand etwas gegen tun. Ich kann ihnen übrigens eine Gruppe nennen, die selber zu einem großen Teil nur aus einfachen Arbeitern besteht, deren Kinder aber reihenweise studieren: Nennen sich Asiaten. Komisch, vielleicht doch alles nur eine familieninterne Einstellungssache zur Bildung?

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Lampenluft 12.06.2015, 06:09
9. Unsauber formuliert.

Die Thesen dieses Artikels sind rüde und undifferenziert.
Leistungsfähige Kinder sollen nicht gefördert werden, weil statistisch "mehr Geld als für einen Realschüler" für sie ausgegeben wird.
Bitte erst einmal recherchieren. Ist jetzt Begabtenförderung oder Gymnasiastenförderung gemeint?

Folgt man dem Artikel, dann sind Realschüler und Hauptschüler automatisch nicht begabt. Wo sind begabte Realschüler und Hauptschüler einzuordnen?
Warum wohl kostet ein Schulbesuch mit zwei oder drei Jahren längerer Dauer mehr als ein Schulbesuch mit zwei oder drei Jahren kürzerer Dauer?
Nein, jeder der lehrend tätig ist, weiß, dass jede Schülergruppe auch ihre Förderung verdient hat und so auch die Begabten.

Unsauber recherchierter Artikel mit undifferenzierter Grundlage, der dem Thema nicht gerecht wird. Das Kernproblem des Autors wird im letzten Satz anformuliert: Nur weil vielleicht nicht jeder diese Förderung in Anspruch nehmen kann, soll diese nicht geschehen.
In der Realität aber muss nicht jeder Schüler alle Förderungen entgegen nehmen können, aber ein Schulsystem muss jeden Schüler fördern können.

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