Forum: Leben und Lernen
Kultusminister: Der Unsinn der Elitenförderung
DPA

Jetzt sollen mal die Besten dran sein: Schulpolitiker wollen die Begabtenförderung ausbauen - und damit die unterstützen, die es am wenigsten brauchen. Ein falscher Entschluss.

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flowpower22 12.06.2015, 09:14
140. hihi

Zitat von klaus5000
Dahinter steckt ein Plan.Eine noch bessere Welt für die Elite! Wenn man sich die globale Gesamtentwicklung kapitalgeführter Länder anschaut kann man dies mit Leichtigkeit erkennen. Schaut man sich die Einladungsliste des Bilderberg Treffen und die jeweiligen Firmen mit ihren Philosophien an, wird dies bestätigt. Also keine Theorie. Die Verschwörung der Elite ist leider gängige Praxis!
Sollte man, der Gerechtigkeit wegen, ein paar Hartzer von der Bierbude auf den Bilderberg einladen?

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uboot84 12.06.2015, 09:16
141.

für einen Bruchteil des finanziellen Aufwands für das Prekariat (und das sind nicht nur Kosten für Schule sondern z.B. auch Kosten für soziale Projekte und staatliche Jugendhilfe) ließen sich die zukünftigen Leistungsträger und Finanzierer unseres Sozialstaates wesentlich besser fördern als dies momentan der Fall ist. Dass das Bildungsbürgertum eher bestrebt ist, dass der Nachwuchs einen vernünftigen Abschluss erzielt, kann man wohl nicht dem Staat anlasten. Wer seinen Kindern Hartz IV als Lebensmotto vorlebt, sollte sich nicht wundern, wenn es ihm die Jungen nachleben.

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w123berlin 12.06.2015, 09:16
142. Fließiger

Lieber Herr Kramer, kaum beschäftigt sich endlich mal wieder jemand mit der Förderung der Förderungswilligen, schon kommen Leute wie Sie aus der Ecke und schreien ihre üblichen Parolen raus.
Das viele Kinder von Akademikern auch Akademiker werden, liegt daran, das diese Kinder sich deutlich mehr anstrengen als andere Kinder. Sie Arbeiten mehr, sie lernen mehr und können sich konzentrieren. Das ist vielen anderen zu lästig und deshalb gibt es diesen Unterschied.
Wir brauchen aber die fleißigen und lernwilligen und deshalb ist es höchste Zeit, diese auch angemessen zu unterstützen - noch mehr als geplant wäre richtig. Die ewige Geichmacherei bringt uns doch nicht weiter.
Auch bei der Einwanderung wollen wir auf die begabten setzen - da hat man das bereits gemerkt. Wäre schön wenn Sie das auch mal merken würden.

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janix_ 12.06.2015, 09:17
143. Ziel könnte sein, dass nur Begabung zählt

... und nicht Connections und Geld des Elternhauses. Kaum realistisch, gewiss, doch ein sinnvolles Ziel. - Weiteres Ziel könnte sein, stärker individuell zu fördern. _Nicht_ homogenisierte Klassen, sondern aufwendige individuelle Förderung auf verschiedene Art. Der eine lernt so am besten, die andere so. Das ist zunächst (noch) mehr Stress für Lehrkräfte, doch auch ein Quell von Freude. - So wie jetzt: Abzuschiebende 'Loser', brave Masse, 'nervende Streber' im Einheitsunterricht geht es jedenfalls nicht mehr.

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salamicus 12.06.2015, 09:18
144.

Zitat von infonetz
Paßt aber zu unserem Zeitgeist! Es wird nur noch das gefördert was auch rentabel ist. Altes und schwaches wir abgestellt und bekommt immer weniger.
Was ist denn das für ein Unsinn? Noch nie in der Geschichte wurden Schwache und Minderbegabte so intensiv gefördert wie heute. Würden Sie es eigentlich begrüßen, wenn sich die deutsche Fußballnationalmannschaft aus schwachen, minderbegabten und alten Fußballspielern zusammensetzen würde? Ich meine, es geht doch um den gemeinsamen Inklusionsspaß beim Spielen, oder? Oder regen Sie sich etwa darüber auf, dass Löw wieder einen Schwachmaten mitgenommen hat? Sollen da etwa nur die Besten antreten? Mhm?

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merokutt 12.06.2015, 09:18
145.

Kommt mir sehr bekannt vor. Ich hatte in der Grundschule noch eine tolle Lehrerin, die mir einfach Bücher in die Hand gedrückt hat. Ich durfte hinten Romane und Lexika lesen, während die anderen vorne mit Setzkästen Wörter gelegt haben. War super!
Aber der 5. Klasse ging das Drama dann los, Wechsel in einen fremden Klassenverband - von meiner alten Klasse kamen nur 2 andere Schüler mit. Der Rest hat mich sofort als Streber klassifiziert. Nach der "Orientierungsstufe" erneut Schulwechsel aufs Gymnasium in Klasse 7, wieder neuer Klassenverband und nun ging das Mobbing richtig los. Nach einem Unfall Mitte der 7. war ich fast ein Vierteljahr krank, kam wieder und habe in fast allen Fächern praktisch sofort den Anschluss gefunden. Das brachte mir die ersten vergrätzten Lehrer ein, weil ich sie nicht brauchte, um zu lernen.
Das zog sich das gesamte Gymnasium so durch. Ich war oft schwer erkältet (psychisch bedingte Abwehrschwäche, das ist mir heute klar - Stress macht auch körperlich krank), hatte schlimme Kreislaufprobleme, kippte auch mal im Unterricht bewusstlos vom Stuhl. Fehlzeit immer um 1/3. Trotzdem schrieb ich ständig Einsen und Zweien und wurde entsprechend mündlich abgestraft mit Fünfen und Sechsen, weil ich erstens oft nicht da war und zweitens mich aufgrund des Mobbings nicht mehr traute, mich im Unterricht zu melden.
Fürs Abi habe ich 5 Tage halbherzig gelernt, 14 Punkte, 12 Punkte, 11 Punkte und in der mündlichen Prüfung 8 Punkte. Nicht genial, aber im Ende brachte mir das Abi einen Schnitt von 2,3 und somit gar nicht mal so übel, wir hatten im Jahrgang einen ganzen Haufen 3er-Abis.

Die Uni war eine echte Erleichterung für mich. Endlich durfte man Sachen wissen und wurde dafür nicht angefeindet. Profs fanden es gut, wenn man SAchen hinterfragte, sich selbst weiterbildete und in Diskussionen auch Sachen einbrachte, die anderen unbekannt waren. Leider hatte ich dank der Schulzeit nun aber schon so viele Knackse in der Psyche, dass mir das Studium sehr schwer viel. Ständig Selbstzweifel und Prüfungsängste, so dass ich nur selten in Prüfungen das abliefern konnte, was ich eigentlich leisten konnte. Und das soll okay sein? Ich kenne so viele intelligente Leute, denen in der Schulzeit ähnliches wiederfahren ist. Warum mus das so sein? Warum darf es für solche Kinder keine spezielle Förderung geben, die Lehrer entsprechend schult und Potenziale nutzt?

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londonpaule 12.06.2015, 09:19
146. Fehlgeleitet

der Autor lebt in einem Wolkenkuckucksheim. Freilich brauchen v.a. sozial schwache Schüler die Chance für einen potenziellen Aufstieg der Ihren Fähigkeiten entspricht, bzw sollte es verhindert werden dass der sozioökonomische Bintergrund zum alles entscheidenden Faktor wird.
Aber dass es keiner Elitenförderung bedarf ist Schwachsinn! Ein paar Talente vom Stil eines Elon Musk täte auch unserem Land ganz gut....der Autor sieht nicht dass es auch um das Wohlergehen eines ganzen Landes im absoluten Sinne geht, nicht nur um Egalität. Die Geschichte der BRD hat durchaus vom hohen technischen Niveau der Gesellschaft immens profitiert

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lichthexe 12.06.2015, 09:19
147. Soll dieser Kommentar provozieren?

Oder denkt der Autor das wirklich so? Eine Begabtenförderung ist wichtig, aber nicht in erster Linie im intellektuellem Bereich. Begabte Kinder brauchen die pädagogische Unterstützung, mit ihrem Anderssein zurecht zu kommen. Sie brauchen das Gefühl, als Mensch akzeptiert zu werden, nicht als Hochleistungsmaschine in einem funktionsorientierten System. Sie brauchen die Bestätigung, dass sie richtig sind, genau wie es jedes lernschwache, körperlich oder geistig behinderte, entwicklungsverzögerte oder sonst wie "benachteiligte" Kind auch braucht. Diese Denkweise, ein begabtes Kind "laufe" quasi von alleine und benötige keine besondere Förderung, ist unfassbar kurzsichtig und reduziert den Menschen, auch den behinderten, nur auf seine potentielle Leistungsfähigkeit.

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elizar 12.06.2015, 09:19
148.

Zitat von MeFFM
[Die Förderung der Schwachen...] ist eine Investition in Stabilität und Frieden!
Darf man ja. Aber man soll die Begabten deswegen nicht liunks liegen lassen. Man kann auch beides haben, auch wenn das der Author nicht versteht.

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riederer 12.06.2015, 09:22
149. Weg mit solchen Scharfmachern

meine Tochter ist vom Lehrerkollegium als hochbegabt eingestuft worden Uns wurde mitgeteilt, dass es aber leider keine Möglichkeiten gibt, ihre besondere Begabung zu fördern. So geht es sicher vielen Eltern. Deutschland lebt von solchen Personen, die später Spitzenforschung betreiben und Fimen zu internationalen Spitzenprodukten verhelfen. Vom Autor wird hier lediglich ein Feinbild gezimmert. Immer schön Mittelmaß erzeugen und die begabten als Eltär verdammen. Schockierend dieser Artikel. Sechs - setzen!!
Es muss beides möglich sein. Kinder mit Lernschwächen zu helfen, aber auch Kinder zuz fördern denen es besonders leicht fällt. Die Langweilen sich sonst nämlich Herr Kramer und verlieren die Lust! Und das will ja auch niemand. Ich bezweifel zwar, dass sie dass verstehen, aber die Hoffnung stirbt zuletzt. Furchtbarer und tendenziöser Artikel. Eine Schande für SPON!

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